Forum: Auto
Selbstfahrende Autos: "Menschen so schnell wie möglich aus dem Verkehr ziehen"
Daimler

Soll ein selbstfahrendes Auto im Zweifelsfall lieber eine Mutter mit Kind überfahren oder den Passagier gefährden? Solche ethischen Fragen hindern Hersteller nur am Fortschritt, finden zwei Wissenschaftler.

Seite 1 von 16
larsmach 11.10.2017, 18:19
1. Gar nicht erst zu schnell durch die Stadt

Ein korrekt funktionierendes Auto würde - wie ein korrekt funktionierender Fahrer - gar nicht erst zu schnell vor einer uneinsehbaren Kurve oder Situation unterwegs sein; es ist sowohl Programmierern wie Autofahrern klar, dass Bremsen oder starkes Herunterbremsen vor einem Aufprall dann nicht mehr möglich ist.
Daher krankt die Diskussion oft an Szenarien, die allein schon gar nicht oder nur selten auftreten können, wenn automatisch gesteuerte Fahrzeuge jemals unterwegs sein werden. Ein solches Auto fährt eben nicht zu schnell durch eine Autobahnauffahrt, um in ein dort liegengebliebenes Fahrzeug zu krachen usw..

Beitrag melden
j.ogniewski 11.10.2017, 18:19
2. Was die Herren vergessen...

Das auch Machinen Fehler machen, die kein Mensch machen würde, d.h. statt menschlichem Vesagens hätten wir dann maschinelles Versagen, und die Unfallstatistik wird eben nicht um die 94% (Anzahl der Unfälle die auf menschliches Versagen zurückzuführen sind laut Artikel) sinken, sondern um weniger. Halbautomatische Systeme (in denen entweder der Mensch die Maschine überwacht oder vice versa) sind mit aller Wahrscheinlichkeit das sicherste.

Beitrag melden
runningstar 11.10.2017, 18:22
3. So schnell wie möglich aus dem Verkehr ziehen

Er kann ja seinen Führerschein gerne abgeben. Aber ich fahre gerne Auto und werde sicher nicht zugunsten einer Maschine darauf verzichten.

Und ein Autopilot welches nicht explizit besonders den Fahrer bzw. die Fahrzeuginsassen schützt, werde ich mir sicherlich erst recht nicht zulegen.

Beitrag melden
widower+2 11.10.2017, 18:23
4. Ach so!

Zitat: "94 Prozent der Verkehrsunfälle gehen auf menschliches Versagen zurück." In der Zukunft gehen dann 100 Prozent der Verkehrsunfälle auf technisches Versagen zurück. Es lebe der Fortschritt!

Beitrag melden
mathmag 11.10.2017, 18:29
5. Was für ein Quark.

Solange es nicht mal funktioniert, den gesamten Schienenverkehr führerlos abzuwickeln, glaube ich nicht an autonomen Straßenverkehr.
Und natürlich muss es die Möglichkeit des Eingreifen geben. Einfaches Szenario: die besuchen ein Festival und wollen auf dem temporär zum Parkplatz umgebauten Acker parken.

Beitrag melden
wasistlosnix 11.10.2017, 18:33
6. Test

Wenn man hierzu eine empirische Studie anlegen würde, könnte sich herausstellen das der Mensch das auch nicht hinbekommt wenn er selber am Steuer ist. Den in den meisten Situationen ist das Auto ausser Kontrolle und evtl. noch von Rennfahrern beherrschbar.

Beitrag melden
jetbundle 11.10.2017, 18:33
7. Anderes Problem

Das hier geschilderte Trolley-Problem ist dahingehend gelöst, dass das Auto sich rechtmäßig bzw. im Zweifelsfall im Sinne des Fahrers verhält und einfach nur scharf bremst.

Das Hauptproblem beim autonomen Fahren ist doch wohl eher die Frage wie stark der Mensch überwacht oder sich auf die Technik verlässt, und was für neue Probleme bei der Mensch-Maschine Wechselwirkung entstehen. Man muss sich dabei nur die Unfallstatistiken in der weitestgehend automatisierten Luftfahrt anschauen.

Beitrag melden
dieter-ploetze 11.10.2017, 18:38
8. den menschen aus dem verkehr ziehen

dieses szenario ist ja nicht nur auf selbstfahrende autos begrenzt. "den menschen aus dem verkehr ziehen"'
das ist die allgegenwaertige zukunftsromantik und findet in dem glauben, die kuenstliche intelligenz (KI) waere
bald dem menschen ueberlegen seinen hoehepunkt. zukunftsromantiker traeumen ja davon, dass der
mensch in naher zukunft von den KI abgeloest wird. der mensch als ueberfluessiges objekt. ich frage mich,
wie kann man sich ernsthaft in solche gedanken verrennen? und dann den grundgesetzartikel :"die wuerde des menschen ist unantastbar" bei allen richtigen und falschen gelegenheiten hochhalten, vor sich hertragen. wenn schon selbstfahrende autos, dann bitte nur auf schienen. dann koennten die menschen die gefahren zumindest minimieren. allerdings, der wahnsinn an sich scheint mir die angedachte stufenweise abschaffung des menschen.

Beitrag melden
ratz1967 11.10.2017, 18:40
9. Das ist der größte Bullshiet...

den die Innovation je hervorgebracht hat. Ein Computer im selbstfahrenden Auto, der für jede Situation, die im Straßenverkehr entstehen kann, eine Gegenreaktion programmiert hat, würde sämtliche Cluds und Speicher dieser Welt verbrauchen. Näherungswerte sind eben das: Näherungswerte! Das bedeutet, Dass die Fahrzeugprogramme "in den meisten Fällen" richtig reagieren. In einigen aber nicht!
Dazu kommt: Fährt das auto selber, nimmt die Aufsichtspflicht der Fahrer mit der Zeit ab, wenn eine Zeitlang alles gut geht. Reagiert die Software dann doch mal falsch, wird am Handy gespielt, Zeitung gelesen oder der Report aus dem Büro fertig gestellt, wenns kracht!
Ich finde es sinnvoll, wenn Software den Fahrer positiv unterstützt, aber brandgefährlich, wenn sie seine Aufgaben ganz übernehmen soll. Das geht auf Schienen, das geht vielleicht irgendwann auf den Fluß-, Seewegen und im Luftraum, aber nicht auf dem Wilden Westen, der sich Straße nennt! Zu viele Konstanten, zu wenig Regelung. Es müßten alle Wege, Kreuzungen, Kreisverkehre, Verkehrsschilder genormt gleich aufgebaut sein und alle Fahrzeuge die am Verkehr teilnehmen die gleiche Automation besitzen. Das geht schon von den Beführwortern ihres eigenen Systems jedes Autobauers her: Nicht!

Beitrag melden
Seite 1 von 16
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!