AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 31/1984

Reportage über Pershing-Stationierung (1984) "Die Habichte sind im Nest"

Durch Württemberg rumpelten "Pershing 2"-Transporte, zum Entsetzen der Friedensbewegung. SPIEGEL-Autor Wilhelm Bittorf über US-Raketen in Mutlangen - eine preisgekrönte Reportage, wiederentdeckt zum 70. SPIEGEL-Geburtstag.

Raketentransport: Bewacht wie ein Goldtransport durch Komantschenland
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Raketentransport: Bewacht wie ein Goldtransport durch Komantschenland


Diese Reportage erschien im SPIEGEL, Ausgabe 31/1984, und wurde 1984 mit dem dritten Preis des Egon-Erwin-Kisch-Preis ausgezeichnet.

Sie kommen meist zwischen zwei und drei in der Nacht oder morgens um halb sechs oder auch am Abend nach Dunkelwerden, wenn hinter den Wohnstubengardinen der Einfamilienhäuser die Fernsehschirme flackern und vom Gemeindehaus her die stolpernden Rhythmen des örtlichen Blasorchesters tönen, das sich in seiner Übungsstunde an dem Sousa-Marsch "Anker auf!" versucht.

Mit aufbrausenden Dieselmotoren preschen dann Mannschaftswagen der Bereitschaftspolizei in die Siedlung am Rand der Gemeinde Mutlangen in Württemberg. Aus mehreren Richtungen treffen die Polizeifahrzeuge an der Kreuzung Hornberg- und Forststraße zusammen. In ihren grünen Überfallhosen poltern die Polizisten ins Freie und umzingeln ein zaunloses Eckgrundstück, auf dem eine zweigeschossige Hütte und mehrere Zelte stehen.

Ein gutes Dutzend junge Frauen und Männer leben auf diesem Grundstück. Aber wenn eine halbe Hundertschaft der Polizei es umringt, darf, wer immer sich dort befindet, den Platz nicht verlassen.

Das kann eine Stunde dauern, auch mehr als zwei Stunden. Die Leute, die auf dem Grundstück sind und sich nicht rechtzeitig davongestohlen haben, werden "vorbeugend" festgehalten, manchmal auch in ihrer Hütte eingesperrt. Sie sollen daran gehindert werden, Militäraktionen zu stören, die immer dann bevorstehen, wenn die Ordnungskräfte so zupackend ausschwärmen.

Das Gros des Einsatzkommandos ist unterdessen zum 500 Meter entfernten US-Stützpunkt Mutlangen gefahren. Die Rüstungsgegner, die dort Tag und Nacht als Mahnwache vor dem Tor stehen, hocken oder in ihren Schlafsäcken liegen, sind muskulös beiseite geräumt worden. Man blockt sie ab, schließt bekannte "Störer" in eine "Wanne" (Mannschaftswagen) ein.

Das Polizeispalier steht, die Straße ist frei. Das vibrierende Brummen, das über dem Schauplatz liegt, schwillt an, und durch die Öffnung zwischen all den Stacheldrahtrollen und -zäunen schiebt sich eine Batteriekolonne der US Army mit "Pershing 2"-Waffensystemen.

Neun der umkämpften neuen Nukleargeschosse haben eine Batterie. Sie liegen auf ebenso vielen Lafetten, die von vierachsigen Sattelschleppern mit 364-PS-Motor und Allradantrieb gezogen werden (die deutsche Firma MAN hat diese Transporter im Auftrag des Pentagon eigens für diesen Zweck entwickelt).

"Pershing 2"-Transport: Festgezurrt wie Gulliver in Liliput
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"Pershing 2"-Transport: Festgezurrt wie Gulliver in Liliput

Die Raketen sind nur mit einer beschichteten Plane bedeckt, sind drunter nackt. Kein Stahlbehälter schützt sie vor Feindseligkeiten. Man kann ihre Form ahnen, und doch wirkt die Last durch ihre lässige Verpackung auf den ersten Blick fast harmlos wie ein Tieflader mit ein paar Tonnen Baustahl.

Doch die Raketentransporter sind nur Glieder des Heerwurms, der entsteht, wenn eine komplette Batterie sich in Marsch setzt. Zu je drei Pershing 2 gehören: eine rollende Feuerleitstelle, ohne die sie im Bedarfsfall nicht abgeschossen werden könnten; eine Ersatz-Zugmaschine, weil es trotz des Vertrauens auf deutsche Qualität mißlich wäre, mit einem dieser Flugkörper unterwegs und gar an exponierter Stelle liegenzubleiben.

Versorgungsfahrzeuge, Jeeps, Funkwagen kommen hinzu und, nicht zu übersehen, mehr als einhundert Infanteristen pro Batterie, zwölf pro Rakete - und damit zahlreicher als das Bedienungspersonal.

