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Audi E-Tron Spyder: Hochspannung in den Hollywood Hills

Minimale Regenwahrscheinlichkeit, 30 Grad und ein Postkarten-Panorama - wo besser als in den Hügeln von Hollywood könnte ein Prototyp wie der Audi E-Tron Spyder*zur*Probefahrt starten.*Vor allem, wenn er dabei weniger verbraucht als ein normaler Sportwagen beim Anlassen.

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mmueller60 24.10.2011, 14:45
1. x

2,2 Liter Verbrauch wird ja wohl der übliche Betrug wie bei allen Plug-In-Hybridfahrzeugen sein, oder? Wenn der Wagen zu Beginn jeder Fahrt vorher elektrisch gefüllt wurde - der Stromverbrauch geht dann mit Null ein in die Rechnung.

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seikor 24.10.2011, 15:22
2. augenwischerei

ja, das mit den 2,2 Litern ist eine Verdrehung der Tatsachen, die das Elektroauto nicht verdient hat.

Ähnlich, wie wenn man die Reichweite eines Elektroautos durch eine Schleichfahrt bei Tempo 30 ermittelt. Klar, dass dann 200km rauskommen, wo bei normaler Fahrt nur 60-70km drin sind.

Ehrlichkeit würde hier weiterhelfen.
Und eigentlich wäre es doch ganz einfach: Verbrauchsangaben für die jeweilige Betriebsart:
- in kWh/100km für den rein elektrischen Batteriebetrieb (aber bitte ab Steckdose)
- in Liter/100km für den Verbrennerbetrieb
Und wenn schon Kombibetrieb, dann bitte beide Werte auflisten.

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phboerker 24.10.2011, 16:16
3. ...

Jetzt muss man nur noch das weglassen, was man eh nicht braucht: den überdimensionierten Verbrennungsmotor. Stattdessen einen kleinen Verbrennungsmotor, der nichts anderes tut, als bei optimaler Drehzahl die Batterie zu laden. Natürlich nur, falls deren Ladezustand zu niedrig wird. Die Gewichtsersparnis (kein mechanisches Getriebe, kleinerer Verbrennungsmotor) darf dann in mehr Innenraumkomfort investiert werden.

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JaguarCat 24.10.2011, 16:21
4. Mini-Verbrauch

Zitat von mmueller60
2,2 Liter Verbrauch wird ja wohl der übliche Betrug wie bei allen Plug-In-Hybridfahrzeugen sein, oder? Wenn der Wagen zu Beginn jeder Fahrt vorher elektrisch gefüllt wurde - der Stromverbrauch geht dann mit Null ein in die Rechnung.
Das vermute ich auch. Bei einer genannten rein elektrischen Reichweite von 50 km verbleiben im Normzyklus somit 50 km mit Diesel, ergo 4,4 l auf 100 km, wenn man längere Strecken ohne Steckdose unterwegs ist. Die halte ich für ein so flaches Auto durchaus für realistisch erreichbar, wenn man Normzyklus fährt. Der Motor arbeitet dann im Intervallbetrieb: ein paar Minuten lang an und Batterie laden, dann wieder lange Pause.

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deufin 24.10.2011, 16:32
5. xxx

Ich sehe die Hybrid-Wagen eigentlich recht unkritisch.

Natürlich sind die angegebenen 2.2 Liter totaler Blödsinn und der reale Wert liegt wahrscheinlich sogar bei dem doppeltem, wenn man gemäßigt fährt. 4 Liter werden es schon alleine zum aufladen der Akkus sein was der 3l V6 verbrennt. Um eine sportliche Fahrweise zu erreichen mit Tempo 200 sind es dann wahrscheinlich sogar eher 10 Liter.

