Zweiter Weltkrieg Kopfschuss in der Dämmerung

Zweiter Weltkrieg: Kopfschuss in der Dämmerung Fotos
picture-alliance/Helga Lade Fo

Ein Nazi-General kommt in alliierter Gefangenschaft um - und Hitler fordert Rache. Also macht sich die NS-Bürokratie daran, den "Führerbefehl" umzusetzen. Am Ende liegt ein französischer General erschossen im Schnee am Straßenrand bei Dresden. Anatomie eines angekündigten Kriegsverbrechens. Von

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Es war eines der fürchterlichsten Verbrechen im Zweiten Weltkrieg. Die Kirche des Dorfes brannte lichterloh, fürchterlich gellten die Schreie der darin eingeschlossen Frauen und Kinder. Wer aus dem brennenden Gotteshaus zu fliehen versuchte, wurde von SS-Männern erschossen. Schüsse waren auch aus einigen nahegelegenen Scheunen zu hören, in denen deutsche Soldaten am 10. Juni 1944 die Männer des Dorfes zusammengetrieben hatten.

Eine Kompanie der Waffen-SS-Division "Das Reich" war an diesem Nachmittag in den Ort Oradour-sur-Glane nahe der französischen Stadt Limoges eingefallen. Ihre Suche nach angeblichen Waffenlagern der Widerstandsbewegung artete rasch zu einem Massaker an den Dorfbewohnern aus. Am Ende waren 642 Menschen tot, der Name Oradour wurde zum Fanal und zum Symbol für die Menschenverachtung der von Hitler auf Europa losgelassenen deutschen Soldateska.

Und das Massaker hatte ein Nachspiel, das bis heute nur wenigen bekannt ist.

"So was können wir auch!"

Am 8. November 1944, fast auf den Tag fünf Monate nach dem Massenmord von Oradour, vermeldeten britische Rundfunksender den Tod eines prominenten deutschen Kriegsgefangenen. "Der deutsche General von Brodowski, der bei der Befreiung Frankreichs gefangen genommen worden war, ist bei einem Fluchtversuch aus der Zitadelle von Besançon erschossen worden", hieß es da. "General von Brodowski wurde für die Massaker von Oradour-sur-Glane verantwortlich betrachtet." Die Meldung wurde von deutschen Stellen abgefangen und bei einer der nächtlichen Lagebesprechungen Adolf Hitler persönlich vorgelegt. Für die deutsche Führung war der Fall sofort klar: Brodowskis Tod konnte nur ein Racheakt für die Auslöschung Oradours sein - rot vor Zorn soll der "Führer" seinerseits Vergeltung gefordert haben.

Sein Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel zögerte nicht lange und griff zum Telefonhörer. Bei einer Dienststelle des Kriegsgefangenenwesens klingelte er einen Major aus dem Schlaf und befahl, einen französischen General namhaft zu machen, an dem seinerseits Vergeltung für die vermeintliche Rache der Alliierten an General von Brodowski geübt werden könne. Der verschlafene Major erinnerte sich später noch an den Satz Keitels "So was können wir auch!". Kurz darauf wurde eine Liste mit Namen französischer Generäle zusammengestellt, die im Offizierslager auf der Feste Königstein bei Dresden interniert waren. Die Wahl fiel auf einen General namens De Boisse. Dass Vergeltung an Kriegsgefangenen völkerrechtlich ausdrücklich verboten war, interessierte niemanden.

Den tatsächlichen Todesumständen Brodowskis gingen die Deutschen nicht nach, weder über das Rote Kreuz, noch über die Schweiz, deren Diplomaten Kontakt zwischen den Kriegsparteien vermittelten. Zwar traf es zu, dass Oradour im Befehlsbereich Brodowskis lag. Sein erhaltenes Kriegstagebuch belegt auch, dass der General im französischen Hinterland mit großer Härte gegen Partisanen vorging und auch die Zivilbevölkerung darunter litt. Doch die Umstände seines Todes liegen bis heute im Dunkeln. Wahrscheinlich ist Brodowski aus tragischem Versehen von einer Wache erschossen worden.

Im Gestrüpp der Nazi-Bürokratie

Für Hitler und seine Militärs dagegen bestand kein Zweifel an einem hinterhältigen Rachemord - und für den wollten sie ihrerseits Rache nehmen. Allerdings exekutierte nicht kurzerhand irgendein SS-Scherge auf "Führerbefehl" das willkürlich gewählte Opfer, die NS-Führung mordete mit deutscher Akkuratesse. In den folgenden Tagen wurden sechs Dienststellen in die Planungen des Mordes eingeschaltet: das OKW, der Chef des Kriegsgefangenenwesens, der Inspekteur des Kriegsgefangenenwesens, der Stabschef des Ersatzheeres, das Reichssicherheitshauptamt (RSHA) der SS und das Auswärtige Amt.

