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18-Tonner als Luxusresidenz: Der Schwerreichentransporter
Magellano

Campen war mal was für Hartgesottene, übernachten im Lkw eine Notlösung für Fernfahrer. Ein Ehepaar aus Franken kombiniert beides zum Luxuserlebnis. Besuch in ihrer Villa auf Rädern.

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hegri 17.03.2017, 14:40
1. Vergleich mit Cabriofahren

Campen war früher definitiv Komfortverzicht und kann es durchaus auch heute noch sein. Kann, muss aber nicht, wie das hier gezeigte Beispiel darlegt. Ob, das noch etwas mit dem "generellen Verständnis" von Campen zu tun hat, lasse ich mal lieber offen. Zum Cabrio: Es gibt die Hardcore-Piloten, die auch bei ungeeignetem Wetter ihre Cobra oder ihren Morgan über die Straße treiben. Das Pendant sind Fahrzeuge mit hochgedrehten Scheiben, Windschott, Sitzheizung und Nackengebläse. Der Manierismus hat keine Grenzen.

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artifex-2 17.03.2017, 15:15
2. Die

Frage ist eher wohl doch : Campen oder Klotz am Bein ähh auf der Straße . Und den Neid mal außen vor !

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DieterKühne 17.03.2017, 15:15
3. Beeindruckendes Fahrzeug - spricht mich aber überhaupt nicht an

Wir haben bei rund 45 Jahren Campingerfahrung schon so ziemlich alles denkbare gesehen, darunter auch viele "Glamper" mit Großmobilen. Meistens stehen die auf gut befestigtem Untergrund mit viel Platz, am besten gleich auf dem Parkplatz. Da kommt bei uns wirklich kein Neid auf, sondern eher Mitgefühl, denn wir bevorzugen lauschige, kuschelige Plätze nah an der Natur. Der Glamping-Trend passt zu überdimensionierten Stadtvillen, bei denen der Garten oft kaum oder gar nicht mehr vorhanden ist. Priorität haben scheinbar aller erdenklicher Komfort und viel Prestige. Wir dagegen freuen uns schon auf den Urlaub auf dem Campingplatz "Le Paradis", dort stehen gärtnerische Gestaltung und Naturnähe im Vordergrund. Mit dem Mountain-Bike direkt vom Wohnwagen in die Weinberge, ohne Komfort, sondern hautnah an Sonne, Wind und Meer. Abends müde und mit vielen Bildern und Gerüchen im Kopf, ganz ohne Großfernseher. Wow!

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biensur 17.03.2017, 15:31
4. Jedem Tierchen sein Pläsierchen.

Kann sehr gut nachvollziehen, dass man im Urlaub nicht auch noch im Hotel schlafen möchte. Genauso wenig, wie man Fliegen noch toll findet, wenn sich durch den Alltag wie Busfahren anfühlt. Und wenn es in der Form zu Erholung führt, prima. Ich fände es etwas eingeschränkt hinsichtlich der befahrbaren Straßen, aber ehrlicherweise muss man schon viel kleiner werden, um wirklich uneingeschränkt über schöne Wege in schöne Gegenden fahren zu können. Mit diesen vollintegrierten 8m Vollplastikteilen geht in Irland oder Italien z.B. auch nur wenig auf den schönen kleinen Straßen oder durch Dörfer abseits der Hauptstraße. Flexibel ist man maximal in der Sprintergröße. Dann nimmt man aber nicht seinen halben Hausstand mit - wobei für mich die Auszeit gerade auch darin besteht, mal was anderes zu machen, als nur woanders das gleiche wie daheim zu tun. Ist mir schon unklar, weshalb man im Urlaub einen Fernseher braucht. Ok, Internet ist natürlich ein Muss ;)

Unter den großen Wohnmobilen finde ich persönlich spannend die autarken Containerlösungen von Blissmobil und anderen: Stabil, verschiffbar in das Zielland, dort besorgt man sich ein lokales Fahrgestell und lässt es nach Abschluss der Tour zurück. Damit werden die persönlichen Anreisezeiten auch annehmbarer und man hat nicht den Stress, im in der Hinsicht vermutlichen unterentwickelten Reiseland AdBlue oder dort exotische Ersatzteile auftreiben zu müssen, damit die Reise weitergeht. Lohnt aber auch nur für richtig lange Touren in solchen Ländern, ist also wohl eher was für den Ruhestand.

