Spionage im Zweiten Weltkrieg Stalins Mann in der Gestapo

Spionage im Zweiten Weltkrieg: Stalins Mann in der Gestapo Fotos

Bislang geheim gehaltene Akten der russischen Auslandsaufklärung offenbaren, wie der Gestapo-Beamte Willi Lehmann Moskau mit brisanten Informationen aus dem Hitler-Reich versorgte. Die Leichtfertigkeit der Sowjets kostete ihn am Ende jedoch das Leben. Von

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Das Geschenk des Führers für Willi Lehmann galt als große Ehre. Zum Jahreswechsel 1936/37 erhielt der Gestapo-Beamte ein Porträt Adolf Hitlers mit handschriftlicher Widmung, in Silber gerahmt.

Jener Führer, dem Lehmann wirklich diente, sah ganz anders aus: Sein Schnurrbart war breiter und länger, das Gesicht pockennarbig, das Haar kastanienbraun. Lehmann, der sächselnde Beamte mit dem listigen Lächeln, war Stalins Mann in Hitlers Geheimpolizei.

Bislang geheim gehaltene Dokumente der russischen Auslandsaufklärung, die dem SPIEGEL vorliegen, belegen: Lehmann hat aus dem Inneren des deutschen Sicherheitsapparats und der Rüstungsindustrie mehr Informationen geliefert als jeder andere sowjetische Spion, und das zwölf Jahre lang.

Durch ihren Top-Späher erfuhren die Sowjets Details über Hitlers Aufrüstung, über die Machtkämpfe in der Nazi-Führung und sogar das Datum des Angriffs auf die UdSSR 1941. Dabei war Lehmann keineswegs Kommunist.

1884 bei Leipzig geboren, zählte der Kriminalrat zu den 300 Beamten, die in den zwanziger Jahren im Berliner Polizeipräsidium am Alexanderplatz in der politischen Abteilung I A dienten.

1929 ist er von Berufs wegen vor allem mit den Straßen- und Saalschlachten zwischen Kommunisten und Nationalsozialisten befasst. Aber auch sein Privatleben verläuft stürmisch. Der verheiratete, aber kinderlose Kriminalbeamte hat eine Geliebte: Florentina Leworski, eine rothaarige junge Frau, die sich als Schneiderin selbständig machen will. Zwei Frauen auszuhalten, dazu reicht das Beamtengehalt nicht. Lehmann sucht eine Lösung: Mit einem zweiten Dienstherrn, glaubt er, ließe sich das Liebesleben kommod einrichten.

Er schickt den befreundeten Ex-Polizeibeamten Ernst Kuhr zur sowjetischen Vertretung Unter den Linden. Kuhr ist wegen finanzieller Verfehlungen gefeuert worden, er will sich rächen; Lehmann versorgt ihn mit internen Informationen. Die Sowjets erkennen, dass sie es mit einer Quelle in der Polizeizentrale zu tun haben. Sie beschatten Kuhr und stoßen auf Lehmann, mit dem sie Kontakt aufnehmen.

Der in der Sowjetvertretung als Diplomat installierte Staatssicherheitsoffizier Pawel Kornel wirbt Lehmann 1929 als Agenten an. In der Zentrale wird er erst als "A-201" geführt, dann als "Breitenbach" - und ist von Anfang an eine Spitzenquelle. Für seine Dienste erhält er von den Sowjets 580 Reichsmark, fast ein zweites Monatsgehalt, mit dem Geld richtet er seiner Geliebten ein Schneideratelier in der Berliner Blumenstraße ein. An Sonntagen pflegt er sein Hobby: Pferdewetten.

Als die Nazis im April 1933 das Geheime Staatspolizeiamt bilden, das dem preußischen Innenminister Herrmann Göring untersteht, ist Lehmann von Anfang an mit dabei. Moskau erfährt aus erster Hand, wie die Gestapo aufgebaut wird, die "Apotheke", wie die Sowjetaufklärer die deutsche Konkurrenz sarkastisch nennen.

Lehmann berichtet im Mai 1934, dass ein unbekannter 30-Jähriger, Reinhard Heydrich, "praktisch die gesamte Arbeit der Gestapo" leite. Himmler hat den SS-Brigadeführer kurz zuvor als Leiter der preußischen Gestapo eingesetzt.

Der Moskauer Sachbuchautor Teodor Gladkow hat bislang unbekannte Dokumente über "Breitenbach" aus dem Archiv des russischen Auslandsgeheimdienstes zusammengetragen. Gladkow, selbst Veteran des Dienstes, arbeitet an einem Buch über Lehmann, das zum Jahresende in Moskau erscheinen soll. Er sieht in dem Deutschen einen Agenten, den "nicht nur materielle Motive" getrieben hätten. Der Mann sei auch Romantiker gewesen, der "Sympathie für Russland, unabhängig von dessen System", gezeigt habe.

