Forum: Auto
Abgasskandal: Private Nachrüst-Initiative meldet großen Zulauf
DPA

Aus Angst vor Fahrverboten wollen mehr als 1000 Dieselbesitzer ihre Autos selbst mit besserer Abgasreinigungs-Hardware nachrüsten lassen. Die Rechnung geht an die Hersteller.

Seite 1 von 9
RedEric 13.09.2018, 16:32
1. Nachbesserung...

...nur bei den sogenannten Betrugsdiesel könnte das funktionieren. Nicht bei Diesel die einfach altere Euronormen haben und diese auch einhalten. Aber gerade diese betrifft ja ein Fahrverbot hauptsächlich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
toll_er 13.09.2018, 16:40
2. Erst zahlen

2000 € erst einmal selber zahlen! Der Unsinn , diese alten Kisen umzurüsten, spült richtig viel Geld in das Unternehmen, dass diese Nachrüstung anbietet. Ja, ich verstehe, dass viele an ihren Dieseln hängen, nur haben die da Schuss noch nicht gehört. Der Diesel ist leider auf Dauer tot. Die Automobilbauer verabschieden sich doch jetzt schon einer nach de anderen. Und, Entschuldigung, so blauäugig kann doch niemand sein und glauben, er bekommt das Geld zurück.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
claus7447 13.09.2018, 16:45
3.

Zitat von toll_er
2000 € erst einmal selber zahlen! Der Unsinn , diese alten Kisen umzurüsten, spült richtig viel Geld in das Unternehmen, dass diese Nachrüstung anbietet. Ja, ich verstehe, dass viele an ihren Dieseln hängen, nur haben die da Schuss noch nicht gehört. Der Diesel ist leider auf Dauer tot. Die Automobilbauer verabschieden sich doch jetzt schon einer nach de anderen. Und, Entschuldigung, so blauäugig kann doch niemand sein und glauben, er bekommt das Geld zurück.
Sie haben Recht - aktuell kostet die Umrüstung. Diese könnten jedoch um die Hälfte Reduziert werden, wenn die Hersteller den Umrüstern endlich Rabatte einräumen würden - aber die müssen den LISTENPREIS bezahlen. Für alle PKWs die auch (oder deren Motoren) in die USA verkauft wurden gibt es Serienteile - und kommen sie nicht dass die nicht passen. Die notwendigen Einbuchtungen auf der Unterseite sind da - oder glauben sie, dass die Hersteller für USA Modelle eigene Chassis gepresst haben?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jasper366 13.09.2018, 16:49
4.

Ich als Hersteller würde denen etwas husten.

Die Fahrzeuge entsprachen zum Zeitpunkt der Zulassung den gültigen Abgasvorschriften.

Selbst bei der Autobild hat man das inzwischen wohl kapiert, es gelten ausschließlich die Werte die auf dem Prüfstand ermittelt wurden.

Zitat von
...Gemessen wurde ausschließlich auf dem Prüfstand, und zwar nach dem veralteten und sehr realtitätsfernen NEFZ-Zyklus. Auch wenn sie den Grenzwert auf der Rolle locker erfüllen, pusten diese Euro-6b-Diesel im realen Fahrbetrieb auf der Straße im Schnitt aber auf jedem Kilometer 507 Milligramm NOx in die Luft! Und das – sieht man einmal von den manipulierten Volkswagen-Fahrzeugen ab – völlig legal...
Im Text ist zwar nur Euro 6b erwähnt, aber das gilt natürlich auch für 5 und 4.

Wenn das Bundesumweltamt nun gerne hätte, das die Fahrzeuge Werte auf der Straße erfüllen, die erst mit Euro 6d-temp (Inkl. RDE Test) erfüllt werden müssen, dann muß halt der Staat zahlen.

Der Verkehrsminister weigert sich nicht umsonst die Nachrüstung zu fordern. Die Kosten auf die Hersteller abzuwälzen ist juristisch wohl in der Tat nicht haltbar.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Bruno Bug 13.09.2018, 16:59
5. Die Regierungen sind Schuld

So ein Unsinn. Zuerst verabschiedet die europäische und deutsche Regierung, auf Druck der grünen Lobby, völlig unrealistische und unsinnige Luftgrenzwerte, wissend, dass die zu der Zeit nie eingehalten werden können. Dann werden relativ lasche Grenzwerte und ebenso lasche Prüfbedingungen bei Autos verabschiedet, wissend, dass man damit die Luftgrenzwerte nie wird einhalten können. Und jetzt sollen die Autobesitzer und die Hersteller dafür büßen, dass die Regierungen Mist gebaut haben. Die feige grüne Lobby hat hintenrum und demokratisch völlig unlegitimiert ihre Politik auf dem Rücken der Autofahrer gemacht.

Nein, nicht Fahrverbote für Auto, sondern die Luftgrenzwerte müssen für 10 Jahre ausgesetzt werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
eduardausio 13.09.2018, 17:03
6. Alte Kisten?

Mein Golf 6 ist weder alt noch eine Kiste sondern ein leises schnelles und sehr sparsames Auto. Es ist so gut in Schuss dass ich damit noch zehn Jahre fahren kann, da würde ich zweitausend Euro auch auf eigene Rechnung investieren!
Mein T4 ist 22 Jahre und läuft noch tadellos, also wäre es für die Umwelt unsinnig gut funktionierende Fahrzeuge zu verschrotten!
Und wer sich hier über VW aufregt: Renault Diesel haben bis zu 5 Mal schlechtere Abgaswerte - wer klagt gegen Renault?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jupp78 13.09.2018, 17:06
7.

Nur sollte dieser Richter auch wissen, dass eine Nachbesserung nur Eintritt, wenn es einen Mangel gibt. Den gibt es hier aber nicht. Die Fahrzeuge erfüllen die damals gültige Abgasnorm zu 100%. Und nur weil die Politik sich heute überlegt, dass ihnen die damalige Norm zu lasch war, ist das noch lange kein Mangel heute.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
michaelXXLF 13.09.2018, 17:21
8. Nee.

Zitat von jupp78
Die Fahrzeuge erfüllen die damals gültige Abgasnorm zu 100%. Und nur weil die Politik sich heute überlegt, dass ihnen die damalige Norm zu lasch war, ist das noch lange kein Mangel heute.
Sie haben da was falsch verstanden, die Grenzwerte waren damals so streng wie heute, man hat sie zwischenzeitlich nur nicht eingehalten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
claus7447 13.09.2018, 17:22
9.

Zitat von jupp78
Nur sollte dieser Richter auch wissen, dass eine Nachbesserung nur Eintritt, wenn es einen Mangel gibt. Den gibt es hier aber nicht. Die Fahrzeuge erfüllen die damals gültige Abgasnorm zu 100%. Und nur weil die Politik sich heute überlegt, dass ihnen die damalige Norm zu lasch war, ist das noch lange kein Mangel heute.
Nun - der Richter könnte einen Mangel feststellen, wenn die Zulassungen nicht gemäß den Regeln war ... und da streitet man sich gerade.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 9