Forum: Auto
Leben ohne Pkw: "Unser Mobilitätsverhalten muss sich radikal ändern"
Urban Arrow / urbanarrow.com

Atemwegsbeschwerden, Klimawandel, Tausende Tote jährlich - das Auto verursacht viel Leid. Dennoch lieben die Deutschen ihren Pkw. Ohne ihn würde es sich aber viel besser leben, erklärt hier ein Politikwissenschaftler.

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drsamatha 17.05.2018, 05:40
1. Gute Ideen

Leider weg von der Realität der Mehrheit der Deutschen. Der Deutsche liebt sein Auto und mit der zunehmenden Vergreisung ist er noch weniger bereit sich umzustellen. Möglichst dick und gepanzert auch kleinste Strecken, an dieser Unsitte kommt man nicht vorbei. Hinzu kommt eine Politik, die sich schon seit Jahren weigert unliebsame Realitäten umzusetzen. So sollte beispielsweise spätestens ab 75 ein ärztliches Attest zur Fahrtauglichkeit erbracht werden. In der Schweiz bereits üblich würde dies hier aber nie eine politische Zustimmung finden. Zu groß das Wählerpotential. Ebenso bei Fahrverboten in den Innenstädten. Wer ist bereit so eine unpopuläre Entscheidung umzusetzen? Da stehen viele Fahrer wenigen Anwohnern gegenüber. Ebenso verhält es sich mit Auto- vs. Radfahrer. Autofahrer sind mehr, hinzu kommen Industrieinteressen, die das gesamte Politiksystem unterwandert haben. Und auch wenn es bei den jungen urbanen Mitbewohnern nicht mehr so populär ist, die Mehrheit ist weiterhin immer älter und starrer werdend und wird sich den geliebten SUV nicht nehmen lassen. Und nur wer denen nach dem Mund redet, der wird gewählt. Und genau so wird dann auch politisch entschieden. Daher sind das alles nur nette Ideen....

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seid-kritisch 17.05.2018, 05:59
2. In Ecuador

geht man von seinem Haus zur nächsten Durchgangsstraße und hebt die Hand, wenn ein Kleinbus kommt. Diese Kleinbusse werden von Privatfirmen/Kleinunternehmen betrieben. Man steht nie länger als 10/15 Minuten. Für 50 Cents kommt man ca. 20 km weit. Die eigentliche Ursache unserer Verkehrsmisere ist das Monopol der DB und ihrer Busse. Eine Aufhebung würde das Auto auf dem Lande stark zurückdrängen - ja, aber die Arbeitsplätze. Ihnen zu Liebe geht das leider nicht.

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s.raudolf 17.05.2018, 06:02
3. Leere Worte

Die übliche grüne Professoren-Lehrstunde zum Thema Verkehr mit den immer gleichen Forderungen. Öffentliche Verkehrsmittel attraktiver machen, Fussgänger und Radfahrer fördern, Innenstädte zurückerobern... alles seit Jahren bekannt. In der Theorie klingt das auch immer super, aber in der Praxis wohnt eben nur 30% der Bevölkerung in größeren Städten. Der Rest (ich z.B.) kommt ohne Auto nirgendwohin, und daran wird sich auch mit schönen Worten so schnell nichts ändern. Forderungen wie "der beständige Ausbau der Straßeninfrastruktur muss beendet werden", gehen mit Vollgas in die falsche Richtung. Muß einen aber nicht wundern von jemandem, der weder einen Führerschein, noch jemals ein Auto bessessen hat...

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HH1960 17.05.2018, 06:04
4. Stimmt!

Wir besitzen einen kleinen Hybrid, ein Pedelec, ein normales Fahrrad und nutzen so oft es geht den ÖPNV. In der Regel nehmen wir die Räder mit in die Bahn, sind entspannt unterwegs und vor Ort mobil. Ganz ohne Auto geht es wegen des ungünstigen Arbeitsweges noch nicht, aber wir fahren immer mehr Rad. Das hält fit, Parkplatzprobleme kennen wir nicht, entdecken völlig neue, schöne Wege durch die Stadt und lernen das ein oder andere nette kleine Geschäft mit individuellem Angebot in den Seitenstraßen kennen. Mit Auto würde das alles an uns vorbei gehen. Das Auto sieht die inneren Bezirke nur, wenn wir mal spät am Abend unterwegs sind. Das kommt allerdings selten vor, sodass eigentlich ein Taxi die bessere Alternative wäre. Autos gehören wirklich nicht in die Stadt, denn dafür ist der kostbare Raum viel zu schade.

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hummer2311 17.05.2018, 06:05
5. Deutsche Bahn

dazu kann ich nur sagen , der Mann kann noch nie mit der Deutschen Bahn in den Urlaub mit 2 Kindern gefahren sein .... oder er hat sich den Urlaubsort nach den direkten Zugverbindungen ausgewählt..... ansonsten würde er nicht so eine Aussage treffen !

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rkinfo 17.05.2018, 06:07
6. Autofasten für Hamburg ?

Statt Verbotszonen für Diesel - Anwohner frei - sollten die Innenstädter einfach auf ihre Autos verzichten ;-)
Tatsächlich werfen die ihre alten Euro 1-4 Alternativautos an und schimpfen über schmutzige Luft.

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GustavN 17.05.2018, 06:08
7.

Vollkommen realitätsfremd. Als Politikwissenschaftler, der im deutschen Bundestag arbeitet und demzufolge in Berlin wohnt, ist das bestimmt umsetzbar. Für große Teile unserer Gesellschaft sind diese Tipps aus dem Wolkenkuckucksheim aber leider nicht hilfreich.

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dasfred 17.05.2018, 06:09
8. Wenn man kein Auto hat,

dann kann man auch gut ohne Auto leben. Man ist es ja gewohnt, sich Ziele zu suchen, die mit Öffis und Fahrrad zu erreichen sind. Wer sich allerdings ans Auto gewöhnt hat, an die Möglichkeit, spontan, ohne Fahrplan, losfahren zu können, mit nahezu unbegrenzte Reichweite, der empfindet die Abschaffung als tiefen Einschnitt in seine Mobilität. Wie alles was das Leben bequemer macht, z.B. Spülmaschine, ist plötzlich ein Gefühl der Verarmung da, wenn man wieder einen Schritt zurück zur Einfachheit machen muss. Für den inneren Wandel, den jeder für sich selbst vornehmen muss, ist ohne Not kaum jemand bereit. Von daher ist es müßig, sich Gedanken um Autofahrer zu machen. Sie nehmen eher das Angebot von noch mehr Komfort an, als geliebte Gewohnheiten aufzugeben. Wie wir hier erst in den letzten Tagen lesen konnten, besteht sogar eine Angst davor, auf das Fahrzeug verzichten zu müssen, selbst wenn die Gesundheit nicht mehr mitspielen will. Keine Autos gibt es nur, wo es keine Straßen gibt oder der Verkehr so massiv behindert ist, dass der öffentliche Nahverkehr spürbar komfortabler empfunden wird.

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inverts 17.05.2018, 06:09
9. Zu viele Menschen!

Der wichtigste Faktor sind Menschen, und vor allem neue Menschen, d.h. Leute die Kinder haben. Eine sehr unbequeme und politisch hochexplosive Wahrheit. Also, weniger Menschen = weniger Umweltschäden. Die Menschheit muss um so 30-50% reduziert werden. Siehe globalfootprintnetwork. Das Auto ist völlige Nebensache.

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