Forum: Auto
Elektro-Autos: Spionage-Affäre offenbart Renaults Risiko-Strategie

Carlos Ghosn, Chef der Renault-Nissan-Allianz, setzt ganz auf Elektromobilität. Jetzt suspendierte er drei mit dem E-Auto-Projekt befasste Manager - wegen angeblicher Spionage. Oder weil sie seine Strategie kritisierten?*Wenn diese scheitert,*ist der gesamte Konzern gefährdet.

Seite 1 von 8
Katzenfreund 06.01.2011, 17:24
1. Na so was auch

Das Problem ist, keiner kann in die Zukunft sehen. Klar ist die Strategie von Renaults mit Risiken behaftet. Klappts ist Gohsn ein Held, geht es schief ist er der Arsch. Aber die Frage ist wieviel genau setzt Renault auf diese Karte? Wenn es schief geht was haben die dann noch in der Hinterhand? Was macht der Weltweite Weetbewerb? Auf was setzen die anderen? Allein schafft Renault nie den Durchbruch. Denn nur für Renault wird keiner seine ganze Infrastruktur ändern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Morn 06.01.2011, 17:41
2. No risk, no fun

Die Konsequenz mit der das Thema "Elektromobilität" bei Renault offenbar angegangen wird, ist zumindest mehr als respektabel - und wird hoffentlich von Erfolg gekrönt.
Sollen die deutschen Hersteller ruhig vor sich hinschnarchen, Verbrennungsmotoren effizienter machen und übergangsmäßig hybrid unterwegs sein.
Die Zukunft fährt unter Strom, da ist es nicht schlecht, wenn man wie Renault konzentriert voraus fährt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dieter_huber 06.01.2011, 17:54
3. Flucht in die Zukunft...

dass die Franzosen keine vernünftigen Autos bauen können (lt. TÜV einerlei ob Renault, Peugeot oder Citroen), ist allgemein bekannt. Und wenn man die Probleme von heute nicht lösen kann, flüchtet man sich eben in die Scheinwelt von morgen. Nur hartgesottene Franzosen fahren heutzutage noch keine deutsche, koreanische oder japanische Autos. Es gehört nicht viel Weitblick dazu vorherzusagen, dass aus Frankreich in naher Zukunft eben nur noch landwirtschaftliche Produkte und Atomstrom exportiertbar sind. Vive la France!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Realo 06.01.2011, 18:01
4. Renault hätte vielleicht mal ins Archiv....

...hinab steigen und sich die alten Pläne des R4 nochmal anschauen sollen, oder die Kunststoffkomponenten des Espace Phase III ?
Ich bin ein alter, treuer Renault-Fan, aber inzwischen hat Renault nichts mehr im Angebot, was mir auch nur ein bisschen zusagen könnte.
Und mit einem reinen Elektro-Auto kann ich überhaupt nichts anfangen. Optimiert den R4, neuer "noch" sparsamerer Antrieb, macht in sicherer (von der Konstruktion, nicht vom Gewicht) und ihr habt wieder ein prima Fahrzeug.
Warum musste der neueste Espace 1.) so verdammt groß werden ?
2.) Warum wieder aus Blech und so verdammt schwer ?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jeh1985 06.01.2011, 18:01
5. hätte ich doch den Franzosen gekauft....

Zitat von dieter_huber
dass die Franzosen keine vernünftigen Autos bauen können (lt. TÜV einerlei ob Renault, Peugeot oder Citroen), ist allgemein bekannt. Und wenn man die Probleme von heute nicht lösen kann, flüchtet man sich eben in die Scheinwelt von morgen. Nur hartgesottene Franzosen fahren heutzutage noch keine deutsche, koreanische oder japanische Autos. Es gehört nicht viel Weitblick dazu vorherzusagen, dass aus Frankreich in naher Zukunft eben nur noch landwirtschaftliche Produkte und Atomstrom exportiertbar sind. Vive la France!
In unserer Familie fahren alle Franzosen. Ich nicht- leider nicht, mein Opel Astra H kostet mich im Schnitt um die 500 Euro pro Jahr an Reparaturen. Bei den Franzosen in der Familie fallen kaum bis keine Reparaturkosten an. Die Franzosen bauen aktuell bessere Mittelklasseautos als wir...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
founder 06.01.2011, 18:03
6. Renault Kangoo Plug in Hybrid gekillt

Zitat von sysop
Carlos Ghosn, Chef der Renault-Nissan-Allianz, setzt ganz auf Elektromobilität. Jetzt suspendierte er drei mit dem E-Auto-Projekt befasste Manager - wegen angeblicher Spionage. Oder weil sie seine Strategie kritisierten?*Wenn diese scheitert,*ist der gesamte Konzern gefährdet.
2007 fuhr ich in Monaco einen Renault Kangoo Clenova II Probe

Im EVER Monaco Messezentrum war die Antriebseinheit ausgestellt.