Der Konvoi soll möglichst ohne Halt durch Städte röhren

Auf Gelände-Lkw fahren sie immer mit. Sie sollen im Ernstfall gegnerische Kommandos abwehren, die durchs Unterholz anschleichen und versuchen könnten, die Raketen zu zerstören, ehe die atomare Kriegsführung überhaupt angefangen hat. Wo immer die Pershings parken oder in Stellung gehen, verschanzen sich deshalb die "grunts", die "Grabenschweine" von der Infanterie, rings im Gelände, als begleiteten sie einen Goldtransport durchs Komantschenland.

Die Beschützer aber sind selbst von Beschützern dicht umgeben. Polizei fährt ständig vorneweg, fährt mittendrin und hinterdrein, wenn sich eine Pershing-Kolonne auf Nebenstrecken durch enge Ortsdurchfahrten windet.

Polizei postiert sich schon im voraus an allen Kreuzungen und Autobahn-Auffahrten der geplanten Route. Polizei stoppt den übrigen Verkehr, damit ein solcher Konvoi, von Hubschraubern begleitet, möglichst ohne Halt durch größere Städte wie Aalen und Heidenheim röhren kann.

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Wiederentdeckt zum 70. SPIEGEL-Geburtstag: Preisgekrönte SPIEGEL-Reportagen

Von "Habichten" spricht die württembergische Landespolizei in ihrem Funkverkehr, wenn sie die Pershings meint. Ein Raketentransporter ist ein "Habichtträger". Und wenn ein Raketenverband in die Mutlanger Basis zurückkehrt, dann heißt das für diese uniformierten Fischerchor-Gemüter: "Die Habichte sind wieder im Nest" (beziehungsweise "Nescht").

Dort aber haben sich die sonderbaren neuen Vögel der 56. Field Artillery Brigade unerwartet rasch vermehrt.

Angeblich nur neun Pershing 2 sollten nach dem Bundestagsvotum vom 22. November 1983 als erste Rate in den Stützpunkt Mutlangen gebracht werden, der über dem Remstal nahe dem Hauptquartier der 56. Brigade in Schwäbisch Gmünd liegt. Sprecher der Nato in Brüssel und des Verteidigungsministeriums in Bonn versicherten, es gehe erst einmal nur darum, mit der Stationierung im Prinzip Ernst zu machen, damit die Kreml-Crew endlich begreife, daß die Friedensbewegung diese Stationierung nicht verhindern könne.

Das "Nest" bekommt ständig Zuwachs

Doch schon am 2. März zwischen neun und zehn Uhr vormittags verließen nicht neun, sondern achtzehn "Habichtträger" mit planenbedeckten Raketen von der Länge der Pershing 2 die Mutlanger Basis. Beide Batterien mit ihrem Troß kehrten nach sieben Tagen im Gelände auch wieder nach Mutlangen zurück.

Eine Batterie wurde am 30. März von Mutlangen nach Heilbronn verlegt zur zweiten Garnison der 56. Brigade. Eine Woche später kletterten Mitglieder einer Friedensgruppe auf einen Baum und photographierten diese Batterie auf dem Stützpunkt Waldheide, der mitten im Naherholungsgebiet von Heilbronn liegt.

Photos von zwei unabgedeckten Raketen und einer, die gerade gewaschen wird, lassen keinen Zweifel, daß es sich um Pershing 2 handelt: Deutlich sind die beiden Antriebsstufen und die Leitwerke der Endanflug-Steuerung zu erkennen.

Drei Pershing-II-Raketen in Mutlangen (April 1987)
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Drei Pershing-II-Raketen in Mutlangen (April 1987)

Schon drei Tage nach der Verlegung rollten wiederum 18 Pershing 2 aus der Mutlanger Basis: Das "Nest" bekommt ständig Zuwachs.

Umfangreiche Lufttransporte machen das möglich, die seit Anfang des Jahres auf dem "Mutlangen Army Airfield" gelandet sind. Mehr als fünfzig mächtige Transporthubschrauber vom Typ "Chinook" sind von Januar bis Anfang Juli eingeschwebt. Soweit die Mahnwächter draußen vor dem Stacheldraht es erkennen konnten, wurden Container mit Kufen und Nuten ausgeladen, wie sie das Herstellerwerk Martin Marietta in Florida für den Versand von Pershing-2-Komponenten verwendet.

Heute sind nach übereinstimmender Beobachtung mehrerer Augenzeugen in Mutlangen 27 Pershings stationiert, plus neun bei Heilbronn. Nur der dritte Standort der Brigade, die Wiley-Kaserne im bayrischen Neu-Ulm mit dem Bataillon 1-81, ist offenbar noch nicht bedacht worden - die dort entdeckten "Habichte" waren nur auf Besuch.

