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Abgasmanipulationen: 15.000 Dieselbesitzern droht Stilllegung ihres Autos
DPA

Wer sein Dieselauto mit manipulierter Abgassoftware nicht umrüstet, muss mit Stilllegung rechnen. Die Frist für 15.000 Besitzer von VW- und Audi-Modellen läuft jetzt ab.

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Supra Renin 11.06.2018, 13:02
1. Ausland

Kann mal einer der Spiegeljournalisten ermitteln, wie der Dieselskandal im europäischen Ausland gehandhabt wird?
In Frankreich, Italien, Spanien, Benelux fahren doch auch unzählige deutsche, französische, italienische, japanische Dieselautos herum. Kümmert man sich dort nicht um die europäischen Vorschriften?

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hansglück 11.06.2018, 13:05
2.

wenn ein fehlerhaftes Produkt eine Gefährdung für die Allgemeinheit darstellt, finde ich Zwangs Updates durchaus gerechtfertigt und somit das Vorgehen in Ordnung. Ein Hausbau mit Asbest wird auch nicht toleriert und mit freiwilligen Updates akzeptiert.

Problematisch ist nur, dass die Updates leider nichts bringen..

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jj2005 11.06.2018, 13:50
3.

Zitat von Supra Renin
Kann mal einer der Spiegeljournalisten ermitteln, wie der Dieselskandal im europäischen Ausland gehandhabt wird? In Frankreich, Italien, Spanien, Benelux fahren doch auch unzählige deutsche, französische, italienische, japanische Dieselautos herum. Kümmert man sich dort nicht um die europäischen Vorschriften?
Doch, doch, man kümmert sich hier in Italien. Zwei Briefe bis jetzt von VW, aber da steht nix drin von a) Garantie für echte Verminderung der Abgase und b) Kostenerstattung für den Anfahrtweg (2x20km) und den Zeitaufwand (2h). Deswegen liegen die Briefe irgendwo rum und werden ignoriert.

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tullastrasse 11.06.2018, 14:47
4. Wirklich "sauber"?

Wer glaubt ernsthaft daran, dass alle Autos, die ein Update erhielten, dies auch behalten? Jeder mehr, oder minder begabte Tuner kann für kleines Geld die alte "Schummel"-Software wieder aufspielen. Und es ist wahrlich kein Geheimnis, dass das nicht wenige gemacht haben/machen werden. Hätte ich einen der betreffenden Motoren, würde ich es vermutlich auch nicht anders machen. Bevor ich weniger Leistung, mehr Verbrauch und Schäden an AGR-Ventilen, Injektoren und Partikelfilter in Kauf nehmen soll, wofür sich danach keiner von VW & Co. verantwortlich erklärt.

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Ikonoklast 11.06.2018, 15:32
5. Wer hat da entschieden?

Auf welcher Rechtsgrundlage steht das Ganze denn überhaupt? Das KBA erteilt doch eine Typengenehmigung für das ganze Fahrzeug und nicht für einzelne Komponenten. Demnach müsste doch die Betriebserlaubnis für alle betroffenen Fahrzeuge zurückgenommen werden. Schließlich hat der Hersteller sich diese durch arglistische Täuschung erschlichen, oder? Und das Update bringt doch beinahe gar nichts. Die 'geflashten' Motoren (VW-Jargon) stoßen, wenn sie keinen Schaden leiden, immer noch viel zu viel NoX aus, erreichen jedenfalls nicht annähernd die gesetzlichen Normen. Wieso verlieren die also nicht auch ihre Zulassung? Welche Toleranzwerte hat der Gesetzgeber - wer denn wohl sonst? - da eigentlich vorgesehen? Hat der Bundestag überhaupt eine substantielle Entscheidung in dieser Hinsicht getroffen? Oder: Wer ist sonst wohl ermächtigt, eine solche zu treffen? Etwa das KBA? Weil das eine so kompetente Behörde ist?
Und die Politik sagt zu alledem nichts. Das macht mich fassungslos.

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moistvonlipwik 11.06.2018, 15:59
6.

