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Chevrolet Volt: Wie elektrisch fährt dieses Elektroauto?

Seit Jahren wird der Chevrolet Volt*als Elektroauto der Zukunft angepriesen. Nun räumt Hersteller GM ein, der Benzinmotor des Wagens erzeuge nicht*nur Strom,*sondern treibe mitunter auch direkt die Räder an.*Eingefleischte Stromer-Fans sind empört - und fühlen sich getäuscht.

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alfa2010 15.10.2010, 13:04
1. Fortschritt und Marketing

Das GM den Volt als Elektroauto bezeichnet ist schon verwunderlich, dafür zeichnet sich sicher die Marketingabteilung des Hauses verantwortlich. Aber: Einen Durchschnittsverbrauch von 1,6 Litern pro 100 Kilometer für ein (Groß)serienreifes Fahrzeug soll erst einmal ein anderer Hersteller nachmachen.

Fahrzeuge mit Range-Extender sind meiner Meinung nach Hybridautos, ob der Verbrenner für den Antrieb verantwortlich ist oder nicht. Wenn es der Umwelt auf Dauer dient und dies die Übergangstechnologie ist, dann ist mir der Name den sich die Marketingexperten einfallen lassen eigentlich egal.

Hier gibt es auch einen interessanten Artikel, der die Thematik betrifft: http://www.emissionslos.com/auto/che...cept-2007.html

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rwdd 15.10.2010, 13:18
2. ...

Zitat von sysop
Seit Jahren wird der Chevrolet Volt*als Elektroauto der Zukunft angepriesen. Nun räumt Hersteller GM ein, der Benzinmotor des Wagens erzeuge nicht*nur Strom,*sondern treibe mitunter auch direkt die Räder an.*Eingefleischte Stromer-Fans sind empört - und fühlen sich getäuscht.
Es würde ja auch an ein Wunder grenzen, wenn man mit einem 81PS Motor und dem Umweg über Generator, Batterie, Elektromotor ein Auto angemessen bewegen kann. Von gleichzeitig Batterie laden mal ganz zu schweigen. Ich hab zwar keine Ahnung wie hoch der Verlust diese Wandlersystems ist.Geht man aber von einem Verlust von 30% aus währe das also in etwa so als würde man das AUto mit einem 55 PS Motörchen bewegen.

Für mich stellt sich hier aber eher die frage, warum der Elektromotor so viel Leistung haben muss wenn es doch nach 60 km nicht mehr Möglich ist diese auch nur annähernd zu nutzen.

Konsequent effizient sieht für mich anders aus.

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hartmut rencker 15.10.2010, 13:46
3. elektromobile Illusion

Die heranziehende Elektrozeit kann uns nicht die gewohnte Mobilität bewahren, jedenfalls werden mit einer Batterieladung niemals schwergewichtige Monster mit Tempo 160 oder mehr ohne zeitraubendes Nachladen oder Batteriewechsel von Frankfurt nach München bewegt werden können.

Derzeit bewegen wir uns mit den fast perfekten Energieträgern fort, nämlich den hoch energiehaltigen und leicht handhabbaren Flüssigtreibstoffen Kerosin, Benzin oder Diesel. Diese Treibstoffe kommen dem brisantesten Energieträger Wasserstoff sehr nahe ohne dessen Probleme wie die Notwendigkeit der Tiefstkühlung oder schwergewichtiger Hochdruckbehälter, die bei 700 bar Druck gerade einmal 500 Gramm Wasserstoff speichern können. Beides ist in Fahrzeugen nicht sinnvoll realisierbar. Also bleiben nur chemische Speicher übrig, auch Batterien genannt. Diese verfügen bei allen nur denkbaren Fortschritten in der Speicherungstechnik immer über ein erhebliches Eigengewicht bei eher geringen Kapazitäten, langen Ladezeiten, einer begrenzten Lebensdauer und hohen Herstellungskosten.

Die Zukunft der privaten Mobilität wird durch einen bescheidenem Radius bestimmt sein, also Stadtverkehr und etwas mehr, allenfalls ausdehnbar durch extreme Gewichtsreduzierung des Vehikels unter Inkaufnahme von Komfortverlust. Auch die gepriesene Hybridtechnik bringt nur bei viel Bremsbetrieb Vorteile, auf ebenen Langstrecken gar nichts oder wegen des Mehrgewichts sogar Nachteile. Für Euphorie besteht kein Anlass.

