Forum: Blogs
Postergirl der deutschen Waffenlobby: Feuer frei!
Sibylle Fendt / Ostkreuz / UNI SPIEGEL

Blümchenbettwäsche und Schießeisen: Die Studentin Carolin Matthie trägt aus Überzeugung eine Pistole - und avancierte zum Aushängeschild der deutschen Waffenlobby.

Seite 1 von 15
aurichter 03.01.2018, 08:42
1. Warum

zieht diese Frau nicht in die Staaten, kann dort studieren und gleichzeitig die geradezu krankhafte Leidenschaft für Waffen hervorragend ausleben! Mehr fällt mir dazu nicht ein! Spätestens beim Anblick in eine Revolveröffnung, die hier nach Ihrem Verständnis bitteschön legalisiert werden sollte, wird die Meinung sich evtll dann doch ändern.

Beitrag melden
grandpalais 03.01.2018, 08:51
2. Recherchefehler...?

Soweit ich weiß, benötigt man für einen Pfefferspray keinen kleinen Waffenschein, wenn er PTB-gekennzeichnet oder als Tierabwehrspray markiert ist.
Eine Schreckschusspistole ist die denkbar schlechteste Art sich zu verteidigen. Der Gegenüber weiß gleich, dass die wenigsten Bürger eine scharfe Waffe mit sich führen, und ist entsprechend entspannt. Der Gaskegel geht nur wenige Meter weit und auch nicht gegen Wind - genauso wie beim Pfefferspray. Und wenn Passanten heutzutage jemanden mit einer Waffe hantieren sehen, wird derjenige sofort als Aggressor wahrgenommen - wie soll denn bitte eine Polizeistreife reagieren, die zufällig vorbeikommt? Es knallt, Passanten denken an einen Terroranschlag und laufen schreiend davon, und in Mitten des Chaos steht jemand mit ner Knarre. Derjenige wird, wenn er Pech hat, als mutmaßlicher Attentäter erschossen.

Viel sinnvoller sind Pfeffergel-Sprays, die einen gezielten Strahl über viele Meter auch z.T. gegen Wind abgeben, und solche Waffen wie Guardian Angel: CO2-betriebene Gelpistolen, die aber nicht wie scharfe Pistolen aussehen. Die schießen mehrere Meter weit, auch gegen Wind, und der Schütze wird nicht als Aggressor wahrgenommen.
Zu guter Letzt sollte sich die Studentin genau überlegen, ob sie eine Waffenbesitzkarte beantragt. Diese berechtigt nämlich ganz sicher nicht zum Tragen einer Waffe in der Öffentlichkeit (wie ja auch im Artikel geschrieben), und auch zu Hause darf sie nicht schussbereit herumliegen. Wenn sie mit dem Ding zu Hause herumfuchtelt und eventuell sogar Menschen verletzt - egal, ob Einbrecher oder nicht - kann es bei Vorstrafe wegen Verstoß gegen das Waffengesetz mit der akademischen Karriere schnell vorbei sein.

Beitrag melden
salomon17 03.01.2018, 08:52
3. USA als Vorbild?

Ich kann nicht erkennen, dass die massenhafte Verbreitung von Waffen die Kriminalität verringert. Die Verhältnisse in den USA legen eher das Gegenteil nah.

Beitrag melden
adhortator 03.01.2018, 08:54
4. schwieriges Thema....

...ich kann schon verstehen wenn sich jemand allein nachts in der Großstadt nicht sicher fühlt und sich überlegt wie er sich im Falle eines Angriffs schützen könnte. Ob eine scharfe Waffe da die Lösung ist, bezweifle ich. Die junge Dame ist halt dieser Meinung und sie vertritt sie, das ist ihr gutes Recht.

Beitrag melden
szordin 03.01.2018, 08:54
5. Alte Weisheit

Wer mit dem Schwert lebt, wird durch das Schwert sterben!!!

Beitrag melden
vielflieger_1970 03.01.2018, 08:56
6. Mehr Waffen führen zu mehr Sicherheit?

Na dann viel Spaß, wenn wir us-amerikanische Verhältnisse bekommen sollten. Ich denke das Mädel möchte Aufmerksamkeit, bei den Miss-Wahlen scheint sie ja nicht besonders erfolgreich zu sein und 7k Clicks sind nun auch nicht der Burner. Ein weiteres Beispiel dafür, dass eine Akademikerlaufbahn nicht zwingend Klugheit voraussetzt. Die wäre gut in der AfD aufgehoben;-)

Beitrag melden
Max Super-Powers 03.01.2018, 08:59
7.

Ganz einfach: Jeder hat zuhause einen Feuerlöscher, in der Hoffnung, dass man ihn nie benötigt, aber wenn, dann ein effektives Mittel zur Brandbekämpfung hat.

Nichts anderes ist eine solche Schreckschusspistole. Gleicher Hintergrund - und dennoch ätzen hier schon so manche dagegen.

Beitrag melden
ullr 03.01.2018, 09:00
8. Was für eine dumme Argumentation

Wie häufig übt denn die junge Dame mit ihrer Schreckschußpistole?
Welche Stresssituationen spielt sie denn da durch? Hat sie sich schon mal mit einem Personenschützer oder einem entsprechend ausgebildeten Polizeibeamten darüber unterhalten?
Im Ernstfall wird der Angreifer immer den Vorteil haben, und wenn diese junge ängstliche Dame mit ihrem Selbstverteidigungsgerät nicht umgehen kann, wird sie ihr fieses Wunder erleben. Und dieses dümmliche Sicherheitsdenken in Verbindung mit Sportschießen zu bringen, ist natürlich das Allerletzte. Sollte so eine Person in meinem Schützenverein die Grundlagen zum Erwerb einer Waffenbesitzkarte erlangen wollen, werde ich mit allen Mitteln daran arbeiten, sie hochkant aus dem Schützenverein zu werfen.
ullr

Beitrag melden
grandpalais 03.01.2018, 09:00
9. Ps:

Der Schützenverein, in dem sie trainiert, täte gut daran, ihre Motivation zu hinterfragen. Wenn der Hauptgrund für ihr Schützentraining ist, irgendwann einmal eine Waffe zu Hause haben zu dürfen, ist das ganz sicher nicht im Sinne des Schützenvereins.

Und nein, ich bin kein Waffenhasser.

Beitrag melden
Seite 1 von 15
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!