Schlacht von Stalingrad Hitlers feiger Feldherr

Schlacht von Stalingrad: Hitlers feiger Feldherr Fotos
Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz/Heinrich Hoffmann

Es war aussichtslos, doch Wehrmacht-General Friedrich Paulus ließ weiterkämpfen bis zuletzt. Aus Angst. Vor 70 Jahren endete der Kampf um Stalingrad mit der Vernichtung der 6. Armee. Porträt eines Nazi-Feldherren, der sich erst vor der Schlacht verkroch - und später in der DDR niederließ. Von Christoph Sydow

  • Drucken Versenden
  • Nutzungsrechte Feedback
  • Kommentieren | 80 Kommentare
  • Zur Startseite
    2.6 (55 Bewertungen)

"Wie Paulus so ist? Er machte auf mich den Eindruck eines in die Enge getriebenen Tieres." Hager sei er gewesen, unrasiert, nachlässig gekleidet. "Er gefiel mir nicht. In seinem Zimmer war es schmutzig." Generalmajor Iwan Burmakow, Kommandeur der 38. Schützenbrigade der Roten Armee, ist erschüttert, als er den Keller betritt, in dem das Oberkommando der 6. deutschen Armee um Feldmarschall Friedrich Paulus die letzten Wochen ausgeharrt hat.

Das Univermag-Kaufhaus war vor dem Krieg das größte Geschäft Stalingrads, nun haben es die Deutschen in eine Kloake verwandelt. "Es war unvorstellbar schmutzig, man konnte da nicht hergehen, weder durch die Hintertür noch durch den Vordereingang, hüfthoch stand da der Schmutz und der menschliche Kot und was nicht noch alles. Es stank unvorstellbar", schildert der sowjetische Major Anatoli Soldatow seine erschütternden Eindrücke aus dem Kaufhauskeller.

Für die meisten Rotarmisten ist das Zusammentreffen mit Paulus und seinem Stab die erste direkte Begegnung mit deutschen Offizieren. Trotz der damals schon bekannten Gräueltaten der Wehrmacht und ungeachtet der sowjetischen Propaganda betrachten die meisten Russen die Deutschen noch immer als Kulturnation. Umso erschütterter sind sie vom Dreck und der Verwahrlosung, auf die sie im Kaufhauskeller stoßen.

Die Sowjetsoldaten sind auch überzeugt, dass nur Adelige in den höheren Dienstgraden der Wehrmacht dienten. Deshalb reden die Russen den gefangengenommenen Kommandeur der 6. Armee fast ausnahmslos als "General von Paulus" an.

Paulus - Ausbilder der sowjetischen Armee

Doch Paulus ist kein Adliger, er kommt aus bürgerlichen Verhältnissen. 1890 wird er im hessischen Guxhagen als Sohn eines Rechnungsprüfers geboren. Mit 19 Jahren tritt Paulus nach dem Abitur ins Heer ein. Im Ersten Weltkrieg kommt er auf den Balkan, in Italien und Belgien. Die vorderste Front sieht er fast nie, stattdessen wird er in Stabsstellungen eingesetzt. Sein Organisationstalent, sein operatives Denken und seine Anpassungsfähigkeit fallen seinen Vorgesetzten auf. Paulus wird zum Hauptmann befördert und mit dem Eisernen Kreuz I. und II. Klasse ausgezeichnet.

Das Ende der deutschen Monarchie empfindet Paulus als Schande, er schließt sich den rechten Freikorps an. Auch nachdem die Anzahl der deutschen Soldaten infolge der Bestimmungen des Versailler Vertrags ab 1919 auf 100.000 reduziert wird, bleibt er in der Reichswehr. Im Vertrag von Rapallo vereinbaren die Weimarer Republik und die Sowjetunion eine militärische Zusammenarbeit. So ist Paulus in den zwanziger Jahren an der Ausbildung seiner künftigen Feinde beteiligt. Die Elite der Roten Armee wird in Deutschland geschult. Einer von ihnen, Marschall Michail Nikolaiewitsch Tuchatschewski, sagt später zu Stalin: "Wenn ein Paulus in Deutschland nicht mehr gebraucht wird - wir könnten ihn gebrauchen."

