Forum: Blogs
Europäisches Gericht: Krankenschwester darf kein Kruzifix tragen
REUTERS

In Europa gilt Religionsfreiheit, im Berufsleben gibt es jedoch je nach Job Grenzen. Das hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte entschieden. Demnach darf eine britische Airline-Angestellte während der Arbeit sichtbar ein Kruzifix tragen - eine Krankenschwester hingegen nicht. EGMR-Urteil zur Religionsfreiheit in Großbritannien - SPIEGEL ONLINE

Seite 1 von 13
shAGGie 15.01.2013, 11:25
1. Wir ja auch mal Zeit!

Zitat von sysop
In Europa gilt Religionsfreiheit, im Berufsleben gibt es jedoch je nach Job Grenzen. Das hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte entschieden. Demnach darf eine britische Airline-Angestellte während der Arbeit sichtbar ein Kruzifix tragen - eine Krankenschwester hingegen nicht.
Es wird Zeit das die Verfassung als Gesetz über den Regeln veralteter Institutionen gestellt wird!

Beitrag melden
DrStrang3love 15.01.2013, 11:29
2.

Die Entscheidung ist vollkommen richtig!

Während meiner Ausbildung als Krankenpfleger war eines der ersten Dinge, die uns gesagt wurde, dass kein Schmuck getragen werden darf, aus hygienischen Gründen und um Verletzungen des Patienten zu vermeiden. Keine Ringe, keine Armbänder oder Armbanduhren, keine Ketten.

Selbst die wenigen Ordensschwestern, die ich in der Krankenpflege gesehen habe, haben kein Kruzifix getragen. Da gab es überhaupt keine Diskussion.

Beitrag melden
Seph Swain 15.01.2013, 11:38
3. unnötig provokative Überschrift

Die Überschrift ist unnötig provokativ formuliert.

Neutraler könnte sie lauten "Krankenschwester darf keinen unsicheren Schmuck tragen".
Denn Form und Aussage des Schmuckstücks hatten keinen Einfluß auf das Urteil.
Aber dann würde niemand auf den Artikel klicken.

Beitrag melden
moistvonlipwik 15.01.2013, 11:39
4.

Es wäre alles viel einfacher, wenn zahlreiche Gläubige ihre pathologische Unfähigkeit therapieren würden, andere mit ihrer Seligkeit in Ruhe zu lassen.

Beitrag melden
Indigo76 15.01.2013, 11:41
5.

Zitat von sysop
In Europa gilt Religionsfreiheit, im Berufsleben gibt es jedoch je nach Job Grenzen. Das hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte entschieden. Demnach darf eine britische Airline-Angestellte während der Arbeit sichtbar ein Kruzifix tragen - eine Krankenschwester hingegen nicht.
Ich finde die Urteile richtig, aber die Begründungen teilweise falsch. Dem Urteil über die Airline-Angestellte kann ich mich voll und ganz anschließen. Wenn die Frau ein Kreuz tragwen will, dann soll sie dass. Sie schadt damit niemandem. Wenn sich ein Fluggast anderer Glaubensrichtung daran stößt, dann ist es ihm freigestellt, einen anderen Mitarbeiter zu verlangen oder die Fluggesellschaft zu wechseln. Da ist für einen Patienten im Krankenhaus nicht so einfach. Wenn ein Moslem, Jude, Hindu, Buddhist oder Angehöriger eines anderen Glaubens nach einer OP aufwacht, dann möchte er bestimmt nicht, dass ein christliches Symbol vor seiner Nase baumelt. Bei einem tiefgläubigen Menschen könnte das sogar eine Schock auslösen. Nun hat ein Patient oft keinen Einfluss darauf, in was für ein Krankenhaus er kommt (Unfallopfer) und erst recht nicht darauf, welche Krankenschwester für ihn zuständig ist. Hier geht es um das Wohl des Patienten und das ist höher zu werten, als die Religionsausübung der Schwester.

Was den Standesbeamten und den Sexualtherapeuten angeht, bin ich mir nicht sicher. Wir leben in einer aufgeklärten Zeit, aber zur Aufklärung gehört auch cdie Einsicht, dass es Menschen gibt, die sich mit Teilaspekten der Gesellschaft schwertun. Ein Therapeut braucht eine gewisse Überzeugung dass er das Richtige tut, um wirklich helfen zu können. Hat er die nicht, übt er seinen Beruf nicht richtig aus. Wird es dennoch von ihm verlangt, wird er gezwungen, dem Klienten nicht nur nicht richtig zu helfen, sondern sogar zu schaden. Es stellt sich natürlich die Frage, ob der Therapeut den richtigen Beruf gewählt hat.

Der Standesbeamte könnte sicher gute Miene zum bösen Spiel machen, aber ob es auf die Dauer richtig ist, in seinem Beruf unglücklich zu sein, ist hier die Frage. Ein Beamter ist Angestellter des Staates - das bedeutet, dass er auch hinter den Gesetzen des Staates zu stehen hat. Besagt das Gesetz, dass Homosexuelle heiraten dürfen, so muss der Standesbeamte diese Trauung durchführen. Ein Polizist darf ja auch nicht den einen Dieb festnehmen und den nächsten laufenlassen, weil der ihm sympatischer ist.

Beitrag melden
gunman0815 15.01.2013, 11:42
6. Kopftücher ja, Kruzifixe Nein?!

Kopftücher ja, Kruzifixe Nein?! Beziehe mich hier auf die in Deutschland regelmäßig klagenden Muslimleherinnen usw., die mit so was bei uns regelmäßig für Schlagzeilen sorgen. Bin gespannt, wie das poltisch korrekte Deutschland mit dem Urtili umgeht, das ich als Atheist auf jeden Fall begrüße. Allein, mir fehlt die Überzeugung, dass wir es in Deutschland in beiden Richtungen berücksichtigen werden, weil wir ja die lieben Muslims bei uns nicht verärgern wollen und zumal der Islam ja längst ein Teil von Deutschland ist.

Beitrag melden
minando 15.01.2013, 11:43
7. optional

Jaja...wie schnell so eine "veraltete Institution" wieder modern werden kann, zeigt sich insbesondere in Krisenzeiten. So gab es nach 45 eine Zeit, da waren die Kirchen beider Konfessionen jeden Sonntag VOLL. Damals hätten solche Urteile bestenfalls Kopfschütteln hervorgerufen...aber auch Richter sind Kinder ihrer Zeit.

Beitrag melden
tanzschule 15.01.2013, 11:43
8.

Zitat von sysop
In Europa gilt Religionsfreiheit, im Berufsleben gibt es jedoch je nach Job Grenzen. Das hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte entschieden. Demnach darf eine britische Airline-Angestellte während der Arbeit sichtbar ein Kruzifix tragen - eine Krankenschwester hingegen nicht.
wenn ich kein kreuz trage bin ich kein christ mehr?
das hat in meinen augen nichts mit religionsfreiheit zu tun , eher ist es werbung für eine religion.

Beitrag melden
john_daniels 15.01.2013, 11:44
9. Ich verstehe Frau Ewaida

Wenn ein kleines Kreuz am Arbeitsplart verboten wird, Kopftücher jedoch erlaubt sind, dann IST das religiöse Diskriminierung.

Den Grundgedanken, religiöse Symbole aus dem Berufsleben heraus zu halten finde ich richtig - er sollte für ALLE gelten.

Beitrag melden
Seite 1 von 13
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!