Die Gestapo schickt Lehmann ausgerechnet in die Abteilung gegen kommunistische Spionage - eine Traumstellung aus Sicht der Auftraggeber. Er verrät den Sowjets geplante Fahndungen und ermöglicht mehreren Spionen die Flucht, darunter Arnold Deutsch, der im Sommer 1934 den späteren sowjetischen Top-Spion Kim Philby anwirbt.

Moskau kann sich auf Lehmann stets verlassen. Der meldet, dass die Nazis in der Geheimpolizei parteilose Beamte durch NSDAP-Mitglieder ersetzen und erzählt von der strengen Disziplin des Amts. Er selbst ist stets fleißig und freundlich, so dass Göring auf ihn aufmerksam wird. In den letzten Tagen des Juni 1934 ruft er Lehmann zu sich. Er soll helfen, eine blutige Säuberung zu organisieren. Beim sogenannten Röhm-Putsch lässt die Nazi-Führung den Chef der Sturmabteilungen, Ernst Röhm, und mindestens 83 weitere vermeintliche Hitler-Gegner erschießen.

Lehmann soll seinem Agentenführer erzählt haben, die Mordaktion habe ihn angewidert. Doch seine Teilnahme an der "Nacht der langen Messer" erhöht sein Ansehen bei den Nazis - und damit auch seinen Wert für die Sowjets.

Mit deren Billigung tritt er der SS bei, in der er schließlich zum Hauptsturmführer avanciert. Seine sowjetischen Vorgesetzten ermuntern ihn, sich auch der NSDAP anzuschließen, er erhält die Mitgliedsnummer 5 920 162.

Die Gestapo versetzt Lehmann in die Abteilung zur Sicherung der deutschen Rüstungsproduktion gegen Spionage. Er ist dabei, als der 22-jährige Wernher von Braun 1934 unweit von Berlin seine ersten flüssigkeitsgetriebenen Raketen in den Himmel schießen lässt. Dank Lehmann erfahren die Sowjets auch vom Start der Versuchsraketen "Max" und "Moritz" auf der ostfriesischen Insel Borkum im Dezember, Vorstufen der späteren Raketenwaffen V1 und V2. Auf der Basis seiner Berichte legt die Auslandsaufklärung Stalin am 17. Dezember 1935 eine Analyse zum Stand der deutschen Raketenforschung vor.

"Breitenbach" meldet ebenso eifrig Details über den geplanten Bau von 70 neuen U-Booten. Er liefert Fakten über neue Gasmasken, einen gepanzerten Transporter der Firma Horch und die Produktion synthetischen Benzins.

Als Top-Quelle wird Lehmann seit Ende 1934 von einem Spitzenmann der Moskauer Aufklärer betreut, von Wassilij Sarubin. Der residiert in Berlin mit einem gefälschten tschechoslowakischen Pass: Als Jaroslaw Kocik unterhält er ein Werbebüro der US-Filmgesellschaft Paramount.

Im Frühjahr 1935 bemerkt Sarubin, dass sein Agent blass und ungesund aussieht. Der zuckerkranke Lehmann hat Probleme mit den Nieren, er braucht eine teure Behandlung. Moskau bezahlt sie ihm, unter einer Bedingung: Lehmann soll scheinbar legal zu Geld kommen.

So muss der Gestapo-Mann eines Tages an der Pferderennbahn in Begeisterung ausbrechen: Der passionierte Wettfreund tut so, als hätte er einen großen Betrag gewonnen. Er gibt Kollegen einen aus und leistet sich einen teuren Facharzt - niemand schöpft Verdacht.

Dass ihm seine Auftraggeber damit wohl das Leben retten, verstärkt Lehmanns Bindung an seine russischen Betreuer. Von dem, was sich Ende der dreißiger Jahre in Moskau abspielt, weiß er allerdings nichts. 1937 beginnen dort auch in den Sicherheitsdiensten blutige Säuberungen; Lehmanns erster Führungsoffizier Pawel Kornel wird 1937 ebenfalls erschossen.

Der Gestapo-Mann genießt währenddessen im Vorkriegs-Berlin die angenehmen Seiten des Agentenlebens. Die Moskauer stellen ihm 1938 als Verbindungsperson eine attraktive junge Frau vor: Die amerikanische Studentin Jane Lucie Booker, eine überzeugte Linke, hat sich von Sarubin anwerben lassen. Lehmann übergibt "Frau Lucie" regelmäßig Dokumente zum Fotografieren.

