No-go-Areas Draußen bleiben, Erdling!

No-go-Areas: Draußen bleiben, Erdling! Fotos
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Area 51, K20 oder der Große Jamantau: Die Welt ist voller Sperrgebiete, die kein Normalsterblicher betreten darf. Sind in Nevada wirklich Außerirdische abgestürzt? Wohin flüchtet die Schweizer Regierung beim Atomkrieg? No-go-Areas sorgen für die wildesten Spekulationen - einestages stellt die verborgensten Orte vor. Von

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Es gibt Orte, die wird man sein Leben lang nicht betreten. Weil sie zu gefährlich sind oder weil man das Falsche studiert hat. Weil sie tief unter der Erde liegen, hinter dicken Mauern verschwinden oder bewacht werden von Menschen, mit denen man sich besser nicht anlegt. Meist sind es Anlagen, die dem Militär unterstehen oder dem Geheimdienst, im besten Falle gleich beiden. No-go-Areas für Normalsterbliche.

Und deshalb faszinieren sie uns so. Uns lockt der Reiz des Verbotenen.

Immerhin: Es gibt inzwischen Wege und Möglichkeiten, den Orten näher zu kommen als noch vor Jahrzehnten. Google Earth schert sich nicht sonderlich um nationale Geheimhaltungsstufen, und so staunten zum Beispiel die Officers der Royal Navy nicht schlecht, als sie vor einem Jahr Aufnahmen ihres Top-Secret-Marinestützpunkts im Internet fanden - sogar das Lager der Atomwaffensprengköpfe war verzeichnet. Oder die Koordinaten des Schweizer Bundesratsbunkers im Berner Oberland: Es reichte, einen Reporter von SPIEGEL ONLINE dorthin zu schicken, um die gar nicht so geheimen Koordinaten herauszubekommen.

Was all diesen No-go-Areas gemein ist: Sie sind die Keimzelle wildester Verschwörungstheorien. Auf der usbekischen "Insel der Wiedergeburt" sollen mutierte Monster ihr Unwesen treiben. Im militärischen Sperrgebiet Area 51 im US-Bundesstaat Nevada gibt es angeblich abgestürzte Raumschiffe, geheime Gespräche mit extraterrestrischen Lebensformen und ein Filmstudio, in dem die Bilder der Mondlandung von 1969 gedreht wurden. In Pine Gap, einer amerikanischen Abhöranlage im australischen Outback, soll jedes Telefonat dieser Welt landen, in dem das Wort "Bombe" gefallen ist - in welcher Sprache auch immer.

Ob das alles stimmt? Es gibt Menschen, die nachgefragt haben. Aber natürlich nie eine Antwort bekamen. Zumindest keine, die Licht ins Dunkel der verborgenen Orte bringt. Und so liest sich auch die Standardantwort des amerikanischen Verteidigungsministeriums auf Anfragen zur Area 51 wie der wirre Monolog eines nicht ganz so wachen Forschers: "Weder die Air Force noch unser Ministerium unterhält eine Einrichtung namens Area 51. Auf dem Testgelände in Nevada gibt es eine Reihe von Aktivitäten, manche davon unterliegen der Geheimhaltung. Es gibt einen Einsatzort in der Nähe des trockenen Salzsees Groom Lake. Dennoch können bestimmte Aktivitäten und Einsätze auf dem Testgelände in Gegenwart und Zukunft nicht öffentlich diskutiert werden. Hoffentlich war diese Information für Sie nützlich!"

Nützlich sind solche Antworten immer. Allerdings nur, um viele neue Verschwörungstheorien zu nähren.

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1.
Martin Graf, 27.04.2010
Dass in Area51 die gefakte Mondlandung gedreht worden sein soll, ist bekannt. Dass dies allerdings schon 1963 geschehen sein soll, behaupten nicht einmal die einschlägigen Verschwörungstheoretiker; schliesslich hat die erste Landung der Amerikaner auf dem Mond - ob gefakt oder nicht - erst im Juli 1969 stattgefunden...
2.
Peter Eichler, 27.04.2010
Bei der Jahreszahl dürfte es sich um einen simplen Tippfehler handeln. (Und gefaked wurde bei der Mondlandung nichs)
3. Sehr informativer und...
Roman Nerowski, 20.08.2014
Spannender Artikel, gern mehr davon. Ich finde es nur immer wieder schade "Gasmaske" zu lesen, denn eine solche gibt es nicht! In der Aga hät man das nur einmal gesagt und sich anschliessend durch den meist "äußerst höfligen" Hinweis des Ausbilders gemerkt... ;)
4. Geheime Orte
Nicolaus Sommer, 20.08.2014
Geheime Orte sind nur dann geheim wenn sie .... ja eben geheim sind. Davon gibt es wahrscheinlich eine ganze Menge ... Ein Tip für Verschwörungstheoretiker: Wenn "Feldwege" bestens erhalten und mit Betonplatten gebaut sind, enden sie meist an einem mit NATO-Stacheldraht gesicherten Zaun ... Große Stahltore in einem Berg nahe einer leicht abzusperrenden Bundesstraße sind auch eindeutige Hinweise. Wenn sich die Ebula Seuche ausbreiten solle, werden auch an diesen "geheimen" Orten die Aktivitäten auffällig verstärken - natürlich nur Nachts und bei starkem Nebel. Letzterer läßt sich künstlich erzeugen.
5. Roswell
Hartmut Stroh, 20.08.2014
Nicht in Nevada, wie es in der Überschrift heißt, sondern in New Mexico (Roswell) sollen der populären Theorie zufolge die Aliens abgestürzt sein, nachdem sie es schon so weit von einem Lichtjahre entfernten Sternensystem bis hierher geschafft hatten. In Nevada (Area 51 / Nellis Air Force Range) werden sie nur angeblich aufbewahrt.
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