"Die unbesungenen Helden dieses großartigen Army-Erfolgs"

Damit aber ist bereits ein Drittel der vorgesehenen 108 Pershing 2 auf dem Boden der Bundesrepublik. Die Army, einmal losgelassen, stationiert so eilig sie nur kann - obwohl die Pershing 2 bisher noch keinen Flugtest mit allen ihren Komponenten bestanden hat und obwohl immer wieder zivile Techniker der Herstellerfirma Martin Marietta in Mutlangen auftauchen und sich an den Geschossen zu schaffen machen.

Angespornt vom stolzen Bewußtsein, daß ihre Neuanschaffungen dem russischen "enemy" trotzdem an die Nieren gehen, haben die beteiligten Raketenoffiziere in wenigen Monaten Tatsachen geschaffen, für die sie einander jetzt schon auf die Schulter klopfen. Der "Pershing Project Manager", Oberst William Fiorentino, an den Kommandeur der 56. Brigade, William E. Sweet, der Mitte Juni von Brigadegeneral Haddock abgelöst worden ist:

Alle diese Leistungen haben in einer Periode der politischen Spannungen und Demonstrationen stattgefunden, die Sie zwangen, in einem Aquarium zu operieren, und Ihren Job um so schwieriger machten.

Bitte übermitteln Sie den Soldaten der Brigade meine aufrichtige Anerkennung für ihre Hingabe und Durchsetzungskraft. Sie sind wahrhaft die unbesungenen Helden dieses großartigen Army-Erfolgs ...

Doch die Öffentlichkeit erführe nichts davon ohne die unbesungenen Anti-Helden der Friedensbewegung, die nicht nach Hause gingen, als die Raketen kamen. Sie vor allem schauen hinein in das "Aquarium" und versuchen zu begreifen, was sich darin abspielt.

Der Polizeipräsident Sturm in Stuttgart dagegen, der die Groß- und Dauereinsätze zur Raketensicherung dirigiert, hält die Pershing-Züge schlicht für "Schwertransporte" und redet sich öffentlich ein, was er da anordne, sei "analog der Polizeibegleitung eines Schwertransporters".

Bäumchen-wechsledich der Kolonnen

Analog hat die Regierung in Bonn offenbar jeden Versuch aufgegeben, zu überwachen und zu beeinflussen, was das amerikanische Militär in ihrem Zuständigkeitsbereich tut und läßt. Das Fernsehen ist, seit es tatsächlich was zu sehen gibt, von Wahrnehmungsstörungen befallen worden. Und die regionale Tagespresse klammert sich an zwei Glaubenssätze: daß die allermeisten der zahlreichen Pershing 2 "dummies" (Attrappen) zu Übungszwecken seien, wie Army-Sprecher behaupten; und daß die Leute von dem ganzen Krampf nichts mehr hören wollten.

Dabei wird doch erst jetzt am praktischen Beispiel deutlich, was man so lange nur theoretisch erörtern konnte, wenn es um Sinn und Widersinn der "Nachrüstung" ging. Und wie um diesen Klärungsprozeß durch ihren Tatendrang zu fördern, hat die 56. Brigade vom 9. Juli bis zum Ende dieses Monats ihr erstes größeres Manöver mit den neuen Waffen durchgezogen.

Soldaten mit Atomrakete auf dem Nato-Stützpunkt Mutlangen (1988)
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Soldaten mit Atomrakete auf dem Nato-Stützpunkt Mutlangen (1988)

In vielen Nächten sind polizeibegleitete Konvois mit drei oder sechs Raketentransportern unterwegs gewesen, vor allem auf der Route Gaildorf-Schwäbisch Hall-Autobahn Heilbronn, die den Einheiten der 56. als Verbindung zwischen Mutlangen und dem Stützpunkt Waldheide bei Heilbronn dient.

Auf und an dieser Strecke haben die Kolonnen eine Art Bäumchen-wechsledich gespielt: Sie rochierten bei Dunkelheit zwischen Haltepunkten und Verstecken, in denen sie tagsüber stillhalten können, damit der Gegner sie nicht bemerkt. Auch sollten die Fahrer lernen, sich auf Straßen und Schleichwegen im Finstern zurechtzufinden. Denn die schwierigste Aufgabe der Pershing-Batterien ist es zu verhindern, daß der Feind schon am ersten Kriegstag die meisten von ihnen vernichtet, noch ehe sie ihre Raketen abschießen können.

Bericht des Raketengegners E. G. über eine Aktion am 30. März 1984:

In Lindach (einem Dorf nahe Mutlangen) stehen wir verteilt auf beide Straßenseiten. Das Blaulicht erscheint, und unsere Herzen klopfen bis zum Hals. Der Konvoi muß stoppen, weil ein Trecker abbiegen will, und wir rennen los. Zwei stellen sich vor den Raketentransporter, und drei von uns legen sich darunter. Die Amis springen aus ihren Fahrzeugen und stoßen laute Verwünschungen aus.