Kleine Otto-Motoren als Rangextender sind aber mE sinnvoller.
Der Opel Ampera (Chevy Volt) verwendet den Otto-Motor nur, um die Akkus aufzuladen und kommt bei Langstrecken mit 3 Liter auf 100km aus, und wenn man nur in der Stadt ist, dann reichen die 50km der Batterien auch locker aus, ohne einen Tropfen Benzin zu verbrennen. Über Nacht sind die Akkus wieder voll, selbst mit normalem 230V Haushaltsstrom. Einzges Problem in deutschen Städten ist der Mangel an Parkplätzen mit Steckdose. Wer eine Garage hat der hat dieses Problem jedoch nicht mehr.

Wenn man dann noch den Strom regenerativ erzeugt, dann ist man auf einem guten Weg. Autostellplatz mit Solaranlage z.B., was aber derzeit von der Investition noch zu teuer ist und auch im Winter wenig tauglich.

Die Richtung stimmt jedoch im großen und ganzen.

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FrankDr 24.10.2011, 16:35
6. Streiks

Nuja, man tut ja gerade mächtig viel dafür, dass Leute, die ihr Auto verkauft haben sich wieder eins zulegen.
In der Großstadt ohne Auto..keine Chance... letzte Woche Montag + Dienstag Streiks des VVS in Stuttgart.
Nun nochmal von Dienstag-Freitag.
Dazu die alljährlichen Streiks der DB. Da kommt Freude auf. Der Jahresurlaub wird durch Streiks verbraucht oder man steigt wieder um zum Auto.

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SmallSmurf 24.10.2011, 16:48
7. <eom/>

Innovationen lassen weiter auf sich warten. Denn bei 50km in rein elektrischem Betrieb, kann wohl kaum von einer Innovation sprechen. Da helfen Optik und Fahrdaten leider auch nur wenig.

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rennflosse 24.10.2011, 16:55
8. Unrealistisch

Zwei 44 PS Elektomotoren können gerade mal 50 km mit einer Geschwindigkeit von 60 km/h zurückgelegt werden? Wie armselig!

Hauptmotor ist dagegen der 300 PS Biturbo-Dieselmotor. Der soll nur 2,2 Liter auf 100 km verbrauchen? Wahrscheinlich im Bergabbetrieb bei Leerlauf. Was immer der Normverbrauch auch sein soll, Audi erzählt hier ganz offensichtlich Märchen.

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Peter_der_Grosse 24.10.2011, 17:21
9. Norm-Verbrauch für Plug-In Hybride

Zitat von rennflosse
... Der soll nur 2,2 Liter auf 100 km verbrauchen? ...Audi erzählt hier ganz offensichtlich Märchen.
Der günstige Normverbrauch kommt so zustande: es werden die EU-Norm-Zyklen gefahren mit voller Batterie. Alle Strecken, die dabei mit Geschwindigkeiten bis 60 km/h gefahren werden, werden elektrisch absolviert. Nur die Teile des Außerortszyklus mit >60 km/h werden auf der Dieselmaschine gefahren, wobei auch hier beim Beschleunigen die E-Maschine hilft, den Verbrauch zu senken. Beim geschickten Verzögern (Bremsen) kann die E-Maschine als Generator eingesetzt sogar die Batterie etwas aufladen. Es macht nichts, wenn am Ende des Zyklus die Batterie leer ist: theoretisch kann ja klimaschonend mit regenerativ erzeugtem Strom CO2-neutral nachgeladen werden.

Fazit: Auch wenn es unter Alltagsbedingungen kaum möglich sein wird, die Idealbedingungen des Normzyklus zu erreichen, so kann man die 2,2 Liter doch mit anderen Fahrzeugen vergleichen, z.B. Toyota Prius, der mit Benziner anstatt Diesel und viel kleinerer Batterie nur 3,9 Liter schafft. Oder besagtem Audi R8 mit 14,9 Liter (in der Stadt steht es sogar 22 Liter gegen 0 Liter !). Da soll keiner sagen: die Elektrifizierung bringt nichts.

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