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1500 Kilometer mit Mönchen durch Indien: Laufen bis zur Erkenntnis
Misha Schoeneberg/ Aod Chumpon

Misha G. Schoeneberg reiste zwei Monate mit buddhistischen Mönchen zu Fuß durch Indien, 1500 Kilometer weit. Ein Interview über Puffreis-Schnitten, Armutsporno und merkwürdige Selbsterkenntnis.

Flying Rain 26.09.2017, 07:07
1. Hm

Hm was die Verschmutzung usw angeht habe ich zumeist das Gefühl in Asien und Indien gehabt dass es zumeist darum geht innder Formation mitzufliegen. Zwar ganz hinten in der Formation der weltweiten Wirtschaft aber trotzdem wenigstens mitfliegen. Das Indien ein Drecksloch ist kann so ziemlich jeder bestätigen der nicht vollkommen mit einer rosaroten Brillen verschweißt ist und dort schonmal war. Indien ist auch eines der Länder das heutzutage doch eher weniger am Tropf der globalen Wirtschaft hängt und die Regierung ist einfach zu unfähig etwas zu ändern bzw etwas umzusetzen wenn man etwa die Entwicklung von Bangalore in dem letzten 10 Jahren betrachtet. Es muss sich zu aller erst etwas am Mindset der Inder ändern wenn man bedenkt dass dort keinem auch nur ein Fünkchen schlechtes Gewissen entsteht wenn man den Müll einfach an Ort und Stelle fallen und liegen lässt.

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fatherted98 26.09.2017, 08:06
2. Man sollte..

...sich bei solchen Berichten immer vor Augen halten, das Indien ein reiches Land ist, die Atombombe besitzt und wirtschaftlich boomt. Das die Bevölkerung darbt hängt, wie so oft, mit gesellschaftlichen und auch religiösen Verwerfungen zusammen.

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olli0816 26.09.2017, 09:52
3. Die Beschreibung stimmt gut

Auch wenn es jetzt 10 Jahre her ist, denke ich nicht, dass sich irgendetwas zum Guten geändert hat in Indien. Zum einen die viel zu vielen Menschen. Ich habe keine Ecke gesehen, wo kein Mensch war, selbst auf dem Land ist alles dicht bevölkert. Dazu kommt, dass der indische Normalbürger überhaupt kein Auge für seine Umwelt hat, sprich seinen Müll hinwirft wo er will. Ich habe viele Straßen gesehen, wo an der Seite erst ein durchgehender Müllstreifen war und dann die Leute entlanggegangen sind und dann die Häuser kamen. Sonderbarerweise sind aber die Häuser innen recht gepflegt, auch bei ärmeren Menschen. Ein Straßenimbiss, wo die Ratten den Leuten in Dutzenden um die Füße geschwirrt sind. Naja, die sind heilig, wie so fast jedes Tier, was da so rumwuselt. Nur behandeln sie die Tiere nicht so, als wären sie heilig, ganz im Gegenteil.

Es wird ja viel von Religion mit Indien verbunden und natürlich gibt es das dort. Viele unterschiedliche heilige Stätten, aber der normale Inder ist da bis auf eine Schicht wie die beschriebenen Mönche ganz anders beschäftigt. Die Armut ist bedrückend, es schlafen viele auf der Straße und es ist überall chaotisch und laut. Ok, ich habe jetzt viele negative Aspekte geschrieben und es gibt auch einige positive. Aber wenn sie sich nicht weiter entwickeln, werden sie an ihrem eigenen Müll und der Überbevölkerung zugrunde gehen. Da helfen auch keine buddistischen Mönche, die hunderte Kilometer auf der Autobahn laufen. Das ist sowieso wahnwitzig, weil der gemeine Autofahrer dort weder Verkehrsregeln achtet noch Autos besitzt, die nach unseren Verhältnissen sicher wären. Ich sage nur, keine Scheibenwischer, 20 Leute in einem orangenen LKW vorne bei lauter indischer Musik, keine funktionierenden Scheinwerfer und Überholen in der Nacht ohne Licht in einer Linkskurve. Alles selbst erlebt. Mahlzeit.

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joshuaschneebaum 27.10.2017, 04:26
4. Das Buch zum Artikel ist klasse!

Habe mir das Buch zum Artikel "Siddhartha Highway" besorgt, es ist ganz große klasse! Es ist viel mehr als "nur" ein herausragender Reisebericht. Es liest sich spannend von der ersten Seite weg. Es macht Spaß, obwohl es voller Wissen ist und mit philosophischen Tiefgang daher kommt. Wirklich empfehlenswert.

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