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johndo89 15.10.2010, 13:53
4. Verbrauch des Benzin Motors

Mich würde mal interessieren, wenn der Benzin Motor zu geschaltet wird, wie hoch der Verbrauch von dem teil ist.
Wie groß ist eigentlich der Benzintank??

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mmueller60 15.10.2010, 13:54
5. x

Zitat von alfa2010
Aber: Einen Durchschnittsverbrauch von 1,6 Litern pro 100 Kilometer für ein (Groß)serienreifes Fahrzeug soll erst einmal ein anderer Hersteller nachmachen.
Wahrscheinlich kommt man nur deshalb auf diese Zahl, weil das nächtliche Volltanken an der Steckdose nicht mitgerechnet wird? Keine Ahnung. Hab von dieser angeblichen "neuen Formel" zur Durchschnittsverbrauchsrechnung noch nie was gehört.

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Cephalotus 15.10.2010, 13:55
6. Verbrauchsangaben bei Hybriden sind witzlos

Zitat von alfa2010
Das GM den Volt als Elektroauto bezeichnet ist schon verwunderlich, dafür zeichnet sich sicher die Marketingabteilung des Hauses verantwortlich. Aber: Einen Durchschnittsverbrauch von 1,6 Litern pro 100 Kilometer für ein (Groß)serienreifes Fahrzeug soll erst einmal ein anderer Hersteller nachmachen.
Nichts leichter als das, denn diese Verbrauchsanagbe bezieht sich (vereinfacht) nur auf die ersten 100km.
Wer ein Hybridauto baut, das 95km elektrisch fahren kann, der schafft auch 0,2l/100km Verbrauch. Der elektrische Verbrauch wird dabei ignoriert.
Man darf halt jetzt nur nicht davon ausgehen, dass das dem Durchschnittsverbrauch entspricht, wenn das Auto mal 500km unterwegs sein sollte. Das gilt natürlich auch für den Volt.

Das "neue Antreibskonzept", einen parallel-seriellen statt einen rein seriellen Hybrid zu bauen ist übrigens eine deutliche Effizienz- und Leistungsverbesserung.

So gesehen würde ich mich da gerne belügen lassen.

Eine "reines" Elektroauto war der Volt eh nie, dazu dürfte er ja keinen Verbrennungsmotor haben.

mfg

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syracusa 15.10.2010, 14:01
7. rwdd

Zitat von rwdd
Es würde ja auch an ein Wunder grenzen, wenn man mit einem 81PS Motor und dem Umweg über Generator, Batterie, Elektromotor ein Auto angemessen bewegen kann. Von gleichzeitig Batterie laden mal ganz zu schweigen. Ich hab zwar keine Ahnung wie hoch der Verlust diese Wandlersystems ist.Geht man aber von einem Verlust von 30% aus währe das also in etwa so als würde man das AUto mit einem 55 PS Motörchen bewegen. Für mich stellt sich hier aber eher die frage, warum der Elektromotor so viel Leistung haben muss wenn es doch nach 60 km nicht mehr Möglich ist diese auch nur annähernd zu nutzen. Konsequent effizient sieht für mich anders aus.
Ihr absurder Schluss baut auf Ihre obige Aussage auf: "Ich hab zwar keine Ahnung wie hoch der Verlust diese Wandlersystems ist".

Lassen Sie sich das nochmals auf der Zunge zergehen: Sie wissen, dass Sie keine Ahnung haben, aber dass das, was Sie dann als ahnungslose Annahme annehmen, macht den Volt zu einem ineffizienten Fahrzeug?

Der Benzinmotor kann bei der Stromerzeugung im Volt im optimalen Betriebszustand gehalten werden. Anders als bei einem normalen Benzinauto muss der nicht ständige Lastwechsel durchführen, und er muss auch nicht ständig im unwirtschaftlichsten Teillastbetrieb laufen. Während ein Benzinmotor in einem normalen Auto einen Wirkungsgrad von 15 bis 20% hat, erreicht er im Volt vermutlich 25 bis 30%.

