Zweiter Weltkrieg Welche Zeremonie wird hier durchgeführt?

Zweiter Weltkrieg: Welche Zeremonie wird hier durchgeführt? Fotos

Das Bild zeigt deutsche Soldaten der Luftwaffe während des Zweiten Weltkriegs vor einer Stuka auf einem Feld irgendwo in der Sowjetunion. Wer weiß, welche Zeremonie hier durchgeführt wird? Wo und wann genau fand die Zeremonie statt?

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insgesamt 6 Beiträge
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1.
christian riml, 14.09.2012
Hier scheint es sich um eine humoristische Darbietung zu handeln. Alle Teilnehmer der Zeremonie lachen, es herrscht keine Habtachtstellung, alle geben sich leger. Der Holzsarg rechts unten mit der Aufschrift ..mich auch! ist sicher kein Hinweis auf einen Sargtransport. Die abgebildeten Flugzeuge sind keine Stukas sondern eher Heinkel He 111.
2.
Stefan Glietsch, 17.09.2012
Das Foto zeigt keine Stukas, also Ju 87, sondern Ju 88. Die waren zwar auch sturzkampffähig, doch wenn man von Stukas spricht meint man doch die Ju 87. Zur Zeremonie. Eventuell hat einer der Beteiligten ein Jubiläum wie eine bestimmte Zahl Kampfeinsätze hinter sich. Das könnte sich auf ein einzelnes Besatzungsmitglied oder die ganze Besatzung beziehen. Die Maschine im Hintergrund hat ein gelbes Rumpfband, das weist meiner Erinnerung nach auf den Einsatzraum Ostfront oder Balkanraum hin. Aber da gibt es Leute die sich besser auskennen. Wenn auf dem Originalfoto eventuell die Kennung zu erkennen wäre (am Rumpf in der Nähe des Balkenkreuzes ließe sich bestimmt mehr herausfinden. Ein Tip. Dieses Foto den Redaktionen von Fachzeitschriften für Luftfahrtgeschichte vorlegen, ich emfehle da die "Jet und Prop" oder "Flugzeug Classic". Besonders bei ersterer werden erstaunliche Leistungen erbracht was die Identifizierung alter Fotos betrifft.
3.
Michael Weber, 27.09.2012
Herr Glietsch hat mit dem Flugzeugtyp recht. Das ist eindeutig eine JU 88, keine He 111 http://www.world-war-2-planes.com/ju_88.html und das gelbe Rumpfband kennzeichnet den Ostfronteinsatz: http://www.modellversium.de/galerie/9-flugzeuge-ww2/8839-junkers-ju-88-a-5-airfix.html Ich kenne Militärseelsorger aus der Zeit nicht aus eigener Erfahrung aber zumindest finde ich im www keine, die einen Strohhut tragen. Der Strohhut des "Priesters" an dem recht bewölkten Tag könnte darauf hindeuten, dass er kein Sonnenschutz statt üblicher Kopfbedeckungen war, sondern Teil einer gelungenen aber eben nicht perfekten Verkleidung. Dass könnte die Jubiläum-These stützen. Bitte lassen Sie es uns wissen, wenn Sie es in anderen Foren herausfinden sollten.
4.
Torsten Hauptfleisch, 28.12.2012
Hallo, beim Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz finden sich noch weitere Fotos aus dieser Serie, einfach "Lauterwasser Zeremonie" in die dortige Suchmaschine eingeben. Diese Bilder zeigen wie der Sarg, gefolgt von einer größeren Anzahl Soldaten, durch eine Stadt getragen wird, um schließlich auf dem Flugplatz verbrannt zu werden. Die Sargaufschriften sind leider bei der Größe der Bilder nicht hinreichend gut lesbar. Meines Erachtens könnte es sich hier um den in zahlreichen Regionen Mitteleuropas üblichen Brauch des Todaustragens handeln, mit dem das Ende des Winters gefeiert wird. Oft wird dabei zum Abschluß auch eine symbolische Darstellung des Winters verbrannt. Mehr zu diesem Thema z.B. hier http://de.wikipedia.org/wiki/Todaustragen Viele Grüße Torsten Hauptfleisch
5.
Michael Weber, 13.01.2013
Ostern 1942 war am 5. April, die Todaustragen-Zeremonie hätte damit Anfang März stattfinden müssen. In Stalingrad (heute Wolgograd, Nähe zum Aufnahmeort) sind es um diese Zeit tagsüber in der Regel zwischen -2 und +2 Grad (vgl. Klimadiagramm). Nachts deutlich unter Null. Damit scheidet das m. E aus. Sowohl das üppig sprießende Gras als auch die Kleidung der Beteiligten sprechen für ein Aufnahmemonat zwischen Juni und August. Selbst wenn man unterstellt, dass die Jungs das Todaustragen erst gefeiert haben, als auch dort gefühlt der Winter vorbei war, halte ich es wegen dem für die Zeremonie des Todaustragens untypischen Sarg und der lesbaren Aufschrift "Mich auch!!" für sehr unwahrscheinlich. Ich tippe nach wie vor auf eine kriegsbezogene Zeremonie. Irgendwas in Richtung "Mast und Schotbruch"... den Tod verulken um ihn weniger zu scheuen.
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