Forum: Auto
Mangelhafte Pkw: Rekord bei den Rückrufen
Wolfgang Groeger-Meier

Defekte Zündschlösser bei GM, Brände beim Tesla S, defekte Airbags bei Toyota: 2014 ist das Jahr der großen Rückrufaktionen. Laut einer Studie mussten im ersten Halbjahr mehr Autos in die Werkstatt zurück beordert werden als in den beiden Vorjahren zusammen.

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fagballs 24.07.2014, 17:06
1. Patches und Updates

Erinnert sich noch jemand an den alten Witz, wie es wäre, wenn sich Autos mit derselben Geschwindigkeit entwickelten wie PCs. Wir erleben hier genau das. Alles muss schnell und möglichst billig auf den Markt, später wird dann nachgepatcht. Schöne neue Welt.

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arrogist 24.07.2014, 17:07
2. Wie, bitte, kommt Tesla in dieser Liste auf Platz 3?

Da wird man wohl Mark Twain mit seinem bekannten Spruch über Lügen, verdammte Lügen und Statistiken zitieren müssen.
Nicht, dass bei Tesla keine Fehler passierten und weiter könnten, aber schon das Bild oben ist eigentlich irreführend. Da gehört ganz sicher GM hin.
Wer ist auf Platz 2?
Und was ist eine "Rückrufquote"?
321% bei Tesla oder von 1668% bei GM?
Aha, hier: "Die Hersteller riefen viereinhalb Mal so viele Autos zurück wie sie im gleichen Zeitraum in den USA verkauften".
Alles klar? Was sagt uns das jetzt? 321 von 100 verkauften Teslas im Zeitraum X wurden angeblich zurückgerufen. Also wurden mehr Autos zurckgerufen als verkauft?
Der Artikel ist auch deswegen irreführend, weil GM neu (!) über 700.000 Fahrzeuge in die Werkstätten beordert hat. Wenn Tesla mal so viele Fahrzeuge überhaupt verkauft hat, dann machen die in Kalifornien aber sicher ein ganz grosses Fass auf.
Und wann hat Tesla Fahrzeuge in die Werkstätten beordert? Der Link im Artikel führt zu einem Artikel, dass eben kein Rückruf vorliegt - auch wenn das natürlich der Tesla Chef aus seiner Sicht sagt, so gibt es doch entscheidende Unterschiede zu dem was GM tut - oder eher nicht getan hat, denn im Gegensatz zu GM reagiert Tesla sofort auf Probleme.
In diesem Sinne: Liebe Leute beim Spiegel, etwas genauer recherchiert darf es dann schon sein.

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montecristo 24.07.2014, 18:04
3. zurück beordern

Zitat von sysop
Defekte Zündschlösser bei GM, Brände beim Tesla S, defekte Airbags bei Toyota: 2014 ist das Jahr der großen Rückrufaktionen. Laut einer Studie mussten im ersten Halbjahr mehr Autos in die Werkstatt zurück beordert werden als in den beiden Vorjahren zusammen.
Naja, es wäre ja schön wenn die Firmen nötige Rückrufaktionen durchführen würden.

Seit nunmehr zwanzig Jahren, fahre ich VW und nur VW. Bisher war ich mit allen Modellen zufrieden, von kleineren Reparaturen abgesehen, die wohl das Los jedes Autobesitzers sind. Seit meiner Heirat vor einigen Jahren haben wir sogar zwei: einen großen und einen kleinen, nämlich einen Fox. 2006 als Tageszulassung gekauft hat er nunmehr weniger als 60.000 Km auf dem Tacho und ging vor kurzem durch den TÜV.
Dann passierte vor kurzem folgendes: Von einem Parkplatz kommend ließ sich im fließenden Verkehr das Lenkrad nur noch mit großem Kraftaufwand bewegen – eine gefährliche Situation, da sich das Auto kaum mehr lenken ließ. Ich brachte das Auto am selben Tag zur nächstgelegenen Werkstatt die einen Schaden der hydraulischen Lenkung feststellte. Ich möchte nicht wissen was da alles hätte passieren können! Ich fahre jeden Tag Serpentinen!

