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AfD an Unis: Hassmails und Morddrohungen "von links und rechts"
Stephan Schulz

Die AfD sorgt für Aufruhr an deutschen Unis: Funktionäre wollen im Hörsaal diskutieren, parteinahe Gruppen in die Hochschulparlamente einziehen. Studierende streiten, wie sie mit den Rechtspopulisten umgehen sollen.

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Pride & Joy 15.03.2017, 14:35
0. Bärendienst erwiesen

Damit haben die Antifa und die entsprechenden Studierenden der Hochschule und den Studierenden einen Bärendienst erwiesen.

In einer Demokratie hat jeder das Recht auf freie Meinungsäußerung. Wenn man das nicht akzeptiert, dann handelt man entgegen demokratischer Grundsätze. (Was aber schon immer ein Problem der Antifa und ihrer gelebten Gewaltkultur war, alles zu bekämpfen und niederschreien zu wollen)

Man kann gegen Andersdenkende demonstrieren, sie ignorieren, sie aber mundtot machen zu wollen führt niemals zum Erfolg, damit demonstriert man nur die eigene Ohnmacht.

In einer Posiumsdiskussion hätte man die Möglichkeit gehabt, die verschiedenen Positionen kritisch zu beleuchten und dadurch zu differenzieren. Diese Möglichkeit ist jetzt verspielt. Schade!

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jschm 15.03.2017, 14:36
1. überzeugend

hat die linkspopulistische Seite hier wieder gezeigt, dass sie im Grunde genauso antidemokratisch sind wie die AFD. ... "für AfD-Beobachter Häusler gibt es nicht die eine richtige Strategie: "Die AfD bedient sich eines rechten Populismus, der deutlich diskriminierende Tendenzen aufweist. Ein normaler Dialog ist mit ihr nicht möglich, sie ist an Austausch nicht interessiert", sagt der Sozialwissenschaftler." Wo AFD steht, kann man auch Antifa schreiben.

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jan07 15.03.2017, 14:37
2. Die wahren Feinde der demokratie

Ich will nicht wissen, was sich so alles in linksradikalen Hochschulgruppen tummelt. Aber die werden nicht nur toleriert, sondern meisten wohlwollend akzeptiert. Um nicht missverstanden zu werden: ich bin für Meinungspluralismus. Aber dazu gehören alle politischen Richtungen, auch die AfD, ganz gleich ob es linken 'Studierenden' (also Studenten) passt oder nicht. Durch ihr verhalten, die AfD auszugrenzen entlarven sie sich selber als Feinde der Demokratie, denn mit Meinungspluralismus können sie offensichtlich nicht umgehen.

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Ludwillius van Misius 15.03.2017, 14:45
3. Wieder Widerspruch

"Marcus Pretzell, Landesvorsitzender der Partei und einer der geladenen Diskutanten, darf nicht vor Publikum sprechen, ebenso wenig die Vertreter von SPD, CDU, Grünen, FDP und Linken" ungleich: "Und Marcus Pretzell durfte zwar nicht sprechen, fünf unbestrittene Demokraten aber auch nicht."...jetzt nochmal: Die Linke ungleich: unbestrittene Demokraten

Welche fünf unbestrittene Demokraten sind gemeint?

Es grüßt Sie frei
Ludwillius van Misius

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Neapolitaner 15.03.2017, 14:47
4. Meinungsfreiheit ist unteilbar

Hier gilt - entweder oder - und wenn der politische Diskurs mit der AFD "unerwünscht" ist, dann kann man ihn auch gleich ganz bleiben lassen. Die Gründe, die zur Absage der Podiumsdiskussionen geführt habe, dürften wohl eher im Formaljuristischen liegen, da ansonsten ein: "Wir lassen nur die Diskutanten zu, die uns gefallen" eingestanden worden wäre.

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lupo62 15.03.2017, 14:53
5.

Mir ist nicht ganz klar, was der Auftritt politischer Parteien an Universäten soll, aber das Problem ist ein allgemeines: eine Menge Menschen (glücklicherweise längst nicht alle), die dem eher friedensbewegten, einwandererfreundlichen, frauenbewegten, homophielen und genderfreundlichen Spektrum zuneigen, sind, wenn sie mit kritischen Ansichten zu diesen Themen konfrontiert werden, völlig intolerant und unduldsam.
Hatte Rosa Luxemburg da nicht mal was gesagt in Bezug auf Andersdenkende? Ist über 100 Jahre her, aber dieses Land hat in Bezug auf politische Streitkultur noch eine Menge zu lernen.

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so-oder-so 15.03.2017, 14:56
6. Zwei Gewinner und ein Verlierer.

Gewonnen haben die Demonstranten - sie haben ihr Ziel erreicht.
Gewonnen hat die AFD - sie kann den Vorfall gnadenlos ausschlachten..
Verloren hat - wie immer - die Demokratie.

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SasX 15.03.2017, 15:02
7.

Leider sind viele, die anderen sagen, sie sollten tolerant sein, selbst kaum tolerant. Ich fand dazu einen sehr passenden Satz auf Twitter:

"Toleranz ist nicht, etwas zu fordern, was Sie auch gut finden. Sondern etwas auszuhalten, was Sie schlecht finden."

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homernarr 15.03.2017, 15:06
8. Gut gemacht Medien!

Die Medien haben die AfD als Rechts verschrien und jetzt gibts von beiden Seiten aufs Dach. Nein, ich habe sie nicht gewählt. Andere haben. Wie man sieht, verstehen auch Deutsche nicht was Demokratie bedeutet! Bravo!

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