Forum: Auto
Liegeräder im Test: Fahren im Halbschlaf
HP Velotechnik

Liegend durch die Welt fahren - diese Vorstellung begleitet unseren Autor seit Kindheitstagen. Jetzt, da der Rücken anfängt zu zwicken, hat er es erstmals gewagt und zwei Liegeräder getestet.

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Papazaca 02.06.2018, 19:03
1. Sorry, das hört sich alles sehr komisch an

Ein Kumpel von mir arbeitet in einem Liegeradladen in Mainz. ich selbst, habe ehrlich gesagt, keinen
blaßen Schimmer von diesen Rädern. Aber ich habe selten einen Artikel gelesen, der auf mich so zwiespältig
wirkte. Das fängt schon mit Intro an. Ein Kindheitstraum, den man kaum glauben kann. Und das geht dann so weiter ...

Lieber Haznain Kazim, sie haben sich eine Kategorie verirrt, von der sie augenscheinlich keine Ahnung, für die Sie aber auch kein Feeling haben. Alleine der Wunsch reicht nicht aus. Nicht böse gemeint, sprechen Sie mal mit Ihrem Kolleggen, der mußte schon sehr leiden, obwohl er ein wirklicher Biker ist und nicht nur als Kind Träume von Liegeräder hatte ...

Sie bewegen sich auf vermintem Gebiet, bringen Sie sich in Sicherheit. Das ist wirklich nicht böse gemeint.

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anselmwuestegern 02.06.2018, 19:28
2.

Die geringe Sitzhöhe und das knappe Zuladungsgewicht schrecken mich ab, obwohl gerade das Bauchtraining sicher nicht nachteilig ist.
Mein Idealqufbau wäre vorne zwei und hinten ein Rad wegen der Lenkstabilität aber das scheitert erst recht am Fahrergewicht, da das Hinterrad dann alleine den grössten Teil trägt.
Hoffnung auf Abnehmen habe ich nicht, da ich im Umfang in den letzten Monaten verloren und auf der Waage gewonnen habe. Im nächsten Leben wähle ich Durchschnittsgrösse.
Egal ob zu klein oder zu gross, wer abweicht hat ein Problem.

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jing&jang 02.06.2018, 19:35
3. Liegeräder sind sehr speziell

ich spreche diesen nach meiner Erfahrung mit einem Noll Tiefflieger die uneingeschränkte Alltagstauglichkeit gegenüber normalen Rädern ab, im Stadtverkehr viel zu gefährlich da die Silouete für Autofahrer noch unauffälliger ist und die Wendigkeit ist naturgegeben nicht so agil.
Für den Ausflug ins Grüne ideal, Reiseerfahrungen habe ich damit nicht, da Steigungen schon schwieriger zu nehmen sind, aber das ist bestimmt Übungssache.

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Leser161 02.06.2018, 19:49
4. Interessant

Interessanter Artikel. Aber in einem Forum in dem schon geschlussfolgert wurde, das jeder Radfahrer der überfahren wird vermutlich ein ein Kampfradler war, der sich entgegen der natürlichen Ordnung mit anderthalb Tonnen Stahl und Plastik angelegt hat, well, ich weiss nicht ob so ein Artikel eine gute Wahl war. Wobei der Autor hat ja schon gegenüber anderen Radikalen Rückgrat gezeigt. Vielleicht ist er genau der Richtige für einen solchen Artikel. Mich jedenfalls hat er neugierig auf Liegeräder gemacht. Vielleicht eine gute Erweiterung für meinen Fahrradpark.

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Papazaca 02.06.2018, 19:50
5. Anmerkung: Um heraus zu bekommen, worum es geht

Da wir ja von einem ganz unterschiedlichen Rad sprechen - verglichen mit den konventionellen Rädern - müßte man die beiden Liegeräder auch mal umfassend ausprobieren. Wie fahren sie bergauf? Wie bei 40-60km oder mehr Kilometer Geschwindigkeit bergab? Wie ist es auf Radwegen? Wegen der Breite?
Geben einem die Geschäfte die Möglichkeiten, alles auszuprobieren?
Wie sind die Preise, wie der Service etc. etc. ....
Es gibt sicher noch mehr viel wichtige Punkte, aber ich fahre ja Mountainbike. Ich muß mal meinen Kumpel fragen. ....

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abuske1 02.06.2018, 20:38
6. also

das mit dem bergauf fahren kann ich nicht bestätigen. Beim normal Rad drückt man sich noch, die maximale Kraft ist also etwa die halbe Körpermasse. Beim Liegerad sitzt man eher und hat Unterstützung in der Lende. Da kann man ordentlich drucken. Wobei die Kondition meist eher die Grenze ist.
Ich habe Mal ein Liegerad auf einer Radtour ausprobiert. Super für längere Strecken, aber in der Stadt eher suboptimal. Problematisch wurde es, wenn die anderen zu langsam wurden.

