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Am Rand von Trumps Amerika: Wo die Angst wächst
Peter Neitzsch, David Ehl / UNI SPIEGEL

Die "Casa Ruby" in Washington bietet Gestrandeten eine Zuflucht: Transgender, HIV-Positive, Obdachlose und Prostituierte. Doch seit Donald Trump regiert, nimmt die Furcht der Bewohner und Helfer zu.

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aurichter 07.01.2018, 10:05
1. Schon traurig

wie man MENSCHEN dort behandelt. Dies nur eines von millionen Beispielen, woran man sehen kann was dort zählt - Geld/Vermögen und weisse Haut. Im Prinzip eine Zuckerbrot und Peitsche Politik, wie diese verteilt wird, dies kann sich jeder selbst ausmalen.

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andreass61 07.01.2018, 11:19
2. System

das System USA sollte uns als negatives Vorbild dienen. Gnadenlose Profitsucht und rücksichtslos gegenüber den schwachen und aussortierten der Gesellschaft. Es ist für uns Deutsche,glücklicherweise, unvorstellbar wie viele Amerikaner sich verschulden müssen, um ihre Arztrechnungen bezahlen zu können. Gäbe es nicht die Bereitschaft vieler Amerikaner, sich ehrenamtlich zu betätigen, dann wären die Zustände in vielen Bundesstaaten noch katastrophaler.

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glasperlenspieler 07.01.2018, 11:39
3. Trump Bashing

Das tägliche Trump Bashng im Spiegel wird langsm öde. Die Situation für Schwule, Transgender, Geringqualifizierte, Drogenabhängige usw. war schon vor Trump sehr, sehr schwierig. Man kann nicht der Politik die Schuld geben, wenn ein Backstein n die Unterkunft fliegt - dass die Nachbarn von dem Haus und seinen Bewohnern nicht gerade angetan sind, wird viele Gründe haben, einige dürften auch berechtigt sein. Letztlich können es auch Problemfälle, die auf der Straße leben, schaffen, wenn sie sich aufraffen und Hilfe in Anspruch nehmen - die Angebote sind auch in den USA vorhanden.

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oxienergie 07.01.2018, 12:12
4. Fehlende Infos

Mir fehlen hier einige Informationen, um die Situation des Paares nachvollziehen zu können.
Was genau haben die beiden denn gearbeitet, bevor der Mann umoperiert wurde? Davon steht nirgends etwas. Und falls sie überhaupt gearbeitet haben, warum haben sie diese Jobs verloren? Vor allem bei ihr hat sich dadurch doch gar nichts verändert.
Für mich klingt das so, dass beide schon vorher arbeitslos waren und noch zuhause gewohnt haben.
Es ist dann aber auch nicht Trumps schuld, wenn sie von ihren Familien rausgeschmissen werden.

Wenn du verheiratet bist, keinen richtigen Job hast, noch zuhause wohnst und dann einen Kredit aufnimmst, für was auch immer, dann ist nicht die Gesellschaft schuld, wenn das schief geht. Ich verstehe bspw. nicht, warum die Frau jetzt erst mit der Ausbildung zur Krankenschwester begonnen hat. Was hat sie denn vorher daran gehindert?

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Atheist_Crusader 07.01.2018, 12:48
5.

Zitat von glasperlenspieler
Das tägliche Trump Bashng im Spiegel wird langsm öde. Die Situation für Schwule, Transgender, Geringqualifizierte, Drogenabhängige usw. war schon vor Trump sehr, sehr schwierig. Man kann nicht der Politik die Schuld geben, wenn ein Backstein n die Unterkunft fliegt - dass die Nachbarn von dem Haus und seinen Bewohnern nicht gerade angetan sind, wird viele Gründe haben, einige dürften auch berechtigt sein.
Stimmt. Man KANN aber der Politik die Schuld geben wenn das Staatsoberhaupt relgemäßig direkt und öffentlich auf Minderheiten schimpft und mit Extremisten klüngelt - und dadurch zur Normalisierung von Hass, Intoleranz und Gewalt beiträgt.

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Atheist_Crusader 07.01.2018, 13:26
6.