Am 19. April 1939, einen Tag vor Hitlers 50. Geburtstag, stellt die Leitung der sowjetischen Auslandsaufklärung "Breitenbach" eine wichtige Aufgabe. Er soll "uns systematisch informieren über die Vorbereitungen Deutschlands für einen Überfall auf Polen und andere aggressive Maßnahmen Deutschlands, vor allem Richtung Osten". Das Dokument, das an Stalins Geheimdienstchef Lawrentij Berija geht, zeigt, dass sich Moskaus Spionagechefs keine Illusionen über die Absichten Hitlers machen - nur vier Monate bevor Stalin am 23. August mit Nazi-Deutschland einen Geheimvertrag zur Aufteilung Osteuropas schließt.

Bei Kriegsbeginn 1939 reißt Lehmanns Draht zu seinen Moskauer Auftraggebern ab. Die Amerikanerin Booker kehrt in die USA zurück und Sarubin nach Moskau.

Als die Wehrmacht im Frühjahr 1940 Dänemark und Norwegen besetzt, ist Lehmann tief gespalten. Tagsüber macht er Dienst im Gebäude der Gegenspionage am Kurfürstendamm 140. Abends hofft er in seiner Wohnung an der Prenzlauer Allee 137 auf einen Anruf seiner sowjetischen Freunde. Doch Moskau schweigt.

Im Juni marschiert die Wehrmacht in Paris ein, den Siegesrausch Hitler-Deutschlands mag Lehmann nicht teilen. Er will dem Regime schaden und entschließt sich zu einem riskanten Schritt. "Breitenbach" verfasst einen Brief an die sowjetischen Aufklärer und lässt ihn unauffällig der Botschaft Unter den Linden zukommen.

In dem anonymen Schreiben, das dem SPIEGEL vorliegt, bittet Lehmann "meine Genossen in M.", "unsere gemeinsame Arbeit wieder aufzunehmen". Der preußische Beamte versichert der Zentrale: "Meine Haltung Ihnen gegenüber hat sich nicht geändert." Ohne eine Tätigkeit für die Sowjetunion "verliert meine Arbeit in der Gestapo jeden Sinn".

Anfang September klingelt Lehmanns Telefon. Am anderen Ende meldet sich in gutem Deutsch "der Kollege Preuß aus Königsberg", dem Lehmann vorschlägt, ihn doch "morgen im Büro" zu besuchen. So hat er es in dem Brief vorgeschlagen - es ist das Signal für einen Treff morgens, 8.30 Uhr, am Zeitungskiosk der U-Bahn-Station Wittenbergplatz.

Moskau schickt Lehmann ein Aufklärer-Ass, den 31-jährigen Alexander Korotkow. Der Botschaftssekretär soll Moskaus Spionagenetz in Berlin neu knüpfen. Lehmann übergibt ihm einen geheimen Vortrag Heydrichs über die "sowjetische Wühlarbeit gegen Deutschland".

Korotkow betreut parallel zwei weitere Top-Quellen im deutschen Regierungsapparat, Harro Schulze-Boysen (Deckname "Oberfeldwebel") im Reichsluftfahrtministerium und Arvid Harnack, Oberregierungsrat im Reichswirtschaftsministerium ("der Korse"). Die beiden gehören zu einer Widerstands- und Spionageorganisation, die später von der Gestapo "Rote Kapelle" genannt wird. Seinen Agenten Lehmann übergibt Korotkow im Herbst 1940 an einen anderen jungen Aufklärer mit Diplomatenstatus, Boris Schurawljow.

Ihm liefert Lehmann ab Anfang 1941 Indizien für einen bevorstehenden deutschen Angriff auf die Sowjetunion. "Breitenbach" berichtet, dass die Gestapo pensionierte Beamte reaktivieren soll, um jüngere Kräfte "für andere Aufgaben" freizustellen, und dass sie ihre Mitarbeiter de facto bereits kaserniert habe.

Am 19. Juni 1941 hastet ein sichtlich aufgeregter Lehmann abends zu einem Treff mit Schurawljow in der Nähe des Berliner Funkturms. Der Angriff Deutschlands auf die Sowjetunion werde am 22. Juni ab drei Uhr morgens stattfinden, richtet er aus. Lehmann wünscht seinem Agentenführer "alles Gute" und verabschiedet sich. Schurawljow weiß, dass "Breitenbach" nicht lügt. Er leitet dessen Meldung sogleich in einem chiffrierten Telegramm weiter nach Moskau. Doch was Stalin von den Berichten seiner Berliner Spione hält, hat er schon zwei Tage zuvor drastisch kundgetan.

Am 17. Juni hatte Staatssicherheitskommissar Wsewolod Merkulow unter Berufung auf Schulze-Boysen an Stalin gemeldet, eine "Quelle im Stab der deutschen Luftwaffe" berichte, die Vorbereitungen für den Überfall auf die UdSSR seien abgeschlossen, der Angriff könne "jeden Moment" erfolgen. Merkulow solle seine ",Quelle' zur gef...kten Mutter schicken", schreibt Stalin mit grünem Stift auf die Vorlage, das sei "Desinformation". Er will nicht glauben, dass der deutsche Angriff unmittelbar bevorsteht.

