Forum: Auto
CO2-Ziele für Autos: So verlieren wir den Kampf gegen die Erderwärmung
DPA

Die EU hat lange um schärfere CO2-Regeln für Autos gerungen - und wieder nur einen windelweichen Kompromiss erzielt. Die Hoffnung, die Erderwärmung in den Griff zu bekommen, schrumpft weiter.

Seite 1 von 29
Tolotos 10.10.2018, 19:25
1. Die Rahmenbedingungen passen nicht zum Umweltschutz!

Im Handel funktioniert der Wettbewerb, aber die Welt ist völlig unfähig, sinnvoll global gültige Rahmenbedingungen festzulegen. Statt dessen gilt der kleinste gemeinsame Nenner, also: Nichts!

Das Resultat ist zwangsläufig, dass der gewinnt, der auf Umweltschutz pfeift. Das ist genau so sicher, wie die Tatsache, dass ein Stein im freien Fall nach unten fällt!

Beitrag melden
hardeenetwork 10.10.2018, 19:26
2. Verlieren?

Den Kampf um die Klimaerwärmung kann man nicht mehr verlieren. Wir haben ihn schon längst verloren. Alles andere ist eine große Lüge.

Beitrag melden
From7000islands 10.10.2018, 19:29
3. Merkel wusste nicht was sie beim WTO unterschrieb

War es 2005 ? Die stolze junge Gerechtigkeitskanzlerin Merkel unterschrieb für die WTO die Beteiligung Deutschlands an der Stärkung der modernen Globalisierung, damit " auch Arbeiter in China für rechte Arbeit einen gerechten Lohn bekommen", wie Merkel sagte.
Inzwischen karrt Europa jedes Küchenmesser und jede Discount Uhr aus China nach Europa, tausende Fabrikationsstätten im Europa der kurzen schnellen Wege wurden geschlossen zugunsten der langen Wege und Umweltverschmutzung. Warum steht im Artikel nicht, und warum wird in Brüssel nicht offen gesagt, welche Dimension der Schadstoff Ausstoss der Milliarden Container Unternehmen per Schiff oder Flugzeug über die 10 bis 12 000 km Strecke von China nach Europa hat?? Dann würde nämlich erkennbar sein, dass die Umweltverschmutzung durch PKW in Europa ein "Vogelschiss" gegen die Sintflut des Warenverkehrs aus FernOst ist. (Ich musste Gaulands Ausdruck mal für die richtige Sache verwenden)

Beitrag melden
fettdeckel 10.10.2018, 19:29
4. Relationen

Wenn man glaubt, dass man die Erderwärmung stoppen oder verlangsamen kann, indem man Autos verschrottet und neue baut, die dann ein paar Prozent weniger Abgase ausstoßen - vor allem wenn man weiß, dass Autos nur 7% des weltweit ausgestoßenen CO² verursachen, dann ist einem ehrlich gesagt auch nicht mehr zu helfen...

Beitrag melden
Sternwald 10.10.2018, 19:34
5. In die Tasche gelogen

Tut mir leid, aber so lügt man sich in die Tasche, auch wenn man etwas gutes tun will. Die CO2 Grenzwerte der EU sind nicht realisierbar, wenn nicht 100% des Stroms regenerativ hergestellt sind. Ein Auto braucht eine gewisse Energie, um bewegt zu werden, das lernen Ingenieure bereits im Grundstudium. Ob das ein e-Auto ist oder ein Verbrenner ist hierbei völlig egal, es werden mehr als 95g/km CO2 sein.
Wichtiger als übertriebene CO2 Grenzen wäre die Frage, wie man vermeidet, daß so viele Menschen das Auto wählen. Was ist mit Zügen? Was mit Fahrradinfrastruktur? Ein Umstieg auf Elektromobilität ist erst mal nur politisch erwünscht, aber ökologisch Quatsch.

Beitrag melden
unumvir 10.10.2018, 19:38
6.

Ein "Kampf gegen Klimaerwärmung" findet nicht statt.
Er könnte auch nicht gewonnen werden.

