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Luxus-SUV auf der IAA: Die Protzbrocken
Jürgen Pander

"Zukunft erleben" lautet das Motto der IAA, doch "Größenwahn bestaunen" würde auch passen: Auf der Automesse stehen extrem pompöse SUV-Modelle, bald machen sogar Ferrari und Aston Martin mit. Unser Best of Protz.

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mazzmazz 14.09.2017, 05:46
1. Andere Länder, andere Sitten...

Die ganze Peinlichkeit begann eigentlich mit den unproportionierten mercedes R und GL.
Die erste SUV wie Matra Rancho, Jeep Cherokee, Mercedes ML, BMW X5 oder auch der Jeep Grand Cherokee waren so groß wie ein Kombi, sahen gut aus und boten eine etwas höhere Sitzposition bei vernünftigen Fahrleistungen und tragbaren unterhaltskosten.
Als dann der Wahn begann, die Kisten immer größer zu machen und mit gewaltigen Maschinen und Rädern aufzublasen, wurde es schon langsam lächerlich. Man hätte esbeim ersten Porsche Cayenne Turbo merken können, denn das Ding mutete wie ein Test an, wie weit man die Kunden in diesem Segment veräppeln kann.
Aber weit gefehlt, die Amerikaner, Russen und Araber kauf(t)en diese Autos wie warme Semmeln. Trotz zwischenzeitlich stark abnehmender Qualität insbes. bei den bekanntlich in den USA zuzsammengehauenen Mercedes ML und BMW X5. Hauptsache fette Optik, große Räder und ein großer Motor (für Europa respektive ein Diesel, so dass man die Protzkiste trotz 5-facher Kraftstoffbesteuerung noch fahren kann, ohne von 3 in 1 Zimmer umziehen zu müssen...).
Trotzdem war das Segment vor 15 Jahren irgendwie cool. Auch ich hatte mich zu einem XC90 verstiegen und mochte ihn. Aber wenig später kamen die peinlichen kleinen Frontkratzer-SUVs in Mode und es wurde für einen Menschen mit Stil höchste Zeit, den SUV zu verkaufen und wieder eine elegante, große Limousine zu fahren.
Das fällt dann auch heute, insbes. wegen der SUV-Schwemme, auf: Menschen mit etwas Stil und Klasse findet man ohnehin selten und ganz selten in SUVs. Auch mit Familie fahren sie große Kombis oder Limousinen. Die Kombis bieten ohnehin mehr Platz im Innenraum als die SUVs und auch mti einer Limousine kann man zu 5. zum Skifahren fahren.
Wer dennoch ein SUV kaufen möchte, möge dies natürlich gerne tun. Schließlich ist man hierzulande frei und darf als älterer Jungdynamiker auf dem Firmenparkplatz aus einem X3 steigen, einen Anzug zu bunten Ringelsocken und einer I-Watch tragen und Tofu-Burger grillen. Kann man machen, muss man aber nicht...

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dipl.inge83 14.09.2017, 06:07
2. Mit den Dimensionen

moderner Fahrzeuge kommen viele Fahrer in Mitteleuropa doch schon heute nicht zurecht. Das betrifft viele aktuelle Modelle, Geländewagen aber explizit. Die linke Spur in Autobahnbaustellen habe ich mit meinem 17 Jahre alten Kompaktwagen jedenfalls oft für mich alleine. Ich kann mich nicht entsinnen, dass dieses Phänomen sehr alt ist. Grundsätzlich kann ich die Anschaffung solcher Güter nur befürworten. Viele Arbeitnehmer sind dafür dankbar.

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mymindisramblin' 14.09.2017, 06:08
3.

Können diese geltungssüchtigen minderwertigkeitskomplexbehafteten Millionäre sich nicht irgendein anderes sündhaft teures Spielzeug kaufen - Briefmarken, alte Gemälde, High-End Stereoanlagen? Aber nein, es müssen Dinge sein, die außer überflüssig zu sein auch noch so viele Ressourcen wie möglich verschwenden, in der Produktion wie auch im Betrieb - ja klar, 14 Liter auf 100 km, wer's glaubt. Die Autoindustrie hat absolut NICHTS gelernt, der Mensch weiß dass unsere Welt und ihre Rohstoffe endlich sind aber er lebt weiter nach dem Motto 'nach mir die Sintflut'. Die Fahrer solcher Stadtpanzer müssen sich dann aber nicht wundern, sollten sie mal wieder 2 Parkplätze benötigen, wenn ich beim Aussteigen zufällig ihre Türe verkratze. Und nein - neidisch bin ich sicher nicht, das kommt doch meistens als Konter von Verteidigern diese Grössenwahnsinns, die sonst keine Argumente haben.