Ein Polizeibeamter schaut unter das Fahrzeug und packt mich am Kragen und an den Haaren. Er reißt mich heraus. Die Amerikaner packen mit an ... Ich werde an die Wand gestellt - Arme hoch, Beine breit. Auch die anderen stehen so da. Der Konvoi fährt vorbei. Wir werden photographiert ... Als der Konvoi vorbei ist, lassen uns die Polizisten stehen und steigen wieder in ihre Mannschaftswagen.

Nein, leicht hat sie es nicht, "die Pershing" (so nennt sich die 56. Brigade). Wie der festgezurrte Gulliver in Liliput wird die Truppe mit den Raketen, die bis vor Moskau fliegen können, im verwinkelten Land der Staufer vielfach beengt und behindert - selbst wenn man von den ungehorsamen kleinen Leuten absieht, die sich ihr immer wieder in den Weg stellen und legen.

Auf den beiden Stützpunkten Mutlangen und Waldheide gibt es keine Bewegungsfreiheit, keine Tarnung, keine Möglichkeit für leidlich realistische Übungen. Aber auch in der näheren Umgebung findet sich nirgends ein Sperrgebiet, das den Anforderungen der Pershing - besonders auch an die Vegetation - genügt. Denn "die Pershing ... versteckt sich tief in den Wäldern und braucht nur eine schmale Öffnung in den überhängenden Bäumen, durch die der Flugkörper aufsteigen kann" (wie es in einer PR-Broschüre des Pershing-Herstellers Martin Marietta heißt).

Immer in Kampfbereitschaft

Erst im Bayrischen, 90 Kilometer Fahrstrecke von Mutlangen entfernt, bot sich ein zur Not geeigneter Platz an, den die Brigade auch schon mit ihren alten Pershings manchmal benutzt hatte: ein früheres Munitions- und Giftgaslager der Wehrmacht, das nahe der Autobahn-Ausfahrt Leipheim bei Ulm zwischen den Dörfern Straß und Opferstetten liegt. Keine "Wälder", doch ein 200-Hektar-Areal mit Baumbestand, auf dem sich die Raketensoldaten unbeobachtet und ausdauernd der "Pershing mission in Germany" widmen können.

Am 1. Februar ist zum erstenmal ein Batterie-Konvoi mit den neuen Waffen aus der Mutlanger Basis hinausgefahren und auf die mehr als zweistündige Reise zur "Muna" bei Straß gegangen. Seither besteht der reguläre Felddienst für die umgerüsteten Batterien darin, der Reihe nach, aber immer mit ein paar Tagen Pause dazwischen diese Außenstellung zu beziehen und dort fünf bis sieben Tage an einem Stück in "Kampfbereitschaft" zu liegen. Denn Straß ist ein "Combat Alert Site" (CAS), ein "Kampfbereitschaftsplatz".

Friedensdemo in Mutlangen (1984): "So zäh und stur werden wie das Militär"
imago/Sommer

Friedensdemo in Mutlangen (1984): "So zäh und stur werden wie das Militär"

"Combat Alert" ist auch im Frieden ein Alarmzustand, bei dem die Kanoniere und die beiden "Abschußkontrolleure" jeder "Abschußeinheit" (ein Zug mit drei Raketen) ihre Geschosse in der kürzestmöglichen Zeit abfeuern können, wenn der Befehl dazu kommt.

Das ist als Konter gedacht gegen den Blitz aus blauem Himmel, einen nuklearen Überraschungsangriff aus dem Osten, den zwar auch die amerikanischen Kommandeure für unwahrscheinlich halten, auf den sie aber ständig gefaßt sein wollen - allein schon, weil auf der anderen Seite auch ein Teil der Raketen permanent abschußklar ist aus erklärter Furcht vor einem westlichen Überraschungsschlag.

In höchstens drei Minuten auf dem Weg

"Schnellreaktions-Stellungen" auf beiden Seiten sind nicht neu, sie gab und gibt es auch noch für das Vorgängermodell Pershing 1 A bei der 56. Brigade und bei den beiden Pershing-Geschwadern der bundesdeutschen Luftwaffe an der holländischen Grenze (Geilenkirchen) und im Lechfeld. Doch die Bedingungen der gegenseitigen Sprungbereitschaft haben sich verändert.

Rund um die Uhr dringt aus dem Gehölz zwischen Straß und Opferstetten das monotone Wummern der Motoren, die die Generatoren für die Abschußvorrichtungen der Alarmraketen antreiben. Auch in Mutlangen stehen mindestens drei Pershing 2 in hörbarer Kampfbereitschaft, besonders dann, wenn die Außenstellung gerade nicht besetzt ist. Denn die neuen Waffen, das heben Army und Hersteller stets hervor, haben neben all ihren anderen Qualitäten eine "exzellente Reaktionszeit".

