Verkannter Vordenker Wie Bernstein die SPD zum Beben brachte

Verkannter Vordenker: Wie Bernstein die SPD zum Beben brachte Fotos

SPD-Granden wie Steinmeier, Steinbrück und Platzeck berufen sich heute gern auf ihn. Doch zu Lebzeiten erntete der Vater der modernen, reformerischen Sozialdemokratie nur Groll. Vor 75 Jahren starb Eduard Bernstein politisch vereinsamt und isoliert - mit einem Satz hatte er die ganze Partei aufgemischt. Von Franz Walter

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Wenige Wochen vor dem Hamburger Programmparteitag der SPD kursierte plötzlich wieder häufig der Name "Eduard Bernstein" in der Partei Kurt Becks. Die drei viel zitierten Modernisierer, Matthias Platzeck, Peer Steinbrück und Frank-Walter Steinmeier, machten mit einem Buch Furore, das sie als ein Manifest für eine modernisierte "soziale Demokratie" durchaus geräuschvoll präsentierten. Ihre historische Bezugsgröße: Eben Eduard Bernstein, 1850 in Berlin geboren und dort auch 82 Jahre später, am 18. Dezember 1932 - vor exakt 75 Jahren also - gestorben.

Nun ist der Rekurs auf den Reformsozialisten Bernstein im Jahr 2007 keine umstürzende Sensation mehr. Schließlich galt schon das "Godesberger Programm" der SPD aus dem Jahr 1959, da die Partei Abschied vom Klassenkampf, vom Marxismus und vom Projekt der Sozialisierung nahm, als Sieg der Ideen Bernsteins. Doch zu seinen Lebzeiten war Bernstein keineswegs ein Star seiner Partei, war auch nicht der Messias des rechten oder realpolitischen Flügels. Im Gegenteil, Bernstein starb politisch vereinsamt, in seiner Partei isoliert, als Impulsgeber oder Stratege der SPD vor 1933 gescheitert.

Glückliche Zeit der Sozialdemokratie

Im Grunde hatte schon von Geburt her wenig dafür gesprochen, dass Bernstein zu einer historischen Figur im intellektuellen Diskurs des 19. und 20. Jahrhunderts werden mochte. Wie etliche andere sozialistische Vordenker jener Aufstiegsjahrzehnte der Arbeiterbewegung war auch Bernstein jüdischer Herkunft. Aber er entstammte nicht, wie Karl Marx, dem Bildungsbürgertum, kam erst recht nicht, wie Ferdinand Lassalle, aus einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie.

Die Verhältnisse in der Familie Bernstein waren vielmehr ärmlich und eng. Der Vater verdiente sein Geld als Lokomotivführer; und er hatte die beachtliche Zahl von 16 Kindermünder zu stopfen. So fehlte das Geld, um den begabten Sohn Eduard den gymnasialen Abschluss zu ermöglichen. Der Sohn des Eisenbahners hatte also - wie allerdings nicht wenige im Sozialismus des Jahrhunderts zwischen 1860 und 1960 - als Autodidakt Wissen zu sammeln.

Insofern war Bernsteins Biographie nicht untypisch für die Sozialdemokratie jener Ära. Diese frühen Jahrzehnte waren wohl die glücklichsten in der Geschichte der Arbeiterbewegung. Die Partei wuchs und wuchs; die Zahl ihrer Wähler und Reichstagsmandate mehrte sich stetig. Man stand in der Opposition, durfte sich also - durch keinerlei Regierungszwänge in den eigenen Idealen kompromittiert - radikal, prinzipienstark und visionär gebärden. Und selbst der Jahre zwischen 1878 und 1890, als die Partei unter dem sogenannten "Sozialistengesetz" verboten war und ihre Funktionäre in die Illegalität getrieben wurden, erinnerten die meisten Parteiführer später keineswegs als Zeit der Qual oder gar der Depression.

Sie waren schließlich zu Märtyrern geworden, durften sich als bessere Menschen fühlen und gewannen, als das Verbot nach zwölf Jahren endlich fiel, den Eindruck, das nichts und niemand - weder der Kapitalismus noch die preußische Polizei, kein Bismarck und kein Krupp -, den Sozialismus aufhalten könne. Den ideologischen Segen für diese optimistische Erwartung holten sich die Sozialdemokraten beim Marxismus, der den sicheren Untergang der kapitalistischen Gesellschaft und den unzweifelhaften Sieg der Arbeiterklasse in Jargon purer wissenschaftlicher Diagnostik versprach.

