Forum: Auto
Zulieferer auf der IAA: E-volution von unten
Christian Frahm

Über Jahrzehnte war der Automobilmarkt unter den großen Herstellern aufgeteilt, Firmenneugründungen fast unmöglich. Die Elektromobilität ändert das dramatisch: Noch nie war es so einfach, ein neues Auto zu schaffen, wie heute.

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Süddeutscher 28.09.2017, 11:54
1. Gewährleistung kein Aspekt?

Mag ja sein, dass die E-Mobile aktuell ins Kraut schießen. Aber wer will denn ein Auto von einem Laden kaufen, wenn dessen Existenz auf tönernen Füßen steht? So E-Kübel muss zigtausende Kilometer fressen, bis er sich seine Daseinsberechtigung ansatzweise verdient hat. Was bringt es, wenn man dann bei ca. 80.000-100.000 KM die Schwelle erreicht hat und, und es keine Ersatzteile mehr für den ideologischen Schrotthaufen gibt? Da lobe ich mir einen Verbrenner aus bekannter Provenienz.

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det42 28.09.2017, 11:56
2. Guter Artikel !

denn dieser zeigt plastisch auf, auf welchen Ebenen die Disruption bei E-Mobilen durchwirkt... welche praktischen Auswirkungen der neue Antrieb für die gesamte Branche darstellt. Ich find's toll, dass der Autobau durch die Elektrifizierung eine Art Demokratisierung erfährt... neben der Umwelt profitiert auch der Kunde ungemein bei Preisen und Vielfalt, die Wartungsgängelung in teuren Werkstätten entfällt... die nächste Dekade wir extrem spannend und krempelt die Autobranche komplett um.

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upalatus 28.09.2017, 12:09
3.

Der Artikel beschreibt einen sich weiterentwickelnden Istzustand, der in vielen Köpfen wohl noch nicht angekommen ist.

Müller hockt auf einem riesigen dreibeinigen graualten Elephanten, der nur mit Goldpuder im Hintern Zuckungen von sich gibt, und dem er das zügig-kraftvolle Gradauslaufen erst mal beibringen müsste. Und dass er Pioniertum im eigenen Laden sieht bzw. vermutet, ist angesichts der puren Lahmarxyzigkeiten und gut gefütterten Wasserkopfstrukturen (aus denen Chefs normalerweise geboren werden) in diversen Herzkammern des Elephanten ziemlich abseits einer realistischen Einschätzung.

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Septic 28.09.2017, 12:27
4. Erster Kommentar ist typisch deutsch

Konservativ, Oberbedenkenträger, Innovationsbremse, Rückwärts gewandt mit rosaroter Brille, nostalgisch, feindlich gegenüber jeder Technik die nicht von der deutschen Lieblingsfirma vorgestellt wird. Aber die Zeiten ändern sich in der Automobilbranche, egal ob da 36 Millionen Autofahrer dafür oder dagegen sind. China hat über 300 Millionen Autofahrer, Tendenz steil steigend. Dort wird abgesetzt, was dort gewünscht ist wird der Weltmarkt auch kriegen und folgen. Die Unkenrufe aus old Germany sind völlig belanglos im globalen Markt. In 20 Jahren fahren alle Elektro und alle tun dann so als ob sie das schon immer gut fanden und es völlig normal ist. Sogar Leute die 20 Jahre davor im Spiegel Forum die Verbrenner und deutsche Behäbigkeit bis aufs Messer verteidigt haben.

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Aquifex 28.09.2017, 12:28
5.

Ich prognostiziere mal, daß die E-Achse weniger die E-Autos befeuern wird, als Hybride.
120 PS aus einem ordendlichen Verbrenner und nochmal 80 - 120 PS aus der E-Achse wären eine äußerst spannende Kombination. Die nötigen Akkus könnten relativ klein und deshalb auch leicht sein, während alle Vorteile der Verbrenner wie Reichweite und Tankzeit erhalten blieben. Ggf. kann man die Batterie so auslegen, daß man damit immerhin in die Stadt rein und wieder raus kommt, wenn das nötig ist. Der Sprit würde deutlich effizienter genutzt und die Technologie sehr schnell einsatzbereit. DAS halte ich für die (nahe) Zukunft. Im Langstrecken-Motorsport macht man das schon seit Jahren mit Systemleistungen von über 1000 PS aus einem 500 PS Verbrenner. Die Formel 1 ist da jetzt auch angekommen. Vom reinen E-Auto sind wir auch mit Boschs E-Achse noch weit weg.

