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Dieselskandal: Minister Scheuer will ausländische Hersteller drängen, ihre Autos nach
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Deutsche Autohersteller haben sich verpflichtet, Millionen Dieselautos per Update sauberer zu machen. Ausländische Konzerne weigern sich. Verkehrsminister Scheuer will das nach SPIEGEL-Informationen nicht hinnehmen.

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rainer_daeschler 07.09.2018, 16:51
1. Scheuer in der Klemme

Um ausländische Automobilhersteller zur Umrüstungen zu veranlassen, müsste Andreas Scheuer als Bundesverkehrsminister die gesetzliche Grundlage dazu dem Parlament zur Abstimmung vorlegen. Das würde ihn aber der VDA (Verband der Automobilhersteller) in Deutschland nie erlauben. Der möchte weiter bestimmen, was er tun muss und was nötigenfalls "freiwillig" tun könnte.

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ThomasSuzuki 07.09.2018, 16:54
2. Nebenkriegsschauplatz

Was soll das ??? Softwarenachrüstungen bringen nichts.
Entweder mein Euro5-Diesel wird auf Kosten des Herstellers per Kat auf Euro6 umgerüstet und damit wirklich umweltfreundlicher, oder ich wähle wegen der Totalausfalls von CDU/CSU/SPD die AfD.

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kleppy 07.09.2018, 16:59
3. Recht haben sie

Wie kann man überhaupt Autos, die eine Typgenehmigung haben, nachträglich vom Verkehr ausschließen, wie bei den Dieselfahrzeugen. Wenn es zu hohe Feinstaugbelastung gibt, dann muss man den Verkehr dort verringern oder allen Autos Fahrverbote erteilen. Wie kann ein einseitiges Fahrverbot überhaupt rechtens sein?

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brux 07.09.2018, 17:05
4. Hinweis

Das nennt man Chuzpe.
In der EU werden Autos im Gegensatz zu den meisten anderen Produkten nach nationalen Regeln zertifiziert. Jeder Versuch das europäisch zu harmonisieren, wurde bislang von Deutschland verhindert. Denn die deutsche Autoindustrie findet es einfacher, die Flensburger Behörde zu kontrollieren. Eine EU Behörde ist da zu unabhängig.

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Walsumer 07.09.2018, 17:22
5. Und sie schlafen weitere Jahre...

Diese Regierung ist einfach zu merkelig (i.S.v. schlafmützig).
Statt zu agieren, wird nur reagiert. Jedes Problem was aktuell vorhanden ist, war vorher absehbar. Wie dumm ist zB Scheuer, der von vorn herein ausschließt, dass die Industrie an den Kosten beteilgt sein sollte?
Da liest man von Milliardenstrafen in den USA (VW) und einige Zeit später von MIlliardendividenden. Es scheint, dass die Autofirmen nicht für den Kunden da sind, sondern vielmehr der Kunde für diese Firmen.
Leider war das bei der Banken"krise" so, und auch bei VW+Klientel wird es nicht anders sein: der Kunde/Wähler zahlt die Zeche.

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Meckerameise 07.09.2018, 18:16
6.

Die ausländischen Hersteller haben nichts zu befürchten. Die Autofahrer stellen sich bei der ganzen Sache sowieso auf die Seite der Automobilindustrie und diese sind auch diejenigen, die munter weiter die Autos kaufen. Die "Freiwilligkeit" ist eine reine PR-Aktion, die die Strafen in den USA ausgleichen. Die deutschen Autokäufer, die sich deswegen nen neuen Diesel gekauft haben, wurden zwei mal abgezockt und zahlen fröhlich die Zeche. Dazu müsste in der Regierung was passieren, aber die ist der lange Arm dieser Industrie und wird da nichts machen. Die Großspenden und die sicheren Posten müssen doch weiter fließen und stehen.

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7eggert 07.09.2018, 20:12
7.

Zitat von kleppy
Wie kann man überhaupt Autos, die eine Typgenehmigung haben, nachträglich vom Verkehr ausschließen, wie bei den Dieselfahrzeugen. Wenn es zu hohe Feinstaugbelastung gibt, dann muss man den Verkehr dort verringern oder allen Autos Fahrverbote erteilen. Wie kann ein einseitiges Fahrverbot überhaupt rechtens sein?
Man könnte feststellen, daß die Zulassung nicht rechtmäßig erteilt wurde und somit unwirksam ist. Oder man kann die gesetzlich festgelegten Gründe anführen, nach denen eine Zulassung entzogen werden kann.

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jasper366 07.09.2018, 20:20
8.

Er kann ja noch mal die Vertreter von Fiat einbestellen, so wie sein Vorgänger.
Aber er sollte nicht allzuviel Häppchen ordern, denn die werden einfach nicht erscheinen, so wie beim letzten Mal auch.

Renault (Nissan) wird ihm auch etwas husten.

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manicmecanic 07.09.2018, 20:36
9. Gut

finde ich die Begründung,denn so ist es doch auch.Die Autos haben ihre Zulassung zu zum Zeitpunkt derselben aktuell gültigen Werten bekommen.Was in der BRD nun teilweise von Behörden getan wird ist nichts anderes als einen juristischen Grundsatz zu brechen,genannt Bestandsschutz.Das sehen nicht nur Laien wie ich so sondern auch Juristen.

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