Und es kam, wie es kommen musste - schon nach kurzer Zeit war das Chaos perfekt. Niemand wusste, wer was tun sollte. Hektische Telefonate und Fernschreiben zwischen den verschiedenen Dienststellen waren die Folge. Hitlers "Führerbefehl", mit dem der Diktator ansonsten durch das Ämtergestrüpp seines Staates schnitt, sorgte in diesem Fall für Verwirrung und Verzögerung, denn die tödliche Order kursierte anfangs nur mündlich. Irgendwann meldet sogar Ernst Kaltenbrunner, der Chef des RSHA, der Befehl sei aufgehoben.

Schließlich wurde das Schicksal des gefangenen Generals zwischen drei Institutionen der NS-Bürokratie entschieden: dem RSHA, dem Auswärtigem Amt und dem Chef des Kriegsgefangenwesens (KGW). Heinrich Himmler, der "Reichsführer-SS", war seit Oktober 1944 für weite Teile der Gefangenenlager zuständig und hatte SS-Obergruppenführer Gottlob Berger zum Chef KGW ernannt. Die Planung des Gefangenenmordes übernahm nun Bergers Stabschef und langjähriger Freund, der Wehrmachtsoberst Friedrich Meurer.

Ein schmutziges Geschäft

Schnell kristallisierte sich eine Arbeitsteilung heraus: Die Wehrmacht sollte Logistik und Unterstützung bereitstellen, die SS den Mord ausführen und das Auswärtige Amt die Tat gegenüber dem Ausland verschleiern. Das war natürlich ein kaum aufzulösendes Paradox: Einerseits sollte das kaltblütige Kriegsverbrechen vertuscht werden, andererseits die Alliierten nicht im Unklaren gelassen werden über den Zusammenhang mit dem Tod Brodowskis. Die Quadratur des Kreises sollte das Auswärtige Amt mit einer Pressemeldung für die Auslandsmedien schaffen, die zwischen den Zeilen den Racheakt erkennen lassen sollte - ein groteskes Vorhaben.

Was die Vollstreckung des "Führerbefehls" anging, kamen die NS-Bürokraten überein, das Opfer bei einer fingierten Verlegungsfahrt hinterrücks zu erschießen. Am 18. November besprach sich SS-Oberführer Friedrich Panzinger vom RSHA mit Ribbentrops Verbindungsmann zur SS, Horst Wagner. Was Wagner anschließend notierte, war das detaillierte Drehbuch für ein Kriegsverbrechen: "Auf der Fahrt wird der Wagen des Generals De Boisse eine Panne haben. Bei dieser Gelegenheit soll der General durch gezielten Rückenschuss 'auf der Flucht' erschossen werden. Als Zeitpunkt ist Dämmerung vorgesehen." Das Dokument lag schließlich auf dem Schreibtisch des Reichsaußenministers. Es war als "geheime Reichssache" deklariert, doch bei der Übergabe im Vorzimmer ließ es sich Wagner nicht nehmen, dem Leiter des Ministerbüros bedeutungsvoll zuzuraunen, bei dem Inhalt des Umschlages handle es sich um ein "schmutziges Geschäft".

Doch dann wurden auch andere Tötungsmethoden erwogen und über die Vorzüge von Gift oder Gas diskutiert. Bei einem Glas Cognac eröffnete Panzinger am 4. Dezember Oberst Meurer, dass die Tötung durch Gas doch die "praktischste und humanste" sei. Der Fond des Autos solle durch eine Glasscheibe abgetrennt werden und der Beifahrer während der Fahrt eine Gasflasche aufdrehen. Elf Tage später kam Panzinger ins Auswärtige Amt und unterbreitete auch den Diplomaten Eberhard von Thadden und Rudolf Bobrik, dass das Opfer auf der Fahrt entweder "auf der Flucht 'durch wohlgezielte von hinten gegebene Schüsse' getötet" oder im Fond vergast werde. Das unglaubliche Dokument eines angekündigten Todes wurde dem Staatssekretär und wahrscheinlich auch Ribbentrop vorgelegt.