Verbannung aus Deutschland

Auch Bernstein gehörte zunächst zu den gläubigen Marxisten, mehr noch: er wurde zu einem geistigen Protagonisten dieser Denkrichtung. Bernstein hatte die vergleichsweise populär verfassten Schriften Friedrich Engels - engster Freund und Kampfgefährte von Karl Marx - gelesen. Seine Bedenken und wachsenden Zweifel gegenüber dem marxistischen Paradigma offen auszusprechen wagte er nicht - jedenfalls solange Engels lebte.

Stattdessen wurde Bernstein im Laufe der 1880er Jahre neben seinem Freund Karl Kautsky zu einer Autorität auf dem Felde der marxistischen Theorie. Gemeinsam verfassten sie das "Erfurter Programm" der deutschen Sozialdemokraten - und bezahlten ihre sozialistische Schriftstellerei mit Jahren der Verbannung aus Deutschland.

Eduard Bernstein traf es besonders hart. Über 20 Jahre musste er im Exil verbringen, da er in seiner deutschen Heimat steckbrieflich gesucht wurde. Anfangs redigierte er das illegale Parteiorgan "Der Sozialdemokrat" von der Schweiz aus; dann wurde er auch dort unter dem Druck der deutschen Behörden ausgewiesen. Zwischen 1888 und 1901 lebte er in der Londoner Emigration. Hier traf er Friedrich Engels, der den Fleiß und die Verlässlichkeit Bernsteins schätzte, ihn zum Verwalter seines Nachlasses - darunter auch der umfangreiche Briefwechsel mit Karl Marx - machte.

Abschied von Engels

Dabei war Bernstein, als Engels 1895 starb, schon kein verlässlicher Apostel des Marxismus mehr. Engels hatte das gespürt und ihm zuweilen vorgeworfen, er klinge mehr und mehr wie eine "englische Krämerseele".

Tatsächlich hatte sich Bernsteins Position seit seiner Ankunft in London schleichend verändert. Das mochte darauf zurückzuführen sein, dass er ein undoktrinärer Kopf war, den neue Erfahrungen zu neuem Denken inspirierten. Das konnte aber auch - wie einige aus seinem Bekanntenkreis erzählten - mit der leichten Beeinflussbarkeit Bernsteins zusammenhängen.

Schon gleich nach seiner Ankunft in der englischen Hauptstadt geriet Bernstein unter den Einfluss der "Fabian Society", einer kleinen, elitären Gruppe von Intellektuellen, die an Programmen und Konzeptionen einer sozialen Reformpolitik bastelten. Die prominenten Figuren dieser Gruppe waren das Ehepaar Webb sowie der spätere Literaturnobelpreisträger George Bernhard Shaw. Sydney Webb kreierte für die Gruppe die Maxime des "Schritt für Schritts", also einer graduellen Reformstrategie anstelle des revolutionären Hammerschlags. Das Prinzip der schrittweisen Überwindung des Kapitalismus wurde fortan auch das Credo des Eduard Bernstein.

Generalkritik an den Marxisten

An die Öffentlichkeit ging er damit allerdings erst nach dem Tod seines Mentors Engels. Dann aber hatte er die Courage zu einer Generalkritik an den zentralen Deutungen der marxistischen Theorie. In den populären Schulungsschriften der Partei ging die marxistische Sozialdemokratie von einer stetigen Verelendung der Arbeiterklasse aus, vom unvermeidlichen Niedergang der Mittelschichten, von einer dualen Polarisierung zwischen den Proletarier-Massen und der kleinen Ausbeuterschicht der Großbourgeoisie. Das alles, so die Prognose der Marxisten, würde von sich kumulativ verschärfender Krisen begleitet sein, dann in einem großen "Kladderadatsch" der bürgerlichen Gesellschaft münden, wodurch die Pforte für den sozialistische Neubeginn geöffnet wäre.

In einer Artikelserie für das sozialdemokratische Theorieorgan "Neue Zeit" brachte Bernstein in den Jahren 1896 bis 1898 seine Einwände vor. Er hatte über die Jahre mit großem Fleiß statistisches Material gesammelt, mit dessen Hilfe er nun zu beweisen versuchte, dass das materielle Lebensniveau der Arbeiter gestiegen und nicht zurückgegangen war, dass die Mittelschichten sich wohl wandelten, aber keineswegs verschwanden, dass die Anpassungsfähigkeit des Kapitalismus bemerkenswerter war als seine Krisendynamik, dass ein jäher Zusammenbruch des Kapitalismus nicht zu erwarten und auch nicht wünschenswert sein würde.

Und schließlich stellte er gar die historisch-moralische Überlegenheit des "revolutionären Subjekts" in Frage. Nüchtern konstatierte er, dass es zwar durchaus revolutionäre, tapfere und human eingestellte Arbeiter gäbe, aber leider ebenso solche, die als rundum reaktionäre, gänzlich feige und nicht selten gar bestialische Gestalten die Welt durchaus schlechter statt besser machten.