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cage24 14.09.2017, 06:18
4. Die deutsche

Automobilindustrie hat nichts gelernt...sie wird das Schicksal der amerik. Ai. in den 70 ern ereilen.
Manager lernen halt nicht aus Fehlern die sie natürlich nicht selbst gemacht haben....

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Flying Rain 14.09.2017, 06:24
5. Was

Was ich mir bei den "ehemalig" reinen Sportwagenherstellern die ja auf extrem ausgeöegt sind denke ist warum die alle jetzt nen SUV bauen wollen... ein Geländewagen der so extrem wie ein Ferrari unter der Sportwagen ist wäre doch mal eine Sache.

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dbrown 14.09.2017, 07:11
6. Was für häßliche Schüsseln!

Wenn das die Zukunft sein soll weiß ich nicht, warum ich mir mit 57 noch Gedanken über meine Umwelt machen sollte!

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vulcan 14.09.2017, 07:23
7.

Zitat von akkzent
Ich mag es von Herzen Jedem gönnen, der sich so eine edle Kotzprollkarre in seine Garage stellt. Im innerstädtischen Verkehr haben solche Ungetüme aber NICHTS zu suchen. Wird ein Fussgänger bei einer vergleichsweise geringen Geschwindigkeit von nur schon 30 km/h angefahren, sind die Folgen aufgrund des schiebenden Gewichtes einfach verheerend. Auch wenn mir Verbote widerstreben: Bitte solche Fahrzeuge im Interesse der Unfallgefahr verbieten. Kein Mensch braucht so ein Fahrzeug.
Nein, niemand braucht so ein Auto - aber wenn es danach ginge: Niemand braucht einen Sportwagen, niemand braucht einen Oldtimer, niemand braucht ein Motorrad, niemand braucht.....
Ich glaube auch nicht, dass es einen Unterschied macht, ob man von 1,5 oder 2,5to rollender Masse angefahren wird. Oder?

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geradsteller 14.09.2017, 07:26
8. "In China sind große SUV begehrt"

Bei uns nicht. Wir fahren lieber Rad oder kleine E-Mobile; obwohl bei uns das Auto am co2-Ausstoss nur 18% ausmacht, gehen wir mit gutem Beispiel voran. Naja, zumindest offiziell, ehrlicherweise finden wir diese Produkte auch scharf; machen uns aber gern runter, auch mit solchen Artikeln, weil: Was wir uns nicht leisten können, gönnen wir auch keinem Anderen. Ökokeule als Sozialneidwaffe, klappt.

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equigen 14.09.2017, 07:28
9. Und der Masse e-Autos aufdrücken?

Anstatt noch nicht konkurrenzfähige e-Autos der Masse aufzunötigen sollte man lieber diese Panzer endlich verbieten! Wäre doch kein Problem ein Maximalgewicht von 1.5t für PKWs festzulegen. Alles andere ist ein LKW mit Höchstegschwindigkeit 80km/h. Das Problem wäre gelöst - ganz ohne Verkaufs-Verbote, aber mit Verstand.
Die Einsparungen von 2-10 Litern Diesel / 100km wäre ein erster vernünftiger Schritt zum Umweltschutz. Und dann kann man den vernünftigen (!) Autofahrern ihre sparsamen (!) Diesel mit 4 bis 5l / 100km leicht noch eine längere Zeit gönnen. Bis sich rausstellt welche Art von KFZ sich technologisch wirklich durchsetzen wird. Ob e-Autos mit prinzipbedingt langen Ladezeiten für die Akkus (für die man beinahe unendlich viele Ladestationen braucht) der Weisheit letzter Schluß sind ist fraglich.
So wie bei der Übergangstechnologie "Energiesparlampe " (scheußliches Licht, Quecksilber, wird langsam hell) die nach 10 Jahren durch perfekte LEDs ersetzt wurde kann es auch beim e-Auto mit fest eingebautem Akku sein... Aber nur wenn die Politik nicht in Kommunismus-Manier eine unausgereifte Lösung zwangsweise einführt.

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