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Fotoprojekt im Wohnheim: Das gleiche Zimmer, immer anders
Louisa Galow

Was lässt sich aus 15,5 Quadratmetern machen? Eine Fotografin hat Studenten in einem Wohnheim in Darmstadt besucht - und war überrascht, wie unterschiedlich ihre Zimmer aussehen.

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Grinsekatze42 12.03.2018, 08:24
1. Karlshof

och ich weiß nicht. ich kenn den Karlshof noch aus meiner eigenen Studentenzeit, hab zwar selbst nicht da gewohnt aber kenne genug die da waren.
so schlecht und unbeliebt war das nicht. 4er oder 5er - WGs, die sich auch selbst die Nachmieter suchen konnten, ein ganz netter Gemeinschaftsraum pro WG, eine gemeinsame Küche... und das ziemlich bezahlbar, der freie Markt in der Stadt konnte da null mithalten.

von den Leuten die sich über den Karlshof beschwerten gings eher darum dass es da doch oft sogenannte Gangpartys gibt die dann halt von vier oder fünf WGs ausgerichtet werden und da ist dann mitgefangen mitgehangen.... Studentenzeit halt ;)

klar die Zimmer sind keine Paläste, aber für eine begrenzte (Studenten-) Zeit find ich das jetzt keinen Beinbruch, muss ich sagen, sondern eher recht angemessen. In der Zeit hat man halt nicht so viel Kohle (aber als Student schon ne Menge Vergünstigungen hier und da, bei Tickets und solcherlei Dingen mehr).

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peter.braehler 12.03.2018, 08:26
2. Anspruchsdenken?!

Zitat von Peace and Love
Eigentlich ist es ein Skandal dass Studenten immerhin die spätere Elite dieses Landes unter Bedinungen leben müssen welche man weder Hartzern noch Asylanten zumuten würde. Sind Studenten in diesem Land weniger wert als Arbeitslose oder Asylanten oder haben sie einfach die schlechtere Lobby?
Woher kommt dieses Anspruchsdenken? Wie sollen denn Studenten Ihrer Meinung nach leben? Auf 50m² mit vergoldeten Wasserhähnen? Selbst wenn es für Sie schwer vorstellbar ist - die meisten Studenten kommen mit diesen 15m² im Karlshof oder auch anderen Studentenwohnheimen super zurecht. Für diese jungen Menschen zählen mehr die Möglichkeiten etwas aus ihrem Leben zu machen, sich mit anderen Kulturen und Kommilitonen auszutauschen als sich darüber zu beschweren, weshalb sie sich mit so wenig zufrieden geben sollen. Ich hatte mehrere Kommilitonen im Karlshof, von denen hat sich nie jemand beschwert.

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HerrPeterlein 12.03.2018, 09:09
3. Knast sieht besser aus

Studenten, ich war selbst einer, genießen die "erste große" Freiheit, das Unileben, sich damit beschäftigen was man will, usw. Man ist total jung, trifft viele andere ähnliche, aufregende Menschen und kaum jemand hat mehr Geld als man selbst, viele finden ein WG-Leben toll, ist es ja auch.

Trotzdem kommt kaum jemand insgesamt auf den Hartz4 Satz, Zimmer im Knast sehen deutlich geräumiger aus als ein Zimmer im Studentenwohnheim. Doch das eine ist unfreiwillig, und/oder ein Dauerzustand, der Student hofft (berechtigterweise) auf "mehr" nach seinem Studium. Wenn es lange dauert, ist der Student nach 5-6 Jahren aus dem Wohnheim raus, es stört ihn dort weniger.
Hier sehe ich, dass Armut viel mit einer persönlichen und gesellschaftlichen Norm zu tun hat.

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remcap 12.03.2018, 09:11
4. Für die meisten ist das nur ein Raum

zum Schlafen, Essen und sich zu waschen. Aktivitäten werden die meiste Zeit ausserhalb der Wohnung gemeistert.

