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US-Unis unter Trump: Hier tobt der Kampf um die Zukunft Amerikas
AP

US-Präsident Trump spaltet das Land - und die Unis. Republikanische Studenten laden "Hate Speaker" ein, die ihre Gegner verspotten. Demokratische Kommilitonen wehren sich.

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Teile1977 03.08.2017, 16:14
1. Geisteskrank

Wie kann man nur klaren Verstandes sein und einen Trump verehren? Die Kruste der Zivilisation ist dünn, wie dünn wissen wir deutschen nur zu genau als es bei uns plötzlich opportun war gegen unbescholtene jüdische Nachbarn zu hetzen, gegen schwule, Ausländer, Behinderte.....
Wie konnte es nur soweit kommen habe ich mich immer gefragt.
Die Antwort kann man sehen, weil ein großer Teil der Menschen einfach ......... sind.

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jbdt 03.08.2017, 16:23
2. Das Pendel schlägt zurück

Eine Katastrophe, dass die Situation in den USA so eskaliert ist. Aber die rechte These vom linkskonformen Mainstream kann man ja auch an unseren Unis nicht völlig wegleugnen.
Hoffentlich finden wir bei uns einen sanfteren Weg zurück in die Mitte.

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tim_van_beek 03.08.2017, 16:24
3. Sprache ist Gewalt?

Zum Punkt "Respektvoll, diplomatisch - was ihre Gegner eben als "politisch korrekt" bezeichnen und verachten."
Es wird argumentiert, dass Sprache Gewalt ist, siehe z.B.
Siehe https://www.nytimes.com/2017/07/14/opinion/sunday/when-is-speech-violence.html?

Zitat: "That’s why it’s reasonable, scientifically speaking, not to allow a provocateur and hatemonger like Milo Yiannopoulos to speak at your school."

Dies wird wiederum verwendet, um physische Gewalt gegen Redner wie "Milo Yiannopoulos" zu rechtfertigen. Das finde ich wiederum weder respektvoll noch diplomatisch. Wenn man etwas zu dem "Gespräch über das Gespräch" (also der Metaebene) festhalten kann, dann, dass die jeweiligen Seiten offensichtlich massive Probleme damit haben, den Standpunkt der Gegenseite überhaupt zu verstehen. Kein gutes Zeichen für die künftige Elite :-)

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danmage 03.08.2017, 16:24
4. Aufwachen

Ja, es gibt viel zu tun.
Erschreckend ist nicht nur, dass ein Mensch wie Trump Präsident der USA werden konnte. Grund zur Besorgnis sind seine Anhänger die grob die Hälfte der amerikanischen Bevölkerung ausmachen und genau so denken wie ihr Präsident. Es geht hier nicht nur um die Bildungsferne seiner Anhänger, sondern auch um die Ignoranz, den Egoismus, die Gefühlskälte und Xenophobie. Die Vorstellung mit Waffengewalt und der freien Verfügung von Waffen alle Probleme lösen zu können.
Nicht zuletzt ein übersteigerter, blinder Nationalismus, der die Gesellschaften und Nationen weiter spaltet und den dunklen Zeitgeist längst vergangener Tage wieder beschwört.
Dieses ist nicht nur ein amerikanisches Problem, sondern man kann es inzwischen in einigen Ländern beobachten, wo extremer Nationalismus und fanatische Religiosität zu autokratischen und unfreiheitlichen Systemen führt.

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keine-#-ahnung 03.08.2017, 16:26
5. Mein lieber Scholli ...