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Steve B 02.06.2018, 20:48
7.

Ich fahre seit der Jahrtausendwende Liegeräder, aber vom Bauchmuskeltraining habe ich bisher noch nichts gespürt. Ganz im Gegenteil! Ich vermute, Hr. Kazims hat den üblichen Anfängerfehler gemacht, sich aus dem Sitz zu heben, und damit nicht nur seine Bauchmuskeln strapaziert, sondern auch für das kippelige Fahrgefühl gesorgt.
Wald- und Wiesenwege würde ich mit der Streetmachine jetzt nicht unbedingt fahren. Dafür ist der Schwerpunkt für diesen Radstand zu hoch, das Rad wird mit seiner Vollfederung auf Bodenwellen tendenziell zum Schaukelpferd. Für diesen Zweck gefielen mir ein S-900 oder evtl. ein C-500 von Flux schon besser (um nur zwei Beispiele zu nennen, gibt noch diverse andere Hersteller), aber Fahren macht auf breiteren und vor allem ebenen Wegen deutlich mehr Spaß. Genaugenommen fällt mir überhaupt kein Grund ein, ausgerechnet so eine alte Konstruktion wie die Streetmachine zu fahren, das Konzept war schon zu seiner Entstehungszeit in den 1990er Jahren nicht gerade revolutionär, und die Welt hat sich inzwischen ein ganzes Stück weitergedreht. Auch 15kg müssen nicht mehr sein. Reiseräder mit Schutzblechen, Licht, Gepäckträger, Ständer liegen oft bei 15-20kg, aber leichte Renner gehen auch einstellig.

@jing&jang: Eine schlechtere SIchtbarkeit in der Stadt kann ich nicht nachvollziehen. Angst davor hatte ich zuerst auch, deswegen habe ich mein erstes Liegerad als Reiserad gekauft und bin in der Stadt weiter Trekkingrad gefahren. Aber mitterweile weiß ich, dass ich mit einem Tieflieger genauso oft und auch in den gleichen Situationen übersehen wie mit einem Trekkingrad.
Der wichtigste Nachteil in der Stadt bei praktisch allen Liegen ist, dass die Augen 1,5m weiter hinten sind. Je nach Fahrstil wird man auch das Springen über Schienen oder Bordsteine vermissen. Kopfhöhe (wichtig, um auch durch SUVs durchgucken zu können) und Wendekreis sind modellabhängig.

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lotrecht 02.06.2018, 22:11
8. Kurztest ist nicht sinnvoll bei Liegerädern

Bauchmuskeln? Ist der Autor ohne Klickies gefahren? Das geht auf kurzen Strecken ganz gut - zum Bäcker oder so. Deshalb kann man durchaus Kombipedale am Liegerad fahren. Für längere Strecken sind Klickies dringend zu empfehlen. Es ist mit Klickies auch sicherer, vor allem am Dreirad. Es ist recht unlustig wenn es einen durch ein Schlagloch die Beine runterhaut, die im Freilauf grade entspannt waren. Allgemein zur Muskelbelastung: am Liegerad benutzt man weniger Muskeln als am Aufrechtrad! Es ist deshalb biomechanisch effizienter. Die Muskeln die was tun machen halt Vortrieb. Haltekraft müssen nur wenige Muskeln aufbringen. Heißt zugleich: es ist noch weniger ein Ganzkörpertraining als ein Aufrechtrad. Was viele mir nicht glauben wollen: die Halsmuskeln haben sehr wenig zu tun, weniger als bei Trekkingrad-Haltung. Meinen immer alle, es vom Anschauen besser zu wissen. // Von den Nutzungseigenschaften her hat der Autor es nicht geschafft, sich bis zu den Vorteilen vorzuarbeiten. Das ist schade. Der Artikel gibt den Eindruck, der Autor hätte eine recht zeitsparende Recherche durchgeführt - und ein großes Interesse lese ich nicht heraus. // Übrigens: so ziemlich alle Rekorde für unverkleidete Fahrräder werden von Liegerädern gehalten. Dass sie sich in der Breite nie durchgesetzt haben ist richtig, hat aber viel mit dem Verbot durch die UCI bei Radrennen zu tun, das in den 30ern verhängt wurde. Profis fahren gern das schnellste Material, also würden sie Lieger fahren wenn sie dürften. Aufrechtrad fahren als Sport (UCI-Rennradfahren, also Tour etc.) ist ein bisschen wie Brustschwimmen.

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Buerste 02.06.2018, 22:31
9. @ Nr.2

Schauen Sie doch mal bei icletta.com rein: Vorne zwei, hinten eins. Habe es mal ausprobiert. Hat unglaublich viel Spaß gemacht, aber im Stadtverkehr fehlte mir der Überblick.

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