Benzin/Etahnol Verbrennungsmotor und elektrischer Antrieb kombiniert

25 kWh Akku für 150 km rein elektrische Reichweite, lange Strecken mit dem Verbrennungsmotor

Das Projekt war von der Societe Electric Vehicles, einer Untergruppe des Dessault Konzerns.

2007 wurde die Serienfertigung für 2009 angekündigt.
Doch dazu kam es nicht

Auf allen Messen - Genfer Autosalon, IAA Frankfurt - haben die Renault Leute die Existenz dieses Plug-in Hybrids geleugnet.
Logisches Motiv: Elektroautos mit geringer Reichweite kann man gezielt zu extrmen Preisen in einem kleinen Nischenmarkt verkaufen, sind keine Gefahr für die anderen Produkte.
Ein Plug-in Hybrid ist hingegen eine Gefahr für die gesamte restliche Produktpalette. Alle Alltagsfahrten rein elektrisch, nur die Urlaugsfahrt, der lange Woechenendausflug mit Benzin.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Skarrin 06.01.2011, 18:06
7. Das andere Risiko

Deutsche Hersteller fahren die gegenteilige Risiko-Strategie in Sachen Elektromobilität: ausbremsen, Akkumärchen erzählen, um Staatsgelder betteln, immer neue "Flottenversuche" veranstalten, untaugliche Prototypen auf Messen präsentieren (e-tron!), überteuerte Versuchsfahrzeuge in homöopathischen Stückzahlen verleasen.

Das Problem ist: nur eine der beiden Risiko-Strategien wird funktionieren!
Wenn die Renault-Strategie funktioniert, dann haben deutsche Autokonzerne ein Problem. Mit vom Marketing künstlich generiertem "Premium"-Image werden sie ihre Spritfresser dann nämlich nicht mehr lange in den gewohnten Stückzahlen loswerden.

Vorstellbar ist also durchaus, dass die gefeuerten Manager von ausländischen Konkurrenzunternehmen gekauft wurden, um Einzelheiten über Renaults Technik zu erfahren und diese ggf. sogar zu sabotieren.

Ebenso ist möglich, dass Ghosn so einige "Fossil-Fossilien" loswerden will, die aus ideologischen Gründen die Entwicklung von E-Autos behindert haben.
Von denen sind in deutschen Unternehmen auch noch zuviele unterwegs... aber leider so weit oben dass niemand sie feuern kann.

Gruß Skarrin

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mitbestimmender wähler 06.01.2011, 18:12
8. Der BYD im STERN

Etwa solche "Deutsche" Autos mit Struktur Von Mercedes und der Rest (Antrieb, Getriebe, Aufhängung) von BYD ?

Wo die Deutschen Medien noch dazu immer wieder von Kopie sprechen dabei ist es ein "50/50" Projekt zwischen Mercedes und BYD

Ja BYD schaut mal euch die Models an und dann beschwert euch grad bei Mercedes.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
SG1-RL 06.01.2011, 18:14
9. Ob mans glaubt oder nicht,

die grosse Chance fuer Renault wartet in den USA. Denn hier wird der Leaf schon angeboten. General Electric ist gerade dabei eine flaechendeckende Infrastruktur einzustielen, sogenannte Rapid Charge Stations, wo man seine Batterie innerhalb von 15-30 min zu 50% aufgeladen bekommt.

Nissan bietet auch mit dem Kauf des Leafs eine Home charger station an usw.

Zusaetzlich gibt es bis zu 8500$ Zuschuss vom Staat.

Wenn Renault die Nissan Vertragshaendler fuer Renault Autos nutzt, werden die hier ganz gross, denn anders als in Europa ist die Bereitschaft ein reines Elektroauto, zumindest als Zweitwagen zu kaufen sehr hoch.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 8