Diese Reparatur eine große finanzielle Belastung, die mich natürlich sehr ärgerte. Empört war ich jedoch über die Aussage der Werkstatt: Dies sei ein bekannter Fehler, VW habe daher den Lieferanten gewechselt. Und nein, eine Rückrufaktion habe es nicht gegeben.
Ich halte es für höchst unverantwortlich von einem weltweit geschätzten Autohersteller, dass er – wahrscheinlich im Hinblick auf Imageschaden und verminderte Gewinnaussichten – auf eine Rückrufaktion verzichtet, sie über den offenbar nur in Insiderkreisen bekannten Defekt nicht informiert und so Leib und Leben, auch anderer Verkehrsteilnehmer, gefährdet. Wenn schon keine Rückrufaktion, so wäre doch das Mindeste, dass VW den werkseitig herbeigeführten Schaden bezahlt und zwar unabhängig von der Kilometerleistung. Man kann doch von einem VW noch bei 60.000 Km erwarten, dass er gefahrlos zu betreiben ist!

Meine Beschwerde verlief übrigends im Sand. Es kam ein offensichtlicher Vordruck, welcher tausendfach abgeschickt wird. Ich solle "Verständnis zeigen".
Nein. Tue ich nicht.

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ms1985 24.07.2014, 18:39
4. Warum Tesla?

Ich verstehe das Theater um Tesla nicht, da sind 3 Autos nach einem Unfall abgefackelt und ein Jahr später wird immer noch darüber berichtet. Waren die Brände zudem nicht alle in 2013? Mich würde ja schon mal interessieren wer die Journalisten von Spon bezahlt. Kann mir doch keiner erzählen dass die neutral sind.....

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metacortexx 24.07.2014, 18:56
5.

Zitat von ms1985
Ich verstehe das Theater um Tesla nicht, da sind 3 Autos nach einem Unfall abgefackelt und ein Jahr später wird immer noch darüber berichtet. Waren die Brände zudem nicht alle in 2013? Mich würde ja schon mal interessieren wer die Journalisten von Spon bezahlt. Kann mir doch keiner erzählen dass die neutral sind.....
Also, wenn das "Abfackeln" für Sie eine Lapalie darstellt, dann weiß ich nicht. Also ich möchte da grad nicht drin sitzen wenn mein Auto abfackelt. Tesla ist noch nicht so lange auf dem Markt, aber ich denke die müssen ihr "Lehrgeld" schon noch mal bezahlen.
Also ich würde mir kein Modell eines Herstellers kaufen, wovon ich weiß, dass schon mehrere innerhalb eines Jahres abgefackelt sind.

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pass.opp.do 24.07.2014, 19:47
6. @ #5

"Also ich würde mir kein Modell eines Herstellers kaufen, wovon ich weiß, dass schon mehrere innerhalb eines Jahres abgefackelt sind." Na dann fallen Porsche 911 RS3. Audi R8 und Lambo schonmal raus. Da brennts öfters mal. Aus welchem Komzern kommen diese Vehikel noch mal? Achja...

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philippz 24.07.2014, 19:54
7.

Zitat von metacortexx
Also ich würde mir kein Modell eines Herstellers kaufen, wovon ich weiß, dass schon mehrere innerhalb eines Jahres abgefackelt sind.
Was für ein Schwachsinn! Dann sollten sie lieber Fahrrad fahren, da bei allen Automarken schon mal Autos abgebrannt sind. Bei Tesla ist die Rate noch viel geringer und es ist noch niemand in einem Tesla gestorben.

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markmach 24.07.2014, 20:09
8. An

Meinem vw Passat ist nach 3 Jahren und 90000km die Diesel pumpe kaputt gegangen und kurze zeit später ist die elektrische Handbremse schlagartig zugegangen. Zum Glück auf der Geraden und trockene Fahrbahn, will nicht wissen was sonst passiert wäre. Beide Schäden habe ich komplett zahlen müssen und die Aussage der Werkstatt war "das ist ein bekannter Fehler". Super, das war mein letzter vw...

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not_arzt 24.07.2014, 20:12
9. Qualitätskriterium

Mich stört die Aussage, dass die deutschen Hersteller "besser abschnitten" gewaltig! Nur weil ein Hersteller keinen Rückruf startet sollte man nicht auf dessen überragende Qualität schließen. Leider - und da spreche ich aus eigener Erfahrung als Fahrer eines sog. alternativen Antriebs aus deutscher Produktion - zieren sich die heimischen Hersteller was Rückrufe angeht. Zwar werden Fehler sehr kulant und zuverlässig behoben, allerdings nur auf eigene Initiative. Oder sie werden in einem "stillen Rückruf" während eines Routine-Aufenthaltes in der Werkstatt behoben.

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