Doch das deutsche Heer braucht Paulus: Er wird 1931 zum Major ernannt und an die Kriegsschule nach Berlin versetzt. Das Offizierskorps profitiert von der Machtübernahme Hitlers zwei Jahre später. Die Nationalsozialisten rüsten dramatisch auf und führen die Wehrpflicht wieder ein. Wie Paulus persönlich zur damaligen Zeit zu der Ideologie der Nazis steht, ist nicht überliefert. Er ist seit 1912 mit der rumänischen Adelstochter Constance Elena Rosetta-Solescu verheiratet. Keine Beziehung nach den Wunschvorstellungen der Nazis, Nachteile erwachsen ihm daraus aber auch nicht.

Im Gegenteil: Paulus steigt immer weiter auf. 1939 wird er Generalstabschef der 6. Armee, die nach dem heimtückischen Überfall auf Polen im Westfeldzug bis nach Paris und an die Kanalküste in der Normandie vorrückt. "Bezwingerin der Hauptstädte" wird Paulus' Truppe daraufhin genannt.

Hitlers feiger Schreibtischstratege

Der General bewährt sich und bekommt eine neue Aufgabe: Als Oberquartiermeister beim Generalstab des Heeres arbeitet er die detaillierten Pläne für das "Unternehmen Barbarossa" aus - mit diesem Codewort bezeichnen die Nazis den geplanten Russlandfeldzug. Damit rückt er zugleich in den engsten Kreis um Hitler auf. Paulus setzt auf einen schnellen Vormarsch mit hochmobilen Panzerverbänden und will die Kräfte auf eine rasche Einnahme Moskaus konzentrieren.

Doch Hitler hat andere Pläne: Er will das Industriegebiet im ukrainischen Donezbecken erobern, um die Sowjetunion wirtschaftlich zu schwächen. Paulus ist überzeugt davon, dass diese Strategie falsch ist, weil sie zu viele Kräfte bindet, doch er wagt nicht zu widersprechen.

Als der Eroberungszug im Osten stockt, wird der Stratege zum Kommandeur. Im Januar 1942 ernennt ihn die Wehrmacht zum Oberbefehlshaber der 6. Armee. Statt für Kriegspläne und Strategien hat Paulus fortan Verantwortung für das Leben von 300.000 Soldaten. Weil er kaum über Fronterfahrung verfügt und dienstältere Offiziere übergangen werden, ist seine Beförderung innerhalb des Heeres nicht unumstritten.

Als eine seiner ersten Amtshandlungen setzt Paulus nach der Erinnerung vieler Soldaten der 6. Armee Hitlers Kommissarbefehl aus, der die Erschießung aller Politkommissare der Roten Armee anordnet, die von der Wehrmacht gefangengenommen werden. Ebenso ignoriert er den Härtebefehl seines Vorgängers Walter von Reichenau, der seinen Soldaten "die völlige Zerschlagung der Machtmittel und die Ausrottung des asiatischen Einflusses im europäischen Kulturkreis" aufgetragen hatte. Von diesen Kriegsverbrechen distanziert sich Paulus, aber auch für ihn gilt wie für fast alle Wehrmachtsgeneräle: Was SS und andere in ihrem Rücken in den eroberten Gebieten anrichten, die Ermordung Hunderttausender Zivilisten, lässt ihn kalt.

"Männer, haltet aus, der Führer haut euch raus!"

Militärisch läuft für die 6. Armee bis zum Spätsommer 1942 alles nach Plan. Paulus und seine Truppen stehen vor Stalingrad an der Wolga. Hitler will die Stadt aus drei Gründen erobern: Sie ist ein bedeutender Industriestandort der Sowjetunion, über die Wolga verläuft eine wichtige Nachschubroute der Roten Armee, und sie trägt auch noch den Namen des sowjetischen Diktators. Noch vor dem Winter müsse Stalingrad fallen, fordert Hitler.

