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Studieren auf dem Land: Schwarzwald-Dörfer zahlen Studenten Begrüßungsgeld
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"Schwarzgeld" für den Wohnsitzwechsel: Drei Örtchen bei Freiburg werben um Studenten - und zahlen bis zu 500 Euro für den Umzug.

siebenachtneun 06.11.2018, 10:53
1.

Begrüßungsgeld für Studenten ist doch nichts Neues. Meine beiden Studienstädte haben das gemacht und beide Städte brauchen keinen Anreiz, weil es kleine Orte sind. Ich glaube in Stadt 1 waren es 200 Euro und in Stadt 2 ca. 250 Euro.
Beide Städte haben damit aber nicht geworben. Man musste sich schon aktiv darüber informieren. Ich bin auch nur durch ein Forum über Finanzierungsmöglichkeiten für Studenten gestolpert.

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globaluser 06.11.2018, 11:08
2. In den Kleinstädten sind natürlich die Mieten geringer,

jedenfalls nicht allzu viele Studenten umziehen wollen, dann wird es auch dort knapp mit dem Wohnraum und teurer. Die 250-55€ reichen ansonsten, ja maximal für die Umzugskosten.

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KlausP22 06.11.2018, 11:17
3. Studienfächer, Nahverkehr usw. ?

Schön, dass es auch kleinere Universitäten gibt bei denen es günstiger ist als in den Großstädten. Aber wichtiger als 500€ einmalig sind doch vor allem auch die angebotenen Studienfächer und deren Qualität, die Ausstattung der Bibliothek usw. und außerdem auch die Anbindung der Wohnung per Nahverkehr, falls man etliche Km und evtl. Höhenmeter doch nicht täglich mit dem Rad fahren will. Zudem ist auch das Umfeld, sprich Freizeitangebote, ein Faktor. Falls von den Punkten nicht alles passt, dann sind die 500€ doch egal.

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GrafKrolock 06.11.2018, 12:56
4. @KlausP22

Allerdings hat Furtwangen eine der renommiertesten Fachhochschulen in Baden-Württemberg. Mangelnde Qualität ist also kein Grund.

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Borijee 06.11.2018, 13:06
5. Furtwangen im Schwarzwald

Man kann ja viel lästern über Furtwangen. Als ich damals im Oktober 1993 dort anfing zu studieren, bekam ich erstmal das kalte kotzen. Wir hatten 2 Wintersemester und dauernd schlechtes Wetter. Die Uni war schwer Jungslastig da die Studienfächer eher aus dem Ingenieurbereich kamen. Aber die Mieten waren preiswert und wenn man was nicht verstanden hatte ist man ein Zimmer weiter gegangen und man fand immer jemand der einem den Stoff erklären konnte. Die durchschnittliche Studiendauer waren damals 8 1/2 Semester und wenn man dann mit seinem Diplom aus Furtwangen vorstellig wurde bekam man neben anerkennenden Schulterklopfer und auch sofort den Job. Im Nachhinein würde ich wieder dort zum Studium gehen denn neben guten Professoren war die Mensa wirklich gut und der Zusammenhalt mit meinen Kommolitonen ist auch nach 20 Jahren immer noch vorhanden.

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MixMax_14 06.11.2018, 13:53
6. ..andere nehmen "Zweitwohnungssteuer"..

..wie z.B. Osnabrück, und schreckt damit die nicht's habenden Studenten ab..

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andy9258 06.11.2018, 16:25
7. Nur die halbe Wahrheit!

"Wir wollen die Stadt beleben und erhoffen uns eine Erhöhung der Einwohnerzahl", sagt Franz Kleiser, Leiter des örtlichen Rechnungsamts.
Den eigentlichen Grund verschweigt der Leiter des Rechnungsamtes, die Schlüsselzuweisungen des Kreises, die von der Anzahl der Personen abhängt, die mit erstem Wohnsitz gemeldet sind. Da diese den Ursprungskommunen dann nicht mehr zustehen, handelt es sich hierbei immer um ein Nullsummenspiel.
Bei jeder Art von "Begrüßungsgeld" handelt sich lediglich um eine Steuerverschwendung.

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gorlough 07.11.2018, 19:20
8. Nur die Harten kommen in den Garten

Wer in Fuwa studieren will, muss extrem depressionsresistent sein. Die HFU gehört zwar zur deutschen "Ivy-League" der FHs, aber 10 Monate Heizperiode, haufenweise Schnee (dort besser bekannt als "weiße Pest") und wochenlang mieses Wetter bei kaum Freizeitangebot muss man abkönnen.
Wenigstens ist die Geschlechterverteilung nicht mehr gar so einseitig, wie noch in den 90ern (wobei sie "auf guten Niveau" zu nennen nun echt übertrieben wäre).
Wer also fachlich mit zu den Besten gehören, trinkfest wie ein Wikinger und im T-Shirt bei 1m Schnee grillen will - ab nach Furtwangen.

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