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Crash von Roboterauto: Uber kämpfte seit Monaten mit Problemen
AFP

Das Roboterwagen-Programm von Uber hatte offenbar schon vor dem tödlichen Crash Probleme. Laut "New York Times" mussten menschliche Fahrer häufiger als geplant die Kontrolle übernehmen.

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muskat51 24.03.2018, 11:54
1. in meiner Kindheit

wurde eine Roboterethik erfunden, nach der Roboter keine Menschen töten dürfen. Scheint sich nicht durchgesetzt zu haben. Menschenleben spielen wohl keine Rolle mehr, wenn es um die Entwicklung neuer Möglichkeiten geht, die eigene Geldgier besser zu befriedigen. Wenn hier keine rechtliche Aufarbeitung mit Signalwirkung gelingt, wird der Straßenverkehr durch die Einführung rollender Roboter bestimmt nicht sicherer (warum gute Software, wenn ich auch mit mieser durchkomme?). Wie sieht eigentlich die Unfallstatistik aus, wenn man Roboterautos mit menschgefahrenen auf der Basis der tatsächlich gefahrenen Kilometer (Meilen) vergleicht? Ich bin nicht begeistert, wenn künftig jeder, auch Kinder und die Tiere des Waldes nur noch mit Peilsender auf die Straße dürfen.

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53er 24.03.2018, 11:55
2. Wie gehabt,

Transparenz ist nicht mehr en vogue. Minimale Erfolge werden mit einem riesen Bohei publiziert. Misserfolge darf es offiziel nicht geben, es könnte ja sein, dass das Publikum Zweifel bekommen könnte. Die Quintessenz daraus heißt: Wirtschaft und zunehmend auch Politik wollen die Meinung und das Wissen der Bevölkerung in eine, für ihre Zwecke, genehme Richtung zwingen. Der Mensch und Verbraucher darf sich nicht mehr seine eigene Meinung bilden, er soll nur glauben, dass es seine eigene Meinung ist. Marketing ersetzt Realität.

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mohsensalakh 24.03.2018, 12:19
3. Die Prolls von der Autoindustrie scheinen es nicht zu begreifen!

Die Erde hat gerade ein großes Problem mit Autos und ihren Abgasen und die Autoindustrie und co. sieht die Lösung in "Selbstfahrende Autos"! Übrigens lieber SPON: Das war nicht das erste Unfall von Selbstfahrenden Autos mit einem menschlichen Opfer sondern bereits das zweite. Beim ersten Unfall übersah der Testwagen einen LKW und fuhr auf ihn zu - der Fahrer der Testwagen starb. Das solche Spassvögel dort überhaupt die Genehmigung bekommen eine nicht reife Technik im Stadtverkehr zu testen, zeigt wie steinzeitlich primitiv das amerikanische politische System tatsächlich ist.

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kain1 24.03.2018, 12:37
4. Nachts auf einer Straße = Tod ?

Mit der Testfahrt dürfte Uber dem autonomen Fahren einen Bärendienst getan haben. Ein Radfahrer bzw. Fußgänger muss auch nachts ein recht auf Leben haben. Es kann nicht sein das man ein unausgereigftes System (LIDAR hat Probleme bei Dunkelheit) auf weiche Verkehrsteilnehmer losläßt. Aber warum auch die "normale", Kamera gesteuerte, Software nicht reagiert hat dürfte die spannenste Frage sein. Der theoretische Vorteil, dass die autonomen Autos sofort reagieren können scheint hier gar nicht funktioniert zu haben. Das Auto hat nicht verzögert oder irgendwie reagiert...
Oder ist Uber noch nicht soweit, dass es Objekte ungleich andere Autos richtig erkennen kann ?

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PX3752 24.03.2018, 12:49
5. @53er

"Misserfolge darf es offiziel nicht geben, es könnte ja sein, dass das Publikum Zweifel bekommen könnte."
Falsch. Misserfolge darf es deswegen nicht geben, weil sie sofort und meist völlig überzogen ausgeschlachtet werden, was Unternehmen ruinieren und tausende Jobs kosten kann. Es war schon immer so und wird auch immer so bleiben, dass man Fehler machen muss, um zu lernen. Und weil das Auto noch nicht fertig entwickelt war, ist es nun automatisch schuld am Unfall. Die Einschätzung der Polizei, dass weder Mensch noch Maschine der plötzlich auftauchenden Frau hätten ausweichen können, verhallt unbeachtet. Stattdessen drischt man nun auf die Entwickler ein. Das ist mir völlig unbegreiflich. Auch wie man allen Ernstes davon ausgehen kann, dass es Forschung und Entwicklung ohne Misserfolge und Rückschläge gibt, ist mir ein Rätsel. Wir benötigen neue Technologien, um effizienter und emissionsärmer zu werden - damit auch woanders nicht Hunderttausende an den Folgen des Klimawandels sterben. Die Woanders-Menschen sind nämlich auch wichtig! Nicht nur wir. Dass es im Laufe der Entwicklung dieser Technologien bei uns zu einzelnen Verlusten kommt, ist sehr tragisch. Es ist ebenfalls ein nicht zu verhindernder Fakt, der auch mit viel moralischem Geplärr nicht wegdiskutiert werden kann.

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at.engel 24.03.2018, 12:53
6.

Was das Video zeigt, und ob ein Mensch rechtzeitig reagiert hätte oder nicht... ist eigentlich vollkommen egal. Tatsache ist, die Sensoren haben überhaupt nicht reagiert.
Und da wären wir bei der rechtlichen Frage: Wenn Uber hier nicht die volle Verantwortung übernimmt, dann ist die Debatte über autonomes Fahren durch.
Mal ganz abgesehen davon, dass mir bisher weder der Sinn der ganzen Sache klar ist - wie man so viel Geld in etwas investieren kann, das keinen interessiert, das keiner braucht, das wahrscheinlich erst funktionieren wird, wenn kein Mensch mehr selbst fährt, weil es einfach mit menschlichen Verhaltensweisen nicht kompatibel ist, für das kaum jemand bereit ist, mehr Geld auszugeben - falls ich irgendwann in meinem Leben einen "besseren", sprich teureren Wagen kaufen sollte, möchte ich den auch selbst fahren - ist klar, dass, wenn die Hersteller/Vertreiber die nicht automatisch die rechtliche Verantwortung für das System übernehmen, das Ganze einfach zum Scheitern verurteilt ist.
Ich übernehme nicht als Fahrer die Verantwortung für die eingebauten Systeme: Wenn ich den den Gang wechseln will, muss das funktionieren - wenn ich bremse, müssen die Bremsen funktionieren - und wenn ich auf "autonomes Fahren" stelle, gebe ich auch die Verantwortung dafür an den Hertseller ab.
Und wenn ich mich in ein Taxi setze, nehme ich ja auch nicht dem Fahrer die Verantwortung für die Folgen seiner Fahrweise ab.

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hakufu.sansaku 24.03.2018, 13:01
7. Errinnert mich an die sowjetische Planwirtschaft

Der Plan der Firma muss um jeden Preis eingehalten werden.
Die Produktivitätskennzahlen müssen stimmen. Gut 50% der Belegschaft sind dann damit
beschäftigt schöne Statistiken zu erzeugen, die aber nichts mit der Realität zu tun haben.

Die Erwartungen der Investoren an Uber sind gigantisch, obwohl die nur Leute von A nach B
transportieren. Unglaublich darauf ist ja noch nie einer gekommen!

Dann noch der ganze Hype der in den Medien kursiert und in den sozialen Netzwerken in ungeante
Höhen getrieben wird. Aus jeder Mücke werden 10 Elefanten gemacht. Kann ja keiner nachprüfen.

Die Realität ist jedoch erbärmlich. Das eingebaute System ist der letzte Mist, jeder Auffahrassistent der
normalen Fahrzeuge kann dies besser. Aber irgendjemand kann davon sehr gut leben und sich die Taschen voll machen.

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vitalik 24.03.2018, 13:03
8.

Zitat von mohsensalakh
Die Erde hat gerade ein großes Problem mit Autos und ihren Abgasen und die Autoindustrie und co. sieht die Lösung in "Selbstfahrende Autos"! Übrigens lieber SPON: Das war nicht das erste Unfall von Selbstfahrenden Autos mit einem menschlichen Opfer sondern bereits das zweite. Beim ersten Unfall übersah der Testwagen einen LKW und fuhr auf ihn zu - der Fahrer der Testwagen starb. Das solche Spassvögel dort überhaupt die Genehmigung bekommen eine nicht reife Technik im Stadtverkehr zu testen, zeigt wie steinzeitlich primitiv das amerikanische politische System tatsächlich ist.
Da die Erde kein Organismus ist, ist ihr die Autos ziemlich egal. Menschen, wie Ihnen sind die Autos ein Dorn im Auge, aber warum sprechen Sie dann in "Wir" Form.
Zehntausende Menschen sterben jedes Jahr auf den Strassen. Dies lässt sich mit den autonomen Autos zum Teil verhindert. Seit Jahren arbeiten die Herstellen an immer besseren Schutz- und Erkennungssystemen und zwar mit einem sehr großen Erfolg. In Deutschland geht die Anzahl der Verkehrstoten kontinuierlich zurück.
Übrigens, auch in Deutschland fahren autonome Autos auf den Straßen. Eine 100% Wirksamkeit des Autopiloten vor der Testfahrt müssen die Hersteller auch bei uns nicht nachweisen.

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Poco Loco 24.03.2018, 13:07
9. Völlig überschätzte Technik

Ich hatte mir bei betrachten des Unfallvideos gleich gedacht, warum haben die Sensoren die Fahrradfahrerin nicht schon früher bemerkt, wenn die Technik angeblich auch im normalen Stadtverkehr funktionieren soll? Die Fahrradfahrerin hatte ja immerhin schon mehr als die halbe u. beleuchtete Strasse überquert und wurde trotzdem nicht bemerkt. In dem anderen Fall mit dem halbautomatischen Tesla und dem LKW mir weisser Plane scheint die Technik auch überfordert gewesen zu sein. Der Verkehr ist einfach zu komplex und die Technik inkl. Software viel zu anfällig. Das mag bei Zügen, Schiffen und Flugzeugen mit jeder Menge Platz und vorgegebenen Routen oder auf Schienen gut funktionieren, aber nicht im Stadtverkehr auf kleinstem Raum und mit all den Unvorhersehbarkeiten. Die Konzerne sind auf der Suche nach dem neuen Verkaufsschlager und würden nie zugeben, dass sie vermutlich auf dem Holzweg sind. Selbst wenn es einmal zuverlässig klappen sollte, wären die Fahrzeuge vollgestopft mit neuester Technik und deshalb so teuer und reparaturanfällig, dass es sich ohnehin nur die Reichsten leisten könnten. Teilautonome Fahrzeuge halte ich eh für einen Irrtum, denn wer will schon immer 100% aufmerksam dabei sein und sein Auto kontrollieren obwohl es doch angeblich so sicher ist, da ist selber fahren doch viel entspannender bzw. ich kann bei voller Konzentration viel besser und schneller reagieren.

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