Sie brauchen keine viertelstundenlange und längere Aufwärm-, Programmier- und Countdown-Periode, wie dies bei allen älteren Modellen selbst im Alarmzustand der Fall ist. Kommt der Abschußbefehl über die spezielle Freigabe-Funkstrecke ("Friedhofsradio" im GI-Jargon), dann sollen die kampfbereiten Pershing 2 in höchstens drei Minuten auf dem Weg sein.

Mit einem solchen Blitzstart sollen sie sogar einem Überraschungsangriff sowjetischer SS-20-Raketen entrinnen können. Deren Flugzeit aus der Tiefe Rußlands beträgt eine Viertelstunde, und die reicht nach der (wie immer theoretischen) Rechnung der Army, den Abschuß der feindlichen Projektile per Warn-Satellit zu erkennen, an die Kommandozentrale im Pentagon zu melden und den vorbereiteten Alarmeinsatz-Kode mit dem Okay des Präsidenten über die eigene amerikanische Funkstrecke bis in die CAS-Stellungen in Süddeutschland durchzugeben.

Das erhoffte glückliche Resultat derartiger Reaktionsschnelligkeit: Der Gegner sieht ein, daß er die neuen Pershings mit seinen SS-20 nicht kalt erwischen kann, und versucht es erst gar nicht.

Zweifel am militärischen Sinn der neuen Pershings

Doch dieses Szenario ist von der Wirklichkeit jetzt schon überholt. Kaum aufgestellt, sind die neuen Pershings unter eine Bedrohung geraten, die viel unmittelbarer, viel deutlicher ist als die so oft beschworene Gefahr, die von den fernen SS-20 ausgeht: Auf die US-Raketen auf deutschem Boden zielen nun neue sowjetische Raketen von deutschem Boden aus (SPIEGEL 6/1984).

Die Nato nennt sie "SS-22". Ein erstes Exemplar dieses Typs hat die amerikanische Aufklärung Ende Januar bei Bernsdorf im DDR-Bezirk Cottbus ausgemacht. Im Mai meldete der Londoner "Observer" aus Geheimdienstkreisen, man habe "in jüngster Zeit neue sowjetische Mittelstreckenraketen vom Typ SS-22 in der DDR und in der Tschechoslowakei lokalisiert". Die vorverlegten neuen Nukleargeschosse reichen 900 Kilometer weit. Anders als die früher in der DDR stationierten Schleudern haben sie den Aktionsradius und die Genauigkeit, sich mit den Neuerwerbungen der 56. Brigade anzulegen - und nicht nur mit ihnen. Diese Waffen könnten sogar die Cruise-Missile-Basis Greenham Common in England treffen.

Darüber spricht man nicht gern bei der Nato und im Bonner Verteidigungsministerium, vielleicht weil diese Entwicklung nicht darauf hindeutet, daß sich die Sicherheitslage verbessert. In Wörners Haus bestreitet man sogar, daß überhaupt schon SS-22 in der DDR stehen - im Gegensatz zu den übereinstimmenden Angaben der Sowjets und der US-Aufklärung.

Pershing-II-Rakete mit Bedienungsmannschaft (1988)
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Pershing-II-Rakete mit Bedienungsmannschaft (1988)

Richard N. Perle, einer der wichtigsten Assistenten Caspar Weinbergers im Pentagon, ist weniger scheu. Er hat nach einem Bericht der Nachrichtenagentur AP schon im November letzten Jahres "darauf hingewiesen, daß die Aufstellung von SS-22-Raketen in Osteuropa die potentielle nukleare Bedrohung der Nato-Länder vergrößern würde". Perle hatte davor bereits Zweifel am militärischen Sinn der neuen Pershings bekundet, aber wie seine Mitstreiter dennoch darauf bestanden, daß stationiert wird - um die "Entschlußkraft des Bündnisses zu demonstrieren".

Nun demonstrieren die neuen Raketen in der DDR noch klarer, als es zuvor zu erkennen war, wie berechtigt diese Zweifel sind. Denn vom Bezirk Cottbus bis nach Mutlangen oder Straß-Opferstetten beträgt die Raketenflugzeit nicht einmal mehr vier Minuten. Dagegen ist auch die gepriesene "excellent reaction time" der Pershing 2 wirkungslos. Da versagen, kaum angeschafft, die modernsten Mittel ebenso wie das Motto der Brigade: "Schnell, zuverlässig, genau".

"It''s a whole new ball game"

Wortkarg räumt ein Major der 56. ein, daß die Geschosse im anderen Teil Deutschlands die Mission seiner Einheit "nicht einfacher" machten: "It''s a whole new ball game", ein "ganz neues Spiel".

Auch die Strategen und Zielplaner des Bündnisses beschäftigt das Dilemma der Pershing-Truppe. Nach Angaben niederländischer Offiziere, die an Stabsübungen und Denkspielen der Nato teilnehmen, kommen auch amerikanische Generalstäbler zu dem Schluß, die neuen "taktischen" Waffen in der DDR machten vieles zunichte, was die Nachrüstung - ausgesprochen und unausgesprochen - jemals bezweckt habe.