Zitat von oxienergie
Mir fehlen hier einige Informationen, um die Situation des Paares nachvollziehen zu können. Was genau haben die beiden denn gearbeitet, bevor der Mann umoperiert wurde? Davon steht nirgends etwas. Und falls sie überhaupt gearbeitet haben, warum haben sie diese Jobs verloren? Vor allem bei ihr hat sich dadurch doch gar nichts verändert. Für mich klingt das so, dass beide schon vorher arbeitslos waren und noch zuhause gewohnt haben. Es ist dann aber auch nicht Trumps schuld, wenn sie von ihren Familien rausgeschmissen werden. Wenn du verheiratet bist, keinen richtigen Job hast, noch zuhause wohnst und dann einen Kredit aufnimmst, für was auch immer, dann ist nicht die Gesellschaft schuld, wenn das schief geht. Ich verstehe bspw. nicht, warum die Frau jetzt erst mit der Ausbildung zur Krankenschwester begonnen hat. Was hat sie denn vorher daran gehindert?
Ob Sie's glauben oder nicht, aber...
- In vielen Bundesstaaten ist legal Menschen zu entlassen weil sie homosexuell oder transgender oder Ähnliches sind. Meist mit Umweg über die Religionsfreiheit.
- Man kann in den USA arbeiten und trotzdem obdachlos sein. Ist gar nicht so selten wie man es meinen möchte.
- Viele Menschen finden nicht den Ausbildungsplatz den sie möchten. Zumal Ausbildung in den USA sowieso anders funktioniert als in Deutschland; das duale Modell gibt es nicht, wenn man also in der Berufsschule lernt dann kostet das. Und wenn man im falschen Viertel aufwächst, auf die falsche Schule geht und vielleicht auch mal größere Fehler gemacht hat kann es enorm schwierig werden einen anständig bezahlten Job zu bekommen.

Ganz allgemein habe ich ein wenig den Eindruck Sie wollen die Situation dieser Menschen weniger verstehen als einen Grund finden warum sie selbst an allem Schuld seien.
Sagen wir mal es ist im Wesentlichen eigene Dummheit/mangelndes Urteilsvermögen gewesen... so what? Menschen tun dumme Dinge, haben komische Prioritäten, bauen Mist. In den USA, in Deutschland, in China. Ein guter Staat sollte auch diese Menschen auffangen und auch ihnen eine Möglichkeit bieten zu einem geregelten Leben zu finden. Dazu sollten sie nicht auf Spenden angewiesen sein.

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glasperlenspieler 07.01.2018, 13:33
7. @atheist_crusader - Eigenverantwortung

Es gibt Eigenverantwortung, man kann nicht jede Aktion auf die Politik schieben. Wenn die Nachbarn keine Obdachlosen in der Nachbarschaft haben wollen, ist es egal, ob Clinton an der Macht ist oder Trump. Trump hat noch nie so zu Gewalttaten aufgerufen, wie einige deutsche Politiker,, die Andersdenkende mundtot machen möchten und es als Heldentat und politisch-ehrenhaften Aktionismus begreifen, wenn Steine fliegen. Die Nachbarschaft war sicher schon vor Trump kritisch gegen derartige Projekte eingestellt - da ist es egal, welcher Politiker gerade an der Macht ist. In Deutschland wäre es im Übrigen nicht anders. Mir fehlt auch etwas das Verständnis für die Nachbarn. Es ist sicher nicht gerade angenehm, wenn (Ex-)Junkies und Obdachlose in das Nachbarhaus einziehen, Probleme bleiben dabei nicht aus. Das unter den Tisch kehren zu wollen ist in meinen Augen unseriös. Solche Geschichten werden leider immer nur unvollständig dargestellt.

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oxienergie 07.01.2018, 14:31
8. Ich glaubs schon, aber

Zitat von Atheist_Crusader
Ob Sie's glauben oder nicht, aber... - In vielen Bundesstaaten ist legal Menschen zu entlassen weil sie homosexuell oder transgender oder Ähnliches sind. Meist mit Umweg über die Religionsfreiheit. - Man kann in den USA arbeiten und trotzdem obdachlos sein. Ist gar nicht so selten wie man es meinen möchte. - Viele Menschen finden nicht den Ausbildungsplatz den sie möchten. Zumal Ausbildung in den USA sowieso anders funktioniert als in Deutschland; das duale Modell gibt es nicht, wenn man also in der Berufsschule lernt dann kostet das. Und wenn man im falschen Viertel aufwächst, auf die falsche Schule geht und vielleicht auch mal größere Fehler gemacht hat kann es enorm schwierig werden einen anständig bezahlten Job zu bekommen. Ganz allgemein habe ich ein wenig den Eindruck Sie wollen die Situation dieser Menschen weniger verstehen als einen Grund finden warum sie selbst an allem Schuld seien. Sagen wir mal es ist im Wesentlichen eigene Dummheit/mangelndes Urteilsvermögen gewesen... so what? Menschen tun dumme Dinge, haben komische Prioritäten, bauen Mist. In den USA, in Deutschland, in China. Ein guter Staat sollte auch diese Menschen auffangen und auch ihnen eine Möglichkeit bieten zu einem geregelten Leben zu finden. Dazu sollten sie nicht auf Spenden angewiesen sein.
Im Artikel steht aber nichts davon, dass der Mann einen Job hatte und er diesen aufgrund der OP verloren hat.
Und der Frau hätte man deswegen ja gar nicht kündigen können. Warum, oder ob, sie keinen Job hatte, steht aber leider auch nirgends.
Das ist das, was ich an dem Artikel bemängele. Es wird nicht darauf eingegangen, ob es dem Paar schon vor der OP schlecht ging, oder nicht. Es wird einfach alles auf die diskrimminierende Gesellschaft geschoben.