... wenn diese Sprechverbots- und Gesinnungsexzesse auch nur ansatzweise real geschildert sind, dann war meine Arztschule Ende der Achtziger ein Fels der Meinungsfreiheit. Und meine Schule hiess Karl-Marx-Universität und leistete sich einen nicht wirklich kleinen Apparat an ... sagen wir mal ... professionellen Meinungsforschern :-) .
Was das noch mit "freier" Wissenschaft zu tun haben soll, erschliesst sich mir nicht wirklich.
"Ihre Idee von Amerika. Wie Studenten an einer amerikanischen Universität miteinander reden, umgehen, leben sollten. Respektvoll, diplomatisch - was ihre Gegner eben als "politisch korrekt" bezeichnen und verachten." Und "Zu gewaltsamen Auseinandersetzungen kam es, als der Posterboy der Jungkonservativen, Milo Yiannopoulos, an der Universität Berkeley in Kalifornien einen Vortrag halten wollte. " scheint in den Augen der Autorin jetzt auch keinen allzu grossen Gegensatz zu bilden. Alles gut - das ist doch nur die progressive Prügel. Von Aktivisten. Gut fürs Herz - alles gut!
"Das Taktgefühl ist mittlerweile so ausgeprägt, dass Studenten der New Yorker Columbia-Universität sogar eine Warnung für ein Werk Ovids forderten." Das Taktgefühl? In meiner Lebenswirklichkeit würde das nicht "Taktgefühl" heissen sondern in der Kategorie F ICD-codiert und dann therapiert werden.
"Und als der Präsident jüngst aus dem Pariser Klimaabkommen ausstieg, gaben Dutzende Universitäten bekannt, dass sie sich dennoch an die ausgehandelten Ziele halten wollten." Die Unis halten sich an die ausgehandelten Klimaziele ... reichen die dann keine blähenden Lebensmittel mehr in den Mensen aus :-) ? Machen die Lichter früher aus, damit man diesen Unsinn sehend nicht länger ertragen muss?
Ich habe echt geglaubt, dass es solch excessive Missbildungen von Meinungstotalitarismus der "progressiven" Linken nur in good old Germany gäbe ... jetzt bekomme ich wirklich langsam Angst um die Geistesgesundheit der ganzen Welt. Was für Zeiten ...

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penie 03.08.2017, 16:38
6.

Der Artikel macht klar, warum so viele Trump gewählt haben. Denkverbote von "liberaler" Seite, die Idee, "anstößige" Klassiker aus den Bibliotheken zu entfernen, Genderwahn usf. In Summe "political correctness", die schon totalitäre Züge angenommen hat.
Aber leider ziehen die "Liberalen" anscheinend die falschen Schlüsse daraus.

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zwiebelkuchen 03.08.2017, 16:39
7. Sowas kommt von sowas

amerikanische Universitäten sind nicht gerade für Meinungsvielfalt bekannt. Republikanische Dozenten sind dort Mangelware. Während früher noch galt, dass kein Gedanke undenkbar und keine Idee unaussprechbar sei, geht es heute mehr um Safe-spaces, den Schutz vor Microaggressionen. Andere Meinungen gelten als unzumutbar und werden ausgegrenzt. Unabhängige Presse bekommt Schwierigkeiten, wenn sie aus einem Safe-space berichten will. Laut eigener Aussage kämpfen die Studenten und Lehrkräfte gegen Faschisten und Neonazis. Wie z.B. Bret Weinstein von der Evergreen State.
Interessanterweise liest sich der Artikel so als würden die Studenten und Lehrkräfte sich wehren, während es sich meiner Meinung nach anders herum verhält. Mit ihren abstrusen Konzepten und Forderungen erzeugen sie ein Klima der Angst und des Überwachungsstaates stalinistischer Prägung. Die Meinungsfreiheit auch mit Provokation zu verteidigen war ehedem ein linkes und damals noch geschätztes Konzept. Das Establishment ist jedoch wie früher gegen links "not amused" und rüstet zum Backlash.

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muellerthomas 03.08.2017, 16:44
8.

Zitat von zwiebelkuchen
amerikanische Universitäten sind nicht gerade für Meinungsvielfalt bekannt. Republikanische Dozenten sind dort Mangelware.
tja...woran könnte das wohl liegen könnte? Wer die Evolutionstheorie ablehnt, den Klimawandel bestreitet, Fakten leugnet, wenn sie den eigenen Weltbild widersprechen, kann eben in der Wissenschaft keine Karriere machen.

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Nordstadtbewohner 03.08.2017, 16:47
9. Bitte weniger Politik an Universitäten

Während meines Studiums musste ich immer wieder feststellen, dass politische Aktivisten ihre eigentliche Aufgabe, das ernsthafte Studieren, stark vernachlässigten und dafür unablässig versuchten, anderen ihre eigene Meinung aufzuzwingen und das vor allem unter dem Mantel der politischen Korrektheit. Heute, mit etwas zeitlicher Distanz kann ich nur konstatieren, dass eben jene entweder nie einen Abschluss schafften oder sich heute im 20+x. Semester befinden.

Ich halte generell nichts von politisch durchtränkten Universitäten, egal mit welcher politischen Auslegung. Bildung sollte Bildung bleiben und eben nicht in (linken) Umerziehungsanstalten enden. Wer Trump nicht mag und für die Pariser Klimaziele ist, der kann sich jederzeit in politischen Parteien betätigen. Das geht hier in Deutschland und den USA.

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