Wieder ist Paulus anderer Meinung, traut sich aber nicht, entschieden zu widersprechen. Das wichtigste strategische Ziel, den Versorgungsweg über die Wolga abzuschneiden, haben die Deutschen bereits am 6. September erreicht. Nun stehen sie in einem mörderischen Häuserkampf den Sowjets gegenüber. Paulus' Truppen werden nur unzureichend mit Nachschub versorgt, nur die Hälfte der Soldaten hat überhaupt Winterkleidung. Viele sind krank, auch der General selbst plagt sich mit einer Amöbenruhr.

Mitte November gelingt es der Roten Armee, die deutschen Linien im Norden und Süden zu durchbrechen, die 6. Armee von Paulus ist damit eingekesselt. Seine Männer können nun nur noch aus der Luft versorgt werden. 260.000 Soldaten sitzen in der Falle.

Paulus bittet Hitler um die Erlaubnis, Stalingrad aufgeben und mit seinen Männern aus dem Kessel ausbrechen zu dürfen. Der lehnt dieses Ansinnen kategorisch ab und erklärt den Kampf um Stalingrad zur kriegsentscheidenden Schlacht. Die Generäle im Kessel flehen Paulus an, den Befehl zu ignorieren. "Schmeiß deine Funkgeräte weg, du musst jetzt allein hier handeln", bittet ihn der General der Artillerie der 6. Armee, Walther von Seydlitz-Kurzbach. Doch Paulus kann sich nicht zum Ungehorsam durchringen und bleibt untätig. Er hofft auf eine wundersame Besserung der Lage. Anstatt zu handeln, gibt er die Parole aus: "Männer haltet aus, der Führer haut euch raus!" Vermutlich glaubt er zu diesem Zeitpunkt schon selbst nicht mehr daran.

Noch vor Weihnachten 1942 versuchen drei Panzerdivisionen, einen Korridor zur eingeschlossenen Truppe zu schlagen, doch der Versuch scheitert. Auch diese Kräfte sind längst nicht mehr voll einsatzbereit.

Der General erklärt sich zur Privatperson

Damit ist die Niederlage der 6. Armee praktisch besiegelt. Am 8. Januar bietet die Rote Armee Paulus die ehrenvolle Kapitulation an. Er lehnt ab, vermutlich aus Angst vor Hitler. Die Russen ziehen den Ring um die belagerte Stadt nun immer enger. Ab dem 25. Januar können die Eingeschlossenen auch nicht mehr aus der Luft versorgt werden. Trotzdem funkt er vier Tage später anlässlich des zehnten Jahrestages von Hitlers Machtübernahme nach Berlin: "Noch weht die Hakenkreuzfahne über Stalingrad. Unser Kampf möge den lebenden und kommenden Generationen ein Beispiel dafür sein, auch in der hoffnungslosesten Lage nie zu kapitulieren, dann wird Deutschland siegen. Heil mein Führer! Paulus, Generaloberst.“

Hitler ernennt Paulus am selben Tag per Funkspruch zum Generalfeldmarschall. Diese Beförderung ist nichts anderes als der Aufruf zum Selbstmord. Seit den napoleonischen Kriegen hatte sich kein preußisch-deutscher Feldmarschall mehr in Gefangenschaft begeben. Nach Aussagen von Zeugen reagiert Paulus teilnahmslos auf seine Beförderung. Er kann sich weder zur Kapitulation noch zum von Hitler befohlenen "Heldentod" durchringen.

Als die ersten russischen Soldaten am 31. Januar den Keller des Univermag-Kaufhauses betreten, liegt Paulus apathisch im Bett. Der Generalfeldmarschall will auf einmal mit dem Krieg nichts mehr zu tun haben. Er erklärt sich zur Privatperson und sagt, er könne als Gefangener der Sowjets den noch immer eingeschlossenen deutschen Soldaten keinen Befehl zur Kapitulation erteilen.

Auch in der Kriegsgefangenschaft bleibt Paulus zunächst uneinsichtig, hofft anfangs sogar noch darauf, im Tausch gegen russische Gefangene freizukommen. Erst mit der absehbaren Niederlage des Dritten Reichs ändert er seine Haltung.

