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Autogramm Hyundai Nexo: Abschied vom Akku
Hyundai

Hyundai startet mit der Brennstoffzelle durch. Nexo heißt das neue SUV mit dieser Technik, die vor allem eins verspricht: Elektro-Fahren ohne Reichweitenangst.

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white_rd 12.03.2018, 05:00
1. Solche Fahrzeuge

wünscht man sich aus dem Geburtsland des Automobils. Aber abgehobene wie inkompetente Manager, kurzsichtiger Quartalszahlenwahn und Bonusgier scheinen eine undurchdringliche Barriere für wirkliche Innovationen zu sein, die es ja offenbar für die Showrooms gibt, es dann aber seltsamerweise nie auf die Straße schaffen. Die Antwort kommt nun ausgerechnet von Hyundai. Abgesehen von der bizarren Mittelkonsole genau das richtige Fahrzeug. Der Preis ist heftig aber angesichts der Technik auch nicht übertrieben. Ein vergleichsweise lächerlicher BMW i3 mit einigermaßen vernünftiger Ausstattung kostet auch schon an die 50000EUR.

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Yorch 12.03.2018, 05:09
2. Bitte nicht so viele Fakten

Was ist die Dauerleistung der Brennstoffzelle?
Was nutzen mir irgendwelche Drehmomentangaben, wenn kein Mensch die Getriebeübersetzung weiß?
Wie lange dauert das nachtanken?
Wie groß ist die Hilfsbatterie?
Kann ich die Batterie auch an der Steckdose aufladen, oder muss ich immer teuren Wasserstoff tanken?
Wie teuer ist der Wasserstoff?
Gibt es Verluste durch Diffusion etc.?
Wie wird geheizt? Reicht die Abwärme, oder gibt es elektrische Zusatzheizer?
Gewicht und cW*A Wert?

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Phi-Kappa 12.03.2018, 05:25
3. Warum so schwer?

Der größte Nachteil eines Batterie-Autos ist neben der begrenzten Reichweite (die man aber irgendwann in den Griff bekommen wird) das hohe Gewicht. Daher halte ich die Brennstoffzelle für die Idee der Wahl, zumal sich der Wasserstoff als Energiespeicher einsetzen ließe, der durch überschüssigen Strom aus Windkraftspitzen erzeugt werden könnte. Was mich aber stutzig macht: Warum ist das Brennstoffzellen-Auto so verdammt schwer?

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helmut.alt 12.03.2018, 05:39
4. Das wird ein langer Abschied werden,

denn Wasserstoff ist teuer in der Herstellung, problematisch bei der Lagerung (500 bar Druckbehälter wirken im Brandfall wie Bomben) und kaum verfügbar (im Gegensatz zu Strom zum Laden eines Akkus).

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nach-mir-die-springflut 12.03.2018, 05:43
5. Kurzes Aufbäumen

Was ist gegen Mikroalgenbenzin einzuwenden? Wo doch Wasserstoff nicht optimal gelagert werden kann und es kein Verteilernetz gibt?

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TomTurbo 12.03.2018, 05:46
6. Brennstoffzelle die umweltfreundliche Lösung?

In einer Welt, in der Strom aus erneuerbaren Energien gewonnen wird, ist die Effizienz ein entscheidender Faktor. Genau hier ist die Brennstoffzelle schlecht. Die lange Wandlungskette ist dafür mit verantwortlich. Zunächst aus erneuerbarem Strom in der elektrolyse Wasserstoff gewinnen, diesen komprimieren bis zur Verflüssigung, dann Verteilung per Lkw bzw. einem zu bauenden Wasserstoffpipeline Netz hin zur Tankstelle befördern. Im Fahrzeug ist der Wirkungsgrad in der brennnstoffzelle mit ca. 60% auch nicht berauschend. Nicht umsonst sind diese Fahrzeuge rollende Kühlergrills. Verglichen mit einem Batteriefahrzeug ist ein Brennstoffzellenfahrzeug um Faktor 3-4 schlechter in der Effizienz!

Das Laden ist mit den neuen Hochleistungsbatterien bei einer Systemspannung von 800V zu einem Betankungsvorgang mit Wasserstoff kein wirklicher Nachteil.

Wann begreifen wir, dass die Brennstoffzellen ein Irrweg sind und wir nicht ständig Lobpreisungen der Zukunftstechnologie vermelden?

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full_metal_bullet 12.03.2018, 06:06
7. Anhängelast

Wenn in dem Bericht noch stehen würde wie viel der ziehen kann, dann ist der Wagen eine richtige Alternative zu den herkömmlichen Verbrennern.

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Kurt Klaas 12.03.2018, 06:11
8. Nicht nur gelabert

Die deutschen Hersteller sind mit ihre Wasserstoffautos seit ungefähr 20 Jahren immer ganz kurz vor der Serienreife, bringen aber nie ein kaufbares Auto auf den Markt.
Hyundai (und andere asiatische Firmen) machen das einfach. Das mag noch nicht perfekt sein, aber man kann die Autos kaufen und sie funktionieren auch beim Kunden.
Das war bei den Hybriden so und das ist jetzt mit den Wasserstoffauto so. Wieder werden Mercedes und Co die Felle davon schwimmen und in fünf Jahre geht das Gejammer los, dass die bösen Koreaner die Technologie geklaut haben und die Kunden keine Diesel kaufen.
Über die Sinhaftigkeit dieser Autos kann man streiten, aber der Unternehmergeist auch andere Wege zu gehen ist vorbildlich. Denn Geld werden sie mit dieser Kiste zunächst sicher nicht verdienen.

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5412 12.03.2018, 06:20
9. 55kWh für 100km.

Das ist das Problem am H2-Auto. Um 1kg H2 herzustellen braucht es ca. 55kWh Strom. Ein BEV wie der Ioniq kommt damit ca. 400km weit.
Eine Wasserstoff Tankstelle kostet zudem um eine Million €. Ein einfacher AC Lader mit 32, der jew. 3kW an 6 BEV über Nacht abgibt kostet maximal 5k€. Und damit bekommt ein BEV über Nacht 150-200km nachgeladen. Man sollte bedenken, dass der Durchschnitt weniger als 15k km/ annum fährt.
Und wenn man H2 tankt braucht es 1000bar Druck. Bis der nach einem Tankvorgang wieder aufgebaut ist dauert es 20-30 Minuten. In dieser Zeit ist mein Ioniq an einer 100kW Säule sogar von 0 auf 100% ladbar, weil er schon 70kW packt (bei einer AKkugröße von 28kWh).

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