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Gerichtsurteil: Was Sie über die umstrittenen Dashcams wissen müssen
DPA

Stell dir vor, du hast einen Unfall, und die Dashcam hat alles aufgezeichnet: Mini-Kameras im Auto sind theoretisch eine feine Sache - doch was ist mit dem Datenschutz? Ein neues Gerichtsurteil sorgt leider nicht für Klarheit.

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wo_st 12.08.2014, 17:39
1. Dash Cam lenkt nicht ab!

Dash Cam erzieht den Fahrer zu mehr vorsichtigem Umgang mit anderen Autofahrern. Sollte zwingend Pflicht werden.

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ronaldo123 12.08.2014, 17:44
2. Ja zur DashCam ...

Ich sage JA zur DashCam .. ich habe eine im Auto und konnte so nach dem Überfahren einer Taube dank der DashCam einen Teilkasoschaden geltend machen. Der Schaden am Auto betrug 2000.- Euro. Deshalb wurde durch die Versicherung ein Gutachter eingeschaltet welcher einen Unfall mit einer Taube ausschloss. Erst nach Vorlage der Bilder/Video der DashCam wurde der Schaden nicht als Vollkaskoschaden ( 300.- SB ) sondern als Teilkasoschaden ( 0.- SB ) behandelt. Ich werde die DashCam drinnen lassen, was auch immer die in Zukunft entscheiden!!! Dann sollen auch die ganzen Helmkameras bei Motorrädern und Ski-Fahrern verboten werden!!

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pro_forma 12.08.2014, 17:49
3. Dash-Cams sind super!

Typisch deutsch mal wieder. Worin soll das Problem bestehen, wenn man die Kameras tatsächlich nur für mögliche Unfälle verwendet? Sicher gibt es Leute, die auch Videos bei Youtube hochladen, aber dann müssen eben entsprechend Gesichter oder Kennzeichen unkenntlich gemacht werden. Und vor Gericht sind solche Aufnahmen absolut super zu verwenden. Aus meiner Sicht spricht nichts gegen eine Nutzung. Wenn ich unverschuldet in einen Unfall verwickelt wurde, möchte ich das auch beweisen können und mit so einer Kamera wäre das sicher einfacher.

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lemmy01 12.08.2014, 17:51
4. Kapiere das nicht

So weit ich weiß, sind Fotofallen verboten, weil der Förster im Wald nicht nur ein scheues Reh damit knipsen könnte, sondern auch einen Menschen beim "Pilze sammeln". (So ja anscheinend in Österreich bei einem Politiker schon geschehen.)

Dann müssten eigentlich die Dash-Cams zweimal verboten sein. Hier werden Verkehrsteilnehmer nicht versehentlich, sondern vorsätzlich gefilmt.

Interessanter ist die Frage der Zulässigkeit als Beweismittel. Da bin ich der Meinung: Egal ob legal oder illegal gefilmt wurde, kann man das doch wohl kaum für die Wahrheitsfindung ignorieren.

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hdudeck 12.08.2014, 17:53
5. Dash Cams sind sinnvoll und wuerden helfen,

Unfaelle schneller und gerechter aufzuarbeiten. Und was soll das Gefasel von Datenschutz? Jede (private) Ueberwachungskamera (in Geschaeften, Strasse usw) tut doch das Gleiche, wenn diese die Strasse miterfassen. Solange (bei Veroeffentlichung) identifizierende Merkmale (Kennzeichen, Aufschriften) verpixelt werden, ist dagegen auch nichts einzuwenden. Wenn jeder so eine Kamera (vorn und hinten) hat, werden es sich auch Verkehrsraudis zweimal ueberlegen, ihre Sucht zum Nachteil Anderer auszuleben.

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zack34 12.08.2014, 17:53
6. Dass man sich bei der flächendeckenden Überwachung

noch über die Datenschutz-Problematik der Dashcam-Aiufnahmen soviele "Sorgen" macht... entbehrt nicht einer gewissen, unfreiwilligen Komik.

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elshi 12.08.2014, 17:56
7. Ich fände die Dashcam hilfreich

und verstehe nicht, wieso für einen Videobeweis bei einer Straftat (dafür tu ich s ja ins Auto) dieses Hilfsmittel nicht erlaubt sein soll, würde ja die Aufklärung von Unfallursachen erleichtern. Aber egal, ein paar Jährchen noch, dann sind an entsprechender Stelle wohl etwas weniger angestaubte Argumente zu hören.

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Alimentator 12.08.2014, 17:56
8. hochwirksam und nützlich

Ich habe schon seit Jahren eine Dashcam. Rumfummeln muss niemand - die schaltet sich mit dem Motor ein und aus. Verkehrsrowdys lassen einen sofort in Ruhe, sobald die merken, dass das kein Navi ist xD
Die Ösis müssen es natürlich mal wieder übertreiben: 10.000 Ocken für eine Dashcam ts ts ts!

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großwolke 12.08.2014, 18:00
9.

Verstehe ich das richtig: mein Freund und Helfer in Uniform darf die Dinger benutzen, weil er ja per se alles richtig macht, aber mir als beinahekriminellem Normalbürger wird es für exakt denselben Einsatzzweck verboten? Klasse Urteil. Anstatt ein paar Auflagen zu erlassen, wie die Dinger beschaffen und verplombt sein müssten, damit sie als Beweismittel taugen, wird gleich wieder verboten. Autos im Straßenverkehr sind genausowenig datenschutzrelevant wie Hausfassaden. Bei allem, was ich selbst aktiv anschauen gehen bzw. fahren kann ist es völlig wurscht, wenn ich dabei eine Kamera mitlaufen lasse oder Fotos mache. Wer vermeiden will, gesehen zu werden, muss sich halt in einer dunklen Höhle verkriechen. Deswegen gibt es ja auch die Unterscheidung in privaten und öffentlichen Raum. Wer sich in letzteren hineinbegibt, macht damit ganz automatisch ein paar Zugeständnisse. Das ist jedenfalls so meine Auffassung. Stillschweigend zu unterstellen, dass man die gemachten Aufnahmen zu gesetzeswidrigen Veröffentlichungen nutzen will, halte ich für zu weit gegriffen.

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