Instrument der Sowjets

Am 8. August 1944 richtet er unerwartet über Radio Moskau einen Appell ans deutsche Volk, in dem er mit Hitlers Krieg abrechnet. "Es handelt sich um einen von Hitler mitten im Frieden vom Zaune gebrochenen Raub- und Eroberungskrieg, wie die Welt noch keinen sah." Über seine Rolle in dem Feldzug, den er als Stratege mitplante, verliert Paulus kein Wort. An das Schicksal seiner Familie denkt er offenbar auch nicht: Die Nazis nehmen seine Frau und die drei erwachsenen Kinder in Sippenhaft, Constance wird zeitweise im KZ Dachau inhaftiert.

Als nach Kriegsende der Nürnberger Prozess naht, fürchtet der Generalfeldmarschall, auf der Anklagebank Platz nehmen zu müssen. Diesem Schicksal entkommt er, indem er sein Wissen über die Vorbereitung und Durchführung des Russlandfeldzugs preisgibt. In Nürnberg sagt er als Zeuge der Anklage für die Sowjets aus und belastet Wilhelm Keitel und Alfred Jodl vom ehemaligen Oberkommando der Wehrmacht schwer.

Der General selbst lebt derweil in der Nähe von Moskau ein vergleichsweise luxuriöses Gefangenenleben: Er hat eine Datscha mit eigenem Koch, von Zeit zu Zeit darf er sich in Moskau Theatervorführungen anschauen.

Während in den russischen Gefangenlagern Tausende seiner ehemaligen Soldaten sterben, ist Paulus nur an seinem persönlichen Schicksal interessiert. Er biedert sich weiter an und bittet 1948 darum, sich in der sowjetischen Besatzungszone niederlassen zu dürfen. Dort wolle er an einem neuen, besseren Deutschland mitwirken. Tatsächlich hofft er darauf, seine Frau noch einmal lebend wiederzusehen. Dieser Wunsch bleibt ihm verwehrt. Sie stirbt 1949 an den Folgen ihrer Gefangenschaft, Paulus darf erst nach Stalins Tod vier Jahre später in die DDR übersiedeln.

Auch dort lebt er sehr privilegiert: Er bekommt eine Villa in Dresden, darf West-Zeitungen lesen und sogar Opel fahren. Seine beiden Kinder, die im Westen leben, können ihn jederzeit besuchen. Der Preis dafür ist eine lückenlose Überwachung durch die Staatssicherheit. "Der Bewohner des Objekts war General der faschistischen Wehrmacht. Eine Kontrolle ist daher erforderlich", begründet die Stasi die Rund-um-die-Uhr-Observierung.

Auch im Ruhestand lässt sich Paulus noch instrumentalisieren, nun eben von der DDR-Führung: Er wird Galionsfigur der von der SED initiierten Treffen ehemaliger Wehrmachtoffiziere aus West- und Ostdeutschland 1955. Dabei setzt er sich gegen die Wiederbewaffnung und die Westintegration der Bundesrepublik ein. Die gleichzeitige Aufrüstung der DDR und die enge Anbindung des Ostens an die Sowjetunion ignoriert er.

Die Rückkehr ins Scheinwerferlicht ist nur von kurzer Dauer: Ende 1955 erkrankt er an einem unheilbaren Nervenleiden, das seine Muskeln schrittweise lähmt. Auf den Tag genau 14 Jahre nach dem Ende seiner 6. Armee stirbt Paulus am 1. Februar 1957 in Dresden.

Von den etwa 260.000 Männern, die Paulus nach Stalingrad führte, kamen knapp 150.000 in der Schlacht um, weitere 108.000 gerieten in Gefangenschaft. Von ihnen kehrten bis 1956 nur 5000 lebend in ihre Heimat zurück.