Das war nicht schwer vorauszusehen. Doch um es zu verhindern, hätte man wohl auf die Pershing-2-Stationierung verzichten müssen. Denn wie die Pershing zum speziellen Feind der Sowjet-Union avanciert ist, so rücken die SS-22 im Vorfeld DDR/CSSR automatisch zum Hauptfeind der Pershings auf. Keine andere Atomwaffe der Gegenseite bedroht sie annähernd so direkt und auf so ernst zu nehmende Weise, auch nicht die SS-20.

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Titelbilder: SPIEGEL-Titel - die stärksten Cover von 1977 bis 1986

Der Hauptfeind eines Waffensystems wird aber immer zum absolut vorrangigen Ziel dieses Waffensystems. Jede neue Raketenstellung in Sachsen und Böhmen zwingt die US Army dazu, eigene Waffen gegen diese zusätzliche Bedrohung zu richten.

Das Hasardspiel hat schon begonnen. Raketentruppen in den beiden Deutschland und in Böhmen, die einander vernichtend treffen können in der Spanne, die es braucht, ein Frühstücksei zu kochen, belauern sich mit dem Finger am Abzug, stehen "combat alert" in ihren Friedensstellungen, fahnden im schütteren deutschen Wald nach Verstecken, in denen sie sich voreinander zu verbergen hoffen, wenn der Ernstfall kommt.

Solange der nicht eintritt, hat die 56. Brigade auch noch ein anderes ungewohntes Problem zu bewältigen:

Können Frauen mithalten? Weiß der männliche Soldat, wie er mit Frauen zurechtkommt und möglicherweise sogar Befehle von ihnen entgegennimmt? Wie beeinflussen schwangere Frauen die Kampfmoral und Mission der Pershing? Wie sehen Frauen sich selbst als aktiven Teil der Pershing?

Diese Fragen warf die interne Brigade-Gazette "Pershing Cable" in ihrer Mai-Ausgabe auf. Sechs Prozent des Brigade-Personals sind inzwischen weiblich. Zwar bedienen diese jungen Frauen noch keine Raketen, sind aber durchaus für eine "Kämpferrolle" vorgesehen und schieben mit dem M-16-Schnellfeuergewehr Wache wie ihre Kameraden. Die Schwierigkeit ist nur, daß sie schwanger werden können und es auch tun. Die Soldatinnen wehren sich freilich dagegen, daß ihnen allein die Schuld gegeben wird, wenn sie auf diese Weise die Einsatzbereitschaft ihrer Einheit beeinträchtigen. Ihr Argument laut "Pershing Cable": "Schließlich werden wir auch nicht von alleine schwanger."

Aussage einer 23jährigen Schwäbisch Gmünderin über die Vorfälle in Mutlangen am 17. 7. 1984 gegen 22.30 Uhr:

Nachdem der Raketen-Konvoi schon vorbei war, ging ich mit Freunden auf die andere Straßenseite, wo Etienne auf dem Boden lag, 2 Polizeibeamte auf ihm kniend, und wo mehrere Polizisten Ohrfeigen und Knüppelhiebe verteilten, auch gegenüber Frauen. Um dem zu entgehen, lief ich wieder zurück.

Ein Polizeibeamter rannte mir nach, packte mich brutal und schlug mir mit der Faust auf den rechten Backenknochen. Im Affekt schlug ich zurück, worauf er mich an den Haaren packte, mir die Arme verdrehte und mich hinter einem Polizeibus auf den Boden drückte. Dann drückte er mir sein Knie auf den Rücken, so daß mir die Luft wegblieb und ich nur durch Hiebe auf den Boden ausdrücken konnte, daß ich keine Luft mehr bekam ...

Aus der Darstellung der Vorfälle vom 17.7. durch die Landespolizeidirektion I, Stuttgart:

Die Polizei verwahrt sich ganz entschieden gegen die unhaltbaren Vorwürfe, Polizeibeamte hätten Personen in eine Baustelle geworfen, Frauen geschlagen oder unsittlich berührt. Vielmehr richtig dagegen ist, daß z. B. zwei Polizeibeamte von einer Frau verletzt wurden, als diese wild gegen die Beamten trat und auf sie einschlug.

Es sind nicht allein die Blessuren, die sie erleiden, weshalb sie zitternd, schwer atmend, manchmal weinend die Arme umeinanderlegen, wenn sie wieder einen Störversuch gewagt haben. Es ist, so sagt Etienne Cabos aus Freiburg, "diese würgende, erstickende Ohnmacht", die sie verspüren, wenn die Polizeibeamten sie wieder einmal fluchend zur Seite gestoßen und geschleudert haben und der Raketenkonvoi "überstark und unaufhaltsam" an ihnen vorüberrollt.

