Forum: Auto
Aktion Pkw-Verzicht: "Ich habe mein Auto kaum vermisst"
NEUE MOBILITT BERLIN

In Berlin will ein Bezirk seine Bewohner mit einem ungewöhnlichen Angebot vom Auto entwöhnen. Wer seinen Wagen für vier Wochen wegsperren ließ, erhielt dafür Gutscheine für Bus und Bahn. Ein Teilnehmer berichtet.

Seite 14 von 19
severus1985 13.07.2018, 14:59
130. @der_sinnlose

Zitat von der_sinnlose
10 Km zur Arbeit und zurück. Das ist nicht viel - zugegeben. Aber ich muss öfter mal auch sehr früh, spät oder Nachts arbeiten. Die Öffis fahren bei uns in der Landeshauptstadt zwischen 0:00 und 5:00 nicht. Mit dem Auto benötige ich für die Strecke i.d.R. 20 Minuten. Die Öffis brauchen unter optimalen Bedingungen 45 Minuten. Das Fahrrad kann man vergessen oder ich kann .....
Wenn Sie nach 10 km mit dem Rad duschen müssen sind sie genau derjenige, der diese Fahrradtour ganz gut gebrauchen könnte, um seine Fitness zu verbessern. Die halbe Stunde pro Tour, also eine Stunde "Sport" am Tag, sollte man sich sowieso leisten, wenn man mal ehrlich ist. Manche pendeln mit dem Auto zur Arbeit und setzen sich dann zu Hause auf den Cardio-Trainer, dafür fehlt mir dann jegliches Verständnis.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jim_beam 13.07.2018, 15:03
131.

Zitat von muunoy
In Ihrem Post findet sich eine Falschaussage, die zu korrigieren ist: Sie schreiben, dass auch Steuerzahler, die kein Auto besitzen, den Straßenbau finanzieren. Das kann man so wohl kaum stehen lassen. Vielmehr finanzieren die Autofahrer auch die Infrastruktur für Radfahrer und Fußgänger, welche diese kostenlos nutzen dürfen, mit. Das stört mich ......
Das ist so auch nicht richtig. Der Straßenbau wird aus dem allgemeinen Haushalt bezahlt, insofern kann man nicht sagen welcher Euro im Einzelnen in den Straßenbau geht, mit Ausnahme der Einnahmen aus der Lkw-Maut. Des Weiteren kostet der Autoverkehr die Gesellschaft auch deutlich mehr als nur den Bau von Straßen. Gesundheitskosten durch Stress, Luftbelastung und Verkehrsunfälle; Verwaltungsbehörden, Ämter, Polizei und Feuerwehr; Abstellflächen, Straßenreinigung und Beleuchtung; Subventionen etc.etc.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Safiye 13.07.2018, 15:06
132. Sie vermisst das Auto nicht,

... kein Auto zu haben ist kostengünstiger, „Öffi“ super, sogar zeitsparend, trotzdem will sie den günstigeren Nahverkehr auch noch umsonst, bevor sie das Auto abschafft. Ich versteh‘s nicht ????

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jim_beam 13.07.2018, 15:07
133.

Zitat von cor
Wow. Man braucht also in einer Millionenstadt nicht zwingend ein Auto. Wer hätte das nur für möglich gehalten?
Wenn das ein Fall von Captain Obvious ist, warum ist dann im Innenraum meiner Millionenstadt ständig Parkplatznot und alles vollgestellt, trotz Anwohnerparkzonen, vielen Parkhäusern, einem sehr guten ÖPNV-Angebot und kurzen Wegen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Newspeak 13.07.2018, 15:12
134. ...

Zitat von maja2001
Der Artikel spiegelt ein Problem unserer Zeit: Leistung darf nichts kosten und ich erwarte Qualität ohne Gegenleistung. Wer sein Auto abschafft spart dadurch min. 300€ Pro Monat. Also Geld genug um Alternativen zu finanzieren. Dann ist auch die Aussage lustig das die öffentlichen Verkehrsmittel zumindestens für die Stadtbewohner kostenlos sein sollten. Primär ist mir das egal, wenn die Stadt das selbst finanzieren würde. Kann sie aber nicht. Ich bin auch der Meinung das das Prv. Auto ausgedient hat. Der Weg über „ Geiz ist Geil“ ist aber der falsche.
Sehe ich anders. In jeder zivilisierten Gesellschaft sinken die Grundkosten fuer bestimmte Dinge. War es einstmals Luxus, fliessend Wasser und Strom im Haus zu haben, ist es heute schlicht Standard. Frei verfuegbares WLAN ist bereits ueberall Standard ausser in Deutschland. In Paris kann man sein Smartphone an jeder Bushaltestelle frei aufladen! Natuerlich nicht mit derselben Geschwindigkeit, wie man das von zuhause gewohnt ist. Auch freies WLAN ist oft eingeschraenkt in seiner Leistung oder Dauer. Das kann man alles gerne machen. Wer mehr will, der soll zahlen. Aber das Grundangebot, das koennte man kostenlos machen. Und gleiches gilt fuer den Nahverkehr. Wer das Geld hat, wird sich immer ein eigenes Auto leisten koennen, oder ein Taxi, oder die erste Klasse. Aber der Normalbuerger, der ja das ganze System mit seinen Steuern zahlt, der soll nochmal, und nochmal, und nochmal bezahlen? Nein, gerade fuer den koennte man es kostenlos oder zumindest deutlich billiger machen. Jede Stadt kann das finanzieren, wenn man den Wasserkopf an Verwaltung abbaut, an Fahrkartenautomaten, Kontrolleuren und anderen nutzlosen Dingen. Man muss nur wollen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lobivia 13.07.2018, 15:24
135. #119 @wombie

