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Abgase: So weit sind die Autohersteller von ihren Verbrauchszielen entfernt
Ford

In spätestens drei Jahren dürfen Neuwagen in der EU nur noch 95 Gramm CO2 ausstoßen, das entspricht einem Verbrauch von 4,1 Liter Benzin. Einer Studie zufolge drohen einige Hersteller, die Ziele zu verfehlen.

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WhamO 12.07.2018, 16:51
1.

Was ich immer noch nicht verstanden habe... Jeder Autobauer bietet doch verschiedene Motorisierungen an, von denen einige im Normverbrauch immer deutlich über dem Zielwert liegen werden. Was wird die Kunden daran hindern, zu viele von diesen Modellen zu kaufen, als dass der Autobauer über alle verkauften Autos den Durchschnitt erreichen kann? Soll der Autobauer sich ins eigene Flesich schneiden und die Stückzahl dieser Motorisierungen von vorneherein begrenzen? Damit würde er sich ins eigene Fleisch schneiden, und sicher eher die Strafzahlungen in Kauf nehmen...

Also wie soll das ganze funktionieren?

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LuPy2 12.07.2018, 16:53
2. Wie die deutsche

Automobilindustrie die geforderten Messwerte erreichen wird, hat sie in den letzten Jahren gezeigt: Betrug auf dem Prüfstand. Wie wäre es, die Messung im laufenden Straßenverkehr unter Realbedingungen vorzuschreiben? Dabei bitte nicht die ersten 50 von 100 km unter Strom, sondern den Verbrauch für eine Tankfüllung und dann heruntergerechnet auf 100 km bzw. Ausstoß auf einen km angeben müssen. Über Jahrzehnte haben unsere AutokanzlerInnen die "Premiumhersteller" gepudert und beschützt vor der pösen Konkurrenz aus dem pösen Ausland. Das fällt ihnen hoffentlich bald auf die Füße!

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vitalik 12.07.2018, 17:03
3.

Die Aussage zu den Hybriden ist genial. Auf der einen Seite schafft man nur durch die Hybrid-Fahrzeuge die festgelegte Grenze zu erreichen und auf der anderen Seite sind die Hybrid-Fahrzeuge, diejenigen bei denen die Realen und die gemessenen Werte am weitesten auseinander liegen.
Mit anderen Worten erreicht man die EU Werte nur, wenn man noch mehr als heute betrügt. Da ist die Einführung der neuen Grenzwerte ja richtig sinnvoll. Am Ende ist der kleine Italiener mit einem reinen Sauger Motor besser für die Umwelt, als der Super aufgeladenen Hybridmotor der Premiumhersteller.

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helmut.alt 12.07.2018, 17:16
4. Das ganze Konzept geht an der Wirklichkeit vorbei,

denn die Fahrleistung des Einzelnen wird nicht berücksichtigt. Ein Sonntagsfahrer, der im Jahr 6000 km mit einem verbrauchsreichen Auto zurücklegt, produziert längst nicht so viel CO2 wie ein Handelsreisender, der mit einem sparsamen Auto im Jahr 60000 km fährt.

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rockogranata 12.07.2018, 17:21
5. Strafzahlungen werden im Kaufpreis eingerechnet

Zitat von WhamO
Was ich immer noch nicht verstanden habe... Jeder Autobauer bietet doch verschiedene Motorisierungen an, von denen einige im Normverbrauch immer deutlich über dem Zielwert liegen werden. Was wird die Kunden daran hindern, zu viele von diesen Modellen zu kaufen, als dass der Autobauer über alle verkauften Autos den Durchschnitt erreichen kann? Soll der Autobauer sich ins eigene Flesich schneiden und die Stückzahl dieser Motorisierungen von vorneherein begrenzen? Damit würde er sich ins eigene Fleisch schneiden, und sicher eher die Strafzahlungen in Kauf nehmen... Also wie soll das ganze funktionieren?
Die Strafzahlung wird vom Hersteller im Kaufpreis des Modells berücksichtigt. Bei BMW kann man das ganz interessant sehen: Nach Elektroprämie ist ein 5er ausstattungsbereinigt als 530e (Hybrid) etwas günstiger als der 530i (Benziner) und deutlich günstiger als der 530d (Diesel). Trotz der teuren Akku- und Elektrotechnik im Hybrid wird quasi kein Aufpreis fällig. Das hat sicherlich Lenkungsfunktion für viele Käufer. Bei Mercedes-Benz gab es eine ganze Weile besondere Leasing-Konditionen für Hybridkäufer mit teilweise negativen Zinsen. Konventionelle Motorisierungen haben diese Konditionen nicht bekommen.
Dazu kommen die Steuervorteile für Autos mit geringem CO2-Ausstoß, so dass sich der finanzielle Vorteil durch Steuern, geringer Verbrauch, Prämien usw. beim erwähnten BMW über eine Nutzungsdauer von drei Jahren beim Hybrid auf einige tausend Euro summiert.
Zwar sind die Hybride durch die Gestaltung der NEFZ-Verbrauchsmessung noch weiter von der Realität entfernt wie Diesel und Benziner, jedoch ist auch in der Realität auf der Straße der Verbrauchsvorteil deutlich nachvollziehbar, auch ohne Plug-In-Lademöglichkeit. Der Weg ist in meinen Augen richtig und man sollte auch nicht vergessen, dass die Hybridisierung der Autos noch nahezu am Anfang steht. Da wird noch viel kommen, genauso wie sich der Diesel seit Beginn seines Siegeszugs Anfang der 90er bis heute erheblich weiterentwickelt hat.

