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Schutz vor Lkw-Unfällen: Unternehmen setzen freiwillig auf Abbiegeassistenten
DPA

Abbiegeassistenten für Lkw können Leben retten, sind aber nicht verpflichtend. Bis sich das ändert, soll ihre Nachrüstung mit Steuermitteln gefördert werden - einige Unternehmen wollen die Technik ab sofort einsetzen.

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noalk 10.07.2018, 19:04
1. Zahlen bitte

In unserer Stadt wurden letztes Jahr innerhalb von einer Woche zwei Radler bei LKW-Abbiegeunfällen getötet. Gibt es eine Statistik, aus der hervorgeht, bei wieviel % solcher Unfälle in Deutschland zugelassene LKW, denn nur die werden freiwillig nachgerüstet werden, beteiligt waren?

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HH1960 10.07.2018, 19:33
2. Warum dauert das ewig?

Seit 2012 gibt es die Technik, verpflichtend wird sie wahrscheinlich 2022. Das darf nicht wahr sein! Dobrindt hat während seiner Amtszeit aber auch wirklich rein gar nichts sinnvolles bewirkt. Jetzt muss es die freiwillige Nachrüstung bringen; Respekt den Unternehmen, die jetzt freiwillig beginnen.

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terramare 10.07.2018, 20:08
3. Der Tod

Heute kam im Radio das es jährlich etwa 30 Radfahrer so tödlich verunglücken. Wenn das System ca. 800-1000 € kostet muss sich dann nicht fragen; was ein Menschenleben kostet ? Erst wenn in Deutschland, so wie in der USA in solchen Fällen Entschädigungen in Millionen Höhe bezahlt werden, und nicht Pinats, wird sich was ändern.
Hauptsache die Abgeordneten haben sich gerade eine saftige Erhöhung der Diäten genehmigt. Ist das nicht fahrlässige Tötung ? Muss nicht in diesem Fall " jemand " in den Knast ?

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db2016 10.07.2018, 21:54
4. Verkehrsminister

Freund Dobrindt hatte nur diese dusselige, teure Maut für PKW im Blick gehabt. Man sollte ihn anklagen wegen Unterlassung. Er hatte auf jeden Fall die Möglichkeit, Staatsfahrzeuge mit so einem System auszurüsten
Für uns stehen nun jedenfalls Firmen wie EDEKA oben auf dem Einkaufszette, die haben schon sehr positiv reagiert und ihre LKW Flotte angepasst. Andere Händler können ihre Transpoteure auch vertraglich dazu verpflichten.

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Hans-Hermann K. 10.07.2018, 22:37
5. Was haben

wir bloss fuer tolle und verantwortungsbewusste Verkehrsminister gehabt und eine zeitnah agierende EU-Kommission! Es ist unfassbar, dass es diesen LKW -Assistenten bereits 2012 schon gab und die EU-Kommission die Beratungen darueber erst fuer 2022 geplant hat! Das ist unmenschlich, wenn man an die Opfer und Hinterbliebenen denkt und man die vorgenannten Dinge weiss! Eine Lethargie haben unsere Entscheidungstraeger, die stinkt zum Himmel ! Sorry fuer den Ausdruck, aber es ist so !!!!!!

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In Kognito 11.07.2018, 00:15
6. Hilft wenig gegen Dummheit von Radfahrern und Fußgängern!

Solange Radfahrer meinen, sie stehen über allen Regeln und Gefahren ignorieren, wenn sie sich dicht neben oder vor einen schon wartenden LKW stellen (gilt auch für Fußgänger), wird es immer zu Unfällen kommen.
Auch Fußgänger, die an Ampeln bei Rot schon mit den Zehen auf der Straße stehen, unterschätzen die Gefahren durch überstehende Fahrzeugteile (Spiegel, Seitenwände usw.).
Verkehrserziehung im Vorschul-, und Schulalter wäre eine Lösung, ist aber wegen "Stress und Überforderung" der Kinder und Eltern nur Blinden-Hunden zuzumuten.

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quark2@mailinator.com 11.07.2018, 01:41
7.

Zitat von terramare
Heute kam im Radio das es jährlich etwa 30 Radfahrer so tödlich verunglücken. Wenn das System ca. 800-1000 € kostet muss sich dann nicht fragen; was ein Menschenleben kostet ? Erst wenn in Deutschland, so wie in der USA in solchen Fällen Entschädigungen in Millionen Höhe bezahlt werden, und nicht Pinats, wird sich was ändern. Hauptsache die Abgeordneten haben sich gerade eine saftige Erhöhung der Diäten genehmigt. Ist das nicht fahrlässige Tötung ? Muss nicht in diesem Fall " jemand " in den Knast ?
Es gibt da eine Faustregel, die bei 1..5 Mio. pro Totem liegt. Wikipedia hat da was dazu unter Wert_eines_Menschenlebens, aber da gibt es auch andere Zahlen. Erst wenn man da drunter liegt, wird so eine Maßnahme für wirtschaftlich gehalten und eingeführt. Das gibt es überall, z.B. bei Medikamenten. Wenn so ein Gerät also z.B. eine Einsatzerwartung von 10 Jahren hat, 1000,- EUR kostet und in der Zeit 300 Personen gerettet würden, hätten wir also Geld für 300.000 bis 1.500.000 Geräte, was locker reichen sollte. Wenn vor einigen Jahren das Ding nur 2 Jahre hielt und 5.000,- EUR gekostet hat, wären potentiell 60 Menschen gerettet worden. Dann hätte es nur für 12.000 bis 60.000 Geräte gereicht. Keine Ahnung, ob man pro Laster 2 Geräte braucht. Aber mir scheint, selbst nach dieser leicht fragwürdigen Rechnung ist es lange Zeit für diese Technik.

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ideologiefreier-Realist 11.07.2018, 07:11
8. Da sind sie wieder,

Zitat von terramare
Heute kam im Radio das es jährlich etwa 30 Radfahrer so tödlich verunglücken. Wenn das System ca. 800-1000 € kostet muss sich dann nicht fragen; was ein Menschenleben kostet ? Erst wenn in Deutschland, so wie in der USA in solchen Fällen Entschädigungen in Millionen Höhe bezahlt werden, und nicht Pinats, wird sich was ändern. Hauptsache die Abgeordneten haben sich gerade eine saftige Erhöhung der Diäten genehmigt. Ist das nicht fahrlässige Tötung ? Muss nicht in diesem Fall " jemand " in den Knast ?
die Dauerempörten. Was hat jetzt eine Diätenerhöhung mit dem vorliegenden Sachverhalt zu tun, und vor allem, wo sehen sie fahrlässige Tötung? Nur so am Rande, es heißt Peanuts, man spricht es nur Pinats.

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bassman 11.07.2018, 07:28
9. Geht auch anders

Ich persönlich kann die Radfahrer nicht verstehen, die sich an einer roten Ampel an einem rechts blinkenden LKW unbedingt noch vorbeizwängen müssen. An meinem PKW hat schon der eine oder andere Spiegel dran glauben müssen. Manches Unglück muss wirklich nicht sein.

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