Forum: Auto
Nie gemachte Motorsport-Fotos: Fantastisch gelöst
Unique & Limited Gallery

Es gab mal eine Zeit, da wurde noch nicht jeder Augenblick bildlich festgehalten. Viele spektakuläre Motorsport-Momente waren deshalb bislang nicht dokumentiert. Ein Bildband holt das nun nach. Paradox? Sehen Sie selbst.

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varlex 27.06.2017, 07:40
1. Kunst?!

Selbstverständlich ist dies Kunst.
Die Bilder sind nicht nur hervorragend gelungen, sie verknüpfen auch Stilmittel der analogen mit der digitalen Welt. Hervorragende Arbeit.

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freudentanz 27.06.2017, 08:14
2. Kunst ?

Kunst liegt im Auge des Betrachters.
Persönlich sehe ich diese Form von digitalen Möglichkeiten eher kritisch. Inzwischen bin ich so genervt von diesem gephotoshoppten Krams das ich mir keine neuen Kinofilme mehr anschaue wo der Computer eine tragende Rolle im Film einnimmt. Genauso geht es mir bei diesen "gekünstelten" Fotografien. Sei es mit diesen Hybridkameras oder sowas.
Ich sehe durchaus die handwerklichen Vorbereitungen, Ideen die investiert werden müssen aber schlußendlich hat jemand nur auf eine ENTER-Taste gedrückt.
Diese Bilder haben nichts magisches, nichts ergreifendes, nichts spannendes. Sie sind eine Art Comiczeichnungen. Wie schon gesagt: Kunst liegt im Auge des Betrachters

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RobMcKenna 27.06.2017, 08:32
3.

Von der Idee her finde ich das schon originell, allerdings ist mir die Anmutung der fertigen Bilder deutlich zu künstlich.

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varlex 27.06.2017, 09:04
4.

Zitat von freudentanz
Kunst liegt im Auge des Betrachters.
Das stimmt so nicht. Kunst ist Kreativität gepaart mit Handwerk, bei dem etwas entworfen wird, was keine praktische Funktionalität hat.
Und unterschätze hier nicht das handwerkliche Können, einfach nur "Enter" drücken ist es jedenfalls nicht.
Jetzt mal davon ab, das diese Jungs ja auch real fotografiert haben und dies dann in die digitale Kunst eingebettet haben.
Insofern ist dies Kunst.

Allerdings muss einen ja nicht jede Kunst gefallen, da bin ich bei dir.
Ich verstehe auch nicht, warum alle die Mona Lisa so toll finden...

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Bueckstueck 27.06.2017, 09:12
5.

Zitat von freudentanz
Kunst liegt im Auge des Betrachters. Persönlich sehe ich diese Form von digitalen Möglichkeiten eher kritisch. Inzwischen bin ich so genervt von diesem gephotoshoppten Krams das ich mir keine neuen Kinofilme mehr anschaue wo der Computer eine tragende Rolle im Film einnimmt. Genauso geht es mir bei diesen "gekünstelten" Fotografien. Sei es mit diesen Hybridkameras oder sowas. Ich sehe durchaus die handwerklichen Vorbereitungen, Ideen die investiert werden müssen aber schlußendlich hat jemand nur auf eine ENTER-Taste gedrückt. Diese Bilder haben nichts magisches, nichts ergreifendes, nichts spannendes. Sie sind eine Art Comiczeichnungen. Wie schon gesagt: Kunst liegt im Auge des Betrachters
Du hast offenbar nicht verstanden weshalb diese fotorealistischen Fotokompositionen gemacht wurden: Weil es keine Originalfotos von diesen Szenen gibt, nur Erzählungen.

Wie sonst hätte man die Magie dieser Momente darstellen sollen? Mit echten Autos (die man nicht bekommt) vor einem Hintergrund der seit mehr als 50 Jahren nicht mehr existert?

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trimedial 27.06.2017, 09:18
6. Kunstrichtung

wer wissen möchte, in welchem Überlieferungszusammenhang sich diese Bilder bewegen, der sollte einfach einmal den Begriff "Hyperrealismus" googeln. Mich selbst erinnern diese Bilder an die Illustrationen auf den Verpackungen der Modellbaufirma Revell, die mir als Kind das Fantasiekino im Kopf unter Strom setzten.

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and_over 27.06.2017, 09:42
7. schade

dass die Geschichte mit dem abgeschliffenen Lack nur eine Legende ist. 1934 gab es keine Gewichtsbeschränkung sondern nur eine Hubraumbeschränkung. Zeitgenössische Fotos zeigen die Mercedes-Benz Rennwagen weiss lackiert.

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freudentanz 27.06.2017, 10:15
8. wow

Wie schon erwähnt sehe, erkenne ich durchaus das handwerkliche Wissen und Zeit die investiert wurde aber jedes Schaffen als eine
Kunstform zu etablieren ist mir zu billig und ein beliebtes Totschlagargument. Auch habe ich sehr wohl verstanden warum die Bilder so kreiert worden sind aber dieser Hyperrealismus (Danke Trimedial) ist eine Ansammlung von technischen Abläufen die mit dem Bild perse nix zu tun haben.
Schlußendlich geht es darum seine Brötchen zu verdienen und Kollege Computer macht den Löwenanteil.
Ich gehöre zu den alten Knochen die uU ewig warten bis ich glaube das alles stimmt. Gehen nur die Lichtverhältnisse den Bach herunter habe ich verloren.
Wo ist die Erfahrung solch` ein Bild erschaffen zu haben? Die eigene Verantwortung? Das Lernen? Das Timing? Ich kann es nicht sehen.
Hier wird "photogeshopped" bis es passt. Ohne Computer, ohne Software gibt es dieses Bild schlichtweg nicht.

Aber mir hat auch Pink-Floyd und dieses Techno nie gefallen ...

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Oberleerer 27.06.2017, 10:43
9.

Der Rechercheaufwand und die Idee ist großartig. Die Umsetzung wirkt aber immer noch künstlich.

Zum einen ist die Komposition wie auf einem Gemälde, wo mehrere Ereignisse genau zum richtigen Zeitpunkt gleichzeitig abgebildet werden und dann sehen auch viele Elemente irgendwie statisch aus, als hätten die Figuren ihre Bewegung angehalten und erstmal das Gleichgewicht gesucht. Die fehlende Tiefenschärfe macht das Bild dann wirklich zum Computerspiel um das Jahr 2010. Mich erinnert es an ein Diarama, wo mit Figuren eine Szenerie nachgestellt ist.

Man kann aber nunmal nicht alles sein, Historiker, Regieseur und Techniker. Die Idee, eine Szene nachträglich darzustellen, ist die Aufgabe eines Illustrators, also nicht grundsätzlich neu. Die Umsetzung fotorealistisch zu gestalten ist naheliegend, aber es hat eben noch niemand auf dieses beliebte Thema gelenkt.

Das könnte jetzt ein Startschuß für die Szene der Raytracer sein, die bisher immer nur die Technik ausreizen ohne ein interessantes Objekt, also nur zum Selbstzweck. Mit Raytracing kann man vlt. auch alte Filmaufnahmen (Wembley-Tor) als Vorlage zu hochwertigen Fotographien heranziehen.

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