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Abgas-Affäre: Grünes Licht für Diesel-Nachrüstung
REUTERS

Verkehrsminister Scheuer sträubt sich gegen die Hardware-Nachrüstung älterer Diesel-Modelle. Doch das ihm unterstellte Kraftfahrt-Bundesamt will die Technik jetzt nach einfachem Prüfverfahren zulassen.

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ansv 09.06.2018, 08:19
1. Was jetzt nicht da steht:

Werden mit diesem Nachrüstsystem dann auch die Grenzwerte zuverlässig eingehalten? AdBlue gibt es ja schon lange. Bei LKWs kann man das relativ einfach wieder abschalten. Und weil das AdBlue auf die Dauer ganz schön ins Geld geht, wird das ja auch gemacht.

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napoleonwilson 09.06.2018, 08:25
2. Nachrüstung?

Das ist für die betrogenen Diesel Käufer bestimmt ein Trost. Wer bezahlt die Umrüstung ? Die Betrugsfirmen ? Da die Kosten in keinem Verhältnis zum Nutzen stehen, ist das ganze eh nicht sinnvoll. Die hochwertigen, nun wertlosen, deutschen Gebrauchtwägen fahren dann in Rest Europa Balkan ect. weiter. Noch min. 15 Jahre. Der Staat hilft durch die Fahrverbote den Betrugsfirmen beim Absatz Ihrer Neuwägen. Gut das ich meinen Dienswagen alle drei Jahre erneuern kann. Nur die Fahrer von 2014 und 2015 er Modellen mit EURO 5 werden sich bei dieser Regierung hoffentlich herzlich bedanken.

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gingermath 09.06.2018, 08:38
3. Lobbyismus ... ne sicher nicht.

Nachrüszungen sind zu teuer und zu kompliziert! - Dies sagten Automobilhersteller, nach bekannt werden der ersten Betrugssoftware.
Es mag stimmen, dass die Nachrüstung mit hohen Kosten verbunden ist (Euro Norm 5 -> Euro Norm 6, mit Stickoxideinsparungen bis zu 95% für 1000 Euro, da Motor zu vollgestopft)
Aber das unser Verkehrminister die gleiche Meinung, wie die Automobilherrsteller einnimmt, sogar mit ähnlichen Worten, muss ja ein Zufall sein. ;-)

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gingermath 09.06.2018, 08:42
4. Hoffnung für die Zukunft

Wenn schon durch ein Softwareupdate die Möglichkeit besteht Fahrzeuge auf eine höhere Euro-Norm zu bringen, dann sollte diese Möglichkeit auch beim Hardwareupdate bestehen ... solange es ausreichende Einsparungen erbringt, versteht sich für beide ;-)

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Teigkonaut 09.06.2018, 08:47
5. im Dienst der Autoindustrie

Der Herr Scheuermann möchte vermutlich der Autoindustrie zu einer Sonderkonditionen verhelfen und den Absatz mit Neufahrzeugen ankurbeln. Die Interessen der Fahrzeughalter, die ihren Wagen gerne langfristig nutzen wollen sind ihm egal.

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PolitBarometer 09.06.2018, 08:52
6.

Man kann nur mit dem Kopf schütteln.
Jetzt gibt es endlich eine sinnvolle und bezahlbare Lösung für ältere Fahrzeuge, da sträubt sich ein Politiker wie Verkehrsminister Scheuer gegen eine zeitnahe Umsetzung. Was geht in einem solchen Kopf vor?
Ein Fahrzeug, das 8-10 Jahre alt ist, hat eben bei vielen Autobesitzern noch lange nicht ausgedient; udn gerade bei einem Diesel nicht. Warum und mit welchen Mitteln soll(t)en sich denn jetzt, wo Umweltaktivisten radikal und aktionistisch Verbotszonen in den Städten fordern, Menschen mit nicht so üppig gefülltem Portmonnaie eine Nachrüstlösung kaufen?
Denkt etwa Scheuer, es sei ein Klacks für solche Menschen, sich mal eben ein neues Auto, dass, wenn mal nicht gerade wieder von der Autoindustrie betrogen wird, zu kaufen. Oder gar in eine überteuerte e-Mobilitätslösung zu investieren?
Wo bleiben denn die staatlichen Anreize bzw. Fördermittel, die den Namen "Förderung" auch wirklich verdienen?

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guema 09.06.2018, 08:55
7. Endlich...

... kommt Bewegung in die Sache. Ich drücke die Daumen!
Mein Auto ist noch kein Schrott und ein neues kann ich mir nicht leisten. Nachrüsten würde ich.

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werlesenkann 09.06.2018, 09:17
8. Offensichtlich sollte man der CSU das Verkehrsministerium wegnehmen.

Dobrindt hat beim Dieselbetrug schon versagt, Scheuer setzt die "Tradition" jetzt fort. Höchstwahrscheinlich wird wieder nichts passieren, außer Fahrverboten. Aber die treffen ja nicht die Verantwortlichen, sondern den berufstätigen Bürger. Ich habe CDU gewählt, weil ich sie für das kleinste Übel gehalten habe. Wird mir nicht nochmal passieren.

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schwarzeliste 09.06.2018, 09:17
9. Zahlen

Mir fehlen ein paar Zahlen dazu, wieviele neuere Euro-6-Diesel noch keinen SCR-Kat haben. Ich dachte, die hätten schon den SCR-Kat und dass das Problem darin besteht, dass diese Kats nicht richtig programmiert sind. Bei den älteren Euro-4-Dieseln ist es ja so, dass sie damals vor 10 oder mehr Jahren ohne Manipulation oder den Einsatz von Schummelsoftware ordnungsgemäß zugelassen wurden. Kann mir der Autor bitte mal den Satz „der Autoindustrie nicht zuzumuten“ erklären? Denn bei den Euro-4-Dieseln ist es ja logischerweise so, dass die Nachrüstung in die Zuständigkeit der Benutzer fällt. Korrekterweise müsste da also stehen: den Euro-4-Besitzern nicht zuzumuten

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