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Start-up Relayr: Der Mann, der weltweit die Uhren kontrollieren will
Goetz Schleser/Laif/DER SPIEGEL

Mit 16 schmiss Josef Brunner die Schule. Mit 35 hat er mehrere Karrieren hinter sich und einen Firmenverkauf im dreistelligen Millionenbereich. Sein jüngstes Unternehmen: Maschinen und Gebäude zu steuern - weltweit.

Georg_Alexander 22.05.2017, 18:57
1. Was ist das denn für ein fragwürdiger Artikel?

Die Bahnhofsuhren werden, wie Tausende anderer Uhren, seit Jahrzehnten zentral über die DCF77-Funksignale, sprich durch die Standardzeit der Physikalisch Technischen Bundesanstalt in Braunschweig gesteuert. Da ist nichts mehr zu kontrollieren (oder gar zu "vernetzen" ;-). Die Synchronisation findet bei den Minutenuhren (Bahnhof) 1 Mal pro Minute statt, es kann also maximal Abweichungen im Sekundenbereich geben - oder die Uhr ist hinüber...

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alternativloser_user 23.05.2017, 00:39
2. Hihi

Das lustige am Internet of Things ist, dass es da praktisch keine Updates gibt aber jedes "smarte" Gerät mit allem möglichen anderen vernetzt ist. Noch lustiger: fast jedes dieser IoT Geräte arbeitet mit einem Standard-Passwort das bei allen Geräten gleich ist. Oft kann es auch garnicht geändert werden.
Sicherheitstechnisch ist das internet of things ein totaler alptraum, das nur darauf wartet manipuliert zu werden.
Und wenn dann irgendwann drei Millionen Bahnhofsuhren, zwölf Millionen Heizungsthermostate, 50 Millionen intelligente Stromzähler und dröfhundertzweiundmumpfzig smarte Fensteröffner anfangen eine denial of service Attacke gegen alles und jeden zu starten oder das Pentagon zu hacken, dann sind wieder alle am weinen "damit konnte doch niemand rechnen!"

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hman2 23.05.2017, 11:13
3. Au weia, SPON, Recherche vergessen?

"und über die Bahn-Servicemitarbeiter ihren Uhrenpark zentral managen könnten. "

Seit fast hundert Jahren WERDEN alle Bahn-Uhren zentral gemanaged. Herr Brunner löst also ein Problem, das gar nicht existiert. Das schon bei seiner Geburt nicht mehr existierte...

Darüber hinaus gibt es in Deutschland ein per Funk ausgestrahltes Zeitsignal namens DCF-77, das die Deutsche Normalzeit ausstrahlt, also die Koordinierte Weltzeit für Zentraleuropa mit Sommerzeitkorrektur und Schaltsekunden. Diese wird von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig bereitgestellt.

Neben der analogen Funkausstrahlung ist sie auch im Internet empfangbar über das standardisierte NTP-Zeitprotokoll, das alle (!) modernen Betriebssysteme beherrschen. Zeit kann man auch weltweit (!) aus den Ausstrahlungen der Satelliten des Global Positioning System GPS ableiten (hier allerdings ohne Schaltsekunden).

Darüber hinaus gibt es Zeitinformationen in ISDN- und VoIP-Telefonnetzen, sowie in allen digitalen Mobilfunknetzen.

Also wo ist das Problem, das Herr Brunner lösen möchte??

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