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Elektroautos: Deutsche Hersteller übermitteln Positionsdaten an Chinas Regierung
DPA

Chinas Regierung weiß jederzeit, wo Elektroautos von VW, BMW, Daimler und Co. unterwegs sind. Die Hersteller übermitteln permanent sensible Fahrzeugdaten - und geben sich machtlos.

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dirkcoe 05.12.2018, 06:51
1. Schöne neue Autowelt?

Dann sind wir wohl gut beraten und Autos ohne Vernetzung, ohne viel Elektronik und ohne Handy Schnittstelle zu kaufen? Wann ich wohin fahre geht einfach niemanden etwas an. Und glaubt wirklich jemand, die Daten werden nur in China erfasst?

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The Restless 05.12.2018, 07:13
2. Immernin gibt es jetzt ...

... zunehmend viele E-Autos auf Chinas Straßen. Bin gerade einen Monat dort gereist: Viele Großstädte können nicht mehr unbegrenzt Lizenzen für neue Autos ausgeben, weil die Straßen voll sind und die Luft schlecht. Wer ein Auto kaufen möchte, muss erst an einer Verlosung teilnehmen und lange Wartezeiten in Kauf nehmen. Ausgenommen sind E-Autos, die dadurch extrem schnell an Beliebtheit gewinnen (man erkennt sie an den grünen Nummernschildern). Auch die vielen kleinen Leihwagen (die man einfach per App aktiviert und bezahlt) sind elektrisch, Busse und Taxis zunehmend auch. In China werden die E-Autos bald in der Überzahl sein.

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dbeck90 05.12.2018, 07:32
3. Einfach mal nachdenken

Man könnte daraus bspw. auch Rückschlüsse auf Straßennutzung haben, da man in echtzeit sehen kann zu wieviel % welche Straße belastet wird. Das führt zu besseren Instandhaltungsmaßnahmen, effizienteren Ampelsystemen, besserer Auswertung bei Unfällen, etc. Ich habe keine Ahnung, was China mit den Daten machen will, aber man könnte sie tatsächlich weitreichend sinnvoll einsetzen.

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ayee 05.12.2018, 07:35
4. Zur Verbesserung der Infrastruktur

Ja klar, der Social Score in China soll auch zur Verbesserung des Verhaltens führen.... im besten Falle. Man sollte einen der Manager, die sowas auch noch verteidigen, doch mal fragen, ob er sich auch gerne so überwachen lassen wollte.... im Sinne der Infrastruktur.

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rosinenzuechterin 05.12.2018, 07:42
5. Typisch deutsch

Man stelle sich vor, welche Berichterstattung abliefe, wenn die Hersteller wegen "typisch deutscher" Datenschutzbedenken den Multimilliardenmarkt China brachliegen lassen würden. Wer auf fremden Märkten unterwegs sein will, muss sich an die dortigen Gesetze halten, ob uns das gefällt oder nicht. Genau das erwarten wir ja auch von chinesischen Unternehmen auf dem europäischen Markt (Produktsicherheit, Schutz des geistigen Eigentums etc.). Hier nun mit dem Finger auf die Autohersteller zu zeigen, stellt den Falschen an den Pranger. Auch wieder typisch deutsch.

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fellmonster_betty 05.12.2018, 07:54
6. hihi

sollten die Chinesen etwa flächendeckend G5 haben? Dieses ist für Echtzeitüberwachung notwendig. Somit kann eine Überwachung in diesem Ausmaß hier nie passieren. Weiterstümpfen im Neuland ist hier angesagt. wie beruhigend.

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latrodectus67 05.12.2018, 07:54
7. Lach

Und natürlich werden keine Daten von der Fahrzeugelektronik an die NSA übertragen, oder? Obwohl herauskam dass die NSA die Metadaten aller Mobiltelefone in Deutschland sammelt(e?), wir erinnern uns an Snowden.
Mir ist es gleich, an wen diese Daten übermittelt werden. Ich will keine Datenübermittlung an irgendwen. Ob China, EU oder NSA oder Hersteller. Und was übermitteln die Fahrzeuge an die Hersteller und was machen die mit den Daten?
Und wo ist da die EU?

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RDetzer 05.12.2018, 07:55
8. Das Gute an der Überwachung

ist, daß derjenige der überwacht von den Ergebnissen der Überwachung nichts versteht. Das genau ist das Problem, nicht die Überwachung sondern der Überwacher. Vor einer faktisch belegten Überwachung, in der es um die Klarstellung von Untaten und Verbrechen geht, muß man sich nicht fürchten. Die Phantasmagorie der Überwacher ist ein Beleg, daß die Überlassung von Möglichkeiten zur Überwachung den Überwacher zu einer Gefahr für die Öffentlichkeit und das Leben der überwachten Personen anwachsen läßt. Die Rekonstruktion der Istwelt sollte dazu Vorbeuge treffen, das ist auf simple Weise möglich.

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so-long 05.12.2018, 07:57
9. Theoretisch

Zitat von dbeck90
Man könnte daraus bspw. auch Rückschlüsse auf Straßennutzung haben, da man in echtzeit sehen kann zu wieviel % welche Straße belastet wird. Das führt zu besseren Instandhaltungsmaßnahmen, effizienteren Ampelsystemen, besserer Auswertung bei Unfällen, etc. Ich habe keine Ahnung, was China mit den Daten machen will, aber man könnte sie tatsächlich weitreichend sinnvoll einsetzen.
Ja. Praktisch: nein. Die totale Überwachung. Dann wüsste (zB) Merkel genau, wann Sie wo wie lange waren. Die Strassennutzungsdaten sind dann nur noch ein Abfallprodukt. Gläsern wäre bald untertrieben.
Vor bald hundert Jahren wurde die Frage gestellt: „Wollt Ihr den totalen Krieg?“ Das Volk schrie: „Ja“. Wir würde die Antwort lauten bei:“Wollt Ihr die totale Überwachung?“

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