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Fahrverbotsurteil: So zerfiel der GroKo-Dieselkompromiss in sieben Tagen
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Die Berliner Fahrverbote sind der nächste Tiefschlag für die Große Koalition in der Dieselkrise. Zentrale Beschlüsse des jüngsten Gipfels sind praktisch wertlos. Die Chronologie des Scheiterns.

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HH1960 09.10.2018, 20:56
1. Halbwertzeit heißer Luft

M.E. ist das sehr gut so und ich hoffe, die nächste Niederlage steht bei den neuen Grenzwerten ins Haus. Vom Umweltschutz einmal abgesehen, halte ich das Vorgehen der Kanzlerin für kontraproduktiv. Zuviel Schutz für eine veraltete Industrie macht diese bestimmt nicht fit für die Zukunft. Das Geschäftsmodell der dt. Automobilindustrie ist so nicht zukunftsfähig.

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skla5555 09.10.2018, 21:01
2. Schön weiter so.....

.....am Ende haben die Hersteller sogar dann wirklich recht. Je länger diese Posse dauert, desto weniger Autos mit Euro 4/5 wird es tatsächlich geben. Denn unabhängig von der Schadstoffklasse unterliegt jedes Auto einem natürlichen Verschleiß und am Ende landen sie eh auf anderen Straßen.
Sollten am Ende aber nun auch noch Euro 6 a,b,c dazu kommen, wird eine Umrüstung unausweichlich.
Zwei Fragen stellen sich mich aber akut:
1.
Warum wird eigentlich von ausländischen Herstellern erwartet was die inländischen nicht bereit sind zu geben?
2. Wann kommt der erste Automobillobbist auf die Idee, das sich an der Kosten der Umrüstung auch die afrikanischen Staaten beteiligen sollten? Schließlich würden umgerüstete Diesel auch die zukünftige Luft in Afrika besser machen.....

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spon-1251283990282 09.10.2018, 21:02
3. Dieselauto auf die Autobahn stellen, abschließen und im Sammeltaxi weg

Das würde ich machen, in einer konzertierten Aktion unter Einladung aller Lokalsender.
Wäre mal ein echter Hingucker in den Medien, und würde den Autoherstellern zeigen, dass sie bereits über der Grenze sind - schon länger !

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brooklyner 09.10.2018, 21:03
4.

Ich hab ja keine Ahnung, daher frage ich hier in die Runde: so ein Wagen - und sei er auch ein Jahr alt - kostet ja eine ganze Stange Geld - selbst ein Golf. Ist es denn nicht möglich, den Dieselmotor rauszunehmen und beim örtlichen Schrauber einen Benzinmotor reinzubauen? Der ganze Rest des Wagens hat ja auch einen gewissen Wert und der Motor kann ja nicht Zehntausende kosten? Freunde von mir aus Finnland haben nämlich genau das gemacht, hier superbillig einen ziemlich neuen Diesel von jemandem gekauft, der Panik bekommen hatte und dann in Estland den Motor auswechseln lassen.

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tazleser 09.10.2018, 21:06
5. Feldversuch mit Koaltionsvereinbarung

Letzte Woche ein Besuch im Autohaus. Probefahrt, Verkaufsgespräch, Angebot. Zum Abschluß die Frage: wie ist das mit der beworbenen Prämie (10 TSD) und dem Ankauf eines 6jährigen dt. Euro 5 Premium-Diesels. Ergebnis: das bereits vorliegende Angebot ist ohne jegliche Verhandlung 500,- Euro teurer. Ankauf: etwa zu 1/3 des vorsichtig geschätzen Marktwertes. Ein guter Deal für die Autoindustrie. Da hätte ich doch lieber die Nachrüstung !

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cypeak 09.10.2018, 21:12
6. alles gut und rechtlich wohl korrekt..

..nur doof dass das alles nun auf dem rücken der privaten dieselbesitzer ausgetragen wird die auf einem schaden sitzenbleiben der offenbar niemanden sonderlich interessiert, da alle beteiligten (politik, pkw bauer, kba) behaupten alles richtig gemacht zu haben..

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Circular 09.10.2018, 21:13
7. Individualverkehr gehört grundsätzlich auf den Prüfstand

Zitat von HH1960
M.E. ist das sehr gut so und ich hoffe, die nächste Niederlage steht bei den neuen Grenzwerten ins Haus. Vom Umweltschutz einmal abgesehen, halte ich das Vorgehen der Kanzlerin für kontraproduktiv. Zuviel Schutz für eine veraltete Industrie macht diese bestimmt nicht fit für die Zukunft. Das Geschäftsmodell der dt. Automobilindustrie ist so nicht zukunftsfähig.
Selbst bei Traktionsbatterien ist die Entsorgung bisher nicht geregelt und zahlreiche Sicherheitsfragen noch ungelöst.

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rennerfra 09.10.2018, 21:13
8. Der über fast 10 Jahre kumulierte Schaden ist einfach zu gross...

...für die amtierende Politik = mit vertretbaren Kosten für Industrie, Kunden und Staat nicht mehr flächendeckend regulierbar.

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Draw2001 09.10.2018, 21:24
9. Vielleicht doch jetzt mal den §554b herausbringen.......!

Auch wenn die deutschen Hersteller „was in der Schublade haben“, sie werden durch die aktuelle Entwicklung einfach vom Ausland überholt. Durch diese Trödelei und die fehlende Einsicht, das Kfz komplett zu überarbeiten und nicht schon wieder einen Q8, Q9 und dann Q10(Lastwagenvergleichsmodell), wie bei Audi herauszubringen, fährt denen der ganze Markt davon. Wann wird der §554b in Verbindung mit §22 Abs. 1 WEG, beschlossen?
Der Paragraph ermöglicht dem Eigentümer/Mieter in einem Mehrfamilienhaus auf seinem Stellplatz eine Steckdose auf eigene Kosten zu installieren, damit sein Elektroauto geladen werden kann - ohne Zustimmung von dritter Seite. Aktuell benötigt solch ein Eigentümer/Mieter die Zustimmung aller Eigentümer - die er natürlich nicht bekommt und sich daher auch kein Elektroauto kauft. Auf diese Frage erhält man oft umständlichen Antworten wie, „das Vorhaben ist noch in der Lesung“ oder „die Initiative muß noch beraten werden“ usw. Solange solch einfache Gesetze nicht beschlossen sind, ist an einen breiten Erwerb von E-Autos nicht zu denken. Das 1-Million-E-Auto-Ziel von Frau Merkel musste inzwischen von dieser von 2020 auf 2022 verschoben werden, weil die Bundesregierung es nicht geschafft hat, diesen Paragraphen zu beschließen. Die Bundesregierung sorgt also schon selbst vorauseilend dafür, dass keine oder nur ganz wenige Elektroautos auf deutschen Straßen fahren. Niemand braucht ein Elektro-Auto, dass er über Nacht nicht laden kann. Würden z.B. alle Zweitwagen, welche täglich ca. 40 KM fahren, ausgetauscht, würden wir die Million bereits um ein Vielfaches überschritten haben. So erreicht man auch Klimaziele - ohne Strategiespielchen.

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