Zu Kriegsbeginn kehren Lehmanns Führungsoffiziere nach Moskau zurück. Da die Sowjets ihre Spitzenquellen von der Botschaft aus führten, stehen sie nun vor einem Scherbenhaufen. Die Kontakte zu sämtlichen Agenten brechen ab.

In Schnellkursen bildet der Geheimdienst deutsche Kommunisten zu Fallschirmagenten aus, um die Verbindungen wiederherzustellen. Es ist ein Himmelfahrtskommando, betreut von Korotkow, inzwischen Leiter der für Deutschland zuständigen Spionageabteilung. Robert Barth, früher Schriftsetzer des KPD-Zentralorgans "Die Rote Fahne", springt im August 1942 in der Nähe der von den Deutschen besetzten russischen Stadt Brjansk ab.

Mit gefälschten Wehrmachtsdokumenten und einem britischen Funkgerät im Rucksack schafft es Barth, als "Fronturlauber" bis nach Berlin zu kommen. Im Oktober 1942 besucht er seine Frau im Krankenhaus - und wird verhaftet. Barth wird umgedreht, und so erfährt die Gestapo per Funk aus Moskau die Telefonnummer von Willi Lehmann. Die Spionageabwehr informiert ihren Chef Heinrich Müller und den Gerichtsherrn des Reichssicherheitshauptamts, SS-Gruppenführer Bruno Streckenbach, über den heiklen Fall.

Die Gestapo will Lehmann in einem Agentenspiel überführen, sie setzt einen Kriminalbeamten als angeblichen Sowjetspion auf ihn an - und lässt beide dann verhaften. Der vermeintliche Sowjetagent gesteht, schließlich leugnet auch Lehmann nicht mehr.

Lehmann wird ohne Gerichtsverfahren von Gestapo-Leuten ermordet, seine Leiche wahrscheinlich im KZ Sachsenhausen verbrannt. Im amtlichen "Befehlsblatt des Chefs der Sicherheitspolizei und des SD" steht im Januar 1943, der Kriminalinspektor Willi Lehmann habe im Dezember 1942 "für Führer und Reich" sein Leben gegeben.

Lehmanns Führungsoffizier Alexander Korotkow kehrt im Mai 1945 mit der siegreichen Sowjetarmee nach Berlin zurück. Er ist dabei, als Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel am 9. Mai 1945 in Berlin-Karlshorst die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht unterzeichnet.

Zwölf Jahre später ist Korotkow wieder in Berlin, als Verbindungsoffizier des Geheimdienstes KGB beim Ministerium für Staatssicherheit der DDR. Doch als die Sowjets versuchen, 1965 zum 20. Jahrestag des Sieges neben Schulze-Boysen und Harnack auch Willi Lehmann zu ehren, lehnt die DDR-Führung ab.

Im SED-Politbüro sitzen zu diesem Zeitpunkt zwölf Genossen, die insgesamt rund 20 Jahre Haft und 75 Jahre Emigration während der Hitler-Zeit hinter sich haben. "An den Gedanken, dass auch ein Gestapo-Mann zu den Kämpfern der unsichtbaren Front gegen Hitler gehörte", so Buchautor Gladkow, "konnten sich diese Männer nicht gewöhnen."


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torsten steinbeck 12.10.2009
Der Bericht offenbahrt einiges bzw. bestätigt dieses nur, nämlich wie naiv die "linken" Spione der westlichen Welt waren einerseits die Politik ihres eigenen Landes oder Systems zu bekämpfen, indem sie die noch viel verbrecherische Politik der Sowjetunion unterstützten, ohne das was in der Sowjetunion an Verbrechen passierte und worüber es genügend Informationen gab wahr haben zu wollen. Es beweist auch einmal mehr, dass Stalin über die Angriffsabsichten Deutschland längst Bescheid wusste, diese aber aus einem bestimmten Grund nicht wahr haben wollte, weil er seinerseits selber Angriffspläne hatte die kurz vor dem Abschluss standen und ihm die kommunistische Weltrevolution Richtung Westen ebnen sollten. (Die Beweislage dazu wird von Jahr zu Jahr erdrückender, so dass Gegenteiliges nur vom Willen dies nicht akzeptieren zu können geprägt sein kann, frei nach dem Motto "Ich verliere lieber mein Leben als meine Überzeugungen") Spione wie Lehmann, die nur aus Habgier handeln und dabei das Leben vieler Menschen verspielen, sind äusserst verachtenswert, auch wenn ein russischer Historiker ihm politische Motive und Sympathien für die SU unterjubeln will.
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