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fuckspon 12.03.2018, 09:24
5. AfD-Kampfsau?

Zitat von Peace and Love
Ich habs nochmal umformuliert falls der Zensor meinen anderen Post zensieren möchte. Eigentlich ist es ein Skandal dass Studenten immerhin die spätere Elite dieses Landes unter Bedinungen leben müssen welche man weder Hartzern noch Asylanten zumuten würde. Sind Studenten in diesem Land weniger wert als Arbeitslose oder Asylanten oder haben sie einfach die schlechtere Lobby?
Hoert sich fuer mich nach AfD-Agitation an.
Fuer mich war das alles kein Problem mit 15qm. Wofuer mehr als Student? Es gibt Gemeinschaftskuechen und -baeder, wie zu Hause auch. Einen Flur, wo's die Feste gab, wie zu Hause auch. Ich kam von der Bundeswehr, wo ich mit 5 Mann eine Stube teilte.

Was erwartest du eigentlich? Typisches Anspruchsdenken eines offensichtlich zu kurz gekommenen Neiders....

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kab50 12.03.2018, 09:48
6. Das gleiche Zimmer?

Der Titel ist schlecht formuliert, denn das Zimmer ist ja eben nicht das gleiche (da es ja immer anders aussieht), dafür aber das selbe!

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c.PAF 12.03.2018, 09:51
7.

Bis auf Nuancen sehen die Zimmer gleich aus. Ich hatte kreative Lösungen erwartet wie z.B. ein Hochbett oder verschiebbare Möbel.
Daß aber unterschiedliche Tagesdecken ausreichen, um etwas Neues aus dem Zimmer zu machen, finde ich doch etwas mager...

Als Student geht übrigens viel. Ich hatte 4 verschiedene Buden, die Kleinste war ein Wohnwagen mit 23qm für 1 Semester, aufgehört hatte ich mit einem gemieteten Haus mit 160qm für umgerechnet 200.-, das ich mir mit meiner Freundin geteilt habe. Holzofenromantik mit inbegriffen. Ich habe mich mit 23qm übrigens genauso wohlgefühlt wie mit 160qm. Auch hier gilt: auf die Größe kommt es nicht an.

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urban_warrior 12.03.2018, 10:01
8. Was mich eher irritiert ...

... ist dieses "Jedes Zimmer sieht anders aus"-Versprechen, was m.E. von der Fotografin nicht wirklich eingelöst wird. Ich hätte jetzt viel tiefgreifendere Enblicke in die Individualität erwartet. Tatsächlich findet man hier mal 'ne Weltkarte, dort mal 'ne Fahne, woanders ein paar Eigenkreationen an der Wand, doch nicht wirklich was Überraschendes. Aber es ist wohl doch eher so, wie der ein oder andere "Vorschreiber" es schon formuliert hat. Die Studenten verwirklichen sich in diesen Räumen nur begrenzt selbst, es bleibt doch eher profan, denn das Leben findet eigentlich außerhalb dieses Raumes statt. Der Raum selbst ist auf die nötigsten Bedürfnisse reduziert. Was wohl auch OK ist.

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a85 12.03.2018, 10:02
9. 15m^2, ein Traum

Ich habe während des Studiums zwei Semester in Frankreich studiert und in einem dortigen Wohnheim gewohnt. 9m^2 Zimmer, drei Duschen und drei Toiletten aufm Gang für je 17 Bewohner des Stockwerks (nicht getrennt nach Frau/Mann) und eine Küche ohne Backofen in jeder zweiten Etage. Das war weiß Gott kein Luxus, dennoch die beste Zeit meines Lebens. Aber ich hab mir mein kleines Zimmer auch gemütlich dekoriert und sauber gehalten. Wenn ich auf den Bildern sehe, dass es manche noch nicht mal für notwendig halten ein Bettlaken aufzuziehen, braucht sich auch niemand über eine schlechte Wohnsituation beschweren.

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