Noch mehr Ketzerei

Die Empörung über derlei Ketzereien hielt sich in Grenzen. Der Sturm der Entrüstung brach erst im Jahr 1898 aus, als Bernstein einen Satz schrieb, der bis heute in der Linken berühmt, für viele berüchtigt ist: "Ich gestehe es offen, ich habe für das, was man gemeinhin unter "Endziel des Sozialismus" versteht, außerordentlich wenig Sinn. Dieses Ziel, was immer es sei, ist mir gar nichts, die Bewegung alles." Jetzt bebte die Partei, jetzt blieb die Debatte keineswegs auf wenige Intellektuelle beschränkt, jetzt folgte für ein halbes Jahrzehnt eine erbitterte Auseinandersetzung, die seither den historischen Namen "Revisionismusstreit" trägt.

In diesem Disput stand Bernstein von Beginn an auf verlorenem Posten. Der Marxismus bot den Arbeitern in jenen Jahren Trost und Hoffnung auf eine erlösende Zukunft. Bernstein dagegen stand ihnen lediglich für pedantische Bedenkenträgerei, für ein fades Linsengericht zäher Reformschritte. Leicht jedenfalls hatte Bernstein es nicht. Er verlor im Laufe der Kontroverse seinen langjährigen besten Freund, Karl Kautsky. Etliche Monate musste er überdies den Parteiausschluss fürchten.

Ächtung des Verräters

Es ging hart zur Sache in der Sozialdemokratie in dem halben Jahrzehnt zwischen 1898 und 1903. Die Sprache wurde rüder, die Toleranz nahm ab, das innerparteiliche Autodafé breitete sich aus. Hier, in diesen Jahren des Revisionismusstreits, entwickelte sich der Jargon der Dogmatik und Rechthaberei, wuchs die Hemmungslosigkeit, den Andersdenkenden als Renegaten, Konvertiten, ja Verräter "an der Sache" zu brandmarken und politisch zu vernichten.

Der unversöhnliche Streit später im Sozialismus der Zwischenkriegszeit, auch die Deformationen und Pervertierungen in den folgenden staatssozialistischen Episoden - hier hatten sie ihren Ursprung.

Schlimm war nicht zuletzt Rosa Luxemburg, die zuweilen seltsamerweise immer noch als "freiheitliche Sozialistin" gilt und oft für ihre poetische Sprache gepriesen wird. In der Auseinandersetzung mit Bernstein griff sie nicht zu lyrischen Bildern. In harten, unerbittlichen Sätzen forderte sie die Ächtung Bernstein, überzog ihn mit galligen Gehässigkeiten, spottete verächtlich über sein Plädoyer für den Weg der Reformen in einem demokratischen Parlamentarismus. In Luxemburgs Weltbild existierte nur die schroffe Alternative des "Alles oder Nichts"; für das Wesen von Reformen, Kompromisse, Bündnisse hatte sie keinen Sinn.

Insofern war Bernstein in der Tat weit modernen, realistischer als seine Kontrahenten im Revisionismusstreit. Doch eine Chance, aus diesem Streit als Sieger herauszugehen, besaß er nicht. Die Bernsteinsche Position wurde von den Parteitagen der Sozialdemokraten mit großen Mehrheiten niedergestimmt. Das geschah zunächst bei Abwesenheit Bernsteins, da ihm in Deutschland ja das Gefängnis drohte. Doch der neue Reichskanzler Bernhard von Bülow hob 1901 den Steckbrief auf, da er hoffte, dass Bernstein nach seiner Rückkehr Anhänger sammeln und die Sozialdemokratische Partei aufmischen würde.

Als Leitwolf untauglich

Zum charismatischen Religionsstifter aber, der gläubige Jünger und folgsame Schüler um sich hätte scharen können, taugte Bernstein nie. Als er nach über 20 Jahren der Verbannung wieder auf einem Parteitag erschien, waren gerade die Sozialdemokraten des rechten Flügels - die auf einen neuen Leitwolf gehofft hatten - schwer enttäuscht.

Sie erlebten einen denkbar unpraktischen Menschen, dem die Gabe der feurigen Rede einfach nicht gegeben war. Bernstein sprach zögerlich, unsicher, in abgehackten, brüchigen Sätzen. Er gehörte in die Schreibstube, nicht auf die Bühne von Volksversammlungen. Aber auch mit seinen Schriften erreichte und bewegte er nicht die Massen. Dafür waren sie zu spröde, zu langatmig, zu oberlehrerhaft verfasst. Und zu einer geschlossenen theoretischen Alternative zum Parteimarxismus war er erst recht nicht in der Lage. Hierzu fehlte es ihm an geistigen Schwung und gedanklicher Tiefe. Bernstein blieb zeitlebens ein eher isolierter Mensch in seiner Partei. Er stand einfach zu häufig zwischen allen Stühlen.

