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Tiere: Beutegreifer im Wohnzimmer

Räuber, Mythos, Fabeltier - seit je schlägt der Urahn des Haushundes den Menschen in seinen Bann. Zunehmend sind Mischlinge aus Wolf und Hund gefragt.

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Hans-Georg Pabst 28.05.2010, 16:47
1. Schlechte Erfahrung Mensch / Halbwolf

Die Tochter unserer Freunde in Langnau / Albis ging mit ihrem Blindenhund im Tierpark spazieren. Von hinten näherte sich ihnen eine Frau mit 1/2 Wolf-Deutschen Schäferhund. Der Mischling startete sofort einen Angriff auf den Blindenhund. Die Tochter riß ihren Hund hinter sich was zur Folge hatte,dass sich der Halbwolf in ihrem Bein verbiss.
Fazit: ein halbes Jahr Krankenhaus mit vielen Operationen, über ein Jahr in Behandlung.
Die Eigentümerin des Wolfs gewann den Prozess. Sie ist Vorsitzende des Vereins für Schäferhunde. Es gab keine Zeugen und die Richterin glaubte der lügenden Vereinsvorsitzenden mehr als der der fast blinden jungen Frau.
Ein Glück das ich die Dame nicht kenne, ich hätte ihren Liebling erschlagen.

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Naturhuf 28.05.2010, 17:00
2. Nur mit Sondergenehmigung

Das Problem hier ist, dass viele Leute nicht wissen, worauf sie sich einlassen. Sie haben die Erfahrung nicht, mit solchen Tieren umzugehen! Es ist dann die Verantwortung des Züchters, diese Hybriden nur an Leute zu verkaufen, die genügend Erfahrung haben, aber das is ja auch leider nicht immmer der Fall wenn es um Geld geht und im Endeffekt leidet das betroffene Tier dann oft.

Hier in den USA werden die Tiere dann häufig ausgesetzt oder abgegeben. Wir sehen das Problem auch mit vielen exotischen Tierarten, wie Servals zum Beispiel. Meiner Meinung nach sollte der Verkauf solcher exotischen Tieren allgemein verboten sein und nur mit Sondergenehmigung möglich sein!

Wenn jemand wirklich so was Aussergewöhnliches haben will, dann würde man sich auch um eine Sondergenehmigung bemühen.

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Rainer Helmbrecht 28.05.2010, 17:15
3. Für einen titelfreies SpOn-Forum.

Zitat von Hans-Georg Pabst
Die Tochter unserer Freunde in Langnau / Albis ging mit ihrem Blindenhund im Tierpark spazieren.......
In verschiedenen Tierparks ist es erlaubt Hunde mit zu nehmen. Mein Hund ist gut erzogen und bellt dort nicht rum, sondern geht unauffällig Fuß.

Aber aus mehreren solcher Besuche weiss ich, dass die dort lebenden Wölfe, sich sofort geduckt haben und meinen Hund angreifen wollten. Wölfe halten Hunde nicht für nette Verwandte, sondern für eine Brotzeit.

Natürlich gibt es Liebhaber und auch Käufer für solche Wölfe und Halbwölfe, aber man tut sich als Besitzer solcher Tiere keinen Gefallen. Hunde sind seit tausenden von Jahren Begleiter des Menschen, dieser Prozess hat bei diesen Tieren kaum angefangen. Ich glaube auch nicht an eine ganze Familie, die geeignet wäre, das besondere Verhältnis zu einem Wolf zu beachten.

Als Hundebesitzer treffe ich öfter Menschen, die mich bitten meinen Hund ran zu nehmen, ihr Hund sei nicht ganz einfach und er gehöre dem Mann, oder dem Sohn und hätte selber Angst, vor dem Tier. Die Menschen wollen alles haben, machen sich aber keine Gedanken, dass man so ein Tier 10-12 Jahre betreuen muss.

MfG. Rainer

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Alzheimer 28.05.2010, 17:25
4. ...

Genau so wie normale Büroangestellte glauben, sich als Extremkletterer und -skifahrer sich profilieren zu müssen, meinen viele Hundefreunde, die nicht einmal mit einem Dackel zurecht kommen, sich als Wolfshalter versuchen zu müssen. Die Resultate können oft tödlich sein.