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jasper366 17.03.2017, 15:47
5.

Zitat von biensur
...und man hat nicht den Stress, im in der Hinsicht vermutlichen unterentwickelten Reiseland AdBlue oder dort exotische Ersatzteile auftreiben zu müssen, damit die Reise weitergeht.
Man benötigt kein Ad Blue damit dieser LKW läuft, sprich man kann sich für Länder ohen Ad Blue Versorgung das ganze aus dem Steuergerät herausprogrammieren lassen damit der Motor ohne Ad Blue Nachschub nicht in den Notlauf fällt.

Wobei diese Art von Wohnmobile eh nie in solchen Gefilden unterwegs sein werden da kein Allrad, zu wenig Bodenfreiheit etc.

Für solche Exkursionen gibt es dann entsprechende Fahrzeuge mit einem Allradfahrgestell.

http://richtigteuer.de/wp-content/uploads/2007/07/desert_challenger.jpg

http://i.auto-bild.de/ir_img/7/3/1/4/1/3/Mercedes-Zetros-Wohnmobil-729x486-ce9db0504920b37a.jpg

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fisschfreund 17.03.2017, 15:56
6.

Blödsinniges Teil. Hat irgendwie nichts mehr mit wohnmobil zu tun, sondern nur mit protzen und angeben. Ich habe einen kleinen Transporter selbst zum Camper umgebaut, damit komme ich überall durch und die Kiste rennt ausserdem 180.

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nickmason 17.03.2017, 16:02
7. Der Vorläufer

Mein erstes verblüffendes Erlebnis mit einem großen und luxuriösen Wohnmobil hatte ich Mitte der 1980er. Da tauchte auf unserem Campingplatz in Frankreich ein umgebauter deutscher Linienbus auf, der von der bequemen Couch über Küche und rudimentäres Bad bis hin zum kleinen Fernseher so ziemlich alles an Bord hatte. Ein echter Hingucker waren natürlich die hydraulischen Doppeltüren vorne und in der Mitte, die sich auf Knopfdruck vom Fahrerplatz aus öffnen ließen.

Was allerdings fehlte, war eine Klimaanlage, aber das war halt damals so. Auch bei der Privatsphäre gab es in dem rundum verglasten Fahrzeug einige Defizite. Und die Zweifarblackierung in beige und kackbraun konnte man nur als grenzwertig bezeichnen. Trotzdem war dieses Wohnmobil der absolute Star - der Besitzer hätte seinen Urlaub glatt mit Eintrittsgeldern für eine Besichtigung finanzieren können, wenn er es denn gewollt hätte.

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trader_07 17.03.2017, 16:17
8.

Zitat von fisschfreund
Blödsinniges Teil. Hat irgendwie nichts mehr mit wohnmobil zu tun, sondern nur mit protzen und angeben. Ich habe einen kleinen Transporter selbst zum Camper umgebaut, damit komme ich überall durch und die Kiste rennt ausserdem 180.
Nicht jeder hat so viel Langeweile in seiner Freizeit, um wochenlang an einem alten Transporter herumzuschrauben. Naja, immerhin können Sie dann auf den kleinen Sträßchen in den Highlands oder auf den Lofoten 180 km/h fahren.... Ich persönlich würde sagen, nicht das "Teil" ist blödsinnig, sondern Ihr Kommentar.

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DerBlicker 17.03.2017, 16:45
9. schon seltsam

Über dem 18 Tonnen LKW mit 400 PS zur privaten Belustigung erregt sich kaum jemand, aber wehe man fährt ein Kompakt SUV...

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