Ende 1914 gehörte er zu denen in der sozialdemokratischen Parlamentsfraktion, die den Kriegskrediten ihre Zustimmung verweigerten. So sah er sich plötzlich an der Seite derjenigen, die ihn zuvor unbarmherzig bekämpft hatten, Karl Liebknecht etwa und Rosa Luxemburg. Kurz vor Weihnachten 1918, als der Krieg zu Ende war, verschaffte er sich demonstrativ eine Doppelmitgliedschaft in der Mehrheitssozialdemokratie und bei den Unabhängigen Sozialisten, die sich 1917 von der Mutterpartei abgespalten hatten.

Er wollte so ein Zeichen der Einheit setzen - und blieb doch wieder nur eine singulare Gestalt. 1919 focht er auf dem Parteitag der SPD dafür, die Kriegsschuld der deutschen Reichsführung und die Bestimmungen des Versailler Vertrages als berechtigt anzuerkennen. Die aufgebrachten Parteitagsdelegierten richteten ein Scherbengericht über ihn, der nun noch einsamer in der Ecke stand als schon zuvor.

Späte Anerkennung

Heute gilt Bernstein als der Vater der modernen reformerischen Demokratie, als der Mann, der auf der ganzen Ebene historisch Recht behalten hat.

Zeitgenössisch besaß er keineswegs ein solches Renommee. Als mit der Weimarer Republik die Verhältnisse gekommen waren, die sein demokratisch-reformerischer Weg als Grundlage brauchte, war er nicht zufällig als Vordenker weniger gefragt denn je. Seine früheren Gegner fühlten sich bestätigt: die Krisenanfälligkeit des Kapitalismus war in den 1920er Jahren evident; die Tendenz zur Verelendung empfanden viele aus den unteren Schichten Anfang der dreißiger Jahre als bittere, unerträgliche Wirklichkeit. Die Konzentration des Kapitals ließ sich schwerlich leugnen. Und für die Zukunft zeichnete sich bedrohlich schon das Menetekel der Barbarei, nicht die befriedete Gesellschaft einer sozialen Demokratie ab.

Eduard Bernstein selbst musste die Barbarei nicht mehr ertragen. Er starb gut sechs Wochen vor dem Beginn der nationalsozialistischen Katastrophe.

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Gerd Weghorn 25.01.2011
?Heute gilt Bernstein als der Vater der modernen reformerischen Demokratie, als der Mann, der auf der ganzen Ebene historisch Recht behalten hat.? Mein Gott, Walter: was wollen Sie mit dieser Bewertung ausdrücken: ?historisch Recht behalten hat?? Wollen Sie dem Reformismus der sozialdemokratischen Führung, gerade auch der gegenwärtigen, der am 4. März 2009 auf SPON in unübertroffener Weise die Leviten gelesen worden sind?! (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,611329,00.html), einen Persilschein ausstellen? Ich denke, wir sollten wenigstens Bernstein die kritische Würdigung zukommen lassen, die Sie Marx gegenüber haben vermissen lassen (http://einestages.spiegel.de/static/topicalbumdiscussion/1570/mensch_marx.html), dass er ein Kind seiner Zeit gewesen ist, dass der von ihm propagierte Trade-Unionismus sowohl dem Entwicklungsstand der damaligen Produktionsverhältnisse, als auch der Weltanschauung der damaligen SPD entsprochen hat, dass er aber heutzutage nicht mehr als Grundlage einer sozialdemokratischen Programmatik genügen kann, die im Interesse der werteschaffenden Menschen Politik verstehen und betreiben muss, will sie sich als ?sozialdemokratisch? beurteilen dürfen!? Ich finde, Sie drücken sich ? im Unterschied zu mir: http://profiprofil.wordpress.com/2009/08/14/womit-die-spd-die-wahlen-gewonnen-hatte/ - um die Beantwortung der Frage, warum es überhaupt noch der SPD bedarf, wenn die Parteiführung eine Politik betreibt, die sich substantiell in nichts vom Trade-Unionismus der Christsozialen unterscheidet, auch - und gerade - dann, wenn sie sich in einer sökularen Kapitalmarktkrise die "Einführung von Mindestlöhnen" als radikalste "Reform-Forderung" vor sich her trägt. Wozu also, so frage ich Sie, brauchen wir noch eine SPD, wo doch wir auch für Sie in einer ?modernen reformerischen Demokratie? leben, einer Gesellschaftsform, wie Sie wissen, in der allerdings ?Reform? eine Metapher dafür (geworden) ist, die Umverteilung des BIP von unten nach oben zu beschleunigen. (s. SPON-Artikel). SPD- WOZU also?!
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