Zitat von Supra Renin
Kann mal einer der Spiegeljournalisten ermitteln, wie der Dieselskandal im europäischen Ausland gehandhabt wird? In Frankreich, Italien, Spanien, Benelux fahren doch auch unzählige deutsche, französische, italienische, japanische Dieselautos herum. Kümmert man sich dort nicht um die europäischen Vorschriften?
Es ist schon so oft mitgeteilt worden:
Stockholm, London, Olso: Citymaut, strenges Parkplatzmanagement.
Amsterdam: kaum freie Parkpläzte, die gebührenpflichtigen sauteuer.
Paris: großflächiger Rückbau von Straßen
Brüssel: zuerst die üblichen Leckerli (kostenloser Nahverkehr), wenn das nicht hilft, die Totalsperrung der Stadt.
Madrid: wer einfahren will, braucht eine Genehmigung. Die muss man vorbestellen, und die Anzahl ist begrenzt.
Im vergleich dazu ist man hierzulande sehr zurückhaltend.

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jasper366 11.06.2018, 16:03
7.

Zitat von hansglück
Problematisch ist nur, dass die Updates leider nichts bringen..
Das stimmt nicht.

Natürlich bringt dieses Update etwas, nämlich die Abschaltung der Prüfstandserkennung, so dass die Abgasreinigung auch im normalen betrieb zu 100% eingeschaltet ist und das Fahrzeug somit der Typgenehmigung entspricht.

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jasper366 11.06.2018, 16:06
8.

Zitat von tullastrasse
Wer glaubt ernsthaft daran, dass alle Autos, die ein Update erhielten, dies auch behalten? Jeder mehr, oder minder begabte Tuner kann für kleines Geld die alte "Schummel"-Software wieder aufspielen. Und es ist wahrlich kein Geheimnis, dass das nicht wenige gemacht haben/machen werden. Hätte ich einen der betreffenden Motoren, würde ich es vermutlich auch nicht anders machen. Bevor ich weniger Leistung, mehr Verbrauch und Schäden an AGR-Ventilen, Injektoren und Partikelfilter in Kauf nehmen soll, wofür sich danach keiner von VW & Co. verantwortlich erklärt.
Das kann VW dann aber egal sein.
Die können ja durch den Eintrag beim belegen das das Fahrzeug ein Update bekam, wenn Sie nachträglich wieder dran rumfummeln ist das erlöschen der Betriebserlaubnis einzig und allein ihr Problem, inkl. Verweigerung einer etwaigen Kulanz bei einem Schaden.

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jasper366 11.06.2018, 16:16
9.

Zitat von Ikonoklast
Auf welcher Rechtsgrundlage steht das Ganze denn überhaupt? Das KBA erteilt doch eine Typengenehmigung für das ganze Fahrzeug und nicht für einzelne Komponenten. Demnach müsste doch die Betriebserlaubnis für alle betroffenen Fahrzeuge zurückgenommen werden. Schließlich hat der Hersteller sich diese durch arglistische Täuschung erschlichen, oder? Und das Update bringt doch beinahe gar nichts. Die 'geflashten' Motoren (VW-Jargon) stoßen, wenn sie keinen Schaden leiden, immer noch viel zu viel NoX aus, erreichen jedenfalls nicht annähernd die gesetzlichen Normen.
Ja, das KBA hätte in der Tat die Betriebserlaubnis mit sofortiger Wirkung entziehen können, aber das wäre nicht Verhältnismäßig gewesen.

Die Fahrzeuge entsprechen nach dem Update selbstverständlich der damals aktuell gültigen Norm.
Bis zur Einführung von Euro 6 d temp und dem WLTP sind die Werte einzig und allein auf dem Prüfstand einzuhalten, da man bis vor kurzem auch nur da messen konnte, weil die mobilen Messgeräte (noch immer so groß wie ein Kühlschrank) gar nicht in die Fahrzeuge passten.

Was auf der Straße hinten raus kommt war und ist somit absolut egal.
Renault und Nissan Diesel liegen auf der Straße beim NoX Ausstoß z.B. 8 - 10 fach über dem von VW oder BMW.
Da dort aber (anscheinend) nicht manipuliert wurde, interessiert das kein Schw...
Es gibt keinen Rückruf, keine Seitenlangen Presseberichte, nix... ;-)

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