Es amüsiert sie auch nicht, von ihren uniformierten Landsleuten fortgesetzt als "Drecksäue", als "weniger als Dreck", als "Meute", die man "in den Dreck schmeißen und erschießen" sollte, angeredet zu werden. Und es erfüllt sie nicht das Hochgefühl des Märtyrers, wenn das Amtsgericht in Schwäbisch Gmünd sie zu 35 oder 50 Tagessätzen verurteilt - wegen "gewaltsamer Nötigung", weil sie gewaltlos und nur sich selbst gefährdend-einige Male einen Raketentransport für wenige Augenblicke aufgehalten haben.

Die Frauen und Männer in Mutlangen harren aus

So gewaltsam war dagegen der Polizeieinsatz am Dienstagabend vorletzter Woche, daß nicht nur Mutlanger Nachbarn, die mit den Raketengegnern sonst nichts im Sinn haben, erschrocken waren und den Verletzten mit Wasserschüssel und Tüchern zu Hilfe kamen. Auch Polizeibeamte baten später darum, sie nicht alle mit den "Unbesonnenen" in ihren Reihen gleichzusetzen. Michael Rumpf, ein Sprecher der Ungehorsamen, glaubt gleichwohl nicht an einen Ausrutscher. Er vermutet, die Polizeiführung wolle die Gruppe mit solchen Einsätzen "zu Gewalttaten provozieren oder uns so kaputtmachen, daß wir aufgeben".

Aber die Frauen und Männer der "Dauerpräsenz" in Mutlangen harren weiter aus auf dem Eckgrundstück, das ihnen ein eigensinniger Mutlanger zur Verfügung gestellt hat, und in der "Pressehütte", die so heißt, seit der Holzbau bei der großen Blockade Anfang September 1983 - ehe die neuen Raketen kamen - Anlaufpunkt für die zahlreich herbeigeströmten Journalisten war.

Demonstranten in Mutlangen (September 1983): Erdrückende Ohnmacht
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Demonstranten in Mutlangen (September 1983): Erdrückende Ohnmacht

Basisgruppen in der Umgebung, auch Berufsgruppen in der Friedensbewegung (wie die Mediziner), auch Besucher aus dem ganzen Bundesgebiet, aus Dänemark, Holland, England unterstützen die Mutlanger mit Zuspruch und Spenden. Nur so können sie, kärglich, existieren, diese Nichtmitmacher: die arbeitslose Lehrerin, der gelernte Masseur, der frühere Diakon, die abgebrochene Studentin, der Kaufmann aus Oldenburg, der bei Karstadt tätig war, vom "Häuschen mit Familie" träumte und dann entdeckte, daß er kein mit dem Strom schwimmender "toter Fisch" sein wollte.

"Wenn wir in der Friedensbewegung nicht genauso zäh und stur werden wie das Militär", sagt Christina R. aus Bochum, "dann haben wir keine Chance." Soviel ist trotz erdrückender Ohnmacht gewiß: Noch nie haben so wenige Menschen gewaltfrei so viel Militär (plus Polizei) so ausdauernd beschäftigt und irritiert wie die Mutlanger Schar. Nicht nur die "Habichte" und die Desinformation von oben haben die "Störer" gestört, auch die Apathie der Bürgermehrheit ist nicht mehr das, was sie war.

Bauern auf den Weg zu Felder gestoppt

Merklingen zum Beispiel, die Gemeinde an der Autobahn Stuttgart-Ulm: Auf deren Gemarkung liegt der "Bombenwald", ein früheres Munitionslager und seither "Schutzbereich". Der Gemeinderat war aber gerade dabei, diese Schutzbereichsbestimmung, die er bestätigen muß, nicht mehr zu erneuern und den "Buch" (der alte Name) Spaziergängern zugänglich zu machen.

Da fiel am 2. März eine ganze Batterie Pershing 2 in den Wald ein, ging in Stellung und blieb eine volle Woche. Es war der erste Anlauf der 56. Brigade, neben dem Platz bei Straß-Opferstetten ein zweites festes "Combat Alert Site" einzurichten. Erst Späher aus Mutlangen klärten die Merklinger per Flugblatt über den Besuch in dem von Polizei weiträumig abgesicherten "Bombenwald" auf. Merklinger Bauern sahen sich auf dem Weg zu ihren Feldern plötzlich von bewaffneten Beamten gestoppt und nach dem Ausweis gefragt, den sie natürlich nicht bei sich hatten.

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Ihr Bürgermeister Peter Seyfried (CDU) geriet in "beträchtlichen Zorn", weil der Presseoffizier der 56. Brigade ihn anlog ("Keine Pershings draußen"), der Landrat von nichts wußte und die Polizei nichts sagen wollte. Der Gemeinderat mußte den Hohn der Bürger ertragen, weil seine Absichten den Buch betreffend so herrisch mißachtet wurden. Und an Ostern zog ein ansehnlicher Zug von Merklingern gemeinsam mit den "Friedenstrommlern" zum Buch.