Mit den Kurzstrecken haben Sie natürlich recht. Der Anteil des Berufsverkehrs schwankt jedoch zwischen den Städten erheblich, gerade bei erfolgreichen Städten wie meiner ehemaligen Heimatgemeinde Düsseldorf ist er jedoch erheblich höher, zum einen wegen der hohen Gewerbedichte und der resultierenden Konkurrenz zwischen Wohnen und Gewerbe, die zu Lasten des Wohnungsangebotes geht. In Städte wie Duisburg oder Gelsenkirchen können Sie morgens hineinfahren wie ins Dorf. Das Düsseldorfer Zentrum hat mein Auto in zwanzig Jahren nur fünf Mal gesehen. Aber wie gesagt, ansonsten haben Sie recht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jim_beam 13.07.2018, 15:30
136.

Zitat von Yves Martin
Und was das "autofrei" angeht: Solche Leute kenne ich auch. Einer davon lebt in meiner Nachbarschaft und "leiht" sich ständig anderer Leute Autos, weil er irgendwo hin oder irgendwas transportieren muss.
Das ist doch sehr ressourceneffizient. Wenn sich Ihr Nachbar von jemandem ein Auto leihen kann, heisst das im Umkehrschluss, dass die Karre sonst nur nutzlos rumgestanden wäre. Es verlangt ja sicherlich auch niemand, dass das Verleihen für den Leihenden umsonst sein soll, nehme ich mal an.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sargeantangua 13.07.2018, 15:30
137. Klar gehts ohne Auto

Wir haben uns beim Wohnungskauf entschieden - in die Pampa oder die Stadtmitte. Stadtmitte ist es geworden, genau aus dem Grund, kein Auto zu brauchen. Die Entscheidung hat aber auch Kritik hervorgerufen: laut, kein Garten, Wohnung statt Haus. Man muss halt Prioritäten setzen ... Aber sonst: Es war und ist alles in der Nähe: Kindergarten, Schulen, Supermärkte aller Art, Restaurants, Bäckereien, Metzgereien. Zum Grünen sind es drei Kilometer, ins Zentrum zwei. Brauch ich mal ein Auto, gibt es Carsharing um die Ecke. ÖPNV ist in München super, das kommt dazu. Für den Urlaub: Zug, klappt gut, auch bei Fernreisen (Süditalien) mit kleinen Kindern, entspannter als mit dem Auto. Oder die Ferienreisen von München nach Wangerooge und Rügen, war schon cool.
Es gibt aber sicherlich genügend Leute, die auf das Auto nicht verzichten können.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Pickle_Rick 13.07.2018, 15:30
138. Wasch mich aber mach mich nicht nass

Zitat von Yves Martin
....Man kann das Experiment "autofreie Stadt" ja mal zu Ende denken: Irgendwann sind solche Städte leer, weil dort keiner mehr zur Arbeit kommt. Weil sich Geschäfte nicht mehr lohnen. Weil Touristen, Besucher und auch Handwerker wegbleiben. Weil man sich Kultur nicht mehr leisten kann. Und dann können sich die "autofreien Marc-Juliens" ja mal überlegen, wie sie ihre Arbeitsplätze auf dem Land und die Geschäfte auf der grünen Wiese erreichen.
Wie mancher Städter das vorstellt, kann man ganz gut im Forum zu den Stuttgarter Dieselfahrverboten lesen. Man soll in der Stadt gerne seine Arbeits- und vor allem seine Kaufkraft zur Verfügung stellen. Schließlich ist die Stadt ja so geil, weil man an jeder Ecke alles bekommt. Wie man dort hin kommt, möchte der Großstadtmensch den "Landeiern" dann aber natürlich auch vorschreiben. Nur wehe man spart sich die Fahrt und zieht direkt um. Dann ist das Geheul wegen der Mieten noch größer.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jim_beam 13.07.2018, 15:32
139.

Zitat von AGCH
Fehlende Fahrpraxis kann zu Stresssituationen führen. Daran wird's wohl liegen.
Ja das kann schon sein. Fehlende Fahrpraxis führt zu der falschen Erwartung, dass sich die anderen Autofahrer so regelgerecht verhalten, wie man das selber in der Fahrschule gelernt hat.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 14 von 19