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Bundeskabinett in Meseberg: Die große Diesel-Show
REUTERS

Die technische Diesel-Nachrüstung soll in Meseberg großes Thema werden, hieß es von Seiten der Politik. Doch die Klausur dürfte Autobesitzer enttäuschen. Experten erwarten kein klares Bekenntnis - auch wegen der Kosten.

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Freidenker10 11.04.2018, 06:33
1.

Sollte der deutsche Steuerzahler am Ende für den Betrug bezahlen müssen wäre dies eine unglaubliche Frechheit! Auch wäre nicht hinzunehmen das die Vorstände der Automobilhersteller ihre üppigen Bonis behalten dürfen, denn realistisch wäre der Gewinn viel kleiner müsste man für seinen Betrug auch gerade stehen!

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Mach999 11.04.2018, 06:36
2.

"Abgasexperten sind dennoch skeptisch, ob sich die Autokonzerne einbinden lassen - verpflichten könne man sie nicht, heißt es bei einem Beteiligten an Gesprächen der Bundespolitik über die Nachrüstung."
Können mir die Abgasexperten bitte mal juristisch schlüssig erklären, warum man einen Betrüger nicht dazu verpflichten kann, den Schaden wieder gutzumachen? "Geht nicht" ist für mich keine ausreichende Begründung.

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vliege 11.04.2018, 06:54
3. Keine Frage,

die Automobilhersteller müssen zahlen. Angesichts der mitunter auch durch Schummeldiesel erzielten Mrd Gewinne und prächtigen Verkaufszahlen kommt eigentlich gar nichts anderes in Frage. Das die Bosse und Aktionäre dagegen sind verständlich. Die Allgemeinheit in Form von Steuergeldern dafür aufkommen zu lassen erschliesst sich mir in keinster Weise. In den USA hat VW schnell kleinlaut alles zugegeben und Urteile/ Vergleiche akzeptiert. In Deutschland wird der Kunde seit Monaten im Fahrberbotsungewissen bzw. einer Lobbykratenregierung im Stich gelassen. Die Autobauer wissen sehr genau, das sie hier bestens vernetzt sind und wenig zu befürchten haben.

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bernhard.geisser 11.04.2018, 06:57
4.

Grob geschätzt komme ich für Deutschland summiert für Besitzer von Schummel-Diesel-Fahrzeugen auf einen Verlust bei Gebrauchtwagenwert und Nutzungsdauer von etwa 20 bis 30 Milliarden Euro. Eine Behebungsmassnahme der Industrie mit Kosten von 15 Milliarden scheint mir angemessen teuer zu sein.

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fredotorpedo 11.04.2018, 06:58
5. In Neues investieren statt Altes nachzurüsten

Der für eine Nachrüstung erforderlichen Betrag von 10 bis 15 Milliarden sollte besser für zum Erstellen einer Ladeinfrastruktur in den Städten verwendet werden. Und der staatliche Zuschuß für E-Autos sollte auf kleine Stadtautos und Lieferwagen im Stadtverkehr beschränkt werden dafür für diese verdoppelt werden.
Autohersteller sollten dann noch bei den kleinen Modellen Versionen speziell für den Kurzstreckenverkehr (d.h. mit kleinerer Batterie) rausbringen, die dann auch billiger werden.
Damit würde man kurzfristig etliche KFZ-Halter mit Zweitwagen dazu bringen, als Zweitwagen auf ein kleines preiswertes und hoch bezuschusstes E-Auto umzusteigen und so endlich ein Schub neuer E-Autos zu bewirken. Und zwar genau dort, wo es zunächst besonders dringlich ist, nämlich in den Städten.
Hat man auf diesem Weg die Aktzeptanz für E-Autos erhöht, werden die Normalmodelle ganz von selbst nachziehen.

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dirk1962 11.04.2018, 06:58
6. Einmal mehr

wird sich zeigen, dass unsere Regierung brav Männchen macht vor den Autobauern. Merkel ist seit Jahren zu feige für einen Konflikt, der Scheuer ist es nicht wichtig. Nein es wird gar nichts passieren, die Dividenden der Aktionäre sind unserer Desaster Merkel deutlich wichtiger, als die berechtigten Interessen der Bürger. Es wird zu Fahrverboten kommen und damit hat sich das Thema Diesel endgültig erledigt.

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hausfeen 11.04.2018, 07:06
7. Es würde schon reichen, die Neuzulassungen CLEAN zu machen.

Mit jedem Neuwagen wäre dann die Luft ein wenig sauberer und man könnte sogar die roten Plaketten wieder in die Innenstadt lassen. Aber DAS wird auch von der Autolobby verhindert. Und von der Erdöllobby ...

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JerryKraut 11.04.2018, 07:17
8. Wozu auch

die Industrie in die Pflicht nehmen? Die spendet doch so schön und wir wählen diese Parteien doch sowieso immer wieder. Ich hatte gehofft, die FDP würde von der Bildfläche verschwinden. Das hätte eine heilsame Wirkung auf unseren Parteienstaat gehabt. Aber die SPD kann das ja noch schaffen. Der Effekt wäre auch dramatischer. Ich persönlich werde mich jedenfalls weiter bemühen.

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interessierter Laie 11.04.2018, 07:18
9. 15 Mrd. Euro

von denen in 10-15 Jahren nur Schrott verbleibt sind schon was. Warum nicht eine zeitlich befristete Sondersteuer mit diesem Aufkommen - über ein paar Jahre. Das Geld fließt an die Kommunen, die ein Problem haben - nach Größe des Problems gewichtet. Damit baut man dann P+R, den ÖPNV-Linien und Umland, Fahrradwege, Fahrradparkboxen und dergleichen. Und wenn die Problemfahrrzeuge dann sukzessive ersetzt werden kriegen Stuttgart, München und Köln sogar das Siegel Luftkurort.

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