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Beat Adler 28.09.2017, 12:34
6. Die Innereien eines e-Autos sind normierte Teile der Zulieferer

Zitat von Süddeutscher
Mag ja sein, dass die E-Mobile aktuell ins Kraut schießen. Aber wer will denn ein Auto von einem Laden kaufen, wenn dessen Existenz auf tönernen Füßen steht? So E-Kübel muss zigtausende Kilometer fressen, bis er sich seine Daseinsberechtigung ansatzweise verdient hat. Was bringt es, wenn man dann bei ca. 80.000-100.000 KM die Schwelle erreicht hat und, und es keine Ersatzteile mehr für den ideologischen Schrotthaufen gibt? Da lobe ich mir einen Verbrenner aus bekannter Provenienz.
Die Innereien eines e-Autos sind normierte Teile der Zulieferer. Da dies fuer viele verschiedenen Hersteller gilt, ist die Ersatzteilversorgung wesentlich einfacher, wie bei einem klassischen Verbrenner.

Das Einzige, das bei der Diskussion interesiert, ist die Frage der Herstellkosten, die bei einem e-Auto wesentlich GUENSTGER sein werden. Die Kosten der Batterien purzeln bereits.
mfG Beat

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smsderfflinger 28.09.2017, 12:34
7.

Zitat von det42
denn dieser zeigt plastisch auf, auf welchen Ebenen die Disruption bei E-Mobilen durchwirkt... welche praktischen Auswirkungen der neue Antrieb für die gesamte Branche darstellt. Ich find's toll, dass der Autobau durch die Elektrifizierung eine Art Demokratisierung erfährt... neben der Umwelt profitiert auch der Kunde ungemein bei Preisen und Vielfalt, die Wartungsgängelung in teuren Werkstätten entfällt... die nächste Dekade wir extrem spannend und krempelt die Autobranche komplett um.
Wartungsgängelung in teuren Werkstätten? Eine Art Demokratisierung des Autobaus?
Wo leben Sie ?
Die Werkstatt konnten Sie sich auch bisher schon aussuchen, ist Ihnen das nicht aufgefallen?
Worin sehen Sie denn eine "Art Demokratisierung" ? Ich kann mir darunter nichts rechts vorstellen, aber vielleicht erhellen Sie mich armen Toren?
D

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det42 28.09.2017, 12:41
8.

Zitat von Süddeutscher
Mag ja sein, dass die E-Mobile aktuell ins Kraut schießen. Aber wer will denn ein Auto von einem Laden kaufen, wenn dessen Existenz auf tönernen Füßen steht? So E-Kübel muss zigtausende Kilometer fressen, bis er sich seine Daseinsberechtigung ansatzweise verdient hat. Was bringt es, wenn man dann bei ca. 80.000-100.000 KM die Schwelle erreicht hat und, und es keine Ersatzteile mehr für den ideologischen Schrotthaufen gibt? Da lobe ich mir einen Verbrenner aus bekannter Provenienz.
Sie vergessen, dass es sich um 08/15 Technik handelt... da ist nicht eine spezialisierte Industrie oder Werkstätten für komplizierteste und auf wenige Modelle abgestimmte Bauteile erforderlich. Für einen elektrischen Antrieb sind lediglich 100-200 Wald- und Wiesenbauteile statt 2000 Spezialteile im fossilen Antrieb erforderlich. Die einfache Technik und die modulare Bauweise ermöglicht eine Herstellerauswahl bzw- Wechsel in allen Bauteilgruppen. Ansonsten ist der elektrische Antrieb bei deutlich weniger Wartung eine sehr langlebige und robuste Technik...
Außerdem wird hier von großen Zulieferern gesprochen, Bosch zum Beispiel... da sehe ich sowieso kein Problem.

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smsderfflinger 28.09.2017, 12:49
9. "Noch nie war es so einfach, ein neues Auto zu schaffen, wie heute." ?

Wie kommen Sie denn darauf? Glauben Sie wirklich, der Schadstoffausstoss sei das einzige Problem, dass bisher den Bau eines Autos schwierig gemacht hat?
Werter Herr Frahm,
ein E- Auto ist nun mal nur ein Auto mit einer anderen Antriebsquelle. Deshalb bleibt es immer noch ein Auto, an das vom Gesetzgeber und vom Kunden die gleichen Ansprüche gestellt werden, wie an die bisherigen. Techn. Sicherheit. Fahrsicherheit, Aufprallsicherheit etc. Ein E-Motor stellt allerdings noch ein paar zusätzliche Anforderungen wie eine alltagstaugliche Batterie (Kapazität, Thermostabilität, Versorgung/Antrieb der Nebenaggregate wie Heizung, Klimaanlage , Licht, Radio) ausreichende Lademöglichkeiten.
Auch der NCAP - Test will bestanden sein...
Ja, ja, noch nie war es so einfach, ein neues Auto zu schaffen, wie heute...
D

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