Verrückte Promi-Residenzen Wir müssen leider draußen bleiben

Verrückte Promi-Residenzen: Wir müssen leider draußen bleiben Fotos
dpa

Liebesgrotten mit Jacuzzi, garagengroße Kristalllüster und vergoldete Pianos - solche Wohnträume können nur Stars, Tycoone und Diktatoren haben. einestages zeigt gebaute Parallelwelten, zu denen Normalsterbliche keinen Zugang bekamen: die aberwitzigsten Fluchtburgen der Welt. Von

  • Drucken Versenden
  • Nutzungsrechte Feedback
  • Kommentieren | 5 Kommentare
  • Zur Startseite
    2.6 (124 Bewertungen)

Die einen lieben Märchen - die anderen leben sie. Vorausgesetzt, sie sind reich, besessen und abgedreht genug.

Der spinnerte König Ludwig II. von Bayern war darin ein Meister. Um nur ja von aller Welt abgeschirmt zu sein beim Dinieren im rotsamtenen Speisezimmer, machte er das Märchen vom "Tischlein deck dich" wahr. In seinem Schloss Linderhof im Graswangtal bei Oberammergau befahl er den Einbau eines komplizierten Aufzuges - zwischen dem Essraum und der darunter liegenden Küche. Per Kurbel ließ sich die Tafel mit dem opulenten Festschmaus direkt vor seine Nase zaubern. Der Mann ließ aber nicht nur beim Speisen Märchen Materie werden. Mit Neuschwanstein ließ er eine gotische Gralsritterburg entstehen, und in Herrenchiemsee errichtete er seine Interpretation von Versailles. Im Schloss Linderhof befindet sich außerdem die Richard Wagner geweihte Venusgrotte. Diese protzte nicht nur mit künstlichem Wasserfall, muschelförmigem Boot, Regenbogen-Projektor und Wellenmaschine. Sie hatte sogar eine eigene Heizung.

"O es ist notwendig, sich solche Paradiese zu schaffen, solche poetischen Zufluchtsorte, wo man auf einige Zeit die schauderhafte Zeit, in der wir leben, vergessen kann", hat der Ahnherr aller exzentrischen Bauherren, Aussteiger und Träumer einst geseufzt - und damit genau das in Worte gefasst, was so viele Stars, Mega-Reiche und Schurken nach ihm ersehnt haben: der Wirklichkeit entfliehen und eine Art Parallelwelt erschaffen, ein Märchenreich, in dem sie selbst der König sind.

1. Teil: König Ludwigs Venusgrotte

2. Teil: Michael Jacksons Neverland

3. Teil: Elvis Presleys Graceland

4. Teil: George Lucas' Skywalker Ranch

5. Teil: Hugh Hefners Playboy Mansion

6. Teil: Hippie-Villa mit Grateful Dead und Timothy Leary

7. Teil: Das Horror-Promi-Mietshaus von New York

8. Teil: Randolph Hearsts "Zauberberg"

9. Teil: Das größte Eigenheim von Los Angeles

10. Teil: Die Protzbauten der Diktatoren

Artikel bewerten
2.6 (124 Bewertungen)
Diesen Artikel...
Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks teilen

  • Xing
  • LinkedIn
  • Tumblr
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Digg
  • reddit


Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 5 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1.
Manda Rinchen 27.01.2010
Man fragt sich immer, ob ein/e Autor/in sich auch vorher mal mit dem Thema beschäftigt und nicht nur "launenhaft" daher schreibt. Michael Jackson war kein Misanthrop. Das ist absolut falsch. Er liebte die Menschen. Einfach mal ein Interview anschauen und nicht die Meinung übernehmen, die der allgemeine Mob darüber hat.
2.
Friedrich Jäger 27.01.2010
Warum bekommen wir immer wieder diese Beispiele protzigen Reichtums und unglaublicher Verrücktheiten aus den USA vorgeführt? Sollen wir veranlasst werden zu glauben, dass es derartiges in Deutschland nicht gibt? Sollen wir uns für dumm verkaufen lassen oder als braver Michel ruhig gestellt werden? SPIEGEL, berichten Sie!
3.
Manda Rinchen 28.01.2010
Ich kann auch nicht verstehen, welcher Sinn hinter solchen Artikeln steckt. Wohlhabende haben eben große Häuser, Nicht-Wohlhabende kleine Häuser. So war das doch schon immer auf der Welt. Wo ist das Probelm? Und was die, die solche Anwesen schaffen, sich dabei denken, ist doch egal. Man kennt diese Menschen nicht und sollte nicht zuviel darein interpretieren. Der eine schafft es um zu flüchten, der andere um zu protzen. Ok, sein Ding. Ich glaube die Medien (in diesem Fall der Artikel) wollen häufig so eine Art "Neiddebatte" auslösen. Das können sie natürlich nur, weil es der menschliche Charakter für gewöhnlich annimmt: "Oh, guck mal den da an, dem geht's viel besser". Na und? Solche Anwesen machen auch nicht glücklicher, wenn es einem schlecht geht. Wichtig ist doch eher die Person hinter dem Anwesen. Protzt sie rum oder schafft sie gutes? Vorbildlich ist, wenn man gutes daraus macht, auf der Neverland Ranch hatten z.B. regelmäßig benachteiligte Kinder zutritt, die einfach mal einen Tag im "Traumland" verbringen konnten. Die Welt braucht sowas mehr denn je...
4.
Manda Rinchen 28.01.2010
Und überhaupt, warum sollten Normalsterbliche Zutritt zu diesen Objekten haben? Es ist Privatbesitz? Und darüber zu urteilen steht einem nicht zu, es sei denn man hat sie gesehen... Der Sinn dieses Artikels wird mir nicht ganz bewusst?!
5.
Thomas Lienert 03.02.2012
Da hätte auch das Casa Loma in Toronto gut reingepaßt: http://www.casaloma.org
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    

© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH

SPIEGEL ONLINE Schließen