Forum: Auto
CO2-Grenzwerte: Flottenverbrauch steigt wieder an
DPA

Der CO2-Ausstoß europäischer Neuwagen dürfte nur eine Richtung kennen, wenn die Hersteller teure Strafzahlungen vermeiden wollen - abwärts. Jetzt ist er erstmals seit Jahren wieder angestiegen.

Seite 1 von 9
arrogist 09.08.2017, 13:30
1.

Es gibt doch die supertolle Diesel-Abwrackprämie, die wird es sicher richten :-)
Oder eben auch nicht.

Aber das war wirklich zu erwarten bei den ganzen SUVs - ehemalige Sportwagenfirmen wie Porsche, BMW, Alfa Romeo und jetzt auch noch Ferrari bauen diese völlig überflüssigen Kisten mit dem cw-Wert einer Schrankwand.
Und warum? Weil sie gekauft werden.Und das wie verrückt.
Also entweder lernt es der Autokäufer von selbst, oder die Hersteller verkaufen die Dinger so teuer, dass sie uninteressant werden. Aber ich befürchte, die Strafen werden dann auf alle Fahrzeuge umgelegt, egal ob SUV oder nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
chiemseecorsar 09.08.2017, 13:31
2. Gebetsmühle

Zum 1000sten Mal. So lange die Schadstoff/Stickstoff-Bilanz von Fahrzeugen allein mit dem berechnet werden was aus dem Auspuff kommt wird das nix mit dem Welt retten. Ein "SUV" (selten dämlicher Begriff für ein Nutzfahrzeug) hält länger und ist Dritt und Viertmarkt - praktikabler als andere Autos. Und hat damit eine wesentlich höhere Gesamtlaufleistung und Einsatzdauer. Und da das umweltschonendste Auto das ist was nicht gebaut wird hinkt die Thematik Flottenverbrauch. Downsizing macht Sinn in vielen Klassen aber Firmen wie Volvo die keine neuen Verbrenner mehr entwickeln werden sich bis - falls sich der Trend e-Auto stabilisiert in Hinblick auf den Wertverlust nach 3 Jahren Leasing+ 2 Jahren Restfinanzierung nach Auffangfinanzierungen umschauen müssen. Freiwillig wird sich niemand mehr diese Altautos ans Knie nageln. Und wenn Tesla ein x-beliebiges Konkurrenzfahrzeug wird, in 4-5 Jahren, werden wir sehen wie sich Laufleistung, Verschleiß und Abnutzung preislich real bemerkbar machen. Anybody will pay for anyway. One World. No Border.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pom_muc 09.08.2017, 13:32
3.

Die Autohersteller werden die Strafzahlungen einfach auf die Preise umlegen. Dann kostet der Audi A8 halt 2000 Euro und der Golf 200 Euro mehr.

Vermutlich bringt das einen großen Push für Hybridfahrzeuge sofern die Politik ENDLICH den gesetzlichen Anspruch eine Steckdose an den Tiefgaragenplatz auch GEGEN den Willen des Hauseigentümers verlegen zu lassen in Gesetzesform bringt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
crazy_swayze 09.08.2017, 13:36
4.

Die Lobbyarbeit in Brüssel ist zum klassischen Eigentor mutiert.

Statt verpflichtende Grenzwerte für einzelne Modelle festzuschreiben wollte die Auto-Lobby stattdessen unbedingt das Flotten-System.

Und jetzt kann dieses System kein Autobauer mehr gescheit tracken. Zu viele Modelle, zu viel Mischkalkulation drin, zu viele Prämissen.

Aber auch die SUV-Fahrer müssen sich fragen lassen, ob sie allen ernstes einen kleinen Geländewagen für die Stadt brauchen.

Ich muss da leider nur mit dem Kopf schütteln, wenn ich Mami seh die ihr Kind mit dem Monster-SUV in die Kita fährt und danach 2 Plastiktüten von Aldi in den Kofferraum "wuchtet". Lächerlich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fatherted98 09.08.2017, 13:37
5. Logisch...

...wer kauft sich schon einen Neuwagen unter, sagen wir mal 150 PS?....ich kenne da keinen. Dazu kommt noch....man bekommt überhaupt keine gering-motorisierten KFZ mehr....insofern gehen die Verbräuche hoch...geht der CO2 Wert hoch....einfach Rechnung.
Könnte man mit Tempolimit leicht in den Griff bekommen...aber wer würde das schon machen...noch nicht mal die Grünen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
iasi 09.08.2017, 13:46
6. nicht die Hersteller sind die Schuldigen - sie bauen nur, was

der Kunde verlangt. Viel Leistung, viel Komfort und eben viele kg.
Schlechte Luft erzeugen wir Autofahrer durch die Wahl der Autos, die wir kaufen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ds10 09.08.2017, 13:47
7.

Zitat von chiemseecorsar
Zum 1000sten Mal. So lange die Schadstoff/Stickstoff-Bilanz von Fahrzeugen allein mit dem berechnet werden was aus dem Auspuff kommt wird das nix mit dem Welt retten. Ein "SUV" (selten dämlicher Begriff für ein Nutzfahrzeug) hält länger und ist Dritt und Viertmarkt - praktikabler als andere Autos. Und hat damit eine wesentlich höhere Gesamtlaufleistung und Einsatzdauer.
Interessant, gibt es dazu auch eine Statistik oder ist das wieder eine dieser gefühlten Wahrheiten. Mir erschließt sich die Logik dahinter nämlich nicht, wieso sollte eine SUV eines Herstellers länger halten, als sagen wir mal ein Kombi des selben Herstellers mit dem gleichen Motor, der eine ähnliche Praktikabilität besitzt? Führt denn höheres Gewicht automatisch zu längerer Haltbarkeit?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lucky.sailor 09.08.2017, 13:54
8. Wen soll das verwundern?

Da ja schon die Durchschnittswerte bei den Verbrauchsangaben um mindestens 25 % zu niedrig angegeben werden bzw. nicht auf realen auf der Straße gemessenen Werten beruhen, dürfte der tatsächliche CO2-Ausstoß sogar noch höher sein, als hier BERECHNET! Die Werte sind schlicht gelogen und keiner kontrolliert die Angaben der Hersteller! Anscheinend traut sich in diesem Klima-Musterland aber niemand, mal genauer NACHZUMESSEN und dann den tatsächlichen Flottenverbrauch für jede einzelne Marke zu ERMITTELN. Wäre doch mal eine echte Aufgabe für ein Bundesumweltministerium bzw. Bundesumweltamt, oder?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rainer_daeschler 09.08.2017, 13:55
9. Leistung muss her!

Fortschritte in der der Schadstoffreinigung werden nicht in sauberere Fahrzeuge investiert, sondern schaffen die Möglichkeit noch stärkere Motoren einzubauen und einen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz zu erzielen. Wenn das so weitergeht und es gelingt den Schadstoffausstoß um 90% zu reduzieren, müssten wir so alle eines Tages leistungsmäßig einen Bugatti Veryron in der Garage stehen haben. Damit steht es sich auch viel würdevoller im Stau, als mit den 250PS Go-Karts von Heute.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 9