Peter Seyfried, ein jugendlich-zugänglicher Mann, trägt den Nachrüstungsbeschluß seiner Partei mit. Aber: "Das hat uns schon getroffen, wie man mit uns umgesprungen ist." Zudem sei der Ort durch Truppenverkehr und Tiefflieger "militärisch so belastet", daß man die Pershings nicht auch noch haben wolle.

Kein Friedensfreak weit und breit

Auch in Heilbronn hat der Gemeinderat die neuen US-Raketen inzwischen mehrheitlich für "unerwünscht" erklärt, freilich ohne die Pershing 2 im Stützpunkt Waldheide dadurch zum Verschwinden zu bringen, im Gegenteil: Sie werden sich noch in diesem Jahr beträchtlich vermehren.

"Lieber d' Pörsching im Garte als d'r Russ' im Bett" - dieser Spruch klingt nicht mehr ganz so anheimelnd in schwäbischen Ohren, seit die neuen Waffen da sind und sich ungleich auffälliger, strenger abgeschirmt und nervöser durchs Ländle bewegen als ihre Vorgänger, die Pershing 1 A. Selbst Polizeimeister fragen sich, ob Raketen, die schon im Frieden mehr Polizisten brauchen als Soldaten, wirklich das Richtige sind.

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Absurdität, wohin auch immer der Blick diese potentielle Hölle auf Rädern verfolgt: An der Autobahn-Auffahrt Langenau etwa, auf der Fahrt nach und von Straß-Opferstetten, müssen die Pershing-Konvois jedesmal halten.

Kein Friedensfreak weit und breit - nur die bayrische Grenze. Die württembergische Polizei-Bedeckung darf da nicht weiter (und umgekehrt), wenn es keine föderale Kompetenz- und Hoheitskrise ersten Ranges geben soll.

Also übergeben die Württemberger die schutzbefohlenen Raketen an eine schon bereitstehende Eskorte der bayrischen Landes- und Bereitschaftspolizei (und umgekehrt), als wären dies nicht "Waffen für die Endphase des 20. Jahrhunderts" (wie die Army sie nennt), sondern eine fürstliche Reisegesellschaft aus der Postkutschenzeit mit Sissy und Franz Joseph an Bord.



insgesamt 8 Beiträge
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Abel Löscher, 13.05.2017
1. Strategie war richtig
Die Stragtegie war richtig, das Gejammer der Friedensbewegung schon immer einseitig. Die Abschreckung hat den Frieden nachweislich erhalten.
Thomas Kreß, 13.05.2017
2. Arroganz der Macht
Der Bürger hat zu gehorchen, was die Oberen ihm befehlen. Unsere sicherheitspolitiker ticken immer noch so, jeder, der widerspricht oder auf seine verfassungsmäßigen Rechte pocht wird als Staatsfeind angesehen.
Jörg Buchholz, 13.05.2017
3. Erfolg
Der Mut zum Doppelbeschluss (Helmut Schmidt) und zur Stationierung (Helmut Kohl) haben letztlich zur Vereinbarung von Rejkjavik und dann zum INF Vertrag und damit zur ersatzlosen Vernichtung einer ganzen Klasse von nuklearen Mittelstreckenträgern in Europa geführt. Ein Erfolg der Konsequenz, was die Friedensbewegung bis heute nicht zugeben will.
Michael Kneip, 13.05.2017
4. Ob die Strategie richtig oder falsch war ist nicht zu beweisen
Denn was in der Vergangenheit war ist gelaufen und bequem rückwirkend zu beobachten. Dafür das es dann nicht in Deutschland zum Krieg gekommen ist, mag man in Deutschland dankbar sein. Vielleicht sollten wir aber die ganzen Konflikte die nach dem 2. Weltkrieg entstanden sind, nicht übersehen. Darunter einige Stellvertreterkriege zwischen den Machtblöcken. Auch nicht das wir aktuell in mehreren Kriegen mit unseren Streitkräften aktiv dabei sind bzw. vor kurzen dabei waren. Nur das Schlachtfeld lag halt nicht in Deutschland. Und Weltweit betrachtet leben wir leider noch lange nicht Frieden. Aber das sichert ja den Absatz unser Rüstungsindustrie und auch das Additionsgeschäft wie Prothesen, Betonchemie, Aufbau von Infrastruktur und vieles mehr. Warum wohl ist auf der Welt eine Völkerwanderung im Gange?
Gunnar Ganz, 13.05.2017
5. Pershing
Die Wahrheit wird wohl eher in der Mitte zu suchen sein.Die Friedensbewegten haben uns gezeigt,wie man 'auch 'denken kann,wohl einer Ideologie folgend .Dabei aber die Realitäten verlassend.Es war zumindest nicht falsch,dem Russen etwas zu demonstrieren und egal: Russland wurde letztendlich tot gerüstet.Sicherlich nicht das schlechteste Ergebnis.
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