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touri 28.05.2010, 17:34
5. Wölfe und Hunde

Ich persönlich habe nichts gegen Wölfe aber ich weis auch dass diese Tiere in die Natur gehören und nicht in eine menschliche Behausung. Die Instinkte dieser Tiere sind auf das Überleben in der Natur ausgelegt, als Jäger mit einem festen Territorium in welchem keine fremden Artgenossen, zu denen Hunde nunmal auch zählen, gedulded werden. Kleinere Tiere sind im zweifelsfall Beute, also könnte man kaum jemals mit dem Tier ohne Leine rausgehen.

Der Mensch hat Jahrunderte und länger gebraucht, um die Instinkte und das Verhalten der Tiere so umzuformen, dass aus ihnen nützliche Helfer und Gefährten werden konnten. Hund und Wolf unterscheiden sich in sehr viel mehr als nur im Aussehn oder Agressivität. Hunde verstehen instinktiv die Mimik und Gestik eines Menschen, sind daher sehr viel einfacher zu trainieren. Einem Wolf fehlen diese Fertigikeiten, da diese nunmal zum überleben in seiner natürlichen Umgebung nicht erforderlich sind.

In kurzem, Wölfe gehören zur Natur, Hunde zum Menschen.

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Kassander 28.05.2010, 17:39
6. Das ist nicht mehr lustig!

Natürlich gehören solche Experimente verboten und die dafür Verantwortlichen eingesperrt oder in die Psychiatrie. Wie viele Perverse ertragen wir eigentlich noch? Wahrscheinlich muss erst ein schreckliches Unglück passieren, ehe unsere unfähigen Politiker aufwachen. Die Politiker in Thüringen, die "vergaßen", ein Kampfhundeverbot zu verhängen, müssten alle wegen Beihilfe zur Kindestötung vor Gericht.
Aber der deutsche Michel ist nun mal zu faul und zu blöd, dafür irgendetwas zu tun. Es gruselt sich ja so schön auf der Couch vor dem Fernseher.

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Rainer Helmbrecht 28.05.2010, 17:43
7. Für einen titelfreies SpOn-Forum.

Zitat von bittrich
....... So wird es bei mir daheim gehandhabt. Also liebe Problemhundehalter, haltet Euch fern vom Rheinland!
Ein schöner Beitrag, leider etwa 500 Jahre zu spät geschrieben. Recht hat nämlich nicht mit Kapital zu tun. Der Jäger hat, oder hatte, bis vor wenigen Jahren noch das Recht, einen Wilddieb zu erschießen.

Der Gegenwert eines Hasens liegt so bei 10 Euro. Dann würden Sie wohl die Bankster, die um uns um Milliarden beschissen haben noch, wie zu früheren Zeiten, auf dem Marktplatz vierteilen.

Bisher war ich der Meinung, dass auch im Rheinland die Gesetze der Bundesrepublik gelten. Das Töten eines Wirbeltieres ohne Grund, ist verboten.

MfG. Rainer

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C.Jung 28.05.2010, 17:48
8. 20.000 Jahre Domestikation kann man nicht ersetzen

Ein Wolfs-Hybrid hat nichts in der Rolle des Hundes zu suchen.

Es ist zudem Tierquälerei, ein Wolfsblut an der Leine halten zu wollen. Es ist eine ständige latente Gefährdung der Umwelt. Mit "Wölfisch für Hundehalter" und "Schwarzbuch Hund" gibt es im übrigen ganz aktuelle Literatur, die genau das erklärt.

Der Hund wurde über 20.000 Jahre (und vielleicht noch viel mehr) domestiziert. Wahrscheinlich gab es zudem eine sehr lange Gewöhnungsphase bestimmter Wolfsgruppen an steinzeitliche Clans, aus denen dann die ersten Hunde entstanden. Die Leute, die meinen, das in einem Wolfsleben nachholen zu können, haben weder Ahnung von Hunden noch von Wölfen und auch keinen Respekt vor diesen Tieren.

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DerRechtsstaat 28.05.2010, 17:51
9. Mit Grund

...Das Töten eines streunenden Hundes ist die Tötung eines Wirbeltiers "mit" Grund. Der Hund streunt und ist eine Gefahr für Wild, Natur, kleine Kinder und andere Menschen! Wenn die Bundesrepublik sich daran macht, der Hundelobby in jedem Punkt Recht zu geben und zudem streunende oder wildernde Hunde absurder Weise mit eigenen Rechten auszustatten, muss man dies als Zeichen der moralischen Verwahrlosung und Dekadenz betrachten: Ein menschlicher Fötus kann straffrei abgetrieben werden, aber der Streunende Hund erhält einen HarztIV Anspruch. Die vermenschlichung des Hundes wegen Abwesenheit wirklicher Freunde ist auch ein großes psychologische Problem der Hundeisten.

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