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BGH-Urteil: Dürfen Dashcam-Aufnahmen vor Gericht genutzt werden?
DPA

Aufnahmen mit Minikameras im Auto sind umstritten. Nun wird der Bundesgerichtshof verkünden, ob sogenannte Dashcams zur Aufklärung eines Unfalls genutzt werden dürfen. Darum geht es.

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Sackaboner 14.05.2018, 13:40
1. Aufnahmen mit Minikameras im Auto sind umstritten.

Das gilt nur für Deutschland. Für den Rest der Welt können sie überlebenswichtig sein.

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ironcock_mcsteele 14.05.2018, 13:41
2.

Wäre schön, wenn es endlich erlaubt würde. Für das Rechtsempfinden, die Wahrheitsfindung vor Gericht und die Versicherungen wäre es ein Segen.

Leider machen die Deutschen um den Datenschutz mittlerweile genau so ein Theater wie um ihr Brot. Am Ende werden hier auch noch die Rückfahrkameras nur anlassbezogen erlaubt, könnte ja ein Unbeteiligter mal durchs Bild laufen.

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cor 14.05.2018, 13:41
3. Orwell rotiert im Grab

Wenn der BGH entscheidet, dass solche Aufnahmen zur Aufklärung genutzt werden können, sind wir meiner Meinung nach einen ordentlichen Schritt weiter zum Überwachungsstaat.

Der nächste logische Schritt ist dann, dass Kameras standardmässig in Fahrzeuge eingebaut werden.

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jj2005 14.05.2018, 13:45
4. Beides... ;-)

Da bietet sich doch eine salomonische Lösung an: 1. als Beweismittel zulassen, 2. den "Fotografen" mit einem saftigen Bussgeld bestrafen.

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pauschaltourist 14.05.2018, 13:52
5.

Von wegen "Datenschutz" - die Gerichte erkennen beweiskräftige Dashcamvideos aus einem anderen Grund nicht an: Sie haben Angst, in Widerspruchsverfahren zu ertrinken, wenn der deutsche Michel nach einer Fahrt von Berlin nach München sämtliche Verkehrsverstöße, die ihm unterwegs vor die Linse gekommen sind, per Video den zuständigen Bußgeldstellen zur Anzeige bringt.

Meines Erachtens sind Dashcams heutzutage (zivilrechtlich) überlebenswichtig. Denn heutzutage gibt nach einem Unfall niemand mehr die Schuld zu sondern behauptet nach einem Auffahrunfall auch noch, der Vordermann sei doch rückwärts gefahren. Und Unfälle sind leider Alltag - jährlich ca. 2,5 Millionen alleine in Deutschland sollten jedermann von der Notwendigkeit überzeugen.

Also: Dashcams legalisieren, jedoch nur im Falle strittiger Schuldfragen bei Verkehrsunfällen berücksichtigen.

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nadennmallos 14.05.2018, 13:53
6. Und was ist jetzt das Problem ...?

Zitat von cor
Wenn der BGH entscheidet, dass solche Aufnahmen zur Aufklärung genutzt werden können, sind wir meiner Meinung nach einen ordentlichen Schritt weiter zum Überwachungsstaat. Der nächste logische Schritt ist dann, dass Kameras standardmässig in Fahrzeuge eingebaut werden.
Gerade die Unfallabwicklung (Wer ist schuld, etc, etc) und die Schadensregulierung wären in vielen Fällen einfacher. Und was die Nutzung ausserhalb angeht: Ist mir völlig wumpe, wenn ich gefilmt werde. Wenn einer das unbedingt vorhat, dann kriegt er das sowieso gebacken.

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Leser161 14.05.2018, 13:54
7. Klare Regelung

Eine klare gesetzliche Regelung wäre schön. Natürlich ist eine Dashcam schön für jemanden der schuldlos in einen Unfall verwickelt wurde. Aber Dashcams setzen den Besitzer auch in eine bessere Position in dem er zum Beispiel vorteilhaft schneiden kann. Wenn man zum Beispiel zu schnell fährt einer einem die Vorfahrt nimmt und man so schneidet das sämtliche Hinweise auf die eigene Geschwindigkeit fehlen (Falls das ein schlechtes Beispiel ist, es geht nur darum die problematik klar zu machen).

Daher finde ich eine Regelung wichtig. Und es wundert mich das der gesetzgeber in der Lage ist eine sehr neue technik wie das das Auto automatisch um Hilfe direkt verpflichtend für Neuwagen vorschreiben kann. Während er es bei einer Technik die es seit mindetens 5 Jahren (Dashcams) gibt immer noch nicht in der Lage war Rechtssicherheit zu schaffen.

Aufgabe des Gesetztgebers ist es Rechtssicherheit zu schaffen, nicht Marketinggehilfe für Assistenzsysteme zu sein.

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rz231 14.05.2018, 13:54
8. Datenschutz über allem?

Zitat von cor
Wenn der BGH entscheidet, dass solche Aufnahmen zur Aufklärung genutzt werden können, sind wir meiner Meinung nach einen ordentlichen Schritt weiter zum Überwachungsstaat. Der nächste logische Schritt ist dann, dass Kameras standardmässig in Fahrzeuge eingebaut werden.
Nicht dass ich Ihnen etwas schlimmes wünsche, ganz sicher nicht. Aber vielleicht fährt Ihnen ja mal jemand bei rot in Ihr Auto, verletzt Sie schwer und streitet jede Schuld ab. Dummerweise keine Zeugen. Und keine Cam - weil das ist ja Teufelswerk. Viel Spaß beim einfordern von Schadensersatz!

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marcaurel1957 14.05.2018, 13:56
9.

Zitat von cor
Wenn der BGH entscheidet, dass solche Aufnahmen zur Aufklärung genutzt werden können, sind wir meiner Meinung nach einen ordentlichen Schritt weiter zum Überwachungsstaat. Der nächste logische Schritt ist dann, dass Kameras standardmässig in Fahrzeuge eingebaut werden.
Was hat es mit Orwell zu tun, wenn die Aufnahmen nur vor Gericht zu Beweiszwecken genutzt werden dürfen?

Wollen Sie, dass Leute unschuldig bestraft werden, obwohl die Bilder die Unschuld beweisen?

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