Artikel bewerten
2.6 (55 Bewertungen)
Mehr zum Thema
Diesen Artikel...
Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks teilen

  • Xing
  • LinkedIn
  • Tumblr
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Digg
  • reddit


Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 80 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1.
Ralf Hübner 28.01.2013
Als Schulreportage ganz ok, wenns ein Sachartikel sein sollte fehlt die objektivität. Das man gegenüber dem 3. Reich, der Armee und seinen Befehlshabern eine große Antiphatie hegt ist persönlich verständlich. Aber bei Berichten, die groß veröffentlicht werden sollte man diese zumindest zurückdrängen. Wie Pesonen das Hauptauartier der seit Monaten unterversorgten 6. Armee vorfanden kann nur auf Berichten von dieser Seite basieren. Und da sind sicherlich keine anerkennenden Berichte zu erwarten. Natürlich musste es bei den Deutschen dreckig, miefig, ängstlich, tierisch sein. Logisch, das waren die Gegner in einem Vernichtungskrieg. Die volle Wahrheit wird es garantiert nicht sein. Und Paulus Jahrzehnte später als Feigling darzustellen ist alles andere als schwer. Wenn er seiner schwer von Anfang an schwer mitgenommenen Armee den Ausbruch befohlen hätte und nur 20.000 wären lebend durchgekommen? Wer wäre eine Bestie in Menschengestalt gewesen. Als einzigste Feigheit kann man die Weigerung des Selbstmordes bezeichnen, aber wer kann diesen schon einfordern? Hitler und Konsorten sind für diese dunkelste Menschheitsgeschichte verantwortlich zu machen!
2.
Jens Habermann 28.01.2013
"Als eine seiner ersten Amtshandlungen setzt Paulus nach der Erinnerung vieler Soldaten der sechsten Armee Hitlers Kommissarbefehl aus, der die Erschießung aller Politkommissare der Roten Armee anordnet, die von der Wehrmacht gefangengenommen werden. Ebenso ignoriert er den Härtebefehl seines Vorgängers Walter von Reichenau, der seinen Soldaten "die völlige Zerschlagung der Machtmittel und die Ausrottung des asiatischen Einflusses im europäischen Kulturkreis" aufgetragen hatte." Auf der einen Seite verweigert er Befehlen glatt den Gehorsam, auf der anderen Seite traut er sich nicht, eigene Vorschläge und Verbesserungen anzubringen? Merkwürdig ...
3.
thorsten krach 28.01.2013
"Hitlers feiger Feldherr", ein Titel der das Kind beim Namen nennt. Feigheit vor der Obrigkeit - nicht vor dem Feinde! - war und ist ein Hauptmerkmal der Deutschen.
4.
Jon Wayne 28.01.2013
Ich denke der Autor sollte beim Thema Islamgedöns bleiben.
5.
Patrick Knüttel 28.01.2013
>"Als Schulreportage ganz ok, wenns ein Sachartikel sein sollte fehlt die objektivität. Das man gegenüber dem 3. Reich, der Armee und seinen Befehlshabern eine große Antiphatie hegt ist persönlich verständlich. Aber bei Berichten, die groß veröffentlicht werden sollte man diese zumindest zurückdrängen. Wie Pesonen das Hauptauartier der seit Monaten unterversorgten 6. Armee vorfanden kann nur auf Berichten von dieser Seite basieren. Und da sind sicherlich keine anerkennenden Berichte zu erwarten. Natürlich musste es bei den Deutschen dreckig, miefig, ängstlich, tierisch sein. Logisch, das waren die Gegner in einem Vernichtungskrieg. Die volle Wahrheit wird es garantiert nicht sein. Und Paulus Jahrzehnte später als Feigling darzustellen ist alles andere als schwer. Wenn er seiner schwer von Anfang an schwer mitgenommenen Armee den Ausbruch befohlen hätte und nur 20.000 wären lebend durchgekommen? Wer wäre eine Bestie in Menschengestalt gewesen. Als einzigste Feigheit kann man die Weigerung des Selbstmordes bezeichnen, aber wer kann diesen schon einfordern? Hitler und Konsorten sind für diese dunkelste Menschheitsgeschichte verantwortlich zu machen!" Sehr richtig! Diesem Kommentar kann ich nur zustimmen!
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH

SPIEGEL ONLINE Schließen