Grünes Licht von Himmler und Ribbentrop

Zwischenzeitlich war ein kleineres Problem aufgetreten: Der Name des Generals De Boisse war häufiger offen über das Fernsprechnetz erwähnt worden und die Geheimhaltung war nicht mehr gewährleistet. Also wählte Meurer, völlig willkürlich, einen anderen Namen von der Liste: General Maurice Mesny, geboren 1886, der 1940 in deutsche Kriegsgefangenschaft geraten war.

Einen Tag vor Sylvester 1944 unterrichtete Kaltenbrunner seinen Chef Heinrich Himmler von den Mordoptionen. Sogar ein entsprechender Vergasungswagen habe "nach erheblichen Schwierigkeiten jetzt beschafft werden" können. Wahrscheinlich war es auch Himmler, der schließlich verfügte, der Mord sei durch Erschießen durchzuführen. Gas gefährde Fahrer und Beifahrer, außerdem hinterlasse das Vergasen beim Opfer eine verräterische Körperfärbung.

Für die Tat organisierte Kaltenbrunner ein Fahrzeug und zwei SS-Führer, die bereits an der Ostfront an Massenerschießungen teilgenommen hatten. Währenddessen bereitete Meurer die Verlegungsfahrt vor. Sechs französische Generäle sollten von Königstein ins Offizierslager Colditz bei Zwickau gebracht werden, einer davon würde die Fahrt nicht überleben. Die Angelegenheit war derart geheim, dass selbst die Lagerkommandanten von Königstein und Colditz nicht über den wahren Zweck der Fahrt informiert wurden. Die SS-Führer erhielten Wehrmachtsuniformen und -soldbücher; das Fahrzeug Wehrmachtskennzeichen. Niemand sollte Verdacht schöpfen.

"Bonne chance et bon voyage!"

In der Zwischenzeit stellte die Rechtsabteilung des Auswärtigen Amtes ein Schreiben zusammen, welches das völkerrechtliche Prozedere im Todesfall eines Kriegsgefangenen auflistete. Die Diplomaten der Rechtsabteilung des AA wussten dabei genau um die Umstände des geplanten Mordes. Später behaupteten sie, darüber schockiert gewesen zu sein, aber sie unterließen es, auch nur im Ansatz darauf hinzuweisen, dass hier ein schweres Kriegsverbrechen vorbereitet wurde. Im Gegenteil liest sich ihre Aufzeichnung wie ein Leitfaden zum Spurenverwischen: "Dagegen besteht für uns keine Verpflichtung, die Schutzmacht von Fällen gewaltsamen oder unnatürlichen Todes zu unterrichten", heißt es dort etwa. "In jedem Fall wird sich die Schutzmacht mit dem vom AA ihr mitgeteilten amtlichen Ermittlungsergebnis zufriedenstellen müssen; sie hat keinerlei Recht z.B. auf Exhumierung, nachträgliche gerichtsärztliche Untersuchung usw."

Am 17. Januar 1945, fast drei Monate nach dem Tod von Brodowskis, machten sich die Mörder von Berlin aus zur Festung Königstein auf. Angeblich sollen die zwei SS-Leute gestritten haben, wer schießen dürfe. Einen Tag später regelten sie im Kriegsgefangenenlager die Formalitäten, bevor sie am frühen Morgen des 19. Januar zurückkehrten, um die Verlegungsfahrt durchzuführen.

Ein Lastwagen war erschienen, um das Gepäck der sechs Generäle nach Colditz zu bringen. Außerdem waren zwei weitere Kfz vorgefahren, die in Abständen jeweils zwei Generäle fortbringen sollten. Allen Abfahrenden rief der Lagerkommandant noch "Bonne chance et bon voyage!" hinterher. General Mesny wurde kurz vor seiner Abfahrt isoliert, indem man dem zweiten für seinen Wagen eingeteilten General kurzerhand mitteilte, er müsse in Königstein bleiben, um dort weiter die Orgel zu spielen. So fuhr Mesny mit seinen Mördern allein ab. Sie durchquerten Dresden und fuhren auf die Reichsautobahn nach Leipzig. Irgendwo vor Nossen hielt der Wagen am Straßenrand. Die verkleideten SS-Männer zerrten den General vom Rücksitz, dann schossen sie ihm aus kurzer Entfernung eine Kugel in den Hinterkopf. Mesny fiel tot in den Schnee neben der Rollbahn.

Das Wort eines deutschen Offiziers

Die Mörder luden den leblosen Körper in den Wagen und fuhren zurück nach Dresden. Dort lieferten sie Mesnys Leiche in einem Lazarett ab und gaben den angeblichen Fluchtversuch zu Protokoll. Am 27. Januar wurde der General auf dem Dresdner Garnisonsfriedhof mit militärischen Ehren beerdigt. Auf dem Bestattungsschein stand: "Brustdurchschuss". Die Kameraden des Ermordeten glaubten nicht an einen Fluchtversuch und verlangten eine Untersuchung. Doch Keitel ließ nur lapidar mitteilen, an der Meldung des deutschen Offiziers bestünden keine Zweifel.

Wenige Monate später war der Krieg zu Ende. Die Alliierten suchten nach den beiden Mördern, aber sie sind bis heute unbekannt. Zwei Drahtzieher der Tat - Ribbentrop und Kaltenbrunner - wurden in Nürnberg hingerichtet; ausdrücklich auch wegen ihrer Beteiligung am Mesny-Mord. Himmler richtete sich bei Kriegsende selbst. Dies tat 1959 auch Panzinger, als Polizeibeamte ihn in seiner Münchner Wohnung verhaften wollten. Die Staatsanwaltschaft hatte Anklage gegen ihn erhoben. Eine Anklage gegen Wagner und Meurer wurde später fallengelassen, da bereits ein Verfahren in Abwesenheit gegen beide in Frankreich aus Mangel an Beweisen eingestellt worden war. Eine Neuaufnahme in Deutschland war rechtlich nicht möglich. Zwei weitere Angeklagte konnten sich in die Verhandlungsunfähigkeit retten.

Die geplante Pressenotiz des Auswärtigen Amtes über Mesnys Tod ist nie erschienen.

Dr. Sebastian Weitkamp ist Autor des Buches "Braune Diplomaten", erschienen im Dietz Verlag, Bonn 2008.


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insgesamt 9 Beiträge
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1.
Frieder Hoppadietz 16.11.2008
Bitte besser recharieren: Eine Autobahn von Dresden nach Leipzig gab es damals noch nicht Dr. Hoppadietz
2.
Oliver Lind 16.11.2008
Die Geschichte begann ein wenig früher: ein Trupp der SS-Division war kurz zuvor von Partisanen aus dieser Region überfallen und ermordet worden. Es wäre schön wenn solche "unwichtigen Details" nicht immer dann vergessen werden würden, wenn deutsche Autoren solche Artikel verfassen - ausländische Autoren scheinen keine Probleme damit zu haben. Damit möchte ich diese Greueltat keinesfalls rechtfertigen. Zur Ergänzung der Motivation der fraglichen Soldaten erscheint es mir aber nicht unwichtig. Das in deutschen Quellen permanent gezeichnete Bild der "deutschen Soldateska", die aus einer Mischung aus Langeweile, Fanatismus und angeborener Blutgier Massaker anrichtet, muß jedem sauer aufstoßen, der sein Wissen aus deutschen UND internationalen Quellen bezieht. Selektive Wahrnehmung geboren aus zwanghafter "political correctness" ist einer neutralen Darstellung in der Regel abträglich.
3.
Til Sichel 16.11.2008
Mich würde auch sehr interessieren, wie General v. Brodowski in der britischen Gefangenschaft "umkam". Eines natürlichen Todes scheint er ja nicht gestorben zu sein. Könnte der Autor hierzu noch eine Ausführung folgen lassen? M.f.G.
4.
Friedrich Engelke 16.11.2008
>Bitte besser recharieren: >Eine Autobahn von Dresden nach Leipzig gab es damals noch nicht >Dr. Hoppadietz So ist das nicht zutreffend. Nach der mir vorliegenden 18. Auflage des Conti-Atlas, der während des Krieges erschienen sein muß (keine Hinweise im Impressum) gab es zwar keine direkte Autobahn von Dresden nach Leipzig, aber bereits eine Autobahn Dresden/Chemnitz, die an Nossen vorbeiführte und eine Projektierung Nossen/Leipzig (übrigens das Nossen, wo sich heute das BAB-Dreieck befindet). Im Artikel wird ja behauptet, daß der franz. General bei Nossen ermordet wurde.
5.
Florian Geier 17.11.2008
Zunächst einmal sei daran erinnert, daß zu der "auf Europa losgelassenen deutschen Soldateska" auch Männer wie Rudolf Augstein und die Offiziere Helmut Schmidt und Franz-Josef Strauß gehörten, was allein schon Grund genug wäre für eine etwas nüchternere Bezeichnung der Millionen Zwangskriegsdienstleistenden. Zum zweiten wird verschwiegen, daß ein erheblicher Teil der "deutschen Soldaten" in Oradour Elsässer und Lothringer waren, die erst 1940 unter deutsche Herrschaft kamen, was für den Ausgang der Prozesse nach 1945 nicht ohne Einfluß blieb.
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