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AGCH 12.07.2018, 17:41
6.

Nach Aussage von Herrn Mock sind die deutschen Hersteller wohl doch besser für die Zukunft gerüstet, als hier gerne behauptet wird. Kommt es vielleicht doch nicht zum baldigen Untergang?
Bei Verfehlen der Ziele wird einfach die Stafe auf die Preise umgelegt, werden die Autos eben noch teurer.

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fgeiger 12.07.2018, 17:42
7.

Zitat von LuPy2
Automobilindustrie die geforderten Messwerte erreichen wird..... blah, blah, blubb, blubb ......Das fällt ihnen hoffentlich bald auf die Füße!
Bereits der zweite Beitrag wettert explizit gegen die DEUTSCHE Automobilindustrie...…..ich weiss, das klingt verwegen, aber auch die italienische, französische, japanische, amerikanische, koreanische haben dieses Problem, wenn sie Fahrzeuge in der EU absetzen möchten!

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at.engel 12.07.2018, 17:43
8.

"Was am Ende zählt ist, dass alle in der EU zugelassenen Neuwagen durchschnittlich 95 Gramm CO2 ausstoßen...??
Kann durchaus sein, dass ich da etwas nicht ganz verstanden habe: Aber FIAT (und alle anderen Kleinwagenhersteller, sollen sich gefälligst mal anstrengen, umweltfreundlichere Autos zu bauen, damit die anderen weiterhin mit ihrem Mercedes ( und andere Premium-Autos) überdurchschnittlich vermutzen dürfen?!
Wie wäre es denn mal einfach mit einem Malus (für den Hersteller und nicht den Käufer) für alle PKWs über 1500kg und über 150km/h Höchstgeschwindigkeit. Über Gewicht und Höchstgeschwindigkeit kann man natürlich diskutieren. Aber wenn technischer Fortschritt (z.B. Hybrid-Antrieb) nur dazu dient, auch mit einem Zweitonner zum Briefkasten fahren zu dürfen, läuft doch irgendetwas falsch.

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FrischFrosch 12.07.2018, 17:53
9. Funktioniert doch!

Zitat von WhamO
Was ich immer noch nicht verstanden habe... Jeder Autobauer bietet doch verschiedene Motorisierungen an, von denen einige im Normverbrauch immer deutlich über dem Zielwert liegen werden. Was wird die Kunden daran hindern, zu viele von diesen Modellen zu kaufen, als dass der Autobauer über alle verkauften Autos den Durchschnitt erreichen kann? Soll der Autobauer sich ins eigene Flesich schneiden und die Stückzahl dieser Motorisierungen von vorneherein begrenzen? Damit würde er sich ins eigene Fleisch schneiden, und sicher eher die Strafzahlungen in Kauf nehmen... Also wie soll das ganze funktionieren?
Die Hersteller werden die zusätzlichen Kosten an die Kunden weitergegeben und dank des höheren Preisniveaus selbstverständlich auch höhere Gewinne einfahren. Wieder ein klein wenig die von-unten-nach-oben-Spirale angetrieben, keiner merkt es, die Wirtschaft brummt, und Merkel ruft: "Hurra, uns geht es gut!" Uns aber nicht, eben gerade WEIL es funktioniert.

Sorry, ich gebe mir ja wirklich Mühe, aber es fällt mir schwer, im Handeln (nicht im Reden) der EU-Apparatschiks eine andere Motivation zu erkennen...

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