Und ja, ich sehe es schon als deren Schuld an, wenn man kein geregeltes Einkommen hat, sollte man auch keinen Kredit aufnehmen und sich verschulden.
Dass das soziale Auffangnetz in den USA zu löchrig ist, da stimme ich Ihnen aber zu.

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Atheist_Crusader 07.01.2018, 15:31
9.

Zitat von glasperlenspieler
Es gibt Eigenverantwortung, man kann nicht jede Aktion auf die Politik schieben. Wenn die Nachbarn keine Obdachlosen in der Nachbarschaft haben wollen, ist es egal, ob Clinton an der Macht ist oder Trump. Trump hat noch nie so zu Gewalttaten aufgerufen, wie einige deutsche Politiker,, die Andersdenkende mundtot machen möchten und es als Heldentat und politisch-ehrenhaften Aktionismus begreifen, wenn Steine fliegen. Die Nachbarschaft war sicher schon vor Trump kritisch gegen derartige Projekte eingestellt - da ist es egal, welcher Politiker gerade an der Macht ist. In Deutschland wäre es im Übrigen nicht anders. Mir fehlt auch etwas das Verständnis für die Nachbarn. Es ist sicher nicht gerade angenehm, wenn (Ex-)Junkies und Obdachlose in das Nachbarhaus einziehen, Probleme bleiben dabei nicht aus. Das unter den Tisch kehren zu wollen ist in meinen Augen unseriös. Solche Geschichten werden leider immer nur unvollständig dargestellt.
Natürlich gibt es Eigenverantwortung. Aber es gibt eben auch soetwas wie eine gesellschaftliche Grundstimmung. Eine Richtung in die die Mehrheit sich bewegt und Grenzen des Akzeptablen. Die können Person des öffentlichen Lebens mit formen, speziell Politiker und ganz besonders ein Präsident.
Und die hat sich seit Trumps Amtsantritt ganz deutlich gewandelt. Das lässt sich ganz einfach nicht bestreiten. Rechtsradikale äußern ihre Meinungen enthemmter, unverblümter, drohen offener, belästigen, terrorisieren, zerstören.

Klar hätte bei einer Wahl Clintons ein Hardcore-Homophobiker seine Meinung nicht geändert. Und eine eher mittelklassige Nachbarschaft hätte genauso ein Problem mit einer Sozialeinrichtung voll von ehemaligen Junkies und anderen Randgruppen in ihrer Mitte. Aber man würde sich wohl weit weniger trauen solche Meinung so bestimmt und lautstark zu vertreten als wenn er einen ganzen Staat hinter sich hätte der die Homo-Ehe am liebsten wieder abschaffen und Transgender-Menschen aus dem Militär verbannen würde. Wenn der Präsident genau denkt, dann kann es ja nicht so schlimm sein, neh?

Und ich frage mal lieber gar nicht nach Beispielen für zeitgenössische und führende deutsche Politiker die da angeblich Schlimmeres von sich gegeben haben. Ist auch gar nicht der Punkt. Denn die sitzen nicht im Weißen Haus. Trump schon. Und der hat auf seinen Wahlveranstaltungen immer wieder Gewalt gegen Störer gebilligt und sogar angespornt, hat zu Polizeibrutalität aufgefordert, ganze Bevölkerungsgruppen herabgesetzt, bezeichnet fackeltragende Nazis mit "The jews will not replace us!"-Sprechchören als "good people" und Vieles mehr.
Sie können nicht ernsthaft glauben, dass das keinen Effekt hat. All die Leute die für ihre antiquierten, hasserfüllten Ansichten zu Recht geächtet wurden fühlen sich jetzt wieder neu bestärkt, mit einer ganze neuen Berechtigung im Rücken und Segen von oberster Stelle.

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