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Bikesharing: Immer wieder Ärger mit Obike
Hauke-Christian Dittrich / dpa

Die gelben Leihräder von Obike sorgten in Deutschland für jede Menge Ärger. Nun ist der Anbieter offenbar pleite - und hinterlässt in Europa 30.000 Räder.

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touri 11.07.2018, 10:34
1.

Ein Schild an die Räder "zum mitnehmen" anheften oder einfach unabgeschlossen stehen lassen, dann erledigt sich das Problem ganz schnell von allein.

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sonnemond 11.07.2018, 10:40
2. Müll

Hier in München werden diese Räder als Müll betrachtet. Sie liegen überall rum, monatelang im Straßengraben, in der Isar und sonst wo. Und das in einer fahrradbegeisterten Stadt. Die Deutsche Bahn macht es mit ihrem Fahrradverleih wesentlich besser.

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Oberleerer 11.07.2018, 10:48
3.

Entweder oBike meldet Insolvenz an, oder es ist ein strafbarer Bankrott.

Die Firma Umzug-24 kann die Räder nicht einfach einbehalten, das wäre Unterschlagung. Die Räder gehören vollstreckt und versteigert und der Erlös wird auf die Gläubiger aufgeteilt. Vorrangig wird der Insolvenzverwalter bedient, dann kommen die Gläubiger, wie z.B. der Vermieter der Lagerhalle.

In München werden m.W. herrenlose Räder nach einem Jahr aus der Umwelt entfernt. Ich weiß nur nicht, ob oBike-Räder als herrenlos gelten.

Interessant wäre, ob man aus den Rädern benutzbare Räder bauen kann, mit Luftbereifung und Schaltung. Hier in München gibt es hinterm Ostbahnhof eine städtische Firma, die aufgesammelte Räder wieder instandsetzt und verkauft.

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Sibylle1969 11.07.2018, 10:54
4.

Wer soll die Räder kaufen? Von allen in Frankfurt präsenten Leihfahrrädern machten die von Obike den schrottigsten Eindruck.

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catzi 11.07.2018, 10:55
5. 10.000 neu Fahrräder ...

warum geht man nicht an Schulen und verteilt diese Räder an Kinder die keines besitzen, nein das werden nicht nur Flüchtlingskinder seien sondern auch "Einheimische" deren Eltern es sich nicht leisten können Ihnen eines zu kaufen. So würde die Halle frei und 10.000 Kinder würden sich freuen, egal woher die Eltern kommen.

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klaasohm24 11.07.2018, 11:03
6. Nicht schade drum

Damit es nicht völlig in Vergessenheit gereät: Das Geschäftsmodell war niemals die Vermieutung von Transportmitteln, sondern die Vermarktung der eingesammelten Bewegungsdaten.
Nach dem bedauerlichen Rückzug der Chinesen muss man also selber wieder seine Sportuhr aktivieren und regelmäßig mit dem Server synchronisieren.

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karlsiegfried 11.07.2018, 11:19
7. Oh-Bike

Ich habe den ganzen Rummel um Mietfahrräder ohnehin nie ganz verstanden. Im Sommer mag das ja ganz toll sein. Aber an Regentagen, Temperaturen um 15 Grad und weniger mit Regen und im Winter bei Matsch, Kälte, Eis und Schnee? Wer mietet denn dann ein Fahrrad? Wo soll denn das rentabel sein, wenn die Dinger irgendwo auf der Strasse vergammeln? Denn auch Fahrräder müssen gewartet und gepflegt werden. Ich glaube das werden nicht die Letzten sein, die Pleite gehen oder den Laden rechtzeitig dicht machen. Eine Alternative zu Obike sehe ich nicht. Es sei denn, diese Mieträder sind richtig teuer. Aber dann kann ich gleich efür 200 Euro ein eigenes Fahrrad kaufen, da ffunktionieren wenigstens die Bremsen richtig. Und wenn es geklaut wird, muss halt ein neues Billigteil her.

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Cypher 11.07.2018, 11:25
8. Ich nähme gern eins...

... Nur war obike (glücklicherweise) in meiner Stadt nicht unterwegs. Wenn ich beispielsweise in München lebte, könnte ich mir jetzt guten Gewissens eines mitnehmen...

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mantrid 11.07.2018, 11:29
9. Ein Fall für das Insolvenzgericht

Wer seine Rechnungen nicht zahlen kann, der ist illiquide und das ist ein Insolvenzgrund. Wenn die Geschäftsführung das nicht erledigt, könnte der Straftatbestand der Insolvenzverschleppung erfüllt sein. Dann kommt der Staatsanwalt ins Spiel. Der Vermieter der Halle steht da noch vergleichsweise gut da, denn es gibt ein Vermieterpfandrecht. Und "Umzug24" kann sich die Fahrräder nicht so einfach aneignen und sich damit besser als andere Gläubiger stellen. Spätestens wenn ein Insolvenzverwalter ins Spiel kommt, wird er die Vermögenswerte einkassieren.

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