Klima und geschürte Panik sind ein Wirtschaftsfaktor, der dazu dient, Wettbewerb zu steuern und Gelder in die "richtigen" Taschen zu lenken, die anderweitig weitaus besser und nutzbringender investiert wären.

Dem Klima ist das egal.
Uns sollte es nicht egal sein.

Beitrag melden
neutron76 10.10.2018, 19:38
7. Die Veränderung muss bei den Bürgen anfangen

Die Autoindustrie agiert gesteuert durch Nachfrage. Wenn man sich die 95g/km Grenze in Spritverbrauch umrechnet, erkennt man unweigerlich, dass schon dieses Ziel nicht konform mit dem aktuellen Kaufverhalten ist. Ich würde zunächst die Mineralölsteuer kräftig erhöhen damit ein Umdenken bei der Kaufentscheidung stattfindet. Die sparsamen Autos gibt es schon längst. Ein SUV oder Hochdachkombi fällt dann aus dem Raster heraus, weil man den Luftwiderstand auch mit noch so viel Hybrid oder Elektro nicht wegdiskutieren kann. Die Autos müssen kleiner werden! Das ist Physik, sonst nichts. Da kann die „böse“ Industrie weiter bashen, es bringt nicht. Es wird übermorgen keinen Hybrid-Benziner geben, der alle glücklich macht. Auf dem Papier vielleicht, aber aus dem Dieselskanal hat man gelernt, dass Papier geguldig ist und Zertifikate immer ein Kompromiss sind. Mit dem 35%-Ziel bei gleichem Spritpreis, wird man den Krieg wieder im Kleingedruckten des Gesetzes austragen müssen.

Beitrag melden
bluebill 10.10.2018, 19:39
8. Den Kampf verlieren wir sowieso.

Die Erde hat sich schon immer mal abgekühlt und mal erwärmt. In den Eiszeiten war sie ein lebensfeindlicher Ort, in den sog. Klimaoptima (Warmzeiten) dagegen war genug Nahrung und Lebensraum da. Derzeit erwärmt sie sich. Natürlich hat das Folgen. Der Mensch wird sich anpassen müssen, so wie andere Spezies auch. Mag sein, dass wir Menschen einen gewissen Anteil an diesem Vorgang haben - aber das ist sicher nicht der Auslöser. Die Erde würde sich auch erwärmen, wenn es uns gar nicht gäbe. Das aufzuhalten, ist mit den uns verfügbaren Mitteln nicht möglich. Daher sind all diese Diskussionen reine Utopie. - Was natürlich eine ganz andere Dimension ist: die Vergiftung, Ausplünderung und Zerstörung der Erde. Von Luftverschmutzung über Agrarindustrie bis Überfischung, mit allem und jedem wird sorglos und verschwenderisch umgegangen, immer im Interesse der Wirtschaft. Aber irgendwann ist alles alle. Keine atembare Luft mehr, kein sauberes Wasser, keine fruchtbaren Böden, kein Öl und keine Kohle. Das wird ein viel heftigeres Problem als zwei oder zweieinhalb Grad Erderwärmung. Und dagegen kann man sehr wohl etwas tun. Sofern man von der Wirtschaftshörigkeit abrückt. Aber das dürfte leider auch utopisch sein.

Beitrag melden
fred_m 10.10.2018, 19:39
9. Die Liste lässt sich erweitern

Zitat aus dem Artikel:
". . . dass die deutsche Autoindustrie zu einer schnelleren Aufgabe des Verbrennungsmotors gezwungen werden muss, soll sie nicht denselben Weg nehmen wie Kodak mit der Analogfotografie oder Nokia mit den Handys."

Weitere interessante, etwas ältere Beispiele: die deutsche Kameraindustrie (z.B. Rollei) und die Schweizer Uhrenindustrie. Auch diese beiden Gruppen haben den Anschluss verpasst. Aber in Gegensatz zu den deutschen Automobilherstellern haben sie ihren Untergang ganz alleine geschafft, ohne tatkräftige Unterstützung irgendwelcher CDU/CSU-Regierungen.

Beitrag melden
Seite 1 von 29
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!