Leseraufruf Zeigen Sie uns Ihr Grundschulzeugnis!

"Angefangene Arbeiten brachte er meist zu Ende". Erinnert Sie dieser Spruch an Ihr Zeugnis aus der Grundschule? Und steckten in Ihrem "Giftzettel" auch witzige Formulierungen - oder erstaunliche Voraussagen über Ihr späteres Leben? Dann teilen Sie die Ergüsse Ihrer Pauker mit den Lesern!

dpa

Einige Kinder haben es schon hinter sich, den letzten Schultag vor den großen Ferien - und damit auch die Zeugnisvergabe. Bei den Kleinen fällt die häufig sehr kreativ aus: Was soll es zum Beispiel heißen, wenn man vor allem "im Musikunterricht durch seine mündliche Beteiligung aufgefallen" ist? Oder wenn einem der Klassenlehrer bescheinigt, dass man zwar sehr kommunikativ sei - dieses "Talent" aber vor allem bei den eigenen Sitznachbarn "zum Einsatz" bringe.

Zu kryptisch in der Aussage und zu großer Aufwand, lautet daher die Hauptkritik an den sogenannten Berichtszeugnissen aus der Grundschule. Einige Eltern und Lehrer würden die verklausulierten Formulierungen daher gerne verbannen und durch kühle Zahlen ersetzen. Dabei erzählen die getexteten Bewertungsbögen spannende Geschichten: vom Ernst des Lebens, von den Menschen hinter den Zeilen, ihren Stärken - und auch ihren Schwächen.

Haben Sie sich auch "stets bemüht", oder "beherrschten den Zahlenraum von 0 bis 100 sicher"? Woran denken Sie, wenn Sie die Zeilen Ihrer alten Zeugnisse heute lesen? Was hat sich bewahrheitet - was nicht? Teilen Sie Ihre Geschichte mit anderen einestages-Lesern!

Schicken Sie uns ein Foto von sich im Grundschulalter, einen Scan Ihres liebsten Berichtszeugnisses sowie einen Kommentar zu den Zeilen per E-Mail!

Namen werden auf Wunsch unkenntlich gemacht.



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insgesamt 9 Beiträge
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Wilhelmina Ludwig, 03.07.2013
1.
Ist es ueberraschend fuer Deutsche von heute dass jemand der durch 4 Kriegsjahre Kinderlandverschickt war, in dieser Ersatzt Heimat eine top-Schuelerin war, dann, nach dem WWII zurueck im Ruhrgebiet ohne weiteres in der 6ten Klasse mit 12 Jahren eingeschult wurde und nach zwei weiteren Jahren als erste im 8ten Schuljahr entlassen wurde. Ausser des Entlassungszeugnis aus diesem 8chten Schuljahr habe ich keine Schulzeugnisse darueber dass ich ueberhaupt jemals in der Elementar-Schulung verwickelt war. Manchmal denke ich wie ich ueberhaupt weitergekommen bin, heute in den USA lebe, verheiratet mit einem hochintelligen Mann der in Klosterschule Schulpforta geschult wurde; ausserdem sind meine zwei Soehne zu guten Universitaeten gegangen und Weltreisende ihrer Firmen. Globale Mitspieler sozusagen; I sage mir, ich hab's trotdem ganz gut geschafft eine Familie zu bilden, die mich stolz auf sie sein laesst. Und letzten endes kann ich mir selbst auf die Schulder klopfen und denken: Nicht schlecht, Helmdeep.
Mathias Völlinger, 08.07.2013
2.
Dorfschule Baden-Württemberg 1974 Betragen: Gut Mitarbeit: Gut Lesen: Gut Schreiben: Gut Rechnen: Sehr Gut Religion: Befriedigend ab ins Gymnasium :-)
Oswald Koslowsky, 08.07.2013
3.
In NSA-Zeiten sind wohl selbst solche Privatheiten wie Foto und Zeugnis öffentlich präsentieren schei*egal, oder wie?!
Jörg Bender, 08.07.2013
4.
Ich glaube, es wäre wirklich besser, wenn ich meine Grundschulzeugnisse dort belasse, wo sie sind: in der untersten Schublade (abgeschlossen) der hintersten Ecke des langweiligsten Gebäudes (grau) im Land des süßen Vergessens ;-)
Georg Schmidt, 08.07.2013
5.
ach, Wilhelmina, nicht immer prahlen. es gab Zeiten, das waren 8 Jahre Volksschule, der Grundstock für eine gute Basis erfolgreich im Berufsleben zu sein-dazu kam dann die Berufsschule und ein paar Abendkurse, das konnte man wie ich, über 30 Jahre weltweit als Techniker, zu 95% allein im Auftrag einer Weltfirma unterwegs sein, die Zeiten sind halt vorbei und es gibt nix mehr zu prahlen.das Zeugnis meiner Tochter 4.Klasse Grundschule ist ein Stück billiges Papier ohne jegliche Bem-einfach-schlicht-stil-und geschmacklos, wie heute halt deutsche Schulen so sind und bitte nicht immer prahlen mit den hochintelligenten Mann und Kindern, das ist langweilig ! Schmidt Georg-Lollar Deutschland !
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