In sieben Schritten Wie Abraham Lincoln den Weihnachtsmann erfand


Per Wikipedia durch die Weltgeschichte: Jeden Monat wühlt sich Danny Kringiel durch die uferlose Online-Enzyklopädie - und entdeckt auf einer absurden Zeitreise, dass absolut alles mit absolut allem zu tun hat.

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1. Teil: Der Urgroßvater von Santa Claus?

PD General Libraries/University of Texas, Austin

Wuschelbart, väterlich-weiser Blick - die Ähnlichkeiten sind nicht zu übersehen... doch bevor Abraham Lincoln den Weihnachtsmann erfand, traf er eine der wichtigsten Entscheidungen in der Geschichte der USA: Er verbot die Sklaverei. Bereits im Wahlkampf für die US-Präsidentschaftswahlen 1860 machte sich Lincoln gegen die Haltung von Sklaven stark.

Bekanntlich gewann er die Wahl - und forderte als 16. Präsident der Vereinigten Staaten auch von den widerstrebenden Südstaaten, ihre Sklaven freizulassen. Diese waren allerdings nicht ohne weiteres bereit, der Aufforderung nachzukommen - sondern erst...

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insgesamt 6 Beiträge
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1.
Thomas Hauser 20.12.2012
Übernimm niemals ohne Nachdenken die Amimeinung. Lincoln sagte selbst: "Mein oberstes Ziel in diesem Krieg ist es, die Union zu retten; es ist nicht, die Sklaverei zu retten oder zu zerstören", schrieb Lincoln im August 1862, kurz vor der Schlacht am Antietam: "Könnte ich die Union retten, ohne auch nur einen Sklaven zu befreien, so würde ich es tun; könnte ich sie retten, indem ich alle Sklaven befreite, so würde ich es tun; und könnte ich die Union retten, indem ich einige Sklaven befreite und andere nicht, so würde ich auch das tun. Alles, was ich in Bezug auf die Sklaverei und die Schwarzen tue, geschieht, weil ich glaube, dass es hilft, die Union zu retten." Und was den Weihnachtsmann angeht, sind die Versuche der Amerikaner, sich den ans Revers zu heften, völlig lächerlich. Den gab es schon seit vielen Hunderten von Jahren in Dutzenden Ländern und wurde auf Hunderte verschiedene Weisen dargestellt. Wenn ich heute ein neues Smartphone in einer ungewöhnlichen Farbe rausbringe, kann ich nachher auch nicht behaupten, ich hätte das Ding erfunden, selbst wenn in 50 Jahren alle Smartphones diese Farbe hätten. (und im übrigen: es zeigt die eigene fehlende Bildung, wenn man die US-wir-ham-alles-erfunden-Geschichten glaubt. Wirklich überraschend viele Sachen haben die nämlich nicht erfunden, aber sie haben verdammt geschickte Autoren, die einen glauben lassen, die moderne Welt wäre in Amerika entstanden. Da hilft nur: mehr nicht-amerikanische Sachen lesen!)
2.
Alexander J. Schabries 20.12.2012
Grossartig! Endlich mal jemand dessen Hirn nicht aus dem Supermarkt stammt. Sapere aude!
3.
Andreas Meier 20.12.2012
Der Artikel sagt, er hat die Sklaverei abgeschafft. Das ist ein Fakt. Und daß er gegen Sklaverei war ist für sein ganzes politisches Leben nachlesbar. Nichts anderes behauptet der Artikel. Daß er das zum Thema des Krieges machte, oder es auch nur einer der Gründe dafür gewesen wäre, wird ja gar nicht behauptet. Übrigens: Wenns um die "wir haben alles erfunden"-Hybris geht, schlägt niemand die Engländer.
4.
mathias tiede 21.12.2012
>Übrigens: Wenns um die "wir haben alles erfunden"-Hybris geht, schlägt niemand die Engländer. Oder die Deuschen.
5.
Andreas Meier 21.12.2012
Typisch deutsch ist eher diese Art von Selbstkasteiung. Wenn man mal den "wir sind so furchtbar" Komplex abschaltet und sich ein echtes Bild macht, stellt man fest, daß es in GB sehr viel üblicher ist, bis zur Arroganz selbstbewußt zu sein, als bei uns. Ich empfehle Jeremy Clarksons "the greatest inventions (oder so ähnlich). Zum Glück wurde er gestoppt, bevor er auch noch das Papier und die Sphynx als rein englische Erfindungen verkaufen konnte. Exhibit b: Interviews mit englischen Sportlern, besonders Fußballern. Seit 45 Jahren nichts erreicht, aber in Interviews vor und während (nicht nach) Turnieren mit einer absurden Hybris untgerwegs. Das mag keine böse Absicht sein, sondern ein mentale oder kulturelle Sache, aber typisch deutsch ist schon eher ein zu starker Hang zum Ballflachhalten und vorsichitg runterspielen. Man stelle sich den Aufschrei vor, würden wir uns "Great" Germany nennen. Daß wir unsere Vergangenheit massiver aufarbeiten, als Engländer oder Amerikaner ihre, ist schwer zu übersehen. Mir sind jedenfalls im britischen TV mehr Dokus zu WK2 aufgefallen, als zu den Verbrechen der Kolonialzeit. Die sind z.b. heute noch stolz, die Zulu abgeschlachtet zu haben und die erfolgreichsten beim gewalttätigen Ausrauben Afrikas gewesen zu sein.. LAnger Rede kurzer Sinn: Ich weigere mich, bei diesem "wir sind so furchtbar, alle anderen saind besser"-Spiel mitzumachen. Das geht an Sie, das geht (zum Thema Fußball) an Herrn Buschmann und an viele andere. PS: Keine Lust, jetzt noch Tippfehler zu suchen :)
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