Nur bei leerem Akku und sehr großem Leistungsbedarf würden die schätzungsweise 10% Verlust bei dem Umweg über Batterie und E-Motor stören, denn in diesem Betriebszustand würde auch bei reinem Benzinbetrieb ein hoher Wirkungsgrad erzielt. Für diese seltenen Fälle treibt der Benzinmotor das Auto also effizienter direkt an, als über den Umweg.

Das erhöht bei dem Hybridauto GM Volt die Effizienz. Ein reines Elektroauto war der GM Volt nie, und er wurde auch nie als solches "verkauft". Der Benzinmotor ist seit jeher integraler Bestandteil des Konzepts.

Übrigens: E-Motoren in E-Autos haben meistens deshalb sehr hohe Leistung, weil da hohe Leistung nicht sehr viel teurer ist, und weil ein E-Motor mit hoher Leistung auch ein leistungsfähiger Generator ist, wenn es um Rückspeisung von Bremsenergie geht.

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net_worker 15.10.2010, 14:01
8. Maximale Leistung vs. Energieverbrauch

Zitat von rwdd
Es würde ja auch an ein Wunder grenzen, wenn man mit einem 81PS Motor und dem Umweg über Generator, Batterie, Elektromotor ein Auto angemessen bewegen kann. Von gleichzeitig Batterie laden mal ganz.....
Die Leistung des Haupt(Elektro)-Motors wird hauptsächlich beim Beschleunigen benötigt. Nach dem Beschleunigen wird nur eine wesentlich geringere Leitung benötigt um den Roll- und Luftwiederstand zu überwinden. Das bedeutet, dass kurzzeitig eine hohe Leistung abgerufen wird, die der Motor auch liefern können muss, um damit ein gutes Fahrgefühl zu haben. Die durchschnittlich benötigte Leistung ist wesentlich geringer, was dazu führt, dass der Benzinmotor+Generator nur für diese Mittlere Leistung ausgelegt werden müssen - Deshalb reicht der 81PS Motor voll aus. Im übrigen wird die Batterie, wenn sie entladen ist auf ca. 35% der vollen Kapazität gehalten und nicht auf 100% aufgeladen, weil dies ineffizient ist. Das Aufladen soll nur an der Steckdose passieren. Dies ist effizienter als den Strom zum Aufladen im Auto aus Benzin zu erzeugen.
In dieser Betriebsart ist die Batterie ein Zwischenspeicher, aus dem beim Beschleunigen Energie entnommen wird. Dieselbe Menge Energie wird dann mit dem Verbrennungsmotor+Generator wieder aufgefüllt - aber nicht mehr, so dass immer genügend Energie in der Batterie für den nächsten Beschleunigungsvorgang verfügbar ist.
Beim Bremsen füllt auch der Generator ein wenig die Batterie auf, so dass diese Energie nicht an den Bremsscheiben in Wärme umgewandelt wird, sondern wieder fürs Beschleunigen verfügbar ist.
Also selbst wenn die Batterie fast leer ist, ist der Hauptantrieb immer der Elektromotor -> Der Volt ist ein EV (mit eingebautem Kraftwerk)

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androlski 15.10.2010, 14:30
9. Was ist "rein"

Zitat von net_worker
.................................................. ....... Also selbst wenn die Batterie fast leer ist, ist der Hauptantrieb immer der Elektromotor -> Der Volt ist ein EV (mit eingebautem Kraftwerk)
Genau! Und die sogenannten reinen Elektroautos sind auch auf den (zumeist schmutzigen) Strom aus der Steckdose angewiesen.
Da ist es mir doch lieber, unterwegs nicht ständig mit Beklemmungen auf den Stromverbrauch achten zu müssen, um ja nicht liegen zu bleiben oder doch zumindest lange Standzeiten an einer hoffentlich unterwegs vorhandenen Stromtankstelle in Kauf nehmen zu müssen.

Wirklich reine Elektroautos generieren ihren "sauberen" Strom selber oder laden doch zumindest an nahezu emissionsfreien "Tankstellen".

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