Forum: Auto
Dieselaffäre: Das Merkel-Wort, das die SPD empört
DPA

Die neue SPD-Umweltministerin will schmutzige Dieselautos nachrüsten, der CSU-Verkehrsminister ist dagegen. Auf Schloss Meseberg schlägt sich die Kanzlerin auf seine Seite - und erzürnt die Genossen.

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misterknowitall2 13.04.2018, 12:30
1. prust

Never ending story. Auch die SPD Ministerin wird sich nicht an der deutschen autolobby vergehen. Auf der anderen Seite ist jetzt auch mal gut mit dieser dieselhysterie. Kann mal nicht zur Abwechslung auf dem Benziner rumhacken? Ist genauso eine drecksschleuder, redet aber keiner drüber.

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ruediger 13.04.2018, 12:39
2.

Wir müssen uns als Volkswirtschaft schon überlegen, welchen Aufwand wir in eine Dieselnachrüstung stecken wollen (am Ende zahlen wir alle die Rechnung dafür, egal ob jetzt in der Werkstatt, im Preis für das nächste Auto oder mit Steuern), oder ob es nicht viel sinnvoller ist, einfach auf den natürlichen Austausch der Fahrzeugflotte zu warten (der kostet nämlich nichts, und bringt, wenn auch vielleicht etwas später den gleichen
Effekt).

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tomxxx 13.04.2018, 12:42
3. Naja...

hat die SPD jetzt plötzlich gemerkt, dass sie nicht die Kanzlerin stellt? Könnte man eigentlich auch mal die Empörung der SPD hinterfragen? Aber das wird immer ungefiltert weiterkolportiert. Laut Umweltbundesamt (die mit den gefakten Todesfällen-Studien) sagt, dass 13 % der NOx-Emissionen auf Diesel-PKW zurückzuführen sind. Wenn man also die anderen 87% akzeptiert, dann kann dass juristisch noch ziemlich nach hinten losgehen! Das letzte Urteil hat nur gesagt, dass ein Fahrverbot für Diesel nicht grundsätzlich verboten ist... d.h. im Zweifelsfalle das andere Fahrverbote oder Emissionen auch erlaubt sind! Hamburg ist z.B. ein Superbeispiel, die ganzen Schiffe in die Stadt lassen, und dann die PKWs mit Fahrverbot belegen? Diesen Prozess will die Stadt bestimmt nicht!

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godelboy 13.04.2018, 12:45
4. Das Übliche

"Fest steht: Die Maßnahmen, die Scheuer beflissen aufgezählt hat, werden nicht reichen, um das Diesel-Problem aus der Welt zu bekommen. Gerichte werden die Regierung schon bald mit Fahrverbots-Urteilen zum Handeln zwingen." Das ist ausschließlich Meinung des Redakteurs und in der Sache kompletter Unsinn. Erstens sind weite Teile des "Diesel-Problems" herbeigeschrieben und existieren nicht. Tatsächlich ist der Diesel ein Beitrag zur Linderung eines großen Problems, des CO2-Ausstoßes im Flottenmaßstab. Zweitens sollte man sich lieber über defekte Fahrzeuge im Verkehr kümmern, als (ohne Rechtsgrundlage) technische Lösungen erzwingen zu wollen, die in der Gesamtwirkung höchst überschaubar sind. Drittens erteilen Gerichte keine Fahrverbote. Wie auch in Leipzig entscheiden sie nur darüber, wel in welcher Weise überhaupt eine Recht hat, Fahrverbote als Maßnahme zu beschließen. Hier wird die Öffentlichkeit von einigen Interessengruppen gezielt in die Irre geführt.

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luckysailor 13.04.2018, 12:46
5. Skeptisch?

Die Kanzlerin zeigt sich skeptisch, ob Nachrüstungen von Abgasreinigungsanlagen sinnvoll sei.
Ich bin mittlerweiles sehr skeptisch, ob diese Kanzlerin für uns betrogene Bürger noch tragbar ist. Ihrem Wort kann man längst nicht mehr glauben, ich wiederhole nur: "Mit mir wird es keine Maut geben!". Sie hat ihren Zenit längst überschritten und wird hoffentlich diese Legislaturperiode nicht als Regierungschefin beenden dürfen.

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Flauschie 13.04.2018, 12:48
6. Dirty Money

Ich habe mir die Tage mal die Netflix Doku zum Dieselskandal angesehen. Mal ganz vom umglaubichen Verhalten von VW abgesehen - der dort gezeigte Umweltschuetzer zeigt sich fassungslos, wieso man in Europa die Gesundheit der Menschen niedriger bewertet als den Schutz von Unternehmen. Ja, ist mir auch peinlich, dass es in D soweit kommen konnte. Wie tief koennen Politiker eigentlich noch sinken?

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Tolotos 13.04.2018, 12:59
7. Die Union ist generell für Straffreiheit für Unternehmerkriminalität!

Im Grunde genommen steht die Union für ein marktkonformes Rechtverständnis. Sie ist meist generell dagegen, der Industrie verbindliche Vorgaben setzen und faselt statt dessen gern juristischen Unsinn, wie "freiwillige Selbstkontrolle", um so verbindliche, mit Strafen verbundene gesetzliche Vorgaben zu vermeiden. So kommen die Politiker, die sich für diese industriefreundliche Politik einsetzen, sicher leichter zu Neben- und Nachfolgejobs in der Wirtschaft. Die Käufer, die von Autobauern mit freundlicher Unterstützung von den Volksvertretersimulatoren betrogen wurden, können sich so etwas wohl nicht leisten.

Aber das wundert mich gar nicht. Schließlich gehört Käuflichkeit der Politik um Demokratieverständnis der Union. Trotzt des 'C' im Namen haben die Unionspartien mit christlichen Werten wenig zu tun. Mit käuflicher Politik hingegen sehr viel mehr!

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ganzeinfach 13.04.2018, 12:59
8. Solange

die beratungsresistente Kanzlerin in die von ihrem Fahrer vorgeheizten oder vorgekühlten (sprich mit dauernd laufendem Motor) Modell Super-Premiumdiesel (neuester Verkaufsschlager von VW) einsteigt und auf mit Fahrverboten bedrohten Schleichwegen dahinschleicht, erübrigt sich jegliche Diskussion über die Lösung des hausinternen Gordischen Diesel-Knotens. Der Markt wird es ganzeinfach und zügig richten!

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tatsache2011 13.04.2018, 13:02
9. Ergebnis Dieselgipfel 2017 ?

Wo bleiben die Erfolgsmeldungen des Software Updates?
Werden die versprochenen 25 bis 30% Reduzierung im warmen Prüfstand oder auf der kalten Straße erreicht?
Reduzierung auf dem Prüfstand bringt fast nichts gegen drohende Fahrverbote, wenn durch Thermofenster abgeschaltet wird.

[Zitat] "Deutlich weniger Stickoxide, und das nur durch ein Softwareupdate:
Das hatten die Hersteller im August 2017 beim Nationalen Forum Diesel zugesagt.
Bei 5,3 Millionen Dieselautos in den Schadstoffklassen Euro 5 und 6 wollten sie nachbessern und die Stickoxidemissionen bis Ende 2018 um 25 bis 30 Prozent reduzieren"
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/abgasskandal-2-5-von-5-3-millionen-diesel-mit-software-updates-nachgeruestet-a-1196947.html

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