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Zweiter Weltkrieg Lebenssaft der Wehrmacht

Zweiter Weltkrieg: Lebenssaft der Wehrmacht Fotos
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Kein Öl, kein Krieg: Der Spritnachschub war die Achillesferse der Deutschen während des Zweiten Weltkriegs. Obwohl die Alliierten um die Treibstoffknappheit der Nazis wussten, bombardierten sie die entscheidenden Fabriken erst erstaunlich spät. Warum? Darüber rätseln Historiker bis heute. Von

Der deutsche Diktator saß am Tisch seines Gastgebers und redete und redete. Über die russischen Panzer. Über den Feldzug gegen Frankreich. Über die Schwäche der Italiener. Adolf Hitler war im Juni 1942 eigens nach Finnland geflogen, um Carl Gustav Emil Mannerheim zum 75. Geburtstag seine Aufwartung zu machen. Der finnische Oberbefehlshaber, der an der Seite des Deutschen Reiches gegen die Sowjetunion kämpfte, kam kaum zu Wort.

Nächstes Thema in Hitlers Monolog: die Versorgung der Wehrmacht mit Öl und Treibstoff. "Wir haben eine große deutsche Produktion; aber was allein die Luftwaffe verschlingt, was unsere Panzerdivisionen verschlingen, das ist denn doch etwas ganz Ungeheures. Es ist ein Verbrauch, der über alle Vorstellungen hinweggeht." Sein Land hänge von Importen ab, sagte der NS-Führer: "Ohne mindestens vier bis fünf Millionen Tonnen rumänischen Petroleums würden wir den Krieg nicht führen können und hätten ihn lassen müssen."

So war es wirklich. Hitlers gewaltige Streitmacht wäre ohne stetigen Zustrom von Kraftstoff und Schmieröl in kurzer Zeit zusammengebrochen. Von den 11,3 Millionen Tonnen Mineralöl, die dem Deutschen Reich 1943 zur Verfügung standen, stammte nach Angaben des Historikers Rainer Karlsch rund ein Viertel aus Importen, das meiste davon aus Rumänien. Gut die Hälfte kam aus der Verflüssigung von Kohle in Hydrier- und Synthesewerken, immerhin 17 Prozent sprudelten aus deutschen und österreichischen Quellen.


Dieser Artikel stammt aus dem SPIEGEL GESCHICHTE "Der Krieg - 1939-1945: Als die Welt in Flammen stand". Darin finden Sie viele weitere Geschichten vom Angriffskrieg bis zum Untergang, von der Begeisterung der Deutschen bis zum Massenmord. Das Heft erhalten Sie bei Amazon.


Zurück ins Jahr 1933. Kaum waren die Nazis an die Macht gekommen, setzten sie alles daran, die Nation kampfbereit zu machen. Ein entscheidender Faktor waren Rohstoffe für den Aufbau einer Kriegsmaschinerie. Es mangelte an Eisenerz für Panzer, Schiffe und Flugzeuge, an Wolle und Baumwolle für Uniformen, an Kautschuk für Reifen und Dichtungsringe. Und ganz besonders fehlte das Öl, das alles in Bewegung setzt.

Am 10. Januar 1934 rief das Reichswirtschaftsministerium Vertreter der deutschen Erdölindustrie in Berlin zusammen. Es ging darum, zu finden und zu fördern, was der deutsche Boden hergab, zum Beispiel am Rand von Salzstöcken oder in Schieferlagen.

Das Reichsbohrprogramm erwies sich als durchaus lohnend. Von 214.000 Tonnen im Jahr 1932 stieg die Förderleistung auf das Spitzenvolumen von 1,06 Millionen Tonnen 1940. Das meiste davon wurde zu Schmieröl verarbeitet.

Gleichzeitig mit dem Bohrprogramm begann die strategische Vorratshaltung. Noch fühlte sich das NS-Regime nicht stark genug, offen gegen den Versailler Vertrag zu verstoßen, der die deutsche Rüstung stark einschränkte. Unter Beteiligung der I.G. Farben wurde im August 1934 eine Tarnfirma mit dem harmlosen Namen "Wirtschaftliche Forschungsgesellschaft mbH" (Wifo) gegründet. Ihr geheimer Auftrag war der Bau von Großtanklagern für Heer und Luftwaffe.

Rund eine Million Tonnen Treibstoff sollte die Wifo an rund zehn Standorten vorrätig halten. Vor allem galt es, Flugbenzin zu bunkern, das im Kriegsfall kaum noch importiert werden könnte. Erhebliche Mengen erwarben die Deutschen bis 1938 vom US-Konzern Standard Oil ("Esso"); im Gegenzug erhielten die Amerikaner Raffinerieausrüstung für die Ölfelder in Bahrein.

Weil die Deutschen keine eigenen Anlagen zur Herstellung von Flugbenzin hatten, schloss die I.G. Farben mit Standard Oil - gegen den Willen der US-Regierung - einen Lizenzvertrag, um Tetraethylblei erzeugen zu können. Die giftige Chemikalie erhöht die Klopffestigkeit des Treibstoffs und ermöglicht dadurch eine höhere Motorleistung.

Ausländische Konzerne hielten auch im "Dritten Reich" erhebliche Anteile am Mineralölgeschäft. Führend waren neben Standard Oil die britische AIOC (Anglo-Iranian Oil Company, Vorgängerin der BP) und die niederländisch-britische Royal Dutch Shell. Ihre deutschen Konzerntöchter verfügten Mitte der dreißiger Jahre über mehr als zwei Drittel der Raffineriekapazität, sie beherrschten 72 Prozent des Marktes für Dieselkraftstoffe, 55 Prozent des Benzinmarkts und 50 Prozent des Schmierölmarkts. Wegen strenger Devisenbestimmungen konnten die deutschen Firmen ihre Gewinne aber kaum an die ausländischen Muttergesellschaften überweisen.

Dass Hitler auf einen Krieg zusteuerte, war unter den Industriebossen im Reich bald kein Geheimnis mehr. Eine wirtschaftspolitische Denkschrift vom August 1936 fasste der Diktator in zwei Forderungen zusammen: "I. Die deutsche Armee muss in vier Jahren einsatzfähig sein. II. Die deutsche Wirtschaft muss in vier Jahren kriegsfähig sein."

Von der Privatwirtschaft verlangte Hitler in dem vertraulichen Papier, sich ganz in den Dienst seiner Politik zu stellen. Das Reich müsse, wenn irgend möglich, autark werden. "In diesem Sinne ist die deutsche Brennstofferzeugung nunmehr im schnellsten Tempo vorwärts zu treiben und binnen 18 Monaten zum Abschluss zu bringen. Diese Aufgabe ist mit derselben Entschlossenheit wie die Führung eines Krieges anzufassen und durchzuführen; denn von ihrer Lösung hängt die kommende Kriegsführung ab und nicht von einer Bevorratung des Benzins."

Auf Grundlage dieser Denkschrift verkündete das NS-Regime einen Vierjahresplan, mit dessen Umsetzung Hermann Göring beauftragt wurde, einige Jahre lang de facto der zweite Mann nach Hitler. In einer sorgfältig inszenierten Rede im Berliner Sportpalast erklärte Göring im Oktober 1936 den "lieben deutschen Volksgenossen und Volksgenossinnen", was es mit dem neuen Vierjahresplan auf sich habe. Ziel sei, so Göring pathetisch, "die Sicherung der deutschen Ehre und die Sicherung des deutschen Lebens". Um das zu erreichen, sei "die Zusammenfassung aller Kräfte" unter nationalsozialistischer Führung nötig. "Ehrlich und friedlich" wolle Deutschland nach Autarkie streben. Von Krieg war nicht die Rede.

Das Volk sollte die Wahrheit nicht hören, die Wirtschaftselite aber schon. Einige Wochen nach seiner Sportpalast-Rede erläuterte Göring vor hundert Industriellen im Berliner Preußenhaus, worum es beim Vierjahresplan wirklich ging: "Wir stehen bereits in der Mobilmachung und im Krieg, es wird nur noch nicht geschossen."

Es wurde allerdings nach Kräften gebaut. In Dortmund, Wanne-Eickel oder Zeitz ragten bald die Schlote neuer Werke zur Umwandlung von Kohle in Treibstoff in den Himmel. Die synthetische Spritproduktion sicherte zwar niemals die Unabhängigkeit von Ölimporten, die Hitler in seiner Denkschrift verlangt hatte. Aber es gelang, die Kapazitäten erheblich zu steigern. Die größten Hydrierkessel standen in Leuna, einem traditionsreichen Chemie-Ort in Sachsen-Anhalt, und in Pölitz unweit der Oder-Mündung, das heute zu Polen gehört. Ihre Jahreskapazität lag bei je 600.000 Tonnen.

Trotzdem war die Versorgungslage zu Beginn des Krieges prekär. Das Reichswirtschaftsministerium fasste am 1. Oktober 1939 die Berechnungen zusammen. Danach reichte der Treibstoff für Flugzeuge und Fahrzeuge der Wehrmacht nur für viereinhalb Monate. Der zivile Verbrauch wurde deshalb deutlich reduziert.

Als Glücksfall für die Ölversorgung Nazi-Deutschlands erwies sich der "Anschluss" Österreichs im Frühjahr 1938. Wenige Jahre zuvor war man im Wiener Becken auf reiche Ölvorkommen gestoßen, die nun energisch ausgebeutet wurden. Die österreichische Förderung stieg bis 1944 kontinuierlich von 57.000 Tonnen auf 1,2 Millionen Tonnen an.

Der größte Glücksfall aber, aus deutscher Sicht, hieß Rumänien. Das südosteuropäische Land verfügte über sehr ergiebige Ölfelder. Im Mai 1940 unterzeichnete die Regierung in Bukarest den sogenannten Öl-Waffen-Pakt mit Berlin: deutsche Waffen gegen rumänisches Öl.

Die Deutschen wussten, wie sehr sie auf den Rohstoff aus der Region um Ploiesti am südlichen Fuß der Karpaten angewiesen waren. Entsprechend groß war der Druck, den sie auf die rumänische Politik ausübten. Als der geschwächte König Carol II. im September 1940 abdankte, stand General Ion Antonescu als starker Mann bereit.

Der radikale Antisemit und Antikommunist erklärte sich selbst zum "Conducator" und war geschmeichelt, dass Hitler ihn - neben Mussolini - scheinbar als Dritten im Bunde der faschistischen Machthaber anerkannte. Antonescus Lieferungen allerdings blieben immer wieder hinter den vereinbarten Mengen zurück, was zähe Verhandlungen zwischen Berlin und Bukarest zur Folge hatte. Der Vormarsch der Sowjets beendete schließlich das Bündnis. Im August 1944 erreichte die Rote Armee die rumänische Hauptstadt, Antonescu wurde gestürzt. Der Ölstrom für die Deutschen versiegte.

Aus Sicht der Militärs war Sprit aber vorher schon Mangelware. Das Wehrwirtschaftsamt berechnete 1941 in einer Denkschrift für Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel, den Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, dass monatlich 400.000 Tonnen Treibstoff fehlten.

Eroberungen sollten Abhilfe schaffen, darin stimmte die NS-Elite überein. Ihre besondere Begierde richtete sich auf die reichen Quellen im Kaukasus. Generalfeldmarschall Keitel sagte: "Klar ist, dass die Operationen des Jahres 1942 uns an das Öl bringen müssen. Wenn dies nicht gelingt, können wir im nächsten Jahr keine Operationen führen."

Am Vorstoß Richtung Kaukasus war im Frühjahr 1942 auch eine eigens gebildete Technische Brigade Mineralöl (TBM) beteiligt, der 6500 Mann angehörten. Die Spezialtruppe schleppte Tiefbohrgeräte, Pumpen und Destillationsanlagen mit sich, die zusammen rund 80.000 Tonnen wogen. Am 9. August wurde Maikop erobert, erst vor Grosny stockte der Vormarsch. Die TBM schaffte es jedoch nicht, die von den Sowjets zerstörten Förderanlagen rasch instand zu setzen. Ein paar Monate später vertrieb die Rote Armee den Feind mit einer Gegenoffensive.

Gemessen an den kaukasischen Hoffnungen blieb die Öl-Ausbeute in den Gebieten, die Hitler längere Zeit besetzt hielt, ziemlich bescheiden. Aber weil der Bedarf so groß war, kurbelten die Deutschen die Förderung überall energisch an. Als relativ bedeutend erwiesen sich die Quellen in Galizien, auf heute ukrainischem Gebiet. 1943 erreichte die Ölgewinnung dort den Spitzenwert von 401.000 Tonnen.

Wie außerordentlich wichtig jede Art von Treibstoff für die Wehrmacht war, das wussten natürlich auch die Gegner. Die Ölversorgung war eine der empfindlichsten Stellen der NS-Kriegsmaschinerie.

Dennoch dauerte es viele Jahre, ehe die Alliierten die Kraftstoffzentren massiv unter Feuer nahmen. Andere Ziele - Bahngleise, Rüstungsfabriken oder ganze Städte - hatten Vorrang. Bis zum 1. Mai 1944 fielen nach Angaben des Historikers Olaf Groehler lediglich 1,1 Prozent aller amerikanischen und britischen Bomben auf Anlagen der Treibstoffindustrie.

Das Oberkommando der Luftwaffe wunderte sich in einem Bericht vom April 1944, "warum der Anglo-Amerikaner diese Anlagen noch nicht zerschlagen hat, wozu er bei seiner in letzter Zeit so hochentwickelten Angriffstechnik ohne weiteres in der Lage wäre. Mit der Zerstörung unserer wenigen großen Raffinerien und Hydrierwerke könnte er einen Erfolg erringen, der tatsächlich die Möglichkeiten einer Fortsetzung des Krieges durchaus in Frage stellen würde". Es könnte, mutmaßten die deutschen Militärs, an der "auf lange Sicht eingestellten Politik der Engländer" liegen. Deren Interesse sei es wohl, "Deutschland nicht außerstande zu setzen, den Krieg gegen Russland weiterzuführen".

Bis heute sind die Spekulationen nicht verstummt, dass die Westmächte schon vor 1945 in der Lage gewesen wären, Hitler in die Knie zu zwingen, aber aus Furcht vor Stalin davon absahen. Als starkes Indiz wertet Rolf-Dieter Müller, Wissenschaftlicher Direktor am Militärgeschichtlichen Forschungsamt in Potsdam, die Konferenz von Casablanca im Januar 1943. US-Präsident Franklin D. Roosevelt und der britische Premier Winston Churchill verabredeten dort zwar die "schwerstmögliche Bomberoffensive" gegen das Deutsche Reich. Aber Müller kommt nach einer genauen Betrachtung der Pläne zu dem Schluss: "Es war durchaus im alliierten Interesse, dass die Wehrmacht in den folgenden zwölf Monaten über genügend Kampfkraft verfügte, um die Rote Armee auf dem Weg nach Westen zu bremsen."

Zwischen den US-Militärs und ihren britischen Kollegen herrschte keineswegs Einigkeit über die Strategie. General Carl A. Spaatz, der die amerikanischen Luftstreitkräfte in Europa kommandierte, drängte immer wieder darauf, gezielt gegen die deutsche Treibstoff-Industrie vorzugehen. Ebenso hartnäckig hielt der englische Bomber-Chef Arthur Harris dagegen. Attacken auf Öl-Anlagen verspottete Harris als illusionäre Jagd auf "Wunderziele". Viel lieber schickte er seine Luftflotte gegen deutsche Städte los.

Zum ersten großen Schlag gegen die deutsche Treibstoff-Industrie kam es am 12. Mai 1944. Kurz vor 14 Uhr tauchten mehr als 800 Bomber der 8. US Air Force über den mitteldeutschen Hydrierwerken auf. Die Piloten warfen eine Bombenlast von rund 1700 Tonnen ab. "An diesem Tage wurde der technische Krieg entschieden", schrieb der damalige Rüstungsminister Albert Speer später in seinen Erinnerungen.

Mit einem riesigen Heer von Arbeitskräften - bis zu 350.000 Menschen - machten sich die Deutschen an die Reparatur. Aber die Alliierten, vor allem die Amerikaner, attackierten nun immer wieder. Legendär wurde die "Schlacht um Leuna". Mehr als 20-mal griffen Bombergeschwader das riesige deutsche Hydrierwerk an.

Im September 1944 lag die Gesamtproduktion der Hydrierwerke bei nur noch acht Prozent der im April erreichten Menge. Die Wehrmacht zehrte längst von Vorräten, die sie nie mehr würde auffüllen können. Panzer liefen fest, weil kein Sprit nachkam, Flugzeuge mussten am Boden bleiben, weil ihre Tanks leer waren.

Noch stemmten sich die Deutschen verzweifelt gegen die Niederlage. Ein Arbeitsstab unter Führung des I.G.-Farben-Managers Carl Krauch arbeitete ein realitätsfernes Programm zum Bau unterirdischer Treibstoffanlagen aus. Sie bekamen Tarnnamen wie Dachs, Molch, Iltis oder Krebs. Unter brutalem Einsatz von Zwangsarbeitern ließen die Nazis noch in den letzten Kriegstagen Tunnel bohren, Schächte graben, Höhlen sprengen. Bis zur Kapitulation.

Zum Weiterlesen:

Rainer Karlsch/Raymond G. Stokes: "Faktor Öl. Die Mineralölwirtschaft in Deutschland 1859 - 1974". C.H. Beck Verlag, München 2003, 460 Seiten.

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1.
Toni Große, 29.06.2010
>Obwohl die Alliierten um die Treibstoffknappheit der Nazis wussten, >bombardierten sie die entscheidenden Fabriken erst erstaunlich spät. >Warum? >Darüber rätseln Historiker bis heute. Hallo Lieber Spiegel, das ist jawohl jetzt ein kleiner Scherz. Ihr seid doch nicht wirklich so naiv diese Frage hier zu stellen. Jeder der im Netz nach "Hitler" und "Finanzierung" sucht wird da fündig.. aber ich helfe Eurer Polemik mal auf die Sprünge.. ich bin gespannt ob Ihr euch traut das zu veröffentlichen! Ich versuche mal hier Licht ins Dunkel zu bringen - wie schon bemekrtt ist die Finanzierung Hitlers und dere Hintermänner der fast schon auf der Hand liegende Grund Warum eine Großmacht wie Amerika allen Grund hatte sich mit der einmischung in den 2.Weltkrieg Zeit zu lassen. Der bekennede Antisemit henry Ford zb war einer der grössten Förderer bzw Finanzies Hitlers. Desweiteren spielten Rockefeller und die Standard Oil Company, John Foster Dulles und die Royal Dutch Shell eine grosse Rolle bei der finanzierung udn Unterstützung Hitlers. ** http://sauber.50webs.com/kapital/index.html ** War is Business will ich meinen und je länger ein Kreig dauert desto mehr verdienen die Teilhaber was auch beim Vietnamkrieg eine wesentliche Rolle gespielt hat. Und da Fragt der Spiegel scheinheilig Warum so Spät Treibstofflager Bombardiert werden!??? Soviel Naivität nehmen euch nicht mal die Allerdümmsten ab! Macht bloss weiter so ;-)
2.
Bernd Brincken, 29.06.2010
Angesichts der in dem Artikel genannten Zusammenhänge, die in russischen Fachkreisen auch bekannt sein dürften, muss man ja fast von Großmut sprechen, dass Alliierte Einheiten auf der Moskauer Parade dieses Jahr mitmarschieren durften: http://de.wikipedia.org/wiki/Tag_des_Sieges#65._Jahrestag
3.
Ralf Bülow, 29.06.2010
War das nicht auch eine Frage der Flugzeug-Reichweite? Die Amerikaner haben doch, sobald es ging, die rumänische Ölstadt Ploesti angegriffen, am 1. August 1943 von Nordafrika aus. Pech für sie, dass das Unternehmen katastrophal scheiterte - wäre eine eigene einestages-Story wert.
4.
Andreas Altenburger, 29.06.2010
"Am Vorstoß Richtung Kaukasus war im Frühjahr 1942 auch eine eigens gebildete Technische Brigade Mineralöl (TBM) beteiligt" Eine solche Brigade hat es nie gegeben. Es handelt sich um das "technische Bataillon Mineralöl", von dem es zwei Stück gab. Siehe: http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/TechnischeTruppen/Gliederung.htm
5.
Nils Holstein, 29.06.2010
Man sollte die Bedeutung der Treibstoffknappheit auch nicht zu hoch hängen. Erste Angriffe auf Hydrierwerke gab es schon im Sommer 1943. Es ist wohl wahr, das die Ölknappheit an sich strategische Wendungen herbeigeführt hatte. Am bedeutensten ist hier natürlich die Flugbenzinverknappung zu nennen, die die Luftwaffe daran gehindert, Piloten ausgiebig zu trainieren, und Abfangjäger häufiger aufsteigen zu lassen, was letztendlich zur absoluten Luftherrschaft der Alliierten gesorgt hat. Auf der anderen Seite hatte diese Luftüberlegenheit mit der Möglichkeit, ungefährdet überall ins Reich hinfliegenzu können, aber auch keineswegs dazu geführt, die deutsche Rüstungsindustrie nachhaltig zu treffen. Bis Dezember 1944 zeigten die terms of trade der deutschen Industrie konstant und unbeirrbar nach OBEN. Die Amerikaner mit ihrer erdöl-, diesellok und autobasierten Industrie hatten völlig andere Vorstellungen, wie der deutsche Wirtschaftskreislauf funktionierte. Die englischen Vorstellungen kamen wegen der eigenen Industrietradition da viel näher, konnten sich aber nicht richtig durchsetzen. Denn Deutschlands Wunderwaffe in diesem Bereich war: Kohle. Alle Betriebe hatten dies als Energierohstoff. Und Öl spielte da kaum eine Rolle. Zudem war alles auf Eisenbahntransport zugeschnitten, und der lief auch nur mit Kohle. Aus alliierter Seite herrschte zeitweise blankes Entsetzten oder gar Panik, daß trotz der ständigen eigene Siege, des Vormarsches und der generellen nicht zu übersehenden Überlegenheit die Wehrmacht trotzdem permanent immer neuestes und überlegen gefährliches Gerät an den feind bringen und wirkungsvoll einsetzen konnte. Zudem konnten die Alliierten auch per Enigma-Entschlüsselung immer die neuesten Steigerungsraten zeitnah aus dem deutschen Funkverkehr ablesen (und immer ratloser werden). Erst als die Alliierten nach ständigen und nachdrücklichen Hinweisen durch einen Wirtschaftsexperten anfingen, im Dezember 1944 den deutschen Binnenverkehr, d.h. vornehmlich die Bahn ins Ziel zu nehmen ("Trapper-Offensive"), zeitgleich auch die Flußschifffahrt, fielen die terms of trade binnen zwei Wochen um 90%. Dies lag dann auch daran, daß die deutsche Industrie traditionell mittelständisch struturiert ist, damit dezentral übers ganze Land verteilt, und folglich auf ein zuverlässiges Logistikmittel angewiesen war. Damals aber hatte der LKW-Verkehr, somit die Ölabhängigkeit im Transportgewerbe